
Giuseppe Arcimboldo
Ein Kunstgemälde von Arcimboldo leistet an der Wand etwas, das wenige Werke leisten: es lässt sich zweimal lesen. Von der Tür aus ist es ein Porträt, aus der Nähe zerfällt es in Früchte, Blüten, Fische, Tiere oder Bücher, aus denen es zusammengesetzt ist. Diese doppelte Lesart macht daraus einen Schmuck mit Aufgabe – er hält die Aufmerksamkeit des Raumes und bietet jedem Besuch etwas, das beim ersten Blick übersehen wurde.
Darum bewähren sich diese Werke dort, wo man sitzt und schaut: in Küche und Esszimmer, wo Obst und Gemüse auf der Leinwand dem Tisch antworten, und im Restaurant oder in der Weinstube, wo sie dem Gast die Wartezeit verkürzen. Die dunklen Gründe und warmen Farben halten auch warmes, gedämpftes Licht aus, das ein kühleres Werk auslöschen würde.
Arcimboldo arbeitete in Zyklen, und zwei davon umfassen je vier Tafeln: die Vier Jahreszeiten und die Vier Elemente. Ein Zyklus aus vier Gemälden an einer Wand ist deshalb die Form, für die diese Zyklen gedacht waren – vier Profile auf demselben dunklen Grund, die aus der Entfernung als Gruppe gelesen werden und erst danach als einzelne Werke.
Die Geschichte dahinter ist ungewöhnlich. 1562 folgte er einer Einladung Kaiser Ferdinands I. an den Hof, wo er anschließend Maximilian II. und Rudolf II. diente; beide Zyklen entstanden als höfische Aufträge der 1560er Jahre. Manche seiner Köpfe sind umkehrbar: auf den Kopf gestellt werden sie zu einer Schale voll Gemüse. Rudolf II. malte er als Vertumnus, den römischen Gott der Jahreszeiten und des Wachstums. Nach seinem Tod geriet er in Vergessenheit, bis ihn im 20. Jahrhundert die Surrealisten wiederentdeckten und zu ihrem Vorläufer erklärten.
Jede Leinwand ist eine handgemalte Reproduktion, in Öl gemalt, Strich für Strich und auf Bestellung, niemals maschinell hergestellt. Neben den angegebenen Maßen fertigen wir auch ein Sondermaß, wenn die Wand es verlangt.
Den Rahmen können Sie in 3D wählen. Auf der Seite jedes Werkes zeigen wir die gewählte Leiste in Echtzeit an genau diesem Werk, damit Sie sehen, wie Rahmen und Malerei zusammengehen. Diese Ansicht zeigt den Rahmen und sonst nichts. Die Einfügung des Werkes in Ihren eigenen Raum ist ein eigener Dienst, den wir gesondert ausführen – beschrieben auf der Seite Visualisierung des Gemäldes an der Wand.
Gesichter aus Dingen
Arcimboldo malte Köpfe, die aus der Nähe gar keine Köpfe sind. Treten Sie heran, und Sie finden Früchte, Fische, Vögel, Bücher, Feldblumen, sogar kleine Kinderkörper. Zwei Schritte zurück, und alles schließt sich zu einem Profil mit Stirn, Wange und Ohrläppchen. Dieser Umschlag ist der Grund, warum die Werke nach fünf Jahrhunderten wirken: der Betrachter muss sie selbst zusammensetzen.
Warum der Hof das für geistreich hielt
Am Habsburger Hof galten sie nicht als Grotesken, sondern als Erfindungsgabe. Die Zutaten lasen sich als Huldigung an den Herrscher: Fülle, das wandernde Jahr, die Elemente der Welt, zum Kaisergesicht geordnet. Manche Werke lassen sich sogar umdrehen – eine Gemüseschale, die zum Menschen wird, wenn man sie wendet.
Zwei vollständige Zyklen
Beide Zyklen sind hier vollständig erhältlich. Die Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – waren als Gruppe gedacht und wirken an der Wand auch so. Die Elemente – Luft, Feuer, Erde und Wasser – entstanden als einander zugewandte Paare und hängen deshalb gut gegenüber.
Wohin ein solches Gemälde gehört
Weil sich das Gemälde mit dem Abstand ändert, eignet sich dieser Maler für Orte, an denen man sich bewegt: Flur, Treppenhaus, über dem Esstisch, im Rücken des Schreibtischs. Aus der Nähe ein Stillleben, vom anderen Ende des Raums ein Porträt. Ein handgemaltes Kunstgemälde belohnt das, weil der Pinselstrich genau dort sichtbar ist, wo der Blick stehen bleibt – ein Druck kann das nicht bieten.
Wie Ihr Gemälde entsteht
Jede Leinwand wird von Hand in Öl gemalt, auf Bestellung, in der von Ihnen gewählten Größe. Die 3D-Rahmung zeigt, wie ein gewählter Rahmen aussieht – sie zeigt den Rahmen und sonst nichts.
Die Einpassung eines Gemäldes in Ihren Raum ist eine eigene Leistung: Visualisierung des Gemäldes an der Wand.

