Egon Schiele – Eremiten

ab 163,00 €

Alle Gemälde können wir in der gewünschten Dimension malen. Auf Bestellung können wir auch Gemälde anfertigen, die nicht in unserem Angebot enthalten sind. Kontaktieren Sie uns: info@svetslik.si

Artikelnummer: 252_141 Kategorie:

Beschreibung

Eremiten ist ein Werk Egon Schieles aus dem Jahr 1912: zwei Männer in dunklen Kutten, so eng aneinandergedrängt, dass die Kutten zu einer Masse verschmelzen, stehen auf einem Streifen brauner Erde vor hellem Grund, links unten eine kleine rote Blüte. Das Original verwahrt das Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer 466; es misst 181 x 181 cm, ein Quadrat, und ist links unten dreimal signiert und datiert. Wir malen es von Hand in Ölfarben, in fünfzehn Größen oder nach Ihrem Maß, und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.

Titel:Eremiten
Weitere Titel:Hermits
Maler:Egon Schiele (1890–1918)
Entstehungsjahr:1912, dreimal signiert und datiert links unten „EGON SCHIELE 1912“
Originalgröße (Breite × Höhe):181 cm x 181 cm (quadratisch)
Originaltechnik:Öl auf Leinwand
Malstil:Expressionismus
Standort:Leopold Museum, Wien (Inv.-Nr. 466)
Unsere Reproduktion:handgemaltes Öl auf Leinwand, 15 Größen von 50 x 50 cm bis 200 x 200 cm oder ein Maß nach Wunsch

Eremiten – Egon Schiele

Wer ist auf dem Gemälde zu sehen?

Zwei Männer, und nur einer von ihnen hat einen Namen. Die linke Figur, die mit dem gesenkten Kopf, ist laut dem Datensatz des Leopold Museum eine Selbstdarstellung des österreichischen Malers Egon Schiele (1890–1918). Die dahinterstehende Person kann nicht eindeutig identifiziert werden. Das Museum nennt drei Möglichkeiten: ein weiteres Selbstporträt Schieles, seinen Mentor Gustav Klimt (1862–1918) oder seinen Vater Adolf. Es hält fest, dass diese offene Frage zu vielfältigen Interpretationen des Doppelporträts angeregt hat, und entscheidet sich nicht. Wir tun es auch nicht.

Was zeigt die Leinwand?

Zwei Gestalten von vorn, eng aneinandergedrängt. Ihre Kutten, fast schwarz mit dunklem Grün und Braun, verschmelzen zu einer großen Masse, die die Mitte des Quadrats vom oberen Rand fast bis zum unteren füllt. Der linke Mann neigt den Kopf nach vorn und zur Seite, den Blick gesenkt. Über der Kutte liegt auf Taillenhöhe eine Hand mit gespreizten Fingern, daneben greift eine zweite Hand in den Stoff. Hinter ihm, rechts, lehnt sich ein zweiter Kopf an seinen, halb verdeckt, mit einem weit geöffneten Auge und einem Band kleiner bunter Blumen im Haar. Auf den Ärmeln sitzen zwei Farbflecken: ein kleiner heller am linken Arm und auf der rechten Schulter ein größeres Dreieck aus Rot, Orange, Blau und Gelb. Unten schaut ein nackter Fuß unter der Kutte hervor, und die Männer stehen auf einem Streifen brauner Erde, in breiten, sich kreuzenden Strichen aufgetragen. Links unten trägt ein dünner Stängel mit grünen Blättern kleine rote Blüten, daneben ist die Signatur in hellen Buchstaben in die Erde geschrieben. Der Grund ist ein fleckiges Graubraun, um die Blume heller und von feinen weißen Linien durchzogen.

Warum ist dieses Gemälde wichtig?

Aus drei Gründen. Der erste ist der Maßstab: Die Leinwand misst 181 cm in jede Richtung, und das Museum beschreibt die beiden Männer als annähernd lebensgroß. Der zweite ist, dass Schiele das Werk selbst erklärt hat. In einem Brief an seinen Sammler Carl Reininghaus (1857–1929), den das Museum zitiert, legte er dar, was die Figuren, die Farben und sogar die Blume leisten sollten. Der dritte ist eine Verbindung, die das Museum zu einem anderen Werk desselben Jahres zieht, dem Selbstporträt mit gesenktem Kopf: Im Eintrag zu diesem Werk schreibt es, dass sich die Kopfhaltung und die Geste der weit gespreizten Finger in der linken Figur dieses Gemäldes wiederfinden.

