Beschreibung
Junge Frau beim Pudern ist das einzige größere Porträt, das Georges Seurat gemalt hat: seine Gefährtin Madeleine Knobloch sitzt an einem kleinen Tisch und führt die Puderquaste an die Wange. Es entstand um 1888–1890, misst 79,5 x 95,5 Zentimeter und wird in London vom The Courtauld unter der Inventarnummer P.1932.SC.396 verwahrt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, in acht Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe.
| Titel: | Junge Frau beim Pudern |
| Weitere Titel: | Jeune femme se poudrant · Young Woman Powdering Herself |
| Maler: | Georges Seurat (1859–1891) |
| Entstehungsjahr: | um 1888–1890 |
| Originalgröße: | 79,5 cm x 95,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Pointillismus |
| Standort: | The Courtauld, London (Inv.-Nr. P.1932.SC.396) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalt, Öl auf Leinwand, 8 Größen von 40 x 50 cm bis 120 x 140 cm, auf Wunsch nach Maß |
Junge Frau beim Pudern – Georges Seurat
Wer ist zu sehen?
Madeleine Knobloch, Seurats Gefährtin. Das Museum nennt sie beim Namen, und deshalb nennen wir sie auch: dies ist keine anonyme Gestalt, sondern die einzige Person, die der Maler in größerem Format porträtiert hat. Sie sitzt an einem kleinen Tisch, zu drei Vierteln uns zugewandt, und trägt mit der Quaste Puder auf. Seurat lebte mit ihr, ohne es seinen Freunden zu sagen; das Werk wurde 1890 ausgestellt, und ein Jahr später starb der Maler mit einunddreißig. Seurat, ein französischer Maler, hinterließ also ein einziges größeres Porträt, und darauf ist eine Frau, von der sein Kreis kaum etwas wusste.
Was ist auf der Leinwand?
Die Gestalt nimmt fast die ganze Höhe der hochformatigen Leinwand ein. Die Frau sitzt an einem Tischchen mit dünnem Bein, in der Hand die Quaste, auf der Platte stehen Fläschchen und eine Puderdose. Der Hintergrund ist keine glatte Wand, sondern ein Gewebe aus Punkten in Violett, Grün und warmem Rosa, das sich nie zu einer einheitlichen Fläche beruhigt. Oben links hängt ein gerahmtes Gemälde mit einer Blumenvase. Das Museum beschreibt Seurats Verfahren als eine „Haut“ farbiger Punkte, die er auf die Oberfläche legte, um das Werk zu beleben und ihm Volumen zu geben, und hält fest, dass er nach den damals neuen optischen Theorien Farben von gegenüberliegenden Seiten des Farbkreises setzte – Orange neben Blau, Rosa neben Grün – für stärkeren Kontrast.
Warum ist dieses Werk wichtig?
Weil es Seurats einziges größeres Porträt ist und weil darin Thema und Technik dasselbe sagen. Der Museumseintrag formuliert es direkt: das Thema von Natur und Künstlichkeit, vertreten durch den Gebrauch von Kosmetik, spiegelt sich in der Technik des Malers. Die Frau trägt Farbe auf ihr Gesicht auf, der Maler trägt Farbe auf die Leinwand auf; beides ist das Bauen einer Erscheinung aus winzigen Aufträgen. Der Pointillismus ist hier kein Schmuck, sondern eine Aussage darüber, wie eine Darstellung entsteht. Das Werk stammt aus den letzten Lebensjahren des Malers, als er seine Motive in Innenräumen und bei künstlichem Licht suchte, nicht mehr am Fluss.
Was bedeutet das Werk?
