Paul Cézanne – Kiefern und Felsen (Fontainebleau?)

ab 130,00 

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Beschreibung

Kiefern und Felsen (Fontainebleau?) – die Leinwand, die einem Museum geliehen wurde, ehe sie ihm gehörte

Drei kahle Kiefernstämme steigen über die ganze Höhe der Leinwand, und vor wie hinter ihnen steht eine dichte blaugrüne Wand aus Laub, in kurzen schrägen Zügen gemalt. Das untere Drittel nehmen große ockerfarbene und rosige Felsen ein, zwischen denen sich das Unterholz durch das Grün zieht. Himmel gibt es fast keinen; das Blau, das man sieht, ist Laub. Das handgemalte Gemälde auf Leinwand gibt diese Arbeit Cézannes von etwa 1897 wieder, die im Original 81,3 × 65,4 Zentimeter misst und unter der Inventarnummer 16.1934 im Museum of Modern Art in New York verwahrt wird.

Die erste Ausstellung eines Museums, dem die Leinwand noch nicht gehörte

Vom 8. November bis 7. Dezember 1929 veranstaltete das Museum of Modern Art in New York eine Ausstellung, die der Eintrag die erste Leihausstellung des Museums: Cézanne, Gauguin, Seurat, van Gogh nennt. Diese Leinwand stand dort unter der Nummer 22 – und zwar unter dem Titel Blue Landscape, blaue Landschaft –, verliehen von einer »Privatsammlung, N.Y.«. Der Name wurde also nicht genannt. Vom 17. Mai bis 27. September 1931 richtete dasselbe Museum die Gedächtnisausstellung: die Sammlung der verstorbenen Miss Lillie P. Bliss aus, in der die Leinwand die Nummer 9 trug, diesmal als Pines and Rocks. 1934 war sie vom 14. Mai bis 12. September in der Ausstellung The Lillie P. Bliss Collection unter der Nummer 10 – und die Inventarnummer, die sie bis heute trägt, lautet 16.1934.

Eine Eigentümerin, die einmal genannt wird und einmal nicht

Der Name Lillie P. Bliss taucht im Ausstellungsverzeichnis auf und wieder unter. Im April und Mai 1920 war die Arbeit in der Pennsylvania Academy of Fine Arts in Philadelphia unter der Nummer 55, als Trees on the Mountain, und dort ist Bliss als Leihgeberin genannt. Vom 3. Mai bis 15. September 1921 war sie im Metropolitan Museum of Art unter der Nummer 19, als Rocks and Pines, verliehen »anonym«, wobei der Eintrag in eckigen Klammern ergänzt, dass es sich um Bliss handelt. Im Sommer und Herbst 1926 war sie in Brooklyn, wo die Leihgeberin wieder »Miss Bliss« heißt. Nach ihrem Tod reiste die Sammlung: die Gedächtnisausstellung von 1931 ging noch an die Addison Gallery of American Art in Andover und im Januar 1932 an das John Herron Art Institute in Indianapolis, und 1935 zeigten das Carnegie Art Institute in Pittsburgh und das Smith College Museum of Art in Northampton Arbeiten aus ihrer Sammlung.

Zwei Wälder, sechshundert Kilometer auseinander

Der Titel dieser Leinwand enthält ein Fragezeichen, und das ist kein Versehen. Der Werkkatalog führt sie als Pins et rochers (Fontainebleau?) und nennt unter den Orten zwei: Bibémus unter Südfrankreich und Fontainebleau unter Nordfrankreich. Bibémus ist ein Steinbruch über Aix-en-Provence, Fontainebleau ein Wald südlich von Paris; dazwischen liegen rund sechshundert Kilometer. Auch die Nebentitel ziehen in beide Richtungen: Sous-bois provençal, provenzalisches Unterholz, weist nach Süden, Trees on the Mountain und das Fragezeichen im Titel nach Norden. Auch das Buch des Händlers war nicht sicher: in Vollards Lagerbuch B ist die Arbeit unter der Nummer 3337 als »(?) Sous bois«, 81 × 65 Zentimeter, eingetragen. Wo genau diese Stämme standen, sagt der Eintrag nicht, und wir entscheiden es nicht an seiner Stelle.

Von Vollard nach New York

Die Provenienz beginnt beim Händler Ambroise Vollard in Paris und führt weiter zum niederländischen Sammler Cornelis Hoogendijk in Amsterdam. 1920 ist die Arbeit bei Paul Rosenberg in Paris, dann in der Galerie Barbazanges, danach bei Marius de Zayas in New York und schließlich bei Lillie P. Bliss. 1934 ging sie an das Museum of Modern Art. Die Datierung liegt in der Forschung auseinander – Rewald nennt um 1897, Venturi in der überarbeiteten Fassung 1895 bis 1899 und in der ursprünglichen um 1900 –, und der Jahreszahl des Museums fügen wir hier nichts hinzu.

Neun Namen für eine Leinwand

Mit jeder Ausstellung änderte sich der Name. Im Oktober und November 1911 war sie im Amsterdamer Stedelijk Museum auf der internationalen Ausstellung der Gruppe Moderne Kunstkring unter der Nummer 10, als Paysage boisé, bewaldete Landschaft, aus der Sammlung Hoogendijk. Es folgten Trees on the Mountain 1920 in Philadelphia, Rocks and Pines 1921 im Metropolitan Museum und Blue Landscape 1929 im Museum of Modern Art. Im März und April 1936 war die Arbeit unter der Nummer 35 in der Ausstellung Cubism and Abstract Art, dort um 1895 bis 1900 datiert, und von Mai bis September 1939 unter der Nummer 59 in Art in Our Time zum zehnten Jahrestag des Museums. Insgesamt hat der Katalog neun Titel gesammelt.

Was der Katalog zu den Motiven zählt

Das Schlagwortverzeichnis ist bei dieser Leinwand kurz und ganz aus der Natur: unter den natürlichen Motiven nennt es die Kiefer, die Felsen, die Bäume und das Unterholz. Nichts Menschliches kommt vor – kein Haus, kein Weg, keine Figur –, und auch Wasser und Himmel fehlen unter den Einträgen. Der Eintrag sagt also, dass in dieser Landschaft nur der Boden, der Stein und das zählen, was darauf wächst.

Es ist eine hochformatige, auf Blaugrün und Ocker gestimmte, ruhige Arbeit, die schmalere Wände und Räume mit Tageslicht gut verträgt. Wir malen sie in fünfzehn Größen, von 40 × 50 bis 145 × 180 Zentimeter, Zwischenmaße spannen wir auf einen Keilrahmen nach Maß, und wie es an der Wand aussehen wird, zeigt vorab unsere 3D-Anwendung. Bibémus, das das Verzeichnis neben Fontainebleau nennt, kehrt auch im Steinbruch von Bibémus und in Der Montagne Sainte-Victoire, von Bibémus aus gesehen wieder, und die Steinformen trägt auch Der rote Felsen.

  • Motiv: Kiefern und Felsen (Fontainebleau?), Paul Cézanne, um 1897, Museum of Modern Art, New York
  • Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
  • Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondermaß
  • Wissenswert: der Titel der Leinwand enthält ein Fragezeichen, und der Katalog führt sie unter den Orten gleichzeitig unter Bibémus in Südfrankreich und Fontainebleau im Norden

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