Beschreibung
Blick auf Saint-Valéry-sur-Somme zeigt die kleine Stadt an der Sommemündung, von oben über die Dächer gesehen. Das obere Drittel nimmt ein blass rosagrauer Himmel ein. Links steht eine hohe dunkle Hauswand mit vergittertem Fenster, dahinter ragt ein Fabrikschornstein mit Rauch auf. In der Mitte reihen sich orangerote Ziegeldächer, dazwischen ein runder Turm mit spitzem Dach. Unten breiten sich Gärten, Hecken und ein schräg abfallender Hang aus, gesprenkelt mit Grün und Blaugrau. In der Szene ist kein einziger Mensch. Das Original ist in Öl auf Leinwand gemalt und wird vom Metropolitan Museum of Art in New York unter der Inventarnummer 1975.1.167 verwahrt. Bei uns entsteht es von Hand, in acht Größen von 50 x 40 bis 150 x 120 cm oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Blick auf Saint-Valéry-sur-Somme |
| Weitere Titel: | Vue de Saint-Valéry-sur-Somme, View of Saint-Valéry-sur-Somme |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | um 1896 |
| Maße des Originals: | 50,8 cm x 61 cm |
| Technik des Originals: | Öl, Leinwand |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Wo das Original hängt: | The Metropolitan Museum of Art, New York (Inv. 1975.1.167) |
| Unsere Ausführung: | handgemaltes Öl auf Leinen, 8 Größen von 50 x 40 cm bis 150 x 120 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Blick auf Saint-Valéry-sur-Somme – Edgar Degas
Wer ist in der Szene?
Niemand. Auf dieser Leinwand steht keine einzige menschliche Gestalt, was bei Degas, der sein Leben lang Menschen gemalt hat, ungewöhnlich ist. Statt Gestalten gibt es hier Dächer, Mauern, Bäume und Felder. Das einzige Zeichen, dass die Stadt bewohnt ist, sind der Rauch aus dem Fabrikschornstein links und das vergitterte Fenster in der dunklen Mauer unten links. Alles andere ist Ziegel, Putz und Laub. Die Szene ist also das Porträt eines Ortes und nicht das eines Menschen; wer eine Figurenszene sucht, findet hier keine.
Was ist auf der Leinwand?
Ein Blick aus der Höhe, wie ihn jemand hat, der über der Stadt steht. Das obere Drittel füllt ein wolkenloser, blass rosagrauer Himmel, der am rechten Rand zu einer geraden, meerähnlichen Horizontlinie absinkt. Darunter reihen sich Dächer: orangeroter Ziegel, dunkelviolette und graue Schrägen, dazwischen ein runder Turm mit spitzem Dach. Links erhebt sich eine hohe dunkle Hauswand und daneben ein Fabrikschornstein mit dünner Rauchspur. Die Mitte füllen Gärten und Hecken in Grün, Braun und Rötlich. Unten rechts fällt ein Hang schräg ab, gesprenkelt mit Grün und Blaugrau. Die Farben sind für Degas ungewöhnlich hell: Rosa, Ocker, Orange, schmutziges Grün, Pflaume.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil Degas fast sein ganzes Leben lang Menschen malte und Landschaft nur selten. Diese Arbeit entstand spät, als der Maler bereits schlecht sah, und sie ist aus dem Gedächtnis gemacht, nicht vor dem Motiv; deshalb fügen sich Häuser und Felder als Farbflächen und nicht als genau abgezeichnete Gegenstände. Der zweite Grund ist eine Abwesenheit, die man erst nach einer Weile bemerkt: auf der Fläche ist niemand. Der dritte ist der Schornstein. Auch hier, in einer kleinen Stadt an der Flussmündung, hat Degas die Industrie nicht weggelassen, sondern an den linken Rand gesetzt, wo man sie nicht übersehen kann.
Was bedeutet die Szene?
Ein Ort, von außen und von oben gesehen. Der Impressionismus war bei Degas keine Freilichtmalerei, sondern ein Ausschnitt, wie ihn das Auge von einem bestimmten Platz aus sieht, und dieser Platz liegt hier über der Stadt. Ein impressionistisches Gemälde dieser Art ist deshalb keine Ansichtskarte, sondern eine Aufzeichnung von Formen und Farben. Als Kunstgemälde wirkt es ruhig und warm, denn es enthält kein Ereignis, das Aufmerksamkeit fordert. Wer ein Gemälde kaufen möchte, das man jeden Tag ansehen kann, ohne dass es sich abnutzt, findet hier eines.
Das Motiv unter Degas’ Arbeiten
Landschaften sind bei Degas selten und fast alle spät. Landschaft am Meer gehört zur selben späten Gruppe und ist ebenfalls aus Farbflächen gefügt, Strandszene zeigt dieselbe Küste, aber mit Menschen, und Rom vom Tiberufer entstand fast vierzig Jahre früher und zeigt, wie anders der junge Degas vor dem Motiv arbeitete. Die Arbeit ist im Werkverzeichnis Degas unter MS 2560 verzeichnet; aus demselben Aufenthalt stammt auch Dorf Saint-Valéry-sur-Somme, MS 631.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, nicht mit einem Drucker. Das Original ist ein Ölgemälde auf Leinwand, also dieselbe Technik wie unsere. Bei diesem Motiv ist das Gleichgewicht der Farben das Schwerste. Der rosa Himmel und die orangen Dächer sind beide warm und können zu einem verschmelzen; deshalb malen wir den Himmel kühler und grauer, als er auf den ersten Blick wirkt, und lassen die Dächer am gesättigtsten. Das Grün in der Mitte bauen wir aus drei verschiedenen Grüntönen, sonst wird es eine Fläche. Die dunkle Mauer links ist die dunkelste Stelle und entsteht früh, damit wir daran ein Maß für alles andere haben. Der Rauch aus dem Schornstein ist der letzte Strich. Jede Reproduktion entsteht neu, und zwei sind einander nie ganz gleich, weil eine Hand denselben Strich nicht zweimal wiederholt; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für diese Arbeit haben wir keine Fotos unserer fertigen Leinwände, deshalb zeigen wir hier keine und beschreiben auch keine. Das Foto Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welches Maß für welche Wand?