Weniger Vorwurf und mehr Aufmerksamkeit, als man von einer Puderszene erwartet. Das neunzehnte Jahrhundert malte die Frau bei der Toilette gern entweder als Verführerin oder als Lehrstück; hier ist beides nicht gemeint. Madeleine ist gesammelt und ohne Spott dargestellt, mit dem Gewicht eines wirklichen Körpers, in einem Zimmer, das nicht vorgibt, prächtig zu sein. Das Kunstgemälde, das daraus entsteht, ist häuslich im wörtlichen Sinn: eine Szene aus der Wohnung zweier Menschen. Gerade deshalb wirkt es modern – näher an einer Aufnahme des Alltags als an einer Allegorie.
Was geschah mit dem Original?
Das Museum veröffentlicht den ganzen Weg, und er beginnt bei der Frau auf dem Werk. Die Leinwand gehörte zuerst Madeleine Knobloch in Paris, danach Félix Fénéon, dem Kritiker, der der Richtung ihren Namen gab, dann Dikran Khan Kélékian. In der Kélékian-Auktion der American Art Association in New York am 31. Januar 1923 wurde sie als Los 154 verkauft; es folgten Eugene O. M. Liston in New York, Percy Moore Turner in London, John Quinn in New York, Paul Rosenberg in Paris und die French Gallery in London. 1926 kaufte sie Samuel Courtauld, der sie 1932 schenkte. Die Stationen sind die des Museums; wir fügen keine hinzu und erfinden keine an seiner Stelle.
Wo steht dieses Werk in Seurats Schaffen?
Unter den letzten. Aus derselben Zeit stammt Le Chahut, ebenfalls eine Szene bei künstlichem Licht, und einige Jahre früher entstanden Les Poseuses (Die Modelle) und deren Vorstudie Modell von vorn (Studie zu Les Poseuses), wo der Maler denselben Körper als Farbproblem behandelte und nicht als Person. Am anderen Ende steht Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte, das im Art Institute of Chicago hängt: dort eine Menge im Freien, hier eine einzige Person im Zimmer. Der Neoimpressionismus ist in beiden derselbe, das Thema das Gegenteil.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit der Hand und dem Pinsel, nie mit einem Drucker. Unser Maler arbeitet mit Ölfarben auf Leinwand und baut die Oberfläche so auf, wie sie im Original gebaut ist: Punkt neben Punkt, die warmen Töne der Haut neben die kühlen Punkte des Hintergrunds, sodass die Farbe sich erst im Auge zusammensetzt. Bei diesem Motiv ist das Verfahren langsam, weil das Gesicht klein ist und weich bleiben muss, während der Hintergrund offen und unruhig bleibt. Jede handgemalte Kopie ist deshalb ein Einzelstück, und keine zwei gleichen einander ganz; dies ist keine Reproduktion eines berühmten Gemäldes, auf Leinwand gedruckt, sondern ein Werk, das von Grund auf entsteht. Vor dem Versand fotografieren wir die Arbeit und schicken sie Ihnen zur Freigabe.
Für dieses Motiv haben wir derzeit keine eigenen Atelieraufnahmen des fertigen Werkes. Wenn wir es das nächste Mal malen, werden wir es fotografieren, und die Aufnahmen erscheinen auf dieser Seite.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unsicher sind: 70 x 85 cm. Das Original misst 79,5 x 95,5 cm, damit ist unser Maß 80 x 96 cm praktisch eins zu eins – das einzige, bei dem die Gestalt in der natürlichen Größe des Originals steht. Das Format ist hochkant, im Verhältnis nahe 5 : 6, und sitzt deshalb gut an einer schmalen Wand oder zwischen zwei Türen: 40 x 50 und 50 x 60 cm wirken neben einem Spiegel oder im Flur, 60 x 70 und 70 x 85 cm sind die alltägliche Wahl fürs Schlafzimmer, 90 x 110 und 100 x 120 cm verlangen ihre eigene Wand, und 120 x 140 cm gehört in einen großen Raum, in dem die Gestalt präsent wird wie ein Gast. Jedes Leinwandgemälde dieses Motivs entsteht auf Bestellung.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keines der acht Maße zu Ihrer Wand passt, malen wir das Werk nach Ihren Maßen und behalten das Verhältnis des Originals bei, damit die Gestalt nie gedehnt wird; das ist unser Gemälde nach Maß. Jedes Exemplar können Sie in drei Ausführungen bestellen: als gerollte Leinwand ohne Keilrahmen, auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig oder gerahmt; die Ausführung wählen Sie bei der Bestellung. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung: Bei diesem Motiv zeigt sie jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Werk an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser gesonderter Service der Raumvisualisierung, den Sie separat bestellen.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie deshalb mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Maß. Wir versenden es in der Ausführung, die Sie bestellt haben – gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt –, transportgeschützt, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das gesamte Angebot dieses Malers finden Sie in der Galerie Georges Seurat, und seinen Weg beschreibt unser Artikel über Georges Seurat, in dem auch weitere Kunstwerke vorgestellt werden.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In London, in der Sammlung The Courtauld (Samuel Courtauld Trust), unter der Inventarnummer P.1932.SC.396. Samuel Courtauld kaufte es 1926 und schenkte es 1932.
