Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | 1886 |
| Originalgröße: | 89,6 cm x 117,4 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Gefunden: | Philadelphia Museum of Art, USA |
Ein Karnevalsabend, 1886
Ein Karnevalsabend ist das früheste große Werk Rousseaus in unserer Reihe und die Szene, mit der er 1886 erstmals im Salon der Unabhängigen auftrat. Die Leinwand gehört dem Philadelphia Museum of Art und misst 89,6 x 117,4 cm.
Zwei Gestalten in der Winterdämmerung
Am Rand eines kahlen Winterwaldes stehen zwei Gestalten in Karnevalskostümen, eine in Weiß mit Krause, die andere in hellem Kleid mit Maske. Über ihnen ein blasser Himmel mit Mond, und die Äste sind als Netz dünner Linien ohne Laub gemalt. Die Szene ist vollkommen ruhig gehalten: nichts geschieht, keine der Gestalten gestikuliert, und gerade diese Stille gibt dem Werk seinen nächtlichen, beinahe geträumten Charakter. Rousseau stand damals noch im Dienst der Pariser Zollverwaltung und malte abends und an freien Tagen, nicht in einem Atelier. Eine vergleichbar ruhige Figurenkomposition ist Die Fußballspieler.
Wie der Winter gemalt ist
Rousseau baute den Winter mit Zeichnung statt mit Schatten. Jeder Ast ist ein eigener Strich, über einen bereits fertigen Himmel gelegt, sodass der Wald wie Spitze vor einer hellen Fläche wirkt. Es gibt kein Weicherwerden der Umrisse in der Ferne und keine Luftperspektive; die Tiefe trägt allein die Größe der Gestalten. Genau das hielten seine Zeitgenossen für Unwissenheit und lasen spätere Maler als eigenständige Entscheidung. Der Salon der Unabhängigen, in dem dieses Werk zuerst hing, war der einzige Pariser Salon ohne Jury: ausstellen durfte jeder, der den Beitrag zahlte, und genau deshalb kam Rousseau überhaupt vor ein Publikum. Er stellte dort danach fast jedes Jahr aus, bis zu seinem Tod 1910, also vierundzwanzig Jahre lang. Denselben Zugang zu Figuren im Raum zeigt Kind mit Puppe (Das Baby feiern).
Das handgemalte Gemälde
Wir malen das Motiv von Hand in Öl, auf Galerieleinwand, in der von Ihnen gewählten Größe. Der Maler arbeitet nach dem Original; da die Szene vom Verhältnis zweier kleiner Gestalten zu einem weiten Astnetz lebt, werden die Seitenverhältnisse in jedem Format gehalten. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen und aufhängefertig, ohne zusätzlichen Rahmen. Das gesamte Werk finden Sie in der Galerie Henri Rousseau, eine verwandte Nachtszene in Die schlafende Zigeunerin. Dieselben frontal gestellten Figuren, versammelt wie für eine Fotografie, zeigt Die Familie.
- Motiv: zwei Gestalten in Karnevalskostümen vor kahlem Winterwald
- Technik: Öl auf Leinwand, handgemalt
- Größen: von 50 x 60 cm bis 150 x 190 cm
- Wissenswertes: gemalt 1886, im Jahr von Rousseaus erstem Auftritt im Salon der Unabhängigen









