Was bedeutet das Gemälde?

Das hat Schiele selbst beantwortet, in dem Brief, den das Museum zitiert. „Es ist nicht ein grauer Himmel, sondern eine trauernde Welt in der sich die beiden Körper bewegen“, schrieb er; die ganze Welt samt den Figuren solle das „Hinfällige“ darstellen. Der linke sei der, „welcher sich beugt vor so einer ernsten Welt“. Die verblassten Farben seien gewollt, die Gestalten „als in sich zusammengeknickt gedacht, Körper von Lebensüberdrüssigen … aber Körper von Empfindungsmenschen“. Und: „Sehe die beiden Gestalten gleich einer dieser Erde ähnlichen Staubwolke die sich aufbauen will und kraftlos zusammenbrechen muß.“ Den Kranzblumen an den beiden Köpfen, die kalt und ausgelöscht wirken sollten, stellte er „eine einzige verdorrte Rose die ihre weiße Unschuld ausatmet“ gegenüber: die kleine Blüte links unten.

Woher kommt das Werk, und was veröffentlicht das Museum?

Der Online-Datensatz des Leopold Museum, oben in der Tabelle verlinkt, führt das Werk unter dem englischen Titel Hermits und enthält einen Abschnitt zur Provenienz, der vier Eigentümer der Reihe nach nennt. Der letzte ist die Leopold Museum-Privatstiftung in Wien, die das Gemälde seit 1994 besitzt und unter der Inventarnummer 466 verwahrt. Unter den Quellen nennt das Museum Nirensteins Katalog von 1930, in dem das Werk die Nummer 106 trägt. Einen Vermerk zu Restitution oder Anspruch enthält der Datensatz nicht. Die Eigentümer vor der Stiftung nennt die Notiz unten.

Provenienz

Aus Schieles Nachlass (1918) ging das Gemälde an Arthur Stemmer (Wien/London, 1918–1953) und dann an Rudolf Leopold (1953–1994) über; heute befindet es sich im Leopold Museum in Wien.

Wo steht dieses Werk unter Schieles Arbeiten?

Neben anderen Gemälden, in denen Schiele zwei Figuren zusammenstellt. Zwei solche Gemälde, wie schon ihre Titel zeigen, sind in unserer Auswahl: Selbstseher II (Tod und Mann) und Kardinal und Nonne (Liebkosung). Wir malen auch das Werk Der Lyriker. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.

Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?

Jede Leinwand malt ein Künstler in Ölfarben, Strich für Strich – kein Maschinendruck, sondern eine für Ihre Bestellung von Hand gemalte Kopie. Zwei Stellen sind hier am schwierigsten. Die erste ist die Kutte: Aus der Entfernung wirkt sie schwarz, doch sie ist aus dunklen Grün- und Brauntönen und beinahe Schwarz aufgebaut; malt man sie als eine flache schwarze Fläche, werden die beiden Männer zur Silhouette. Die zweite ist der helle Grund mit seinen feinen weißen Linien, der hell, dünn und leicht ungleichmäßig bleiben muss – Schieles trauernde Welt, keine leere Wand. Das Original ist in Ölfarben auf Leinwand gemalt, unsere Kopie ebenso. Ist das Gemälde fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe, erst dann geht es auf die Reise. Dieses Werk wurde in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert; wir ergänzen die Fotos auf dieser Seite, sobald wir sie haben. Wie jedes Kunstgemälde aus unserer Werkstatt kann es auf einen Keilrahmen gespannt geliefert werden; das wählen Sie bei der Option Keilrahmen.

Welche Größe für welche Wand?

