Beschreibung
Angelika an den Felsen gekettet ist Seurats frühestes bekanntes Gemälde: eine Kopie nach Ingres, gemalt 1878, als er neunzehn war und noch studierte. Das Original misst 66,3 x 83 Zentimeter und wird in Pasadena vom Norton Simon Museum unter der Inventarnummer M.1997.1.4.P verwahrt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, in acht Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe.
| Titel: | Angelika an den Felsen gekettet |
| Weitere Titel: | Angelica at the Rock (After Ingres) · Angélique au rocher |
| Maler: | Georges Seurat (1859–1891) |
| Entstehungsjahr: | 1878 |
| Originalgröße: | 66,3 cm x 83 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Frühe Phase, Kopie nach Ingres |
| Standort: | Norton Simon Museum, Pasadena (Inv.-Nr. M.1997.1.4.P, derzeit nicht ausgestellt) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalt, Öl auf Leinwand, 8 Größen von 40 x 50 cm bis 120 x 150 cm, auf Wunsch nach Maß |
Angelika an den Felsen gekettet – Georges Seurat
Was ist auf dem Gemälde zu sehen?
Eine weibliche Gestalt, an einen Felsen am Wasser gekettet, und nichts sonst. Der Körper ist blass und glatt, nach oben gewandt, die Hände über dem Kopf gefesselt, der Felsen dahinter dunkel und hart. Zu ihren Füßen läuft ein senkrechter Streifen aufgewühlten Wassers. Einen Hintergrund im eigentlichen Sinn gibt es nicht – die Szene ist auf eine einzige Person und ihre Not verengt, und genau darin liegt der Abstand zur Vorlage.
Nach wem ist es gemalt?
Nach Ingres. Das Museum beschreibt das Werk als auswählende Verkleinerung von Roger befreit Angelika von Jean-Auguste-Dominique Ingres. Ingres’ Komposition von 1819 geht auf Ariosts Epos Der rasende Roland zurück und zeigt einen Ritter, der eine Prinzessin vor einem Meerungeheuer rettet. Seurat hat all das entfernt: den Ritter, das Ungeheuer und die Erzählung, und nur Angelika stehen lassen. Der Titel, unter dem das Museum das Werk führt, sagt es geradeheraus – Angelica at the Rock (After Ingres).
Warum kopierte der junge Maler?
Weil man so lernte. Das Museum hält fest, dass Seurat seine frühen Jahre in der anerkannten akademischen Manier an der École des Beaux-Arts verbrachte, wo das Kopieren der Meister zum regulären Unterricht gehörte. Dieses Werk steht nicht allein: Das Museum zählt es zu dreizehn Kopien, die Seurat nach Arbeiten dieses berühmten französischen Zeichners anfertigte. Eine Kopie ist hier also kein Mangel an Einfall, sondern Übung – und da sie auf 1878 datiert ist, ist es die früheste Leinwand, die wir von ihm kennen.
Was bedeutet das Werk?
Das Museum bietet eine Deutung, die zu lesen lohnt. Indem Seurat die weibliche Gestalt aus ihrer literarischen Erzählung herauslöst, verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf ihre Not: auf die drohende Verlassenheit und den nahen Tod auf der Insel der Tränen, worauf der senkrechte Streifen aufgewühlten Wassers zu ihren Füßen anspielt. Das Ergebnis ist, in den Worten des Museums, eine eigentümliche Hommage an die lineare Klarheit und die anatomischen Merkwürdigkeiten von Ingres’ Darstellung, die Seurat und seine Zeitgenossen sehr schätzten. Ein Kunstgemälde, das aus einer Übung entsteht, gewinnt seine Bedeutung hier also gerade durch das Weglassen.
Was geschah mit dem Original?
