Beschreibung
Sonnenblumen (Tokioter Fassung) ist Van Goghs eigene Wiederholung seines Londoner Stilllebens mit fünfzehn Sonnenblumen: ein dichter Strauß in einer blassen, runden Vase auf einem Tisch vor einer gelben Wand. Das Sompo Museum of Art in Tokio datiert das Original auf 1888 und nennt es Öl auf Leinwand; die Wikipedia führt es als F 457, etwa 100 x 76 cm groß. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in 16 Formaten von 40 x 50 bis 100 x 130 cm oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Sonnenblumen (Tokioter Fassung) |
| Weitere Titel: | Fünfzehn Sonnenblumen · Still Life: Vase with Fifteen Sunflowers |
| Maler: | Vincent van Gogh (1853–1890) |
| Entstehungsjahr: | 1888, Arles |
| Originalgröße: | 100 cm x 76 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Postimpressionismus |
| Standort: | Sompo Museum of Art, Tokio |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 16 Formate oder nach Maß |
Sonnenblumen (Tokioter Fassung) – Vincent van Gogh
Was zeigt das Gemälde Sonnenblumen (Tokioter Fassung)?
Fünfzehn Sonnenblumenköpfe drängen aus einer einzigen Vase und breiten sich fast bis an die Ränder der Leinwand aus. Ganz oben berührt ein großer Kopf den oberen Rand; darunter, links, wendet uns ein runder Kopf mit grüner Mitte das Gesicht zu. Ganz links streckt eine offene Blüte lockere, flammenartige Blütenblätter um eine dunkle, körnige Mitte. In der Mitte blickt uns eine Blüte mit einem dunklen, umringten Auge direkt an, ihre spitzen grünen Kelchblätter spreizen sich wie ein Stern, und rechts daneben zeigt eine andere nur noch einen schmalen dunklen Spalt, wo sich die Samen zu formen beginnen. Tief im Hals der Vase sitzen zwei schwere, kuppelförmige Köpfe aus dichten, kurzen Strichen.
Nicht jede Blüte ist frisch. Links hängt ein Kopf an einem langen, gebogenen Stiel fast bis auf den Tisch, dunkel und verwelkt, und rechts neigt sich ein anderer über den Rand der Vase, die Blütenblätter nur noch dünne Spitzen um grüne Kelchblätter. Die Vase ist ein schlichter, runder Topf mit dunklem Umriss und gebogenen Strichen; anders als auf der Londoner Leinwand trägt sie keinen gemalten Namen. Die Tischkante läuft als eine dünne Linie über die Leinwand, Wand und Tisch bestehen aus kurzen, meist waagrechten Strichen, sodass den Strauß auf allen Seiten ein breites gelbes Feld umgibt.
Warum wiederholte Van Gogh die Londoner Sonnenblumen?
Das Sompo Museum of Art schreibt, seine Leinwand gehe auf die ersten Sonnenblumen auf gelbem Grund zurück, gemalt im August 1888 und heute in der National Gallery in London. Nach der Deutung des Museums sind Grundfarbe und Komposition dieselben wie in London, während Pinselstriche und Farbtöne leicht abweichen; das spreche dafür, dass Van Gogh mit neuen Überlegungen arbeitete und keine bloße Kopie schaffen wollte.
Das Museum datiert die Tokioter Leinwand auf die Zeit zwischen Ende November und Anfang Dezember 1888. Der Artikel der deutschen Wikipedia über Van Goghs Sonnenblumen führt sie dagegen als Fünfzehn Sonnenblumen vom Januar 1889, der Monat ist also nicht endgültig geklärt; beide Quellen verorten sie in Arles um die Jahreswende 1888/1889.
Wofür waren die Sonnenblumen in Arles gedacht?
Sie waren als Dekoration gedacht. Das Museum erinnert daran, dass Van Gogh im Februar 1888 von Paris nach Arles ging und Paul Gauguin, den er sehr schätzte, einlud, sich ihm als Leiter der Künstlergemeinschaft anzuschließen, die er gründen wollte. Die englische Wikipedia beschreibt die Sonnenblumen als Teil der gemalten Dekoration des Gelben Hauses, vorbereitet für das Gästezimmer, in dem Gauguin wohnen sollte.
Sie zitiert auch einen Brief an Theo, in dem er sich seine Berceuse-Leinwände zwischen denen mit den Sonnenblumen vorstellte, die neben ihnen wie „Fackeln oder Kandelaber“ stünden.
Wo befindet sich das Original heute, und wie kam es dorthin?
Das Original befindet sich im Sompo Museum of Art in Tokio; die englische Wikipedia nennt eine Größe von 100 x 76 cm. Laut ihrer Provenienzliste wurde die Leinwand 1894 an den Maler Émile Schuffenecker verkauft.