Kurz gesagt: Ein großes, dunkles Quadrat braucht die Mitte einer Wand und Raum um sich. Keine unserer Größen entspricht den 181 x 181 cm des Originals. Am nächsten kommt 170 x 170 cm, 11 cm schmaler und 11 cm niedriger; die nächstgrößere ist unsere größte Größe, 200 x 200 cm, 19 cm breiter und 19 cm höher. Alle fünfzehn Größen sind quadratisch wie das Werk, Sie wählen also nur den Maßstab, nicht die Form. In den Flur oder neben das Bett passen 50 x 50 cm oder 60 x 60 cm, über eine Kommode oder einen Schreibtisch 70 x 70 cm oder 80 x 80 cm, ins Wohnzimmer über das Sofa 100 x 100 cm oder 120 x 120 cm, an eine große Wand, ins Treppenhaus oder in einen hohen Raum 150 x 150 cm und mehr. Ein so dunkles Gemälde braucht Licht und Abstand: Aus einigen Metern liest sich die Kutte als eine einzige Masse. Ein handgemaltes Gemälde hängt am besten mit der Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; über einem Sofa 15–25 cm über der Lehne.

Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen

Passt keine der fünfzehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß, auch in der Originalgröße von 181 x 181 cm. Wählen Sie bei der Option Keilrahmen „JA“, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens, nicht der Darstellung des Werks an Ihrer Wand; die Ansicht an Ihrer Wand ist ein eigener Service. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.

Lieferung und Garantie

Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien und Ungarn. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab. Für jede Bestellung gilt unsere Widerrufs- und Erstattungsrichtlinie.

Häufige Fragen

Wer sind die beiden Männer auf Schieles Gemälde Eremiten?

Die linke Figur mit dem gesenkten Kopf ist laut Leopold Museum Schiele selbst. Der Mann dahinter lässt sich nicht sicher bestimmen: Das Museum nennt ein weiteres Selbstporträt, Schieles Mentor Gustav Klimt oder seinen Vater Adolf als Möglichkeiten. Diese offene Frage hat viele unterschiedliche Deutungen des Doppelporträts angeregt.

Was bedeutet Schieles Gemälde Eremiten?

Schiele erklärte es selbst in einem Brief an den Sammler Carl Reininghaus: Es sei „nicht ein grauer Himmel, sondern eine trauernde Welt“, in der sich die beiden Körper bewegen, und die ganze Welt solle das Hinfällige aller Dinge darstellen. Die Gestalten sind in sich zusammengeknickt, lebensmüde und doch empfindend. Den Kranzblumen an ihren Köpfen stellte er eine einzige verdorrte Rose gegenüber, die kleine Blüte links unten.

Wann malte Schiele die Eremiten?

Im Jahr 1912; die Leinwand ist links unten dreimal signiert und datiert. Schon im Februar 1912 verteidigte Schiele das Werk in einem Brief an Carl Reininghaus, der die Komposition kritisiert hatte. Darin schrieb er, das Werk sei aus Erlebnissen nach dem Tod seines Vaters hervorgegangen.

Wo befinden sich die Eremiten heute?

Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 466. Aus Schieles Nachlass kam das Gemälde an Arthur Stemmer und 1953 an Rudolf Leopold; seit 1994 gehört es der Leopold Museum-Privatstiftung.

Ist Hermits dasselbe Werk wie Eremiten?

Ja: Eremiten ist Schieles deutscher Titel, und der englische Datensatz des Leopold Museum führt dieselbe Leinwand als Hermits. Gemeint ist das quadratische Werk von 181 x 181 cm mit zwei annähernd lebensgroßen Männern, das Schiele auch in seinem Brief an Reininghaus „Eremiten“ nennt.

Eignet es sich als Geschenk?

Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.

  • Motiv: zwei Männer in dunklen Kutten, die zu einer verschmelzen, der linke ist Schiele, links unten eine kleine rote Blüte.
  • Original: 1912, Öl auf Leinwand, 181 x 181 cm, links unten dreimal signiert und datiert, Leopold Museum, Wien, Inv.-Nr. 466.
  • Unsere Fassung: von Hand in Öl gemalt, 15 quadratische Größen oder nach Maß, auf Wunsch auf Keilrahmen gespannt (Keilrahmen: „JA“).
  • Wissenswert: Schiele hat das Gemälde selbst beschrieben, in einem Brief an Carl Reininghaus, den das Museum zitiert.

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