Beschreibung
| Titel: | Urwald bei Sonnenuntergang |
| Weitere Titel: | Forêt vierge au soleil couchant · Urwaldlandschaft mit untergehender Sonne · Jungle with Setting Sun |
| Maler: | Henri Rousseau (1844–1910) |
| Entstehungsjahr: | um 1910 |
| Originalgröße: | 113,6 cm x 162,3 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Paris nach dem Impressionismus |
| Standort: | Kunstmuseum Basel, Schweiz (Inv. 2225) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder ein Maß nach Wunsch |
Urwald bei Sonnenuntergang – Henri Rousseau
Urwald bei Sonnenuntergang ist eine der letzten Dschungelszenen von Henri Rousseau, um 1910 gemalt, und eine seiner gewaltsamsten. Ein Mann ist zu Boden gegangen, ein Jaguar hat ihn gepackt, und um die beiden herum steht eine dichte Wand aus Pflanzen, hinter der die Sonne untergeht. Das Original bewahrt das Kunstmuseum Basel in der Schweiz unter der Inventarnummer 2225. Bei uns entsteht es als handgemalte Reproduktion in Öl, auf Leinwand, in acht Größen von 70 x 60 cm bis 200 x 140 cm oder nach Ihrem Maß. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand zur Bestätigung.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Der Mann liegt auf dem Rücken am unteren Rand der Szene, der Jaguar ist über ihm, und beide sind fast vollständig von Pflanzen umschlossen. Gräser und Blätter sind nach einer einzigen Regel gemalt: jedes für sich, mit harter Kontur, ohne Schatten, der sie verbände. Deshalb geschehen die beiden Körper nicht in einem Raum, sondern sind in ein Muster eingesetzt. Dahinter, durch eine schmale Öffnung im Wuchs, ist eine tief stehende Sonne zu sehen, und dieses Band aus Orange ist die einzige Stelle, an der sich die Szene in die Ferne öffnet. Gerade diese Anlage macht die Szene eng: es gibt keinen Ausweg, keinen Horizont an den Seiten, und der Betrachter steht so nah, als stünde er im Gras. Dasselbe Verfahren auf größerer Leinwand zeigt Der hungrige Löwe stürzt sich auf die Antilope.
Warum heißt das Gemälde Urwald bei Sonnenuntergang?
Weil dieser Name den Titel wiedergibt, den das Museum, das es besitzt, an erster Stelle nennt. In der Sammlung des Kunstmuseums Basel steht das Werk unter seinem französischen Titel Forêt vierge au soleil couchant, und unser Titel gibt diesen Namen auf Deutsch wieder. Das Museum selbst nennt daneben den deutschen Titel Urwaldlandschaft mit untergehender Sonne und den englischen Jungle with Setting Sun; alle meinen dieselbe Leinwand. Der Titel benennt nicht das Geschehen in der Szene, sondern das, was sie umgibt: eine Wand aus Urwald und, durch eine Lücke darin, die tief stehende Sonne.
Wann entstand es, und wie groß ist das Original?
Das Museum datiert die Leinwand um 1910; seine Beschreibung zählt sie zur Gruppe der letzten Dschungelgemälde Rousseaus, entstanden in seinem Todesjahr. Das Original ist 113,6 cm hoch und 162,3 cm breit, in Öl auf Leinwand gemalt und unten rechts in weißer Farbe signiert: Henri Rousseau. Das Museum sagt auch, woher diese Dschungel stammen: nicht aus Reisen in die Tropen, sondern aus Besuchen der Pariser Weltausstellung von 1889 und des Jardin des Plantes sowie aus der Lektüre populärer Zeitschriften.
Warum unterscheidet sich diese Szene von seinen anderen Dschungeln?
In den meisten seiner Dschungel wird ein Tier angegriffen. Hier ist es ein Mensch, und das versetzt den Betrachter in eine andere Lage: die Szene ist kein naturkundliches Schaustück mehr, sondern etwas, das auch ihm geschehen könnte. Der Wuchs stammt aus demselben Wortschatz wie überall bei ihm – Schichten von Blättern, harte Konturen, keine Luftperspektive – nur ist er hier an die Ränder der Leinwand gedrängt, sodass für das Geschehen kaum Platz bleibt. Deshalb wirkt die Szene eher wie ein Ausschnitt als wie eine Aussicht. Ein offenerer und ruhigerer Blick auf dieselbe Welt ist Der äquatoriale Dschungel.
