Beschreibung
Sitzender Akt auf einem Diwan ist ein Öl auf Leinwand, das Amedeo Modigliani 1917 malte; in der Literatur ist es auch als La Belle Romaine, die schöne Römerin, geführt, und das Original ist in Privatbesitz. Dargestellt ist eine junge Frau, die nackt auf einem Diwan sitzt, den Körper leicht gewendet, die Arme am Körper. Unser Kunstgemälde ist eine handgemalte Kopie dieses Werks: Ein akademischer Maler führt es in Ölfarben auf Baumwollleinwand aus, in acht Größen von 40 × 60 cm bis 120 × 180 cm oder in Ihrem eigenen Maß, und vor dem Versand fotografieren wir es und schicken Ihnen die Aufnahme zur Freigabe.
| Titel: | Sitzender Akt auf einem Diwan |
| Weitere Titel: | La Belle Romaine · Nu assis sur un divan · Nudo seduto su un divano |
| Maler: | Amedeo Modigliani (1884–1920) |
| Entstehungsjahr: | 1917 |
| Originalgröße (Höhe × Breite): | 100 × 65 cm (die Quellen nennen Breiten zwischen 60 und 65 cm) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Moderne Kunst, École de Paris |
| Standort: | Privatbesitz – Eintrag zum Werk (ohne Inventarnummer) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen von 40 × 60 cm bis 120 × 180 cm, auf Wunsch nach Maß |
Sitzender Akt auf einem Diwan – Amedeo Modigliani
Wer ist dargestellt?
Die Quellen nennen das Modell nicht. Der Beiname die schöne Römerin kam später auf und beschreibt einen Typ, keine Person: Es gibt keinen Beleg, dass die Frau aus Rom stammte oder von Zeitgenossen so genannt wurde. Für die Akte von 1917 engagierte Modigliani Berufsmodelle und junge Frauen aus der Nachbarschaft, deren Namen er nicht festhielt. Wir wissen aber, wer die Reihe ermöglichte: der polnische Händler Léopold Zborowski, der dem Maler Atelier, Modelle und Farben bezahlte. Wo kein Name steht, erfinden wir keinen; den Beinamen führen wir als Beinamen und nicht als Angabe zur Person.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Die Frau sitzt nackt auf einem Diwan, der Körper leicht gewendet, der Kopf geneigt, sodass der Hals jene lange Kurve beschreibt, an der man Modigliani erkennt. Die Arme ruhen am Körper und verdecken nichts; die Haltung ist weder herausfordernd noch scheu, sondern gelöst, wie sie entsteht, wenn ein Modell lange sitzt. Die Haut ist in warmen Ocker- und Rosatönen gemalt, die Kontur in einer einzigen ruhigen Linie gezogen, ohne harte Schatten. Die Augen sind dunkle Flächen ohne Pupillen, was dem Blick die Richtung nimmt und dem Gesicht jeden erklärenden Ausdruck. Der Grund ist eine geschlossene, dunklere Fläche, die den Körper nach vorn schiebt und ihm den Raum ringsum nimmt. Die Leinwand ist hochkant und schmal, deshalb sitzt die Gestalt eng darin, und das gibt der Szene ihre Nähe.
Warum ist dieses Werk wichtig?
Weil es zur Reihe der Akte von 1917 gehört, die Modigliani den einzigen Skandal seines Lebens und später die höchsten Preise einbrachte. Als die Galeristin Berthe Weill diese Akte im Schaufenster ihrer Galerie zeigte, schloss die Polizei die Ausstellung noch am selben Tag. Hinter der Form steht seine Zeit als Plastiker, hinter der Farbe ein postimpressionistisches Gemälde Cézannescher Art, in dem ein Körper aus Flächen gebaut ist und nicht aus Einzelheiten. In Paris gehörte Modigliani zu jenem Kreis zugewanderter Maler, den wir heute École de Paris nennen; dort war der Akt eine Arbeitsaufgabe und keine Provokation. Gerade dieses Werk wurde später zu einem der teuersten: Am 2. November 2010 wurde es bei Sotheby’s in New York für 68,9 Millionen Dollar verkauft, damals ein Rekord für eine Arbeit Modiglianis; elf Jahre zuvor hatte es beim selben Haus 16,7 Millionen erzielt.