Die Leinwand ist nicht mehr im ursprünglichen Zustand: Nach der englischen Wikipedia wurde sie später auf allen Seiten mit Leinwandstreifen vergrößert, vermutlich von ihrem späteren Besitzer Schuffenecker. Am 30. März 1987 ersteigerte Yasuo Gotō von der japanischen Versicherungsgesellschaft Yasuda das Gemälde bei Christie’s in London, laut deutscher Wikipedia zum damaligen Rekordpreis von 24,75 Millionen Pfund. Ob er es für sich selbst oder im Namen seiner Firma kaufte, ist nicht sicher.
Sonnenblumen (Tokioter Fassung) oder Sonnenblumen I – welches ist welches?
Sonnenblumen I ist die Leinwand der National Gallery in London, im August 1888 in Arles gemalt, mit fünfzehn Sonnenblumen auf Gelb; es ist die Komposition, die die Tokioter Leinwand wiederholt. Den Unterschied beschreibt das Sompo Museum als leicht veränderte Pinselstriche und Farbtöne. Auf den ersten Blick sehen Sie die Vase, hier ohne Schrift, in London mit Vincent signiert, und den breiteren gelben Rand um den Strauß. Sonnenblumen II ist die Münchner Leinwand vom August 1888, mit zwölf Blüten vor blaugrünem Hintergrund.
Das Gelbe Haus ist das Haus in Arles, dessen Gästezimmer die Sonnenblumen schmücken sollten, und Schwertlilien zeigt blühende Iris, die er im Mai 1889 im Garten der Heilanstalt in Saint-Rémy malte. Wählen Sie Sonnenblumen I für die erste Komposition mit Vincent auf der Vase, dieses für dieselben fünfzehn Blüten mit mehr Luft um sie herum, Sonnenblumen II für Gelb auf Blaugrün und Schwertlilien für blauviolette Blüten.
Wie entsteht unser handgemaltes Gemälde Sonnenblumen (Tokioter Fassung)?
Der Maler zeichnet zuerst die Tischlinie, den Umriss der Vase und die Kreise der fünfzehn Köpfe und prüft die Proportionen am Original. Dann trägt er Wand und Tisch in kurzen waagrechten Strichen auf, danach die Vase mit dunklem Umriss und gebogenen Strichen, die grünen Stiele und Blätter und zuletzt die Blüten: die flammenartigen Blütenblätter eines nach dem anderen, die kuppelförmigen Köpfe in dichten Tupfen und die verwelkten Köpfe. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht in Öl auf Leinwand mit echtem Impasto: Die Farbe wird dick aufgetragen, sodass die Pinselstriche wie beim Original über der Leinwand stehen und das Licht fangen.
Auf unserem Gemälde ist das Relief am stärksten in den kuppelförmigen Köpfen und den Blütenblättern, entlang der gebogenen Striche der Vase und in den kurzen Strichen des Tisches. Ein Druck zeigt nur eine flache Fläche, auf unserem Gemälde sind die Striche echt.
Jedes Gemälde ist eine handgemalte Kopie, die eigens für Ihre Bestellung entsteht, darum gleicht keines genau dem anderen.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 40 x 50 oder 50 x 66 cm für eine schmale Wand im Flur oder in der Küche, 60 x 80 oder 70 x 90 cm über einer Kommode oder einem Bett und 90 x 120 oder 100 x 130 cm über dem Sofa oder an einer großen Wand.
Es gibt 16 Formate: 40 x 50, 50 x 66, 50 x 69, 50 x 70, 54 x 75, 59 x 75, 60 x 80, 64 x 81, 70 x 90, 74 x 94, 75 x 100, 80 x 100, 80 x 105, 84 x 105, 90 x 120 und 100 x 130 cm (Breite x Höhe). Das Original ist etwa 76 cm breit und 100 cm hoch, daher kommt unser Format 75 x 100 cm seiner Größe sehr nahe, und 50 x 66, 80 x 105 und 100 x 130 cm bewahren sein hochformatiges Verhältnis sehr genau. So viel Gelb wirkt am besten an einer weißen, cremefarbenen oder hellgrauen Wand, wo das Ölgemälde zur Geltung kommt, und passt gut zu Naturholz. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer sollte etwa zwei Drittel der Breite des Möbels darunter einnehmen.
Hängen Sie es so auf, dass die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden liegt. Über Sofa, Bett oder Kommode lassen Sie 20 bis 30 cm zwischen Möbel und Unterkante frei.
Was, wenn ich ein Sonderformat oder einen Rahmen brauche?
Passt keines der 16 Formate zu Ihrer Wand, malen wir es nach Maß, in jeder Breite und Höhe. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Das Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist unser separater Service der Raumplatzierung. Eine goldene Leiste vertieft die warmen Gelbtöne des Straußes, eine weiße Leiste oder eine aus hellem Holz hält die ganze Leinwand hell.
Wie laufen Lieferung und Gewährleistung ab?
