Beschreibung
Der heilige Hieronymus beim Schreiben, ein um 1605–1606 entstandenes Querformat Caravaggios, zeigt den greisen, kahlen Heiligen mit weißem Bart, in einen roten Mantel gehüllt: Er liest in einem dicken Buch und hält mit der rechten Hand über den Tisch hinweg die Feder über ein zweites aufgeschlagenes Buch, links liegt ein Totenschädel auf den Büchern. Das Original, Öl auf Leinwand, ist 116 cm hoch und 153 cm breit und gehört der Galleria Borghese in Rom. Wir malen es Ihnen von Hand in Öl auf Leinwand nach, in 8 Querformaten von 50 x 39 bis 190 x 145 cm oder nach Maß, und vor dem Versand bekommen Sie ein Foto des fertigen Gemäldes.
| Titel: | Der heilige Hieronymus beim Schreiben |
| Weitere Titel: | San Girolamo scrivente · Saint Jerome Writing |
| Maler: | Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571–1610) |
| Entstehungsjahr: | um 1605–1606 |
| Originalgröße: | 116 cm x 153 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Barock, Tenebrismus |
| Standort: | Galleria Borghese, Rom (Inv.-Nr. 056) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Der heilige Hieronymus beim Schreiben – Caravaggio
Was ist auf dem Gemälde zu sehen?
Die Szene ist schlicht und still. Am Tisch sitzt ein alter Mann mit kahlem Kopf und langem weißem Bart, über seinem Kopf schimmert kaum sichtbar ein feiner Heiligenschein. Er ist in einen roten Mantel gehüllt, die Schultern bleiben nackt.
Sein Blick ruht auf einem großen Buch vor ihm, während er den rechten Arm über den ganzen Tisch streckt und die Feder über ein zweites, offenes Buch hält. Am linken Tischende liegt auf einem Stapel Bücher ein Totenschädel, über die Tischkante hängt ein weißes Tuch herab.
Der Hintergrund ist dunkel und leer. Aus dem Dunkel treten nur Kopf, Arm, Bücher, Tuch und Schädel hell hervor, und so wandert das Auge in einer waagrechten Linie vom kahlen Scheitel des Heiligen bis zum Schädel am anderen Ende.
Wer war Hieronymus, und was bedeutet der Schädel?
Hieronymus zählt zu den Kirchenlehrern. Verehrt wird er vor allem, weil er die Heilige Schrift ins Lateinische übersetzte; diese Übersetzung heißt Vulgata. Deshalb zeigt Caravaggio ihn zwischen Büchern, die Feder in der Hand, mitten in der Arbeit.
Der Schädel neben den Büchern erinnert an die Vergänglichkeit. Die Galleria Borghese beschreibt das Gemälde als Zwiegespräch zweier Farbfelder: eines warmen aus der Haut des Heiligen und dem roten Mantel und eines kalten aus Schädel und weißem Tuch neben dem offenen Buch. Leben und Tod sitzen so am selben Tisch.
Traurig wirkt die Szene trotzdem nicht. Der Alte schaut nicht auf den Schädel, er liest und schreibt, ganz in seine Arbeit vertieft, und gerade diese ruhige Sammlung hält den Betrachter fest.
Warum wird dieses Werk so geschätzt?
Caravaggio malte nach lebenden Modellen, und das merkt man hier an jeder Stelle: an den Falten der Stirn, am hageren Arm, an der gealterten Haut der Schulter. Der Heilige ist nicht geschönt, sondern ein alter Mensch, dem man auf der Straße begegnen könnte.
Die Komposition ist auffallend breit und einfach. Kopf, ausgestreckter Arm und Schädel liegen fast auf einer Höhe, und die dunkle Leere ringsum hebt sie noch stärker hervor. Diesen harten Gegensatz von Licht und Dunkel nennt man Tenebrismus.
Manche Kritiker halten das Gemälde für unvollendet, weil einige Details sehr rasch gemalt sind. Gerade dieser schnelle Pinselzug gibt ihm eine Unmittelbarkeit, die man aus der Nähe gern betrachtet. Ausführlicher berichtet der englischsprachige Wikipedia-Artikel.
Wo hängt das Original, und woher kommt es?
Das Original besitzt die Galleria Borghese in Rom (Inv.-Nr. 056); es hängt dort in Saal 8, dem Silenus-Saal. Das Museum datiert es um 1606, der Kunsthistoriker Denis Mahon schlug dagegen 1602–1604 vor.
Nach dem Biografen Giovanni Pietro Bellori aus dem 17. Jahrhundert entstand es für Kardinal Scipione Borghese, einen großen Bewunderer Caravaggios.
Von 1700 bis 1893 führten die Borghese-Inventare das Gemälde als Werk des Spaniers Jusepe de Ribera. 1902 erwarb es der italienische Staat zusammen mit der gesamten Sammlung Borghese.
Der heilige Hieronymus oder ein anderer Caravaggio?
Dies ist ein Kunstgemälde für Räume, in denen gelesen, geschrieben oder gearbeitet wird: Arbeitszimmer, Hausbibliothek, Büro oder ein Flur mit Bücherregalen. Das Thema ist ernst, aber ohne Gewalt und ohne Dramatik.
Wenn Sie eine Szene am Tisch anspricht, sehen Sie sich auch Das Abendmahl in Emmaus an, das ebenfalls an einem Tisch spielt, oder Die Berufung des heiligen Matthäus mit den Männern über ihren Münzen. Für eine leisere, persönlichere Szene gibt es Die reuige Magdalena, für eine hohe Wand das Hochformat Die Grablegung Christi.
Jedes Caravaggio Gemälde aus unserem Angebot finden Sie gesammelt auf der Seite Caravaggio. Hieronymus ist darunter das konzentrierteste und fügt sich am leichtesten in einen Raum, in dem Ruhe gewünscht ist.
