Beschreibung
Madame Hanka Zborowska ist eine Leinwand, die das Kunstmuseum São Paulo unter der Inventarnummer MASP.00152 verwahrt und auf um 1918 datiert. Das Modell sitzt in dunklem Kleid, die Hände im Schoß, den Kopf zur Seite geneigt. Das Museum hat das Modell inzwischen neu bestimmt und führt das Werk heute unter einem anderen Namen; davon handelt der Abschnitt weiter unten. Bei uns entsteht daraus eine handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, auf Bestellung, in acht Größen oder nach Ihrem Maß; vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand.
| Titel: | Madame Hanka Zborowska |
| Weitere Titel: | Lunia Czechowska (der Titel, unter dem das MASP das Werk heute führt) |
| Maler: | Amedeo Modigliani (1884–1920) |
| Entstehungsjahr: | um 1918 (der Eintrag des MASP nennt „circa 1918“) |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 54 × 81 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus, École de Paris |
| Standort: | Kunstmuseum São Paulo (MASP) (inv. MASP.00152) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Madame Hanka Zborowska – Amedeo Modigliani
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Eine weibliche Figur bis zu den Hüften, sitzend, leicht gewendet. Das Gesicht ist ein langes Oval mit schmalem Kinn; die Nase gerade und lang, der Mund klein und dunkelrot. Der Hals ist auf Modiglianis Art verlängert, der Kopf nach links geneigt, so dass die Achse des Körpers und die des Kopfes nicht parallel laufen – diese Neigung ist es, woran die späten Porträts Modiglianis auf den ersten Blick zu erkennen sind. Das Haar ist dunkel und hochgesteckt. Das Kleid ist dunkel und bis zum Hals geschlossen, die Hände liegen ruhig im Schoß. Der Grund ist in zwei senkrechte Flächen verschiedener Tiefe geteilt, ohne Gegenstände.
⚠️ Wen zeigt das Gemälde wirklich?
Hier müssen wir genau sein, denn der Eintrag hat sich geändert. Diese Leinwand kam unter dem Namen Madame Zborowski in die Sammlung des MASP, also als Porträt der Frau des Händlers Léopold Zborowski, und unter diesem Namen kennt sie auch der Markt seit Jahrzehnten – daher stammt der Titel, den sie bei uns trägt. Das Museum hält in seinem kuratorischen Text jedoch fest, es sei später erwiesen worden, dass das Modell nicht Zborowskis Frau war, sondern seine Freundin Lunia Czechowska, die Modigliani mehrfach gemalt hat; beide gehörten zu dem Kreis, den wir heute École de Paris nennen. Das MASP führt das Werk heute unter dem Titel Lunia Czechowska. Den Titel unserer Seite haben wir nicht geändert – Käufer und Kataloge kennen sie unter dem alten Namen –, den Namen des Museums finden Sie in der Tabelle oben und in diesem Absatz. Was sich nicht geändert hat: Inventarnummer, Maße und Sammlung sind dieselben und bestätigt.
Der Eintrag zum Original und der Weg nach São Paulo
Das Original ist Öl auf Leinwand; das MASP misst es mit 81 × 53,5 × 2,5 cm – Höhe, Breite und Tiefe des Keilrahmens – und datiert es circa 1918. ⚠️ Unsere Seite nannte zuvor die blanke Jahreszahl 1918; da das Museum die Datierung mit einem Vorbehalt versieht, tun wir es jetzt ebenso. Wie die Leinwand nach Brasilien kam, steht im Eintrag: als Schenkung von Raul Crespi im Jahr 1952. Das Museum sagt dazu noch etwas, das die ganze Gruppe einordnet: das MASP besitzt sechs Gemälde Modiglianis, alle zwischen 1915 und 1919 entstanden, und alle kamen zwischen 1950 und 1952 in die Sammlung. Das Werk hat außerdem einen eigenen Datensatz bei Wikidata, der die alte Bestimmung des Modells noch trägt.
Das Motiv im Werk des Malers
Trifft die Bestimmung des Museums zu, dann stehen auf unserem Regal drei Leinwände mit derselben Frau: neben dieser noch Bildnis Lunia Czechowska und Porträt der Lunia Czechowska mit weißer Bluse. Der Vergleich lohnt gerade deshalb, weil Modigliani sie nicht als Serie malte: das Gesicht ist jedes Mal anders geneigt und anders beleuchtet. Der Händler, dessen Frau die Leinwand ursprünglich zeigen sollte, ist auf dem Regal mit seinem eigenen Porträt vertreten, Bildnis Léopold Zborowski, ebenfalls aus der Sammlung des MASP. Die ganze Auswahl steht in der Galerie von Amedeo Modigliani, und über den Maler haben wir einen längeren Artikel geschrieben.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Es malt ein Maler, mit dem Pinsel, in Öl auf Leinwand, auf Ihre Bestellung. Jedes Kunstgemälde braucht einige Wochen, und jedes Exemplar fällt etwas anders aus; das ist keine Abweichung, sondern die Folge davon, dass ein Mensch malt und keine Maschine. Bei diesem Motiv kommt es auf die Neigung des Kopfes an: ist sie zu gering, wird das Porträt gewöhnlich, ist sie zu stark, wird sie zur Manier. Der Maler legt deshalb zuerst die Achse des Halses an und zeichnet erst danach das Gesicht. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme der fertigen Leinwand und geben sie frei. Es ist niemals ein Druck.
Welche Größe für welche Wand?
Für dieses Motiv empfehlen wir 60 × 90 cm. Die Leinwand ist hochformatig und schmal und wirkt deshalb gut an einer schmalen Wand, neben einer Tür oder zwischen zwei Fenstern – dort, wo breitere Motive keinen Platz finden. Fürs Schlafzimmer genügt 50 × 70 cm. Für eine Hauptwand ist 70 × 100 cm eine ruhige Wahl, weil Grund und Kleid dunkel sind und nicht nach vorn drängen. Wünschen Sie ein postimpressionistisches Gemälde in einem Maß, das nicht in der Liste steht, fertigen wir es nach Wunsch.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Kunstmuseum São Paulo (MASP), Inventarnummer MASP.00152, als Schenkung von Raul Crespi aus dem Jahr 1952.
Warum weicht unser Titel vom Titel des Museums ab?
Weil der Markt das Werk unter dem alten Namen kennt und Käufer danach suchen. Den Titel des Museums, Lunia Czechowska, nennen wir in der Tabelle und im Text, so dass beide Namen auf der Seite stehen.
Wie genau folgt unsere Leinwand den Proportionen des Originals?
Das Original misst 54 × 81 cm. Am nächsten kommt unser Maß 40 x 60 cm: das Verhältnis ist dasselbe, nur die Leinwand ist anders groß.
- Motiv: sitzende Frau in dunklem Kleid, der Kopf nach links geneigt, die Hände im Schoß, ein Grund aus zwei senkrechten Flächen
- Original: 54 × 81 cm, Öl auf Leinwand, um 1918, Kunstmuseum São Paulo, Inv. MASP.00152
- Unsere Fassung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße oder nach Maß, mit einer Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand
- Wissenswert: das Museum hat das Modell neu bestimmt – nach seinem Eintrag ist es nicht Zborowskis Frau, sondern Lunia Czechowska
Die Augen auf dieser Leinwand sind ohne Pupillen gemalt. Wir haben alle 76 Werke Modiglianis auf diesem Regal gezählt: 53 sind so, 17 nicht – Werk für Werk.









































