Beschreibung
Selbstbildnis, Carrière gewidmet – ein Maler, der den Blick nicht erwidert
Kopf und Schultern nehmen fast die ganze Höhe der Leinwand ein. Der Maler ist im Dreiviertelprofil nach rechts gewandt, in einer dunkelvioletten Jacke, unter der ein kräftig gelbes Kleidungsstück sichtbar wird, mit einem schmalen Band kleiner farbiger Quadrate auf der Brust. Der Grund ist senkrecht geteilt: links eine Fläche aus scharfem Grün, rechts ein blaugrauer Streifen, der wie ein Fensterrahmen wirkt, dahinter eine hellere Zone. Oben links ist eine Widmung in die Leinwand geschrieben, unten links steht eine zweite, rötliche Aufschrift. Das Werk bewahrt die National Gallery of Art in Washington unter der Inventarnummer 1985.64.20, als Öl auf Leinwand; das Museum datiert es mit “1888 or 1889” und legt sich nicht auf ein Jahr fest.
Die Augen gehen an uns vorbei
Ein Selbstbildnis entsteht vor einem Spiegel, und deshalb sieht der Maler in der Regel geradeaus auf den Betrachter – so, wie er auf sich selbst gesehen hat. Hier nicht. Der Kopf ist gewendet, die Pupillen sind zum rechten Augenrand hin verschoben und gehen an uns vorbei, auf etwas außerhalb der Leinwand. Dargestellter und Betrachter treffen sich an keiner Stelle.
Der Grund sind zwei Flächen
Hinter ihm ist kein Raum, sondern es sind zwei Farbflächen, die ohne Übergang aneinanderstoßen. Die linke ist grün und beinahe gleichmäßig, die rechte blaugrau und von Senkrechten geteilt. Keine von beiden erklärt, wo der Maler steht, doch beide schneiden den Umriss des Kopfes scharf heraus.
Das Grün des Grundes kehrt im Gesicht wieder
Dasselbe Grün, das die linke Hälfte des Grundes einnimmt, liegt auch im Schatten unter den Augen, an der Schläfe und entlang dem Kiefer. Die Haut ist also nicht eigenständig gemischt, sondern aus der Farbe, die hinter ihr liegt. Genau deshalb wirkt das Gesicht aus der Ferne blasser, als es aus der Nähe ist.
Das gelbe Kleidungsstück und sein Band aus Quadraten
Die hellste Fläche der Leinwand ist nicht das Gesicht, sondern das gelbe Kleidungsstück unter der Jacke. Über die Brust läuft ein schmales Band kleiner roter, grüner und blauer Quadrate. Diese winzige Reihe ist das einzige Ziermotiv des Bildes und die einzige Stelle, an der die Farben in so kleinem Maßstab aneinanderstoßen.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Unsere Gemälde entstehen ausschließlich von Hand, Pinselstrich für Pinselstrich. Bei diesem Motiv ist die Haut das Schwierigste: Das Grün in den Schatten muss sichtbar bleiben, sonst wird das Gesicht braun und verliert die Verbindung zum Grund. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe. Bei uns ist alles ein Ölbild auf Leinwand, niemals ein Druck.
- Motiv: Kopf und Schultern des Malers vor einer grünen und einer blaugrauen Fläche.
- Technik: Öl auf Leinwand, grüne Schatten in der Haut und ein gelbes Kleidungsstück unter der dunklen Jacke.
- Größen: Hochformat, von 42 x 50 cm bis 164 x 200 cm; häufig gewählt werden 75 x 90 cm und 90 x 110 cm.
- Wissenswertes: auf diesem Selbstbildnis sieht der Maler nicht den Betrachter an, sondern an ihm vorbei.
Weitere Köpfe und Gestalten in diesem Regal: Selbstbildnis (nahe Golgatha), Bildnis der Madeleine Bernard und Stillleben mit dem Profil Lavals. Das Museum gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 46,5 x 38,6 cm.









































