Beschreibung
Selbstbildnis mit hochgezogener nackter Schulter ist Schieles eigenes Bildnis von 1912: ein kleines, hochformatiges Selbstporträt in Ölfarben auf Holz, in das sich neben dem Kopf eine hochgezogene nackte Schulter drängt. Rechts unten steht, mit Bleistift in die Farbe geritzt, EGON SCHIELE 1912. Das Original bewahrt das Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer LM 653 auf; es misst 33,9 x 42,2 cm. Wir malen es von Hand in Ölfarben auf Leinwand, in einer von sechs Größen oder nach Ihrem Maß, und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Selbstbildnis mit hochgezogener nackter Schulter |
| Weitere Titel: | das Museum führt denselben Titel |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1912 |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 33,9 cm x 42,2 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Holz |
| Malstil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv.-Nr. LM 653) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 6 Größen von 60 x 75 cm bis 135 x 170 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Selbstbildnis mit hochgezogener nackter Schulter – Egon Schiele
Was zeigt das Gemälde?
Schiele hat sich selbst gemalt, doch dies ist kein klassisches Porträt, das sich auf den Kopf beschränken würde. Nach der Lesart des Museums drängt sich die Schulter als eigenartig amorphe Körperausstülpung ins Bild und tritt gleichsam als Stellvertreterin des übrigen Körpers auf. Das Museum liest die Szene als zugleich verschweißte und dissoziierte Verbindung des Menschen mit dem eigenen Körper; der Gesichtsausdruck quittiert diese Erkenntnis mit einer Mischung aus ungläubigem Erstaunen und gequältem Aufschrei. Damit ist nach dem Museumstext ein zentrales Thema der Wiener Moderne benannt: das Individuum, das sich selbst fremd wird. Das Format ist klein und hoch, der Bildträger Holz, nicht Leinwand.
Warum mögen es die Menschen?
Weil es auf kleiner Fläche viel leistet. Es ist eines jener Selbstbildnisse Schieles, die man sofort erkennt: Gesicht, Schulter, leerer Grund und nichts, was ablenkt. Gerade deshalb trägt es allein an einer Wand, ohne ein zweites Bild daneben – im Arbeitszimmer, am Treppenaufgang, im Flur oder über der Kommode im Schlafzimmer. Es ist außerdem eine gute Wahl für alle, die Schiele mögen, aber keinen Akt wollen: nackt ist hier nur die Schulter, die Szene bleibt ein Bildnis. Und weil das Original klein ist, zeigt unsere größere Fassung, wie entschlossen gemalt es ist.
Wo steht es unter Schieles Arbeiten?
Unter Schieles Selbstbildnissen, dem Kern seines Werks. Es entstand 1912, als er 22 Jahre alt war, also in den Jahren seiner schärfsten Handschrift. Der Museumstext zählt es zu jenen einprägsamen kleinformatigen Selbstporträts, die trotz oder gerade wegen des begrenzten Formats eine besondere Prägnanz im Ausdruck zeigen. Vor 1949 war es bei der Galerie Wolfgang Gurlitt in München, ab 1952 bei Rudolf Leopold, seit 1994 ist es im Leopold Museum. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt bei uns ein Maler von Hand in Ölfarben, Strich für Strich: ein handgemaltes Gemälde eigens für Ihre Bestellung, kein Maschinendruck. Am schwierigsten ist hier das Gesicht. Bei einem Selbstbildnis zählt jeder Millimeter: Ist der Mund eine Spur zu weit geöffnet oder sind die Augen eine Nuance zu rund, kippt der Ausdruck in die Karikatur. Das zweite Problem ist die Schulter, die eigenartig bleiben muss – eine Ausstülpung, kein anatomisch korrekt gemalter Körper. Das Original ist Öl auf Holz; unsere Kopie ist handgemaltes Öl auf Leinwand, denn Leinwand wird auf den Keilrahmen gespannt und aufgehängt und wirkt ebenso dicht wie Holz. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe; erst dann geht es auf den Weg. In unserer Werkstatt wurde dieses Werk noch nicht fotografiert, daher gibt es hier noch keine Werkstattfotos.
Welche Größe für welche Wand?
Das Original ist klein, 33,9 cm breit und 42,2 cm hoch, deshalb sind alle unsere Größen größer. Über einen Schreibtisch oder in einen Flur passen 60 x 75 cm; über die Kommode im Schlafzimmer oder an den Treppenaufgang 80 x 100 cm; ins Wohnzimmer als einziges Bild an der Wand 100 x 125 cm oder 110 x 135 cm; auf eine große freie Wand oder in einen hohen Raum 125 x 155 cm beziehungsweise 135 x 170 cm. Die Preise reichen von 277 EUR für 60 x 75 cm bis 1408 EUR für 135 x 170 cm. Ein Bildnis wirkt am besten, wenn das Gesicht ungefähr auf Augenhöhe des Betrachters liegt, die Bildmitte also 145-150 cm über dem Boden, und wenn ringsum etwas leere Wand bleibt. Über einem Sofa wählen Sie eine Breite von etwa zwei Dritteln der Sofabreite.
Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine unserer Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Wählen Sie bei der Option Keilrahmen „JA“, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens, nicht der Darstellung des Werks an Ihrer Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.
Lieferung und Garantie
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien, Ungarn und Frankreich. Das Gemälde kommt geschützt verpackt und, wenn Sie beim Keilrahmen „JA“ gewählt haben, auf den Keilrahmen gespannt; vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab. Für jede Bestellung gilt unsere Widerrufs- und Erstattungsrichtlinie.
Häufige Fragen
Wer ist auf dem Bild zu sehen?
Egon Schiele selbst. Es ist ein Selbstbildnis von 1912, als er 22 Jahre alt war. Schiele hat sich häufiger gemalt und gezeichnet als irgendjemand in seinem Umkreis, und diese Selbstbildnisse gelten als Kern seines Werks.
Ist das Bild signiert?
Ja. Dem Museumseintrag zufolge rechts unten signiert und datiert, mit Bleistift und in die Farbe geritzt: EGON SCHIELE 1912. Eine geritzte Signatur ist bei Schiele seltener als eine gemalte, deshalb ist das ein interessantes Detail.
Warum ist die Schulter hochgezogen?
Nach der Lesart des Museums tritt die Schulter als eigenartige Körperausstülpung ins Bild und steht stellvertretend für den übrigen Körper; das Museum liest darin die zugleich verschweißte und dissoziierte Verbindung des Menschen mit dem eigenen Körper. Es ist also eine bewusste Entscheidung, keine unglückliche Haltung.
Ist das ein Akt?
Nein. Nackt ist nur die Schulter, das Bild selbst ist ein Bildnis: Kopf, Hals und Schulter. Wer Schiele für einen Raum sucht, in dem ein Akt nicht infrage kommt, ist mit diesem Selbstbildnis gut beraten.
Worauf ist das Original gemalt, und woraus besteht Ihre Kopie?
Das Original ist Öl auf Holz, also auf einer Holztafel, nicht auf Leinwand. Unsere Kopie ist stets handgemaltes Öl auf Leinwand; die Leinwand wird auf den Keilrahmen gespannt und ist aufhängefertig.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.









































