Beschreibung
Bildnis Dr. Franz Martin Haberditzl ist ein Werk Egon Schieles aus dem Jahr 1917, auf dem ein Kunsthistoriker auf einem schlichten Holzstuhl sitzt und ein großes weißes Blatt mit Sonnenblumen aufgeschlagen über den Knien hält. Das Original befindet sich im Belvedere in Wien unter der Inventarnummer 9638; laut Museumseintrag ist es derzeit nicht ausgestellt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinen, in dreizehn Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Bildnis Dr. Franz Martin Haberditzl |
| Weitere Titel: | Porträt Dr. Franz Martin Haberditzl · Portrait of Dr. Franz Martin Haberditzl |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1917; signiert und datiert rechts unten „EGON / SCHIELE / 1917“ |
| Originalgröße: | 140 cm x 110 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Stilrichtung: | Expressionismus |
| Standort: | Belvedere, Wien (Inv.-Nr. 9638), derzeit nicht ausgestellt |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinen, 13 Größen von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm oder Maßanfertigung |
Bildnis Dr. Franz Martin Haberditzl – Egon Schiele
Wer war Franz Martin Haberditzl?
Der Museumseintrag sagt genau dies: Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Franz Martin Haberditzl (1882–1944) war von 1915 bis 1938 Direktor der Österreichischen Galerie. Das ist jenes Haus, das wir heute als Belvedere kennen – und das dieses Werk verwahrt. Der Dargestellte leitete also die Sammlung, in der sein eigenes Porträt heute eine Inventarnummer trägt. Der Eintrag nennt auch seine Daten und Orte: 1882 in Wien geboren, 1944 in Wien gestorben.
Was ist zu sehen?
Ein Mann in einem weiten graubeigen Anzug, sitzend auf einem schlichten dunklen Holzstuhl mit Sprossen. Der Körper ist leicht zur einen Seite gedreht, der Kopf scharf zur anderen, sodass der Blick am Betrachtenden vorbei aus dem Werk hinausgeht. Unter dem Sakko sind ein weißer Kragen und eine ockerfarbene Krawatte zu sehen. Das Gesicht ist hager, der Schnurrbart kurz, das Haar kurz geschnitten. Die Hände sind groß und knochig, die Finger gespreizt. Der Grund ist dunkel braungrün und dicht übermalt, ohne Gegenstände; das Einzige, was überhaupt einen Raum andeutet, ist der Stuhl. Rechts unten lehnt eine dunkelblaue rechteckige Fläche an seinen Beinen.
Was hält er in den Händen?
Ein großes weißes Blatt, aufgeschlagen über den Knien und mit beiden Händen gehalten. Darauf sind Sonnenblumen mit grünen Blättern gemalt – gelbe Köpfe, manche offen, manche geneigt. Der Museumseintrag beschreibt das Blatt nicht und sagt nicht, was es sein soll, also raten wir auch nicht; wir sagen nur, was zu sehen ist. Dass gerade dieses Motiv auffällt, bestätigt die Ausstellungsliste des Hauses: 2018 war das Werk in einer Ausstellung mit dem Titel „Sag’s durch die Blume!“ zu sehen, also in einer Schau über Blumen in der Kunst.
Wo ist die Signatur?
Rechts unten. Der Museumseintrag gibt an: signiert und datiert rechts unten, „EGON / SCHIELE / 1917“. Auf dem Werk liest sie sich als aufrechtes ockerfarbenes Rechteck mit blockweise gesetzten Buchstaben, fast wie ein Stempel. Bei Schiele ist das nicht selbstverständlich – bei anderen Arbeiten dieser Jahre nennt der Eintrag die Signatur links unten oder vorne gar keine –, und deshalb lohnt es sich, bei diesem Porträt zu sagen, auf welche Seite man schauen muss.
Warum ist dieses Porträt ungewöhnlich?
Weil der Dargestellte derjenige ist, der das Haus leitete. Er war von 1915 bis 1938 Direktor der Österreichischen Galerie; das Werk, das ihn zeigt, befindet sich heute in eben dieser Sammlung. Als expressionistisches Gemälde bleibt es dabei bemerkenswert zurückhaltend: keine Pose, keine große Geste, nur ein sitzender Mann mit einem farbigen Blatt in den Händen. Die Spannung trägt das Verhältnis zwischen dem fast leeren dunklen Grund und diesem einen hellen, blühenden Gegenstand im Schoß.
Wie ist die Leinwand und wie das Format?
Hochformat: Der Eintrag gibt 140 x 110 cm an, eine Leinwand also, die etwa um ein Viertel höher als breit ist. Das Original ist laut Eintrag mit Ölfarben auf Leinwand gemalt; unsere Reproduktion entsteht mit Ölfarben auf Leinen, was unsere Wahl des Bildträgers ist und keine Angabe über das Original. Beides vermischen wir nicht: In der Tabelle steht bei der Originaltechnik Leinwand und bei unserer Ausführung Leinen.
Woher stammt das Werk und wo ist es heute?
Das Belvedere veröffentlicht die Eigentümerkette, und diese Seite trägt sie bereits: Die Provenienzangabe folgt unmittelbar darunter und bleibt wortgetreu, unverändert erhalten. Hier ergänzen wir deshalb nur, was die Kette selbst nicht sagt. Das Museum nennt eine Kontaktstelle für Provenienzforschung und datiert den Ankauf auf 2003 – und eben in diesem Jahr verzeichnet die Ausstellungsliste des Hauses eine Schau mit dem Titel „Franz Martin Haberditzl. Portrait eines Direktors“. Ankauf und Ausstellung über den Direktor fielen also in dasselbe Jahr, und das Werk kam knapp sechzig Jahre nach seinem Tod in das Haus, das er geleitet hatte. Die Ausstellungsliste nennt außerdem Schauen von 1968, 1990, 2011, 2018–2019, 2019 und 2022–2024. Heute befindet sich das Werk im Belvedere unter der Inventarnummer 9638 und ist laut Eintrag derzeit nicht ausgestellt; der gesamte Schiele-Bestand des Hauses ist auf der Egon-Schiele-Seite des Belvedere verzeichnet.
Provenienz
Das Gemälde befand sich im Besitz von Franz Martin Haberditzl in Wien, von 1944 bis 1976 bei Margarete Haberditzl in Wien, von 1976 bis 2003 in Privatbesitz in Wien und Paris und wurde 2003 aus diesem Privatbesitz erworben; heute befindet es sich im Belvedere in Wien.
Wo steht dieses Porträt in Schieles Werk?
Bei den Bildnissen der letzten Jahre, unmittelbar neben dem Bildnis Dr. Hugo Koller von 1918, ebenfalls ein sitzendes Männerbildnis in derselben Sammlung. Ein Jahr später entstand das Bildnis der Frau des Künstlers, Edith Schiele, das das Haus 1918 ankaufte – der Eintrag zu jenem Werk sagt, der damalige Direktor habe verlangt, Schiele solle das Kleid in gedämpfteren Tönen übermalen, und dieser Eintrag sagt, wer das Haus damals leitete; keiner der beiden Einträge nennt den anderen, deshalb stellen wir sie nebeneinander und schließen nicht weiter. Das frühere Bildnis Eduard Kosmack und das Bildnis Herbert Reiner von 1910 zeigen, woher der Maler kam. Die vollständige Auswahl findet sich in der Egon-Schiele-Galerie, mehr über sein Leben in unserem Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts, und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er hervorging; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitbestimmte, und die österreichische Kunst dieser Zeit wird bis heute über diese beiden Namen gelesen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt eine Künstlerin oder ein Künstler in Öl, Strich für Strich; es handelt sich nicht um einen maschinellen Abzug – unter dem Pinsel entsteht eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung angefertigt. Bei diesem Motiv sind zwei Stellen die schwierigsten. Die erste ist der Anzug: weich, ohne harte Kanten, aus Grau-, Ocker- und Violetttönen aufgebaut, die nicht zu einem einzigen Grau verlaufen dürfen. Die zweite ist das Blatt mit den Sonnenblumen, die einzige helle und farbige Fläche – zu stark ausgearbeitet wirkt sie wie aufgeklebt, zu schwach verschwindet sie. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und senden Ihnen die Aufnahme zur Freigabe, erst danach geht es in den Versand. Für diese Werkfamilie halten wir keine Atelieraufnahmen – das Werk wurde in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert, und nichts wurde entfernt; wird es das nächste Mal gemalt, fotografieren wir es und ergänzen die Aufnahmen auf dieser Seite. Als Reproduktion auf Leinwand kommt es auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen und aufhängefertig an.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: über einem Sofa 110 x 140 cm oder größer, für eine kleinere Wand genügt 70 x 90 cm. Bei diesem Motiv hat 110 x 140 cm einen besonderen Rang, denn von allen unseren Größen kommt sie der Größe des Originals am nächsten, das 140 x 110 cm misst. Ein aufrechtes Motiv verhält sich anders als ein liegendes – es braucht kein langes Möbelstück unter sich, sondern Höhe darüber, und wirkt daher gut neben einer Tür, zwischen Fenstern oder allein auf einer schmalen Wand. Über einem Bett ist 120 x 150 cm die übliche Wahl. Unser größtes Format misst 160 x 205 cm, das kleinste 50 x 65 cm. Als Kunstgemälde in großem Maßstab braucht es Abstand: Gesicht, Hände und das Blatt mit den Sonnenblumen fügen sich erst aus einigen Metern zusammen.
Wie bestelle ich eine Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen?
Passt keine der dreizehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen; unsere 3D-Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl und nicht der Darstellung des Werks auf Ihrer eigenen Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, und er gehört nicht zwingend zur Bestellung.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe; sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Weil jedes Werk einzeln entsteht, richtet sich die Fertigungszeit nach der Größe und nach der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Wo wird das Original verwahrt?
Im Belvedere in Wien, Inventarnummer 9638; laut Museumseintrag ist es derzeit nicht ausgestellt.
Wer ist dargestellt?
Der Kunsthistoriker Franz Martin Haberditzl (1882–1944), laut Eintrag von 1915 bis 1938 Direktor der Österreichischen Galerie.
Was sind das für Blumen?
Sonnenblumen, gemalt auf einem weißen Blatt, das er über den Knien hält. Der Museumseintrag erklärt das Blatt nicht.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von Hand in Öl gemalt.
Wie ist das Werk signiert?
Rechts unten, in der Form „EGON / SCHIELE / 1917“.
Wie groß ist die Originalleinwand?
140 x 110 cm, also aufrecht.
Welche Ihrer Größen kommt dem Original am nächsten?
110 x 140 cm; von den dreizehn Größen ist sie den Maßen des Originals am nächsten.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht auf der Liste steht?
Ja, wir malen das Werk in jedem gewünschten Maß.
Wie kommt es an?
Auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen und geschützt verpackt; der Rahmen ist optional.
Ist das Original käuflich?
Es ist nicht käuflich; es gehört zur öffentlichen Sammlung des Belvedere und ist nicht am Markt.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: Franz Martin Haberditzl sitzt auf einem Holzstuhl, ein weißes Blatt mit Sonnenblumen über den Knien.
- Original: 1917, Öl auf Leinwand, 140 x 110 cm, rechts unten signiert, Belvedere Wien, Inv.-Nr. 9638.
- Unseres: handgemalt in Öl auf Leinen, 13 Größen oder Maßanfertigung.
- Wissenswert: laut Museumseintrag leitete der Dargestellte genau jenes Haus, das das Werk heute verwahrt.









































