Beschreibung
»Waldweg, Barbizon« ist ein kleines Ölgemälde auf Holz von Seurat aus dem Jahr 1883: Zwischen hohen, schlanken Stämmen öffnet sich durch den Schatten des Vordergrunds ein Weg zu einer sonnigen Lichtung, darüber verschmelzen die Baumkronen zu grünem und gelbem Licht. Das Original im Format 25,5 x 16,3 cm bewahrt das Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 2000 22 auf. Bei uns entsteht es als Kunstgemälde, handgemalt mit Ölfarben auf Leinwand, in sechs Formaten oder nach Ihren Maßen; vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Waldweg, Barbizon |
| Weitere Titel: | »Allée en forêt, Barbizon« |
| Maler: | Georges Seurat (1859–1891) |
| Entstehungsjahr: | 1883 |
| Originalgröße: | 25,5 cm x 16,3 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Holz |
| Malstil: | Waldlandschaft – kurze, sich kreuzende Pinselstriche |
| Standort: | Musée d’Orsay, Paris (Inv.-Nr. RF 2000 22) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 6 Formate von 25 x 16 cm bis 90 x 60 cm, auf Wunsch nach Maß |
Waldweg, Barbizon – Georges Seurat
Wer ist auf dem Gemälde zu sehen?
Niemand. Es ist eine Landschaft ohne Menschen und ohne Tiere: Wald, Bäume und ein Weg, der in die Tiefe führt. Auch der Museumseintrag beschreibt das Werk nur mit den Schlagwörtern Landschaft, Allee bzw. Waldweg, Wald und Baum. Die Hauptrolle spielt das Licht. Vom unteren Rand steigt der Weg zur Mitte hin an, wo sich eine helle, fast weiße Lichtung öffnet, und der Blick wird dorthin geführt wie durch ein Tor. Links und rechts stehen hohe, schlanke Stämme, manche dunkel, andere blass, als hätte die Sonne sie beschienen. Eine Gestalt, die man auf einem Waldweg vielleicht erwarten würde, taucht hier nicht auf; die Szene ist still und gehört ganz dem Betrachter.
Was ist auf der Holztafel zu sehen?
Eine Holztafel im Querformat, 25,5 cm breit und 16,3 cm hoch, fast bis an die Ränder bemalt. Der untere Teil liegt im Schatten: Blaue, violette und dunkelgrüne Striche liegen über dem Boden und werden von schrägen dunklen Linien gekreuzt, die wie Schatten der Stämme wirken. In der Mitte hellt sich der Boden zu Creme-, Gelb- und Ockertönen auf, links des Weges leuchten in der Sonne orange und bräunliche Büsche. Rechts verdichten sich die Stämme zu einer fast geschlossenen Wand aus rotbraunen, blauen und violetten Senkrechten, am linken Rand schließt ein einzelner dunkler Stamm die Darstellung ab. Im mittleren Streifen stehen mehrere blasse, fast weiße Stämme; einige sind schon weit unten abgeschnitten. Oben lösen sich die Kronen in einen weichen grünen und gelben Dunst auf, durch den das Licht dringt. Die Striche sind kurz, kreuzen sich oft und laufen stellenweise diagonal.
Warum ist dieses Gemälde bedeutend?
Weil es zeigt, wie wenig es für eine starke Szene braucht. Georges Seurat, ein französischer Maler, der 1859 in Paris geboren wurde und dort 1891 auch starb, hat auf einem Stück Holz, nicht größer als ein Buch, das ganze Licht eines Waldes eingefangen. Gleichmäßige Punkte, wie man sie mit dem Wort Pointillismus verbindet, gibt es hier nicht; die Striche sind länglich, unruhig und übereinandergelegt, und doch mischt sich die Farbe im Auge zu Sonnenlicht. Wie sehr man diese Tafel schätzt, zeigt ihr Ausstellungsweg: 1975 war sie in einer Ausstellung über die französische Landschaft in der Galerie Wildenstein in New York zu sehen, 1991 auf der Seurat-Ausstellung in den Galeries nationales du Grand Palais in Paris und danach 1991–1992 im Metropolitan Museum of Art in New York, 2007 in einer Ausstellung über den Wald von Fontainebleau im Musée d’Orsay und 2024 im Museum MUba Eugène Leroy in Tourcoing.
