Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | um 1908 |
| Originalgröße: | 37,6 cm x 46,2 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Städel Museum, Frankfurt am Main |
Die Allee im Park von Saint-Cloud, um 1908
Eine Allee, die auf einen Punkt zuläuft
Die Leinwand steht hochkant, und das Motiv ist einfach und streng: zwei Reihen hoher
Bäume laufen von links und rechts auf die Mitte zu. Die Stämme sind gerade, dunkel und
gleichmäßig verteilt, sodass sie zwei Reihen von Senkrechten bilden, die sich mit der
Entfernung verdichten. Die Kronen schließen sich oben beinahe und lassen nur einen Keil
hellblauen Himmels frei. Darunter läuft ein sandiger Weg von blass rosa Farbe vom unteren
Rand geradewegs in die Tiefe.
Winzige Menschen
Auf dem Weg gehen einige Gestalten spazieren, alle sehr klein neben den Bäumen. Am
nächsten steht eine Frau in einem langen korallenrosa Kleid mit Hut, daneben eine dunkel
gekleidete Frau, und weiter oben auf dem Weg ein Mann in Dunkel und eine Gruppe weiterer.
Genau dieses Missverhältnis zwischen der Größe der Menschen und der Größe der Bäume hebt der
Eintrag des Museums als Eigenschaft dieser Leinwand hervor: winzige Menschen auf einer Allee
mit gleichförmig aneinandergereihten Bäumen.
Was die Allee abschließt
Am Ende des Weges öffnet sich eine helle Architektur: ein aufrechtes helles Element in der
Mitte einer niedrigen Balustrade, zu beiden Seiten rötliche Mauern. Diese helle Fläche ist
der hellste Punkt der unteren Bildhälfte und wirkt als Ziel, auf das die ganze Komposition
zuführt. Das Museum benennt den Bau nicht, also benennen wir ihn ebenfalls nicht; es hält
aber fest, dass der Park von André Le Nôtre angelegt wurde.
Jede Einzelheit gleich behandelt
Der Eintrag des Museums merkt an, dass bei Rousseau jede Einzelheit gleichrangig behandelt
wird, ob sie im Vorder- oder im Hintergrund liegt. Hier zeigt sich das am Laub: einzelne
Blätter sind auch in den entferntesten Kronen mit kleinen hellen Strichen angegeben, wo das
Auge sie in Wirklichkeit zu einer Fläche verschmelzen ließe. Das Ergebnis ist kein
Perspektivfehler, sondern eine gleichmäßige Dichte, die der Leinwand ihre ruhige,
teppichartige Oberfläche gibt. Ein vergleichbar geordnetes Parkmotiv ist Jardin du Luxembourg.
Um das Jahr 1908
Das Museum datiert die Arbeit auf etwa 1908, also in die letzten Lebensjahre Rousseaus.
Derselbe Eintrag hält fest, dass der Maler im Alter von 41 Jahren seine Arbeit als
Zollbeamter aufgab, um sich nur noch dem Malen zu widmen, und dass er als Autodidakt einen
Stil entwickelte, der durch Verzerrungen und unstimmige Proportionen geprägt ist. Ein
Vorstadtmotiv aus denselben Jahren ist Vorstadt von Paris, ein Flussufer Die Ufer der Bièvre bei Bicêtre.
Museum und Eintrag
Das Original bewahrt das Städel Museum in Frankfurt am Main unter der Inventarnummer
SG 404 auf; erworben wurde es 1926. Das Museum führt es als Öl auf Leinwand mit den Maßen
46,2 x 37,6 cm und hält fest, dass es unten rechts mit „H. Rousseau“ signiert ist. Die
Bildrechte gibt das Museum als Public Domain an. Ein Porträt desselben Malers im Freien ist
Vergangenheit und Gegenwart.
Wie wir diese Leinwand anfertigen
Wir fertigen das Gemälde als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand an, auf
Bestellung und in der Größe Ihrer Wahl. Bei diesem Motiv hängt alles an den Abständen der
Stämme: sind die Zwischenräume nicht gleichmäßig, verliert die Allee ihre Tiefe und der Weg
läuft nicht mehr auf einen Punkt zu. Deshalb beginnen wir mit den Stämmen und tragen erst
danach das Laub auf. Da in Handarbeit gearbeitet wird, weicht jedes Exemplar leicht vom
vorigen ab. Die Leinwand wird auf einen Holzrahmen gespannt und aufhängefertig geliefert. Weitere Werke dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.









































