Beschreibung
Levitation (Die Blinden II) ist ein Gemälde Egon Schieles aus dem Jahr 1915: Zwei hagere Männer in langen braunen Gewändern schweben übereinander über einer dichten, bunten Fläche, die an eine Patchworkdecke erinnert. Wir malen es von Hand in Ölfarben in der Größe, die Sie wählen, und vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Levitation (Die Blinden II) |
| Weitere Titel: | Entschwebung · Transfiguration |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1915, signiert und datiert links unten „EGON SCHIELE 1915“ |
| Originalgröße: | 201,2 cm x 171,6 cm |
| Originaltechnik: | Öl und Deckfarbe auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 15 Größen von 50 x 60 cm bis 172 x 200 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Levitation (Die Blinden II) – Egon Schiele
Was zeigt das Gemälde?
Egon Schiele (1890–1918) malte es 1915. Zu sehen sind zwei männliche Gestalten in braunen Gewändern, die eine schwebt über der anderen. Der obere Mann liegt fast waagrecht über dem oberen Teil der Leinwand: Der Kopf sitzt links oben, die Hände mit langen, gespreizten Fingern greifen nach vorn, die bloßen Füße ragen rechts heraus. Der untere sitzt tiefer und weiter links, die Knie angewinkelt, beide Handflächen neben dem Gesicht erhoben, die weit geöffneten, hellen Augen auf uns gerichtet. Keiner der beiden steht auf etwas. Hinter ihnen bedecken kleine Flecken in Ocker, Oliv, Creme und Braun die ganze Fläche, wie Felder und Hügel von oben gesehen, dazwischen verstreut kleine runde Blüten in Blau, Weiß, Rot und Orange. Links unten stehen in einem kleinen dunklen Quadrat Signatur und Jahreszahl, EGON SCHIELE 1915.
Warum mögen Menschen dieses Gemälde?
Weil es zwei Stimmungen zugleich trägt. Die Gestalten sind schwer, dunkel und erdig und schweben doch; der Grund ist lebhaft und bunt und wirkt aus der Entfernung trotzdem ruhig. Gesichter und Hände sind mit dunklen, unruhigen Linien gezeichnet, die sichtbar bleiben, sodass man aus der Nähe immer wieder Neues entdeckt, während das Ganze vom anderen Ende des Raums als eine starke Form auf einem warmen, gesprenkelten Feld wirkt. Die Farben – Braun, Ocker und Olivgrün mit kleinen Funken von Blau und Rot – passen gut zu Holz, Stein und weißen Wänden. Ein solches Kunstgemälde drängt sich im Raum nicht auf, füllt ihn aber.
Provenienz
Aus Schieles Nachlass (1918) ging das Gemälde an Arthur Stemmer (Wien/London, 1918–1954) und dann an Rudolf Leopold über; heute befindet es sich im Leopold Museum in Wien.
Wo steht dieses Werk unter Schieles Arbeiten?
Es gehört zu seinen großen Leinwänden: Das Original misst 201,2 x 171,6 cm. In unserer Schiele-Auswahl stehen daneben weitere Werke, die Sie auf dieselbe Weise bestellen können, von Hand in Ihrer Größe gemalt, etwa Hauswand (Fenster), Eremiten und Trude Engel. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Ein Künstler malt die ganze Leinwand in Ölfarben, Strich für Strich – eine für Ihre Bestellung von Hand gemalte Kopie, kein Druck. Das Original ist in Öl und Deckfarbe auf Leinwand gemalt, unsere Fassung in Öl auf Leinwand. Am schwierigsten sind hier der Grund, in dem Hunderte kleiner Flecken einzeln bleiben und sich doch zu einer Fläche fügen müssen, und die beiden Gesichter mit den Händen, deren dunkle Umrisse die ganze Komposition tragen. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe; erst dann geht es auf die Reise. Dieses Werk wurde in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert, daher zeigt diese Seite vorerst keine Aufnahmen aus der Werkstatt.
Welche Größe für welche Wand?
Wir bieten dieses Werk in fünfzehn Größen an, von 50 x 60 cm bis 172 x 200 cm. Für einen Flur, ein Arbeitszimmer oder über einer Kommode reichen 50 x 60 cm oder 60 x 70 cm. Über einem Sofa oder Sideboard im Wohnzimmer füllen 90 x 105 cm oder 100 x 115 cm die Fläche gut. Für eine große Wand, ein Treppenhaus oder einen hohen Raum wählen Sie 130 x 150 cm oder unsere größte Größe, 172 x 200 cm. Ein handgemaltes Gemälde mit so viel Detail im Grund braucht etwas Abstand: Treten Sie einige Meter zurück, und die Flecken verbinden sich zu einem Feld um die beiden Gestalten. Das Gemälde hängt am besten mit der Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; über einem Sofa 15–25 cm über der Lehne.
Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine unserer Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Wählen Sie bei der Option Podokvir JA, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens; den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.
Lieferung und Garantie
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien, Ungarn und Frankreich. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab. Für jede Bestellung gilt unsere Widerrufs- und Erstattungsrichtlinie.
Häufige Fragen
Wer sind die beiden Männer auf dem Gemälde Levitation?
Beide sind Schiele selbst: Das Leopold Museum beschreibt das Werk als doppeltes Selbstporträt, das die ganze Höhe der großen Leinwand einnimmt. Er zeigt sich zweimal in einer kurzen, mönchsartigen Kutte, wie er sie schon in früheren Selbstporträts trug.
Was bedeutet Levitation (Die Blinden II)?
Das Leopold Museum deutet es als Gemälde über das Loslassen des Lebens: Die untere Figur hält mit weit geöffneten Augen noch Kontakt zum Irdischen, die obere scheint schon auf die andere Seite gewechselt zu sein. Rote Lider, eingefallene Gesichter und sich berührende Fingerspitzen verweisen auf Abschied und Tod. Das Museum zählt es zu Schieles rätselhaftesten Selbstinszenierungen.
Warum heißt das Gemälde Levitation und Die Blinden?
Schiele gab dem Werk beide Titel selbst: Entschwebung und Die Blinden. Der erste beschreibt die beiden Gestalten, die über dem gemusterten Grund schweben; den zweiten erklärt das Museum nicht, es verweist aber auf die müden, halb geschlossenen Augen mit geröteten Lidern.
Wann malte Schiele Levitation?
In der ersten Hälfte des Jahres 1915; links unten ist es mit „EGON SCHIELE 1915“ signiert und datiert. Erstmals gezeigt wurde es im August 1915 in Guido Arnots Galerie am Wiener Kärntnerring, und bis zu Schieles Tod 1918 blieb es unverkauft. Es entstand kurz vor seiner Hochzeit mit Edith Harms und seinem Einrücken zum Militär.
Wo befindet sich Levitation (Die Blinden II) heute?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 467. Aus Schieles Nachlass ging es an Arthur Stemmer, 1954 an Rudolf Leopold und mit dessen Sammlung 1994 an die Leopold Museum-Privatstiftung.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.









