Was bedeutet dieses Gemälde?
Die Szene lässt sich auf zwei Weisen lesen, und das Werk entscheidet sich nicht. Die erste ist einfach: die Natur ist gefährlich, und der Mensch ist in ihr nicht Herr. Die zweite ist unbequemer: den Dschungel, den er malte, hat er nie gesehen, sondern aus einem Gewächshaus, aus Büchern und aus Erfindung zusammengesetzt, sodass die Szene kein Bericht aus einem fernen Land ist, sondern eine Darstellung dessen, wie Paris sich damals ferne Länder vorstellte. Wer heute hinsieht, sieht beides zugleich, und gerade deshalb bleibt das Werk unbehaglich. Etwas von derselben Spannung trägt auch Frau spaziert in einem exotischen Wald.
Wo ist das Original, und wie kam es dorthin?
Im Kunstmuseum Basel in der Schweiz, unter der Inventarnummer 2225; die Sammlung verzeichnet es als Ankauf. Der Eintrag des Museums verfolgt das Gemälde bis mindestens 1914 zurück, in die Sammlung von Paul von Mendelssohn-Bartholdy und seiner ersten Frau Charlotte. Nach seinem Tod 1935 besaß es seine zweite Frau Elsa, später Gräfin von Kesselstatt, bis 1948. In jenem Jahr kaufte das Museum es über Christoph Bernoulli in Basel an, vermittelt durch Walter Feilchenfeldt in Zürich.
Was bedeutet Naive Kunst bei diesem Werk?
Naive Kunst ist der Name für die Malerei von Autodidakten, die keine akademische Werkstatt durchlaufen haben und deren Regeln zu Perspektive, Schattierung und Anatomie nicht folgten. Auf dieser Leinwand zeigt sich das im Wuchs ohne Tiefe, in der flächigen Farbe und in Körpern, die als Zeichen und nicht als Studie gemalt sind. Rousseau war Zollbeamter und begann erst in seinen Vierzigern ernsthaft zu malen. Die Bezeichnung Naive Kunst bedeutet daher nicht Unwissenheit, sondern einen Stil, den man auf den ersten Blick erkennt. Mehr über den Weg des Malers finden Sie in unserem Artikel über den Maler.
Wie entsteht Ihre Leinwand bei uns?
Ihre Leinwand wird erst nach Ihrer Bestellung begonnen und in unserer Werkstatt in Slowenien ausgeführt. Das Öl wird in Schichten aufgetragen, vom Himmel und von der Sonne hin zum Wuchs und zuletzt zu den beiden Gestalten, sodass die harten Konturen am Ende entstehen. Da der Wuchs Blatt für Blatt gemalt wird, sind das bei den größeren Formaten mehrere Wochen Arbeit. Wir drucken nicht und verwenden keinen maschinellen Auftrag; eine handgemalte Leinwand unterscheidet sich vom Druck schon beim Berühren, denn der Farbauftrag ist sichtbar und fühlbar. Die Leinwand wird auf einen Holzkeilrahmen gezogen und ist fertig zum Aufhängen. Das gesamte Angebot dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl: 70 x 60, 90 x 65, 100 x 70, 120 x 90, 140 x 100, 163 x 116, 180 x 130 und 200 x 140 cm. Da es sich um ein Querformat mit dichtem Muster handelt, braucht es eine breite Wand und etwas Abstand: über dem Sofa, über einer Kommode oder in einem Flur, in dem man einen Schritt zurücktreten kann. Für das Wohnzimmer ist 140 x 100 cm oder größer die übliche Wahl. Unter 100 x 70 cm beginnen die Blätter zu verschmelzen, und die Szene verliert genau das, was sie wirken lässt. Die Größe 163 x 116 cm kommt dem Original am nächsten: Sie ist 0,7 cm breiter und 2,4 cm höher als die Leinwand in Basel.