Das Museum veröffentlicht den ganzen Weg, und er beginnt in der Familie. Die Leinwand hatte zuerst Léon Appert, der Schwager des Malers, der zwischen 1837 und 1925 lebte – derselbe Mann, der auch die Geschichte der Blumenvase in Cambridge eröffnet. Durch Erbgang ging sie an Léopold Appert in Paris, danach nennt das Museum mit Fragezeichen Charles Hall Thorndyke. Es folgten der Händler Étienne Bignou, Alphonse Bellier und Jos Hessel, der sie am 15. März 1930 an das Londoner Haus Alex. Reid & Lefevre verkaufte, und dieses am 20. Februar 1933 wieder an Bignou. Zwischen 1961 und 1972 war sie in einer Privatsammlung in England, bis 1976 bei Wildenstein & Co. in New York, die sie am 9. April 1982 an Norton Simon verkauften. Er vermachte sie 1993 Jennifer Jones Simon, die sie 1997 der Norton Simon Art Foundation schenkte. Die Stationen sind die des Museums; wir ergänzen keine und erfinden keine an seiner Stelle.
Wo steht dieses Werk in Seurats Schaffen?
Ganz am Anfang – in beiden großen Katalogen seiner Malerei trägt es die Nummer eins. Aus den Jahren danach führt unsere Galerie Im Wald von Pontaubert und Figur in einer Landschaft bei Barbizon, beide bereits nach der Natur und nicht nach fremder Vorlage. Den Gipfel dieses Weges verwahrt das Art Institute of Chicago; bei uns finden Sie ihn als Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte. Der Pointillismus und der Neoimpressionismus sind fast zehn Jahre jünger als diese Angelika.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit den Händen und dem Pinsel, niemals mit einem Drucker. Unser Maler arbeitet mit Ölfarben auf Leinwand, und bei diesem Motiv hängt alles an der Zeichnung: Der Körper ist glatt modelliert, ohne sichtbare Striche, sodass jede Ungenauigkeit im Umriss sofort auffällt. Hier wird nicht in Punkten gemalt, sondern in stufenlosen Übergängen, so wie der Maler es in der Schule lernte. Jede handgemalte Kopie ist deshalb ein Einzelstück und keine zwei sind ganz gleich; dies ist keine auf Leinwand gedruckte Reproduktion eines berühmten Gemäldes, sondern eine Arbeit, die von Grund auf entsteht. Vor dem Versand fotografieren wir das Werk und schicken Ihnen die Aufnahme zur Freigabe.
Für dieses Motiv haben wir derzeit keine eigenen Atelieraufnahmen des fertigen Werkes. Wenn wir es das nächste Mal malen, fotografieren wir es, und die Aufnahmen erscheinen auf dieser Seite.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie nicht wissen, welche: 80 x 100 cm. Das Original misst 66,3 x 83 cm, und unsere vierte Größe, 66 x 83 cm, ist damit praktisch eins zu eins – der Unterschied beträgt drei Millimeter in der Breite. Das Format ist stehend, im Verhältnis nahe 4 : 5, und verlangt deshalb eine schmale Wand oder den Platz zwischen zwei Fenstern: 40 x 50 und 50 x 60 cm für ein Regal oder eine Gruppe kleinerer Arbeiten, 60 x 75 und 66 x 83 cm sind das häusliche Maß, 80 x 100 und 90 x 110 cm wirken als eigenständiges Werk, und 100 x 125 und 120 x 150 cm verlangen ihre eigene Wand, wo die Gestalt fast natürliche Größe erreicht. Jedes Leinwandgemälde dieses Motivs entsteht auf Bestellung.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine der acht Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihren Maßen und behalten das Verhältnis des Originals bei, damit die Gestalt nie gedehnt wird; das ist unser Gemälde nach Maß. Jedes Exemplar können Sie in drei Ausführungen bestellen: als gerollte Leinwand ohne Keilrahmen, auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig oder gerahmt; die Ausführung wählen Sie bei der Bestellung. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung: Bei diesem Motiv zeigt sie jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Möchten Sie sehen, wie das Werk an Ihrer eigenen Wand aussieht, ist das unser gesonderter Dienst zur Visualisierung des Gemäldes an Ihrer Wand.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie also mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Maß. Wir versenden es in der Ausführung, die Sie bestellt haben – gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt –, für den Transport geschützt, innerhalb der EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das gesamte Angebot dieses Malers finden Sie in der Galerie Georges Seurat, und seinen Weg von den Schulkopien zu den großen Leinwänden beschreibt unser Artikel über Georges Seurat, der auch weitere Kunstwerke von ihm vorstellt.
