Beschreibung
Degas und Évariste de Valernes ist ein Doppelporträt, auf dem einer der beiden Männer der Maler selbst ist. Sie sitzen nebeneinander vor einem Fenster. Der Ältere links trägt einen schwarzen Zylinder und einen dunklen Mantel, hat einen grauen Schnurrbart und hält in der rechten Hand einen kleinen Gegenstand; sein Blick geht nach unten und zur Seite. Der Jüngere rechts ist dunkelhaarig und bärtig, die Hand an Kinn und Mund gelegt; er ist der Einzige der beiden, der uns direkt ansieht, und dieser Blick trägt die ganze Leinwand. Hinter ihnen öffnet sich Paris in grauen und weißen Strichen, Dach um Dach, kaum gemalt und beinahe ausgewaschen; links schließt ein dunkler senkrechter Vorhang den Rand. Die Farbe ist überall dünn, der Hintergrund blieb unvollendet. Das Original misst 89,5 x 116,5 cm, entstand um 1865 und hängt im Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 3586. Bei uns entsteht es von Hand, in acht Größen von 30 x 35 bis 100 x 110 cm oder nach Ihrem Maß; vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe.
| Titel: | Degas und Évariste de Valernes |
| Weitere Titel: | Degas et Évariste de Valernes, Degas and Évariste de Valernes |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | um 1865 |
| Maße des Originals: | 89,5 cm x 116,5 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Leinwand |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Wo das Original hängt: | Musée d’Orsay, Paris (Inv. RF 3586; Katalog Schulman MS 1193, Lemoisne I-116) |
| Unsere Ausführung: | handgemaltes Öl auf Leinen, 8 Größen von 30 x 35 cm bis 100 x 110 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Degas und Évariste de Valernes – Edgar Degas
Wer ist dargestellt?
Beide Männer sind benannt, und einen von ihnen hat er selbst gemalt. Der Titel, unter dem das Museum die Arbeit führt, lautet Degas und Évariste de Valernes: Der jüngere, bärtige Mann rechts ist der Maler selbst, der ältere mit dem Zylinder links ist der Maler Évariste de Valernes. Der Linke sitzt leicht zur Seite gedreht, im dunklen Mantel und schwarzen Zylinder, mit grauem Schnurrbart; in der rechten Hand hält er einen kleinen Gegenstand, und sein Blick geht nach unten und an uns vorbei. Der Rechte ist jünger, dunkelhaarig, mit vollem Bart; die Hand liegt an Kinn und Mund, der Ellbogen ist so aufgestützt, dass der Körper sich leicht nach vorn neigt. Er ist der Einzige, der uns direkt ansieht. Dieser Blick trägt die ganze Leinwand: ein Doppelporträt, in dem einer der beiden weiß, dass er betrachtet wird.
Was ist auf der Leinwand?
Zwei Männer, ein Fenster und sehr wenig sonst. Hinter ihnen öffnet sich Paris, Dach um Dach in grauen und weißen Strichen, kaum gemalt und fast entfärbt; der Himmel ist ein blasses Band ohne Wolken. Links schließt ein dunkler senkrechter Vorhang den Rand der Leinwand und gibt beiden Gestalten eine feste Grenze. Die Mäntel sind dunkel und breit angelegt, und Gesichter und Hände sind die einzigen Stellen, bei denen der Maler länger geblieben ist. Die Farbe ist überall dünn, stellenweise so dünn, dass die Grundierung durchscheint. Der Hintergrund blieb unvollendet, und das verschweigen wir nicht: Gerade diese Unfertigkeit macht die beiden Gesichter so stark, weil in der Szene nichts anderes mit ihnen konkurriert.
Warum ist gerade dieses Porträt wichtig?
Weil der Maler darin zugleich Urheber und Modell ist. Degas hat sich in Gesellschaft eines älteren Kollegen gemalt, und nicht im Atelier, sondern sitzend, im Mantel, als wären beide zu Besuch. Der zweite Grund ist die Verteilung der Aufmerksamkeit