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Ein Maß nach Wunsch bestellen Sie über die Seite Gemälde nach Wunsch, wo Sie Breite und Höhe eintragen. Das Seitenverhältnis ist bei diesem Motiv wichtig: die Szene ist breit, und nähert man sie dem Quadrat an, gehen die Pflanzen an den Seiten verloren und mit ihnen das Gefühl der Enge, auf das dieses Werk angewiesen ist. Deshalb schlagen wir bei Sondermaßen vor, das Verhältnis zu halten und nur die Größe zu ändern. Die Leinwand ist immer auf einen Holzkeilrahmen gezogen. Ein Rahmen ist nicht im Preis enthalten und wird gesondert gewählt.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir liefern nach Slowenien, Kroatien, Italien, Österreich, Ungarn und Deutschland. Die Leinwand reist gerollt in einer festen Hülse oder auf den Keilrahmen gezogen, je nach Größe, immer in Schutzverpackung. Wir garantieren, dass jedes Werk von Hand gemalt ist und dass Sie eine Aufnahme der fertigen Arbeit vor dem Versand sehen; ist darauf etwas nicht nach Ihrem Wunsch, korrigieren wir es, bevor das Werk die Werkstatt verlässt. Die Ausführungszeit hängt von der Größe ab und wird bei der Bestellung bestätigt.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Kunstmuseum Basel in der Schweiz, unter der Inventarnummer 2225. Seit 1948 gehört es zur Sammlung des Museums.
Ist das Entstehungsjahr genau?
Das Museum nennt um 1910, kein genaues Datum; seine Beschreibung setzt das Werk in Rousseaus Todesjahr.
Ist das Original signiert?
Ja, unten rechts in weißer Farbe: Henri Rousseau. So steht es im Eintrag des Museums.
Unter welchen anderen Titeln ist das Werk verzeichnet?
Das Museum führt es unter dem französischen Titel Forêt vierge au soleil couchant, auf Deutsch als Urwaldlandschaft mit untergehender Sonne und auf Englisch als Jungle with Setting Sun. Es ist dieselbe Leinwand.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von Hand mit Ölfarben auf Bestellung gemalt. Der Farbauftrag ist sichtbar und fühlbar, was ein Druck nicht nachahmen kann.
Welche Größe soll ich wählen?
Für das Wohnzimmer 140 x 100 cm oder größer, für eine schmalere Wand 100 x 70 cm. Das Querformat braucht Breite, nicht Höhe.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja, ein Maß nach Wunsch fertigen wir ohne Aufschlag für Sondergrößen. Wir empfehlen, das Seitenverhältnis zu halten.
Welche Größe kommt dem Original am nächsten?
Die Größe 163 x 116 cm. Das Original misst 113,6 x 162,3 cm (Höhe x Breite), diese Größe ist also 2,4 cm höher und 0,7 cm breiter.
Wie wird das Werk geliefert?
Gerollt in einer Hülse oder auf den Keilrahmen gezogen, mit nachverfolgbarer Sendung. Die Ausführungszeit wird bei der Bestellung bestätigt.
Ist das Original käuflich?
Nein. Das Werk ist in einer öffentlichen Museumssammlung und steht nicht zum Verkauf; einen Wert nennen wir nicht, weil uns dazu eine Quelle fehlt.
Eignet es sich als Geschenk?
Die Szene ist hart und nicht für jede Wand, deshalb empfehlen wir sie als Geschenk mit Bedacht. Möchten Sie die Wahl den Beschenkten überlassen, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: ein Mann, der im dichten Dschungel von einem Jaguar angegriffen wird, mit untergehender Sonne dahinter
- Original: Kunstmuseum Basel, Schweiz, Inv. 2225; um 1910, Öl auf Leinwand, 113,6 x 162,3 cm
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl, acht Größen von 70 x 60 bis 200 x 140 cm oder nach Maß
- Was wir offen sagen: der Titel ist der des Museums, Jahr und Maße stammen aus seinem Eintrag









































