Beschreibung
Badende auf dem Boden ausgestreckt zeigt eine nackte Frau, die nach dem Bad ausgestreckt auf weißen Tüchern liegt, den Kopf links und den Arm darüber gebogen; das Gesicht ist abgewandt und fast verdeckt, die Beine reichen weit nach rechts, und der Grund ist ein rot-grünes Muster. Als Kunstgemälde ist das eine sehr breite, niedrige Szene der Ruhe, ohne Blick zum Betrachter. Das Original ist ein Pastell auf Papier und befindet sich im Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer REC 50. Bei uns entsteht es als handgemalte Ölmalerei auf Leinwand, in Größen von 70 x 40 bis 180 x 100 cm oder nach Ihrem Maß, und Sie erhalten vor dem Versand ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Badende auf dem Boden ausgestreckt |
| Weitere Titel: | Baigneuse allongée sur le sol |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Motiv: | eine nackte Gestalt, ausgestreckt auf weißen Tüchern, gemusterter rot-grüner Grund |
| Originalgröße: | 48 cm x 87 cm |
| Originaltechnik: | Pastell auf Papier |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Musée d’Orsay, Paris (Inv.-Nr. REC 50) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalte Ölmalerei auf Leinwand, 8 Größen von 70 x 40 cm bis 180 x 100 cm, Sondermaße auf Anfrage |
Badende auf dem Boden ausgestreckt – Edgar Degas
Wer ist zu sehen?
Eine einzige Gestalt, ohne Namen. Degas schuf in späten Jahren eine Reihe von Arbeiten, auf denen Frauen sich waschen, abtrocknen oder nach dem Bad ausruhen, und nannte seine Modelle fast nie. Hier posiert die Frau nicht: sie liegt ausgestreckt, einen Arm über den Kopf gebogen, das Gesicht abgewandt und fast im Haar und im Kissen verborgen. Genau das ist der Kern der Szene – der Betrachter ist Beobachter, nicht Adressat.
Was ist auf der Leinwand?
Das Format ist außerordentlich breit und niedrig, fast doppelt so lang wie hoch, und die Gestalt füllt es über die ganze Länge. Der Körper liegt schräg, den Kopf am linken Rand, die Beine nach rechts reichend; darunter liegen weiße Tücher, die sich in schwere, weiche Falten legen. Der Grund ist dicht gemustert in Rot, Ziegelrot und Grün und wirkt wie ein Teppich oder ein überworfener Diwan. Oben links eine Wand mit Blumenmuster in Ocker und Rot, oben rechts eine dunkle Masse – ein Vorhang oder ein Möbelstück – und daneben helles Tuch. Die Farben sind warm und trocken; nirgends gibt es eine scharfe Kante. Unten links steht die Signatur.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil sie Degas in einer Technik zeigt, die ihm in späten Jahren mehr entsprach als Öl. Pastell wird trocken aufgetragen, in kurzen schraffierten Zügen, die nicht verschmelzen, und genau deshalb ist die Haut auf diesem Blatt nicht glatt, sondern aus unzähligen kleinen Strichen gefügt. Stellenweise scheint die Körnung des Papiers durch die Farbe. Eine solche Arbeit war nicht als großes Ausstellungsstück gedacht, sondern als Blatt, das man aus der Nähe ansieht – und gerade das macht sie für eine heutige Wand interessant, denn das Motiv ist ruhig und die Oberfläche lebendig.
Was bedeutet die Szene?
Ruhe ohne Erzählung. Es gibt kein Ereignis, keinen zweiten Menschen, keinen Blick zu uns. Als impressionistisches Gemälde ist sie daran zu erkennen, dass der Gegenstand ganz alltäglich ist und das Licht von der Seite kommt, weich und gleichmäßig. Impressionismus hieß bei Degas immer ein Körper in einer Haltung, die niemand für ein Porträt wählen würde; hier ist diese Haltung äußerst gelöst. Die Arbeit wirkt deshalb ruhig und nicht aufdringlich, obwohl die Gestalt nackt ist – der Ton ist beobachtend, nicht vorführend.