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe. Für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Weitere Van Gogh Gemälde finden Sie unter allen unseren Gemälden von Vincent van Gogh, mehr über den Maler in unserem Beitrag über Vincent van Gogh. Sind Sie sich beim Format eines Geschenks unsicher, gibt es einen Geschenkgutschein, mit dem die beschenkte Person selbst wählt.
Häufige Fragen
Wo befinden sich die Tokioter Sonnenblumen heute?
Im Sompo Museum of Art in Tokio. Das Museum nennt Öl auf Leinwand, 1888. Die englische Wikipedia führt es als F 457 mit 100 x 76 cm. Es ist eine der drei Wiederholungen, die Van Gogh nach seinen Sonnenblumen vom August 1888 malte.
Wann malte Van Gogh die Tokioter Sonnenblumen?
In Arles, um die Jahreswende 1888/1889. Das Sompo Museum of Art schreibt, sie müssten zwischen Ende November und Anfang Dezember 1888 entstanden sein. Die deutsche Wikipedia datiert sie auf Januar 1889. Beide sind sich einig, dass sie nach der Londoner Leinwand vom August 1888 entstanden und dass Van Gogh sie in Arles malte.
Sind die Tokioter Sonnenblumen eine Kopie des Londoner Gemäldes?
Sie sind Van Goghs eigene Wiederholung, keine Kopie von fremder Hand. Laut Sompo Museum of Art stimmen Grundfarbe und Komposition mit der Londoner Leinwand überein, Pinselstriche und Farbtöne aber sind leicht verschieden, was darauf hindeute, dass er mit neuen Überlegungen malte und keine bloße Kopie wollte. Die englische Wikipedia nennt sie eine Replik der vierten, gelben Fassung.
Für wie viel wurden die Tokioter Sonnenblumen 1987 versteigert?
Laut deutscher Wikipedia für 24,75 Millionen Pfund, damals ein Rekordpreis; die englische Wikipedia nennt umgerechnet 39.921.750 US-Dollar, mehr als das Dreifache des vorherigen Rekords. Yasuo Gotō von der Versicherungsgesellschaft Yasuda ersteigerte die Leinwand am 30. März 1987 bei Christie’s in London.
Ist die Leinwand der Tokioter Sonnenblumen im ursprünglichen Zustand?
Nein. Die englische Wikipedia schreibt, die Tokioter Leinwand sei später auf allen Seiten mit Leinwandstreifen vergrößert worden, vermutlich von ihrem späteren Besitzer, dem Maler Émile Schuffenecker, der sie 1894 kaufte. Die Amsterdamer Wiederholung erhielt dagegen oben eine Holzleiste, wahrscheinlich von Van Gogh selbst.
Wie viele Sonnenblumen-Stillleben malte Van Gogh in Arles?
Sieben, laut Wikipedia: vier im August 1888, mit drei, fünf, zwölf und fünfzehn Blüten, und drei Wiederholungen. Die Leinwand mit fünf Blüten wurde 1945 in Japan zerstört. Zwei der Wiederholungen folgen der Londoner Komposition mit fünfzehn Blüten, eine in Amsterdam und diese in Tokio, die dritte der Münchner Leinwand mit zwölf Blüten.
Welches Format der Sonnenblumen (Tokioter Fassung) passt ins Wohnzimmer?
Über dem Sofa wählen Sie 90 x 120 oder 100 x 130 cm, damit das Kunstgemälde einen guten Teil des Sofas einnimmt und die fünfzehn Köpfe auch vom anderen Ende des Raums klar zu erkennen sind. Über einem Sideboard oder an einer schmaleren Wand genügt 70 x 90 oder 75 x 100 cm; 75 x 100 cm kommt der Größe des Originals sehr nahe.
Haben Ihre Sonnenblumen (Tokioter Fassung) die erhabenen Pinselstriche des Originals?
Ja. Wir malen unsere fünfzehn Sonnenblumen in Impasto: Die Farbe wird dick aufgetragen, sodass die Pinselstriche über der Leinwand stehen wie auf Van Goghs Original. Am besten sieht man das in den kuppelförmigen Köpfen aus kurzen Tupfen, in den flammenartigen Blütenblättern und in den gebogenen Strichen auf der Vase, wo das Relief das Licht von der Seite fängt.
- Motiv: fünfzehn frische und verwelkte Sonnenblumen in einer schlichten runden Vase auf einem Tisch vor einer gelben Wand.
- Original: 1888, Arles, Öl auf Leinwand, etwa 100 x 76 cm, F 457, Sompo Museum of Art, Tokio.
- Unsere Fassung: handgemalt in Öl auf Leinwand, in 16 Formaten von 40 x 50 bis 100 x 130 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: jedes Gemälde entsteht auf Bestellung, rechnen Sie mit 15 bis 45 Tagen, und mit unserer 3D-Anwendung probieren Sie vorher jeden Rahmen an diesem Motiv aus.









