Wie malt unser Maler Ihren Hieronymus?
Das Gemälde entsteht erst nach Ihrer Bestellung, Schicht für Schicht in Öl auf Leinwand. Zuerst legt der Maler den dunklen Grund an und verteilt grob die hellen Flächen: Kopf, Arm, Bücher, Tuch und Schädel. So stimmt das Verhältnis von Licht und Dunkel vom ersten Tag an.
Dann folgt die Haut, die warm und lebendig wirken muss, mit den Stirnfalten und den Knochen der Schulter darunter. Danach kommen der rote Mantel mit seinen tiefen Falten, die Buchseiten, das weiße Tuch und der kühle, knochengraue Schädel, ganz zum Schluss der feine Heiligenschein und die Feder zwischen den Fingern.
Die handgemalte Reproduktion trägt sichtbare Pinselzüge und Farbe in mehreren Schichten, was ein Druck nicht leisten kann. Ein solches Ölgemälde verändert sich mit dem Licht im Raum: Unter der Abendlampe glüht der rote Mantel anders als bei Tageslicht.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: für eine kleinere Wand oder über einem Regal 50 x 39 oder 65 x 49 cm, über Schreibtisch oder Kommode 74 x 55 oder 92 x 73 cm, über Sofa oder Bett 104 x 81 oder 130 x 102 cm und für eine große freie Wand 170 x 125 oder 190 x 145 cm.
Es gibt 8 Querformate (Breite x Höhe): 50 x 39, 65 x 49, 74 x 55, 92 x 73, 104 x 81, 130 x 102, 170 x 125 und 190 x 145 cm. Keines entspricht dem Original mit 153 x 116 cm. Am nächsten liegen 130 x 102 cm, 23 cm schmaler und 14 cm niedriger, und 170 x 125 cm, 17 cm breiter und 9 cm höher.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer über einem etwa zwei Meter breiten Sofa bewährt sich 130 x 102 cm, weil das Querformat der Rückenlehne folgt. Über dem Schreibtisch hängen Sie es so, dass die Unterkante 20 bis 30 cm über der Platte liegt; dann sind Arm und Schädel im Sitzen auf Augenhöhe.
Kann ich ein anderes Maß oder einen Rahmen bestellen?
Ja. Das Original hat ein Seitenverhältnis von etwa 4 : 3, daher übertragen wir es auch auf Maße außerhalb der Liste, ohne dass Schädel oder Kopf des Heiligen zu nah an den Rand rücken. Nennen Sie uns Breite und Höhe, und Sie erhalten Preis und Liefertermin.
Wir liefern gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Das Spannen und Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, die auf diese Weise jedes Gemälde auf Leinwand reisefertig macht. Den Rahmen suchen Sie in unserer 3D-Anwendung aus, die allein der Rahmenwahl dient; eine Ansicht an Ihrer eigenen Wand ist eine gesonderte Leistung.
Zum roten Mantel passt dunkles Holz mit schmaler Goldkante, zum ruhigen dunklen Grund ein schlichter schwarzer Rahmen, der das Gemälde fasst und zusammenhält.
Wann und wie kommt das Gemälde an?
Mit Ihrem Hieronymus beginnen wir, sobald die Bestellung da ist; fertig ist er nach 15 bis 45 Werktagen. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des vollendeten Gemäldes und bessern auf Wunsch noch nach. Zoll fällt weder in Slowenien noch sonst in der EU an, auch nicht für Deutschland und Österreich, und es gilt unsere Rückgaberegelung.
Das Gemälde ist ein durchdachtes Geschenk für jemanden, der viel liest, schreibt, übersetzt oder unterrichtet. Wenn Sie nicht wissen, welches Format passt, schenken Sie lieber einen Geschenkgutschein und lassen den Beschenkten selbst wählen.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In Rom, in Saal 8 der Galleria Borghese.
Was tut der Heilige auf dem Gemälde?
Er liest in einem großen Buch und hält mit ausgestrecktem rechtem Arm die Feder über ein zweites offenes Buch.
Bekomme ich einen Druck?
Nein, Sie bekommen eine handgemalte Kopie in Öl auf Leinwand, die unser Maler eigens für Sie ausführt.
Welche Maße hat das Original?
116 cm Höhe und 153 cm Breite; am nächsten kommen unsere Formate 130 x 102 und 170 x 125 cm.
Welches Format passt über das Sofa?
Über ein etwa 200 cm breites Sofa wählen Sie 130 x 102 oder 170 x 125 cm.
Eignet es sich fürs Büro oder die Bibliothek?
Sehr gut, denn es zeigt einen Menschen, der ins Lesen und Schreiben vertieft ist, und kommt ohne jede Gewalt aus.
Was bedeutet der Schädel auf dem Tisch?
Er erinnert an Tod und Vergänglichkeit, während der Heilige neben ihm ruhig weiterarbeitet.
Wie lange dauert die Anfertigung?
15 bis 45 Werktage; vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des Gemäldes.
- Motiv: der greise heilige Hieronymus im roten Mantel liest und schreibt am Tisch, links auf den Büchern liegt ein Schädel.
- Original: um 1605–1606, Öl auf Leinwand, 116 x 153 cm, Galleria Borghese, Rom (Inv.-Nr. 056).
- Unsere Fassung: von Hand in Öl auf Leinwand gemalt, in 8 Querformaten von 50 x 39 bis 190 x 145 cm oder nach Ihrem Maß.
- Gut zu wissen: fast zwei Jahrhunderte lang galt das Gemälde als Werk von Jusepe de Ribera.









