Was bedeutet das Gemälde?
Ein Spaziergang im Wald, angehalten in dem Moment, in dem sich zwischen den Bäumen das Licht zeigt. Eine Geschichte gibt es hier nicht, und man muss auch keine suchen: Der Titel sagt nur, dass es um einen Waldweg und den Ort Barbizon geht. Begriffe wie Neoimpressionismus braucht es dafür nicht; der Museumseintrag bezeichnet das Werk schlicht als Gemälde, als Landschaft mit Bäumen und Weg. Gerade deshalb wirkt es so unmittelbar. Der Kontrast zwischen dem kühlen Schatten vorn und der warmen Lichtung in der Ferne erzeugt ein Gefühl von Tiefe, das den Raum an der Wand optisch öffnet. Zu Hause bringt es Ruhe, Grün und Sonnenlicht, was im Büro, im Schlafzimmer oder in einer Leseecke willkommen ist.
Welchen Weg hat das Original genommen?
Das Musée d’Orsay veröffentlicht den Weg der Tafel; die Stationen sind hier in der Reihenfolge zusammengefasst, in der der Museumseintrag sie nennt. Zuerst ist die Tafel in dem nach dem Tod des Malers erstellten Inventar als Tafel Nr. 68 verzeichnet. Danach befand sie sich in der Sammlung von Madame Chevalot, der Schwester des Vaters des Malers, und ging durch Erbschaft an Clémentine Masson über, danach an Jeanne Gerbier, Marguerite Richard und Monsieur Richard. Am 24. November 1988 kam sie in Paris bei Drouot Montaigne unter der Nummer 37 zur öffentlichen Versteigerung. Bis 2007 war sie in der Sammlung von Philippe Meyer. Im Jahr 2000 nahm der Staat sie als Schenkung Philippe Meyers unter Vorbehalt des Nießbrauchs an (Ausschuss 22. 6. 2000, Rat 28. 6. 2000, Erlass 21. 9. 2000) und wies sie im selben Jahr dem Musée d’Orsay zu; eingetragen ist sie im Gemäldeinventar des Louvre. 2007 verzichtete Philippe Meyer auf den Nießbrauch, und seitdem ist das Gemälde im Museum. Laut Museumseintrag ist es im mittleren Geschoss in Saal 67 ausgestellt.
Welchen Platz hat dieses Gemälde unter Seurats Werken?
Es gehört zu einer Gruppe von Wald- und Landszenen aus verschiedenen Museen, die wir anbieten. Am nächsten steht ihm Figur in einer Landschaft bei Barbizon, eine winzige Ölstudie auf einer Holztafel, die das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in Köln verwahrt. Auch Im Wald von Pontaubert hat den Wald zum Motiv; diese große Leinwand aus dem Jahr 1881 verwahrt das Metropolitan Museum of Art in New York. Aus demselben Jahr 1883 wie unsere Tafel stammt Bäuerin im Gras sitzend (Paysanne assise dans l’herbe), heute in New York. Zusammen zeigen diese Kunstwerke, wie Seurat Gras, Bäume und Licht beobachtete.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Mit Pinsel und Ölfarben, nie mit dem Drucker. Unser Maler arbeitet nach einer hochaufgelösten Aufnahme des Originals und bewahrt, was diese Tafel besonders macht: die kurzen, sich kreuzenden Striche, die blassen Stämme und die helle Lichtung mitten im Schatten. Eine pointillistische Technik mit gleichmäßigen Punkten wäre hier falsch, denn sie würde aus dem lebendigen Waldgemälde ein anderes, geordneteres Werk machen. Weil alles von Hand entsteht, sind zwei Leinwände nie ganz gleich, und jede handgemalte Kopie bleibt ein Unikat. Eigene Aufnahmen einer fertigen Leinwand haben wir von diesem Motiv noch nicht; wenn wir es zum ersten Mal malen, fotografieren wir es und zeigen die Aufnahmen an dieser Stelle.
Welches Format für welche Wand?