Was bedeutet das Werk?
Es bedeutet einen Körper, gemalt ohne Geschichte und ohne Entschuldigung. Kein mythologischer Titel, keine Szene, kein Gegenstand, der sagen würde, wer die Frau ist und warum sie dort sitzt. Es bleiben Person, Farbe und Haltung. Gerade diese fehlende Erklärung hat das Publikum damals stärker beunruhigt als die Nacktheit selbst, und heute wirkt das Werk dadurch überraschend gegenwärtig. Modigliani beschönigt den Körper nicht und stellt ihn nicht aus; die lange Linie der Kontur bindet ihn zu einem Ganzen, das einer Plastik näher steht als einer Szene. Wenn Sie einen Gedanken mitnehmen wollen: Ruhe kann unmittelbarer sein als eine Geste.
Ist das dasselbe Werk wie Nu couché?
Nein. Nu couché ist eine andere, größere Leinwand; auch sie hat eine Auktionsgeschichte, aber eine eigene und spätere. Dieses Werk ist hochformatig, und das Modell sitzt darauf. Da wir mehrere Akte aus denselben Jahren führen, ist die Verwechslung naheliegend: Sehen Sie Roter Akt, Akt auf einem blauen Kissen, Akt mit offenem Haar und Liegender Akt III. Die vollständige Auswahl finden Sie in der Galerie Amedeo Modigliani, über den Maler haben wir einen längeren Beitrag geschrieben; das Werk ist auch im Werkverzeichnis erfasst.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Das Werk wird von einem akademischen Maler in Ölfarben auf Baumwollleinwand ausgeführt, die wir auf einen Keilrahmen aus Holz spannen. Es ist kein Druck und keine maschinelle Reproduktion: Jeder Strich wird von Hand gesetzt, und deshalb weicht Ihre Leinwand in Pinselführung und Farbauftrag immer ein wenig von unserer Vorlage ab. Der Maler beginnt beim dunklen Grund, denn er entscheidet, wie warm die Haut wirkt, und zieht erst danach die Kontur des Körpers und die lange Halslinie, die bei diesem Motiv das Schwierigste ist. Ist die Farbe trocken, fotografieren wir das Werk und schicken Ihnen die Aufnahme zur Freigabe; erst wenn Sie zustimmen, geht es weiter. Stört Sie etwas, bessert der Maler nach, bevor die Arbeit die Werkstatt verlässt.
Welche Größe für welche Wand?
Für die meisten Wohnungen ist 65 × 100 cm die richtige Wahl; bei diesem Maß liegt die Gestalt nahe am natürlichen Verhältnis und das Werk ist fast so groß wie das Original. Die kleinen 40 × 60 cm und 50 × 80 cm gehören in ein kleineres Schlafzimmer, an eine schmale Wand zwischen Türen oder über eine Kommode. Die mittleren 70 × 110 cm und 80 × 120 cm sind für eine Wand gedacht, die Sie aus zwei bis drei Metern sehen. Die großen 90 × 140 cm, 100 × 150 cm und 120 × 180 cm verlangen eine leere Wand und Abstand; bei diesen Maßen ist die Gestalt größer als natürlich und das Werk übernimmt den Raum, was bei einem Akt eine bewusste Entscheidung ist. Das Format ist hochkant und schmal, es wirkt also dort, wo die Wand höher als breiter ist. Das Motiv ist offen, deshalb zählt die Wahl des Raums mehr als die Wahl der Größe.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Verlangt Ihre Wand ein Maß, das nicht in der Liste steht, fertigen wir es an. Nennen Sie Höhe und Breite in Zentimetern; wir prüfen, ob das Verhältnis den Ausschnitt des Originals trägt, und sagen Ihnen, was sich bei Ihrem Maß an den Rändern ändert – bei diesem engen Hochformat zeigt sich das zuerst über dem Kopf und unter den Knien. Sie können außerdem wählen, ob wir das Werk gespannt auf einem Keilrahmen oder gerollt im Versandrohr schicken: gespannt ist es sofort aufhängbar, gerollt günstiger im Versand und praktischer, wenn Sie es beim Rahmenmacher spannen lassen. Dieses Werk bieten wir ohne Rahmen an, den Rahmen wählen Sie also selbst. Bei der Platzierung helfen wir mit einer Visualisierung, in der wir das Werk vor dem Kauf in die Aufnahme Ihrer Wand setzen. Suchen Sie ein Werk, das wir nicht führen, sehen Sie sich die Gemälde nach Wunsch an.