Das Motiv unter Degas’ Werken
Bad und Badende sind eines der großen späten Themen von Degas. In unserem Angebot stehen diesem Blatt am nächsten Nach dem Bad, vorgebeugte Gestalt und Nach dem Bad, wo derselbe Augenblick aufrecht und in schmalerem Format gezeigt ist, sowie Bauernmädchen beim Baden im Meer bei Abenddämmerung, wo das Baden ins Freie verlegt ist. Wer sehen möchte, wie Degas Pastell für Bühnenszenen und nicht für den Akt einsetzte, kann Ballett an der Pariser Oper im Art Institute of Chicago ansehen, während Das Kämmen des Haares in der Londoner National Gallery denselben Stoff in Öl ausgeführt zeigt.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Sie entsteht mit Pinsel und Ölfarben, nicht mit einem Drucker, und hier ist ein Unterschied, den man geradeheraus sagen muss: das Original ist nicht in Öl gemalt, sondern in Pastell auf Papier. Pastell ist trocken und körnig, Öl ist dichter und geschlossener, deshalb trägt der Maler die Farbe in kurzen, getrennten Zügen auf und lässt den Grund dazwischen stehen, um der Wirkung der trockenen Kreide nahezukommen. Am schwersten ist dabei, die Weichheit der Übergänge am Körper zu halten, ohne dass die Haut glatt wie Porzellan wird. Jede Reproduktion entsteht neu, und zwei Exemplare sind nie ganz gleich; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für diese Familie haben wir keine Fotos unserer fertigen Leinwände, weil die Arbeit seit Einführung unserer Atelieraufnahmen noch nicht gemalt wurde – deshalb zeigen und beschreiben wir hier keine Aufnahme. Das Foto Ihrer Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie nicht wissen, welche: 110 x 60 cm. Das Format ist sehr breit, deshalb braucht die Arbeit Wandlänge; über einem Bett, einem Sofa oder einer Kommode wirkt sie besser als an einer schmalen Wand. Die Maße 70 x 40 und 80 x 45 cm sind für einen kleineren Raum oder einen Flur; das Maß 87 x 47 cm entspricht so gut wie der Größe des Originals und ist für den gedacht, der genau das will; 100 x 55 und 110 x 60 cm sind die Maße über Kommode oder Bett und werden am häufigsten gewählt; 120 x 65 cm geht über das Sofa, wo ein Ölgemälde dieser Breite die Wand übernehmen darf. Die Maße 150 x 80 und 180 x 100 cm sind für eine lange, leere Wand, wo die Arbeit wirklich Luft bekommt und die Gestalt beinahe lebensgroß ist. Messen Sie das gewählte Maß lieber mit einem Papierzuschnitt an der Wand ab; bei einem so breiten Format verschätzt man sich meist in der Breite. Keine Größe liegt als fertiges Stück auf Lager: Wer hier ein Gemälde kaufen möchte, bestellt eine Arbeit, die erst danach entsteht.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keine der acht Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihren Maßen und behalten das Verhältnis der Szene bei, damit die Gestalt ihre Länge nicht verliert und die Tücher darunter ihren Platz behalten; das ist unser Gemälde nach Wunsch. Jedes Exemplar liefern wir auf einen hölzernen Keilrahmen gespannt und aufhängefertig. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: an diesem Motiv zeigt sie jedes Profil, das wir führen, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie die Arbeit an Ihrer eigenen Wand wirkt, haben wir dafür einen eigenen Dienst zur Einfügung in den Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie deshalb mit 15 bis 45 Tagen je nach gewählter Größe; bei den beiden größten Maßen liegt die Frist in der Regel am oberen Rand. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das gesamte Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, und den Weg des Malers beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Was geschieht in der Szene?
Eine Frau ruht nach dem Bad, ausgestreckt auf weißen Tüchern. Es gibt kein Ereignis und keinen zweiten Menschen.
Warum ist das Gesicht kaum zu sehen?
Weil es abgewandt und teils im Haar und im Kissen verborgen ist. Bei den späten Badenden wählte Degas oft genau diese Haltung.
Ist das Original ein Gemälde oder ein Pastell?
Ein Pastell auf Papier. Deshalb ist die Oberfläche trocken und körnig, und stellenweise scheint die Körnung des Papiers durch.
Ist unsere Fassung ein Pastell?
Nein. Bei uns ist es Öl auf Leinwand; Komposition, Farben und Verhältnisse folgen dem Original, die Oberfläche ist von Natur aus geschlossener.
Wo befindet sich das Original?
Im Musée d’Orsay in Paris, unter der Inventarnummer REC 50.
Warum nennen Sie keine Jahreszahl?
Weil sie im uns zugänglichen Eintrag nur auf das Jahrzehnt genau und mit einer Unsicherheitsspanne angegeben ist. Lieber nennen wir sie nicht, als sie zu einer festen Jahreszahl zu runden.
Wie groß ist das Original?
48 x 87 cm. Unser Maß 87 x 47 cm entspricht ihm so gut wie genau.
Ist das ein Druck?
Nein. Das ist eine von Hand mit Ölfarbe auf Leinwand gemalte Arbeit; die Pinselzüge sind sichtbar und fühlbar.
Welche Größe soll ich wählen?
Über Bett oder Sofa meist 110 x 60 cm, für einen kleineren Raum 87 x 47 cm. Die Größentabelle steht oben.
Bekomme ich ein Maß, das nicht gelistet ist?
Ja, wir malen nach Maß und behalten dabei das Verhältnis der Szene bei.
Eignet sich die Arbeit als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der ruhige, warme Szenen und den klassischen Akt mag. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit mit ein; wenn Sie die Wahl lieber der beschenkten Person überlassen, gibt es unseren Wertgutschein.
- Motiv: eine nackte Gestalt, ausgestreckt auf weißen Tüchern über rot-grün gemustertem Grund, das Gesicht abgewandt
- Original: Edgar Degas, Pastell auf Papier, 48 x 87 cm, Musée d’Orsay in Paris (REC 50)
- Unsere Ausführung: von Hand gemaltes Öl, acht Größen von 70 x 40 bis 180 x 100 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: das Maß 87 x 47 cm entspricht so gut wie dem Original – das einzige, bei dem die Gestalt so lang ist wie auf dem Blatt









