Sind Sie unsicher, welches Format Sie wählen sollen, nehmen Sie 60 x 40 cm. Unser kleinstes Format, 25 x 16 cm, ist gegenüber dem Original mit 25,5 x 16,3 cm um 0,5 cm schmaler und um 0,3 cm niedriger und kommt seiner Größe in unserem Angebot damit am nächsten. Das Querformat im Verhältnis von nahezu 8 : 5 passt gut über eine schmale Kommode, über das Bett oder in eine Gruppe kleinerer Werke. 50 x 30 und 60 x 40 cm eignen sich für Flur oder Schlafzimmer; 70 x 45 und 80 x 50 cm wirken allein über dem Schreibtisch, und 90 x 60 cm ist das Format fürs Wohnzimmer, wo der Waldweg zu einem echten Fenster ins Grüne wird. Alle Leinwandgemälde mit diesem Motiv entstehen auf Bestellung.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der sechs Formate zu Ihrer Wand, malen wir nach Ihren Maßen und wahren die Proportionen des Originals, damit Weg, Stämme und Lichtung im Gleichgewicht bleiben; das ist unser Gemälde nach Maß. Jede Leinwand liefern wir auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig. Im Museum misst das Original mit Rahmen 40,6 x 31,7 cm. Den Rahmen für unser Gemälde wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die für dieses Motiv goldene, silberne, schwarze, weiße und hölzerne Profile zeigt; sie ist ausschließlich für die Rahmenwahl gedacht. Für eine Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand gibt es unseren separaten Dienst zur Raumvisualisierung.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar malen wir auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, daher sollten Sie je nach Format 15 bis 45 Tage einplanen. Wir verschicken es gespannt, transportsicher verpackt und auf Wunsch gerahmt, innerhalb Sloweniens und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand bekommen Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Alle Motive von Seurat finden Sie in der Galerie Georges Seurat; unser Artikel über Georges Seurat erklärt außerdem, woran man die gute Reproduktion eines berühmten Gemäldes erkennt.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Musée d’Orsay in Paris, unter der Inventarnummer RF 2000 22.
Sind auf dem Gemälde Menschen zu sehen?
Nein. Auf der Tafel sind nur Wald, Stämme und der Weg zu sehen, der zur sonnigen Lichtung führt.
Aus welchem Jahr stammt das Original?
Der Museumseintrag nennt das Jahr 1883.
Ist das ein Druck?
Nein. Unser Gemälde wird von Hand mit Ölfarben auf Leinwand gemalt; die Pinselstriche sind sichtbar und tastbar.
Welches Format soll ich wählen?
Für Flur oder Schlafzimmer 60 x 40 cm; wer möglichst nah an der Größe des Originals bleiben will, nimmt 25 x 16 cm. Die ausführliche Anleitung steht weiter oben.
Kann ich ein Format bekommen, das nicht aufgeführt ist?
Ja, wir malen nach Maß und wahren das Seitenverhältnis des Originals.
Worauf ist das Original gemalt?
Auf Holz. Das Museum beschreibt es als Öl auf Holz; unsere Ausführung malen wir auf Leinwand.
Wie kam das Gemälde ins Museum?
Philippe Meyer schenkte es im Jahr 2000 dem Staat unter Vorbehalt des Nießbrauchs; 2007 verzichtete er auf den Nießbrauch, und seitdem befindet sich die Tafel im Museum.
Steht das Original zum Verkauf?
Nein. Die Tafel gehört zur öffentlichen Sammlung des Pariser Museums und ist nicht verkäuflich. Das Motiv malen wir Ihnen aber gern von Hand auf Leinwand.
Wie hoch soll ich das Gemälde aufhängen?
Die Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden. Kleinere Formate hängen Sie tiefer, näher an den Platz, an dem Sie sitzen.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, ein stiller Waldweg im Sonnenlicht erfreut fast jeden. Wenn Sie die Wahl dem Beschenkten überlassen möchten, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: Waldweg zwischen hohen Stämmen, der aus dem Schatten zu einer sonnigen Lichtung führt – 1883
- Original: 25,5 x 16,3 cm, Ölfarben auf Holz, Musée d’Orsay, Paris (Inv.-Nr. RF 2000 22)
- Unsere Ausführung: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, sechs Formate von 25 x 16 bis 90 x 60 cm, immer auf Keilrahmen gespannt, auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: im nach dem Tod des Malers erstellten Inventar war die Tafel als Nr. 68 verzeichnet









