Lieferung und Garantie
Nach Deutschland und Österreich liefern wir bis an die Haustür, und das Werk reist geschützt, mit der Leinwand getrennt von der Außenwand der Verpackung. Die Fertigungszeit hängt von der Größe und der Auslastung der Werkstatt ab; eine Einschätzung nennen wir bei der Bestellung und melden uns, wenn sie sich ändert. Wir haften für Ausführung und Material: Kommt das Werk beschädigt an oder entspricht es nicht der freigegebenen Aufnahme, bessern wir nach oder malen auf unsere Kosten neu. Da Sie es vor dem Versand auf der Aufnahme sehen, klärt sich das meiste vorher.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In Privatbesitz. Da das Werk nicht in einem öffentlichen Museum hängt, hat es keine Inventarnummer, und wir nennen auch keine.
Wer war die dargestellte Frau?
Die Quellen nennen sie nicht. Der Beiname die schöne Römerin beschreibt einen Typ und ist keine Angabe zur Person.
Ist La Belle Romaine dasselbe Werk?
Ja. Das ist der eingebürgerte Beiname derselben Leinwand; französisch wird sie als Nu assis sur un divan geführt.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von einem Maler in Öl von Hand gemalt. Wir drucken nichts.
Welche Größe soll ich wählen?
Wenn Sie sich nicht entscheiden können, nehmen Sie 65 × 100 cm, dem Original am nächsten. Für ein kleineres Zimmer 50 × 80 cm, für eine große Wand 90 × 140 cm.
Bekomme ich ein Maß, das nicht aufgeführt ist?
Ja. Nennen Sie Höhe und Breite in Zentimetern, wir fertigen nach Maß; vorher sagen wir Ihnen, wie sich das Maß auf den Ausschnitt auswirkt.
Wie wird geliefert?
Auf einen Keilrahmen gespannt und aufhängefertig oder gerollt im Versandrohr, ganz wie Sie wählen. Beides reist in schützender Verpackung.
Worum geht es in einem Satz?
Darum, dass ein Körper keine Geschichte braucht, um eine Leinwand zu verdienen.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Das Original verkaufen und bewerten wir nicht. Es ist in Privatbesitz; der letzte bekannte öffentliche Verkauf war 2010.
Wie hoch sollte ich es aufhängen?
Setzen Sie die Mitte etwa 145 cm über den Boden. Beim schmalen Hochformat hängt man besser eine Spur tiefer, als es auf den ersten Blick scheint.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, doch das Motiv ist offen, deshalb sollten Sie wissen, wo es hängen wird. Im Schlafzimmer wirkt es selbstverständlich, im Wohnzimmer ist es eine Entscheidung.
- Motiv: nackte junge Frau, auf einem Diwan sitzend, Körper leicht gewendet, langer geneigter Hals, Augen ohne Pupillen
- Original: Öl auf Leinwand, 1917, Höhe 100 cm; die Breite wird in den Quellen zwischen 60 und 65 cm angegeben; Privatbesitz
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen von 40 × 60 bis 120 × 180 cm, auf Wunsch nach Maß, mit Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand
- Wissenswert: 2010 wurde es für 68,9 Millionen Dollar verkauft und war damit das teuerste Werk Modiglianis – elf Jahre zuvor hatte es beim selben Haus 16,7 Millionen erzielt









