Wenn Sie nicht wissen, welches: 61 x 51 cm. Dieses Maß ist bei dieser Arbeit fast genau das des Originals: das Original misst 50,8 x 61 cm, unseres hat eine Fläche von 3111 Quadratzentimetern gegen seine 3099 — der Unterschied beträgt zwölf Quadratzentimeter. Dem Verhältnis nach am nächsten liegen 90 x 75 und 120 x 100 cm, beide mit dem Verhältnis 1,20 gegen die 1,201 des Originals. 50 x 40 cm ist das kleinste und gehört auf ein Regal oder in eine schmale Nische. 61 x 51 und 70 x 60 cm sind die übliche Wahl über einer Kommode. 80 x 70 und 90 x 75 cm gehören an eine breitere Wand, und dort lesen sich der runde Turm und der Schornstein bereits deutlich. 100 x 80 und 120 x 100 cm geben die Dächer beinahe in natürlicher Größe. Bei 150 x 120 cm sind wir bei den Maßen, die einen ganzen Raum übernehmen. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt an der Wand ab. Kein Maß liegt als fertiges Stück auf Lager: Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung und bleibt ein Einzelstück.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keines der acht Maße passt oder wenn Sie das genaue Verhältnis des Originals wünschen, malen wir nach Ihrem Maß und bewahren dabei die Verhältnisse der Szene, damit der Himmel sein Drittel behält und der Hang unten rechts seinen Anteil nicht verliert; das ist unsere Arbeit auf Bestellung. Jedes Exemplar versenden wir auf einen hölzernen Keilrahmen aufgespannt, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt auf diesem Motiv alle Leisten, die wir führen, so dass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können — sie dient der Rahmenwahl und sonst nichts. Wenn Sie sehen möchten, wie die Arbeit an Ihrer eigenen Wand wirkt, haben wir dafür einen eigenen Dienst, die Platzierung im Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien, rechnen Sie deshalb mit 15-45 Tagen je nach gewähltem Maß; bei den größten Maßen liegt die Zeit meist am oberen Rand. Es reist aufgespannt und für den Transport geschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, überallhin in die Europäische Union ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das gesamte Angebot dieses Malers finden Sie in der Galerie Edgar Degas, und sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Welches Gemälde ist das?
Es ist Degas’ Blick auf die Kleinstadt Saint-Valéry-sur-Somme von etwa 1896, Öl auf Leinwand, 50,8 x 61 cm, verwahrt vom Metropolitan Museum of Art in New York unter der Inventarnummer 1975.1.167.
Wo liegt Saint-Valéry-sur-Somme?
An der Mündung der Somme in Nordfrankreich, in der Picardie. Degas hielt sich dort in den späten 1890er Jahren auf.
Warum sind keine Menschen zu sehen?
Weil Degas keine gemalt hat. Auf der Leinwand steht keine einzige menschliche Gestalt; das einzige Lebenszeichen ist der Rauch aus dem Fabrikschornstein links.
Was ist der runde Turm in der Mitte?
Ein runder Turm mit spitzem Dach zwischen den Dächern der Stadt. Der Eintrag benennt ihn nicht, deshalb tun wir es auch nicht.
Wo befindet sich das Original?
Im Metropolitan Museum of Art in New York, unter der Inventarnummer 1975.1.167.
Wie groß ist das Original?
50,8 x 61 cm. Unser Maß 61 x 51 cm hat fast genau dieselbe Fläche.
Ist das eine späte Arbeit?
Ja, um 1896, als der Maler etwa zweiundsechzig war und bereits schlecht sah.
Folgen Ihre Maße dem Verhältnis des Originals?
Sehr gut. 90 x 75 und 120 x 100 cm haben das Verhältnis 1,20 gegen die 1,201 des Originals.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit entsteht von Hand mit Ölfarbe; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht auf der Liste steht?
Ja, wir malen nach Maß und bewahren dabei die Verhältnisse der Szene.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, und es gehört zu den leichteren Entscheidungen: die Szene ist ruhig, ohne Gestalten, und kommt in jedem Raum zurecht. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Herstellungszeit ein; wenn Sie die Wahl lieber den Beschenkten überlassen, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: eine Kleinstadt an der Sommemündung, von oben über die Dächer, ohne eine einzige menschliche Gestalt
- Original: Edgar Degas, Ölarbeit auf Leinwand, 50,8 x 61 cm, The Metropolitan Museum of Art, New York (1975.1.167)
- Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, acht Größen von 50 x 40 bis 150 x 120 cm, aufgespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: unser Maß 61 x 51 cm hat fast genau die Fläche des Originals — der Unterschied beträgt zwölf Quadratzentimeter









