Häufige Fragen
Wo ist das Original?
In Pasadena in Kalifornien, in der Sammlung des Norton Simon Museum, unter der Inventarnummer M.1997.1.4.P. Das Museum führt es unter dem Titel Angelica at the Rock (After Ingres) und gibt an, dass es derzeit nicht ausgestellt ist.
Ist das nicht eine Privatsammlung?
Nein. Früher stand hier eine Privatsammlung; das war falsch und ist korrigiert. Das Werk gehört der Norton Simon Art Foundation, und das Museum veröffentlicht es mit Inventarnummer und einer genauen Besitzgeschichte.
Aus welchem Jahr stammt das Werk?
Das Museum datiert es auf 1878 – eine einzige Jahreszahl, ohne »um« und ohne Spanne, und so geben wir sie an.
Warum steht beim Malstil nicht mehr Postimpressionismus?
Weil ein Werk von 1878 eine Schulkopie nach Ingres ist und ein Jahrzehnt vor jener Richtung entsteht. Wir haben es nach dem Eintrag des Museums korrigiert, und nun steht dort frühe Phase, Kopie nach Ingres.
Wie groß ist das Original?
Das Museum nennt eine Höhe von 83 und eine Breite von 66,3 Zentimetern, also 66,3 x 83 cm in unserer Schreibweise Breite mal Höhe. Wir nannten zuvor dasselbe Maß, das Museum hat es bestätigt.
Wer war Ingres, und was hat er damit zu tun?
Jean-Auguste-Dominique Ingres malte Roger befreit Angelika im Jahr 1819. Seurats Werk ist, in den Worten des Museums, eine auswählende Verkleinerung dieser Vorlage – dieselbe Angelika, ohne Ritter und ohne Ungeheuer.
Ist es wirklich sein frühestes Werk?
Unter den Gemälden ja: In beiden großen Katalogen seiner Malerei trägt es die Nummer eins, und das Museum datiert es auf 1878.
Welche Größe soll ich wählen?
Für das Wohnzimmer 80 x 100 cm; wollen Sie das Maß des Originals, wählen Sie 66 x 83 cm, das ihm fast genau entspricht. Der ausführliche Größenratgeber steht oben.
Ist das ein Druck?
Nein. Das Werk ist mit Ölfarben von Hand auf Leinwand gemalt; die Striche sind sichtbar und fühlbar, was ein Druck nicht nachahmen kann.
Wie wird geliefert?
In der Ausführung, die Sie gewählt haben (gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt), in 15 bis 45 Tagen, nachdem Sie die Aufnahme des fertigen Werkes freigegeben haben.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, für jemanden, der klassische Zeichnung und ruhige, gesammelte Motive mag. Wollen Sie die Wahl der beschenkten Person überlassen, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: Angelika, an einen Felsen am Wasser gekettet – eine einzige Gestalt, ohne Ritter und ohne Ungeheuer
- Original: 66,3 x 83 cm, Ölfarbe auf Leinwand, Norton Simon Museum, Pasadena (M.1997.1.4.P)
- Unsere Fassung: handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, acht Größen von 40 x 50 bis 120 x 150 cm
- Wissenswert: Seurat war ein französischer Maler von neunzehn Jahren – in beiden Katalogen seiner Malerei trägt dieses Werk die Nummer eins









