Wer ist die Frau auf dem Werk?
Madeleine Knobloch, Seurats Gefährtin. Der Museumseintrag nennt sie; dies ist das einzige größere Porträt, das der Maler geschaffen hat.
Ist »Jeune femme se poudrant« dasselbe Werk?
Ja. Das ist der französische Titel derselben Leinwand; im Englischen erscheint sie als »Young Woman Powdering Herself«. Es ist ein und dasselbe Werk.
Ist das ein Druck?
Nein. Das Werk wird mit Ölfarben von Hand auf Leinwand gemalt; Striche und Punkte sind sichtbar und fühlbar, was ein Druck nicht nachahmen kann.
Welche Größe soll ich wählen?
Fürs Schlafzimmer 70 x 85 cm; wenn Sie das Maß des Originals möchten, wählen Sie 80 x 96 cm. Der ausführliche Größenratgeber steht weiter oben.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht aufgeführt ist?
Ja, wir malen nach Maß und behalten dabei das Seitenverhältnis des Originals bei.
Wie wird geliefert?
In der Ausführung, die Sie gewählt haben (gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt), in 15 bis 45 Tagen, nachdem Sie die Aufnahme des fertigen Werkes freigegeben haben.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Die Frau trägt Farbe auf ihr Gesicht auf, der Maler trägt Farbe auf die Leinwand auf: zwei Fassungen derselben Tätigkeit.
Was war unter der Blumenvase?
Das Museum hält fest, dass im Rahmen über ihrem Kopf zunächst ein Spiegel war, in dem sich Seurat an der Staffelei zeigte. Nachdem ein Freund ihn verspottet hatte, übermalte er ihn mit einer Blumenvase und damit sein einziges bekanntes Selbstporträt.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Nein. Die Leinwand befindet sich in der öffentlichen Sammlung The Courtauld und ist nicht verkäuflich; eine handgemalte Leinwand ist der einzige Weg, das Motiv zu Hause zu haben.
Eignet es sich als Geschenk?
Die kleineren Maße sind als Geschenk dankbar, weil sie still sind und an fast jede Wand passen. Wenn Sie die Wahl den Beschenkten überlassen möchten, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: Madeleine Knobloch am Tischchen, die Puderquaste in der Hand – Seurats einziges größeres Porträt
- Original: 79,5 x 95,5 cm, Ölfarbe auf Leinwand, The Courtauld, London (P.1932.SC.396)
- Unsere Ausführung: handgemaltes Ölgemälde, acht Größen von 40 x 50 bis 120 x 140 cm, als gerollte Leinwand, gespannt oder gerahmt – nach Ihrer Wahl
- Wissenswert: im Rahmen über ihrem Kopf war zuerst ein Spiegel mit dem Maler darin – er übermalte ihn mit einer Blumenvase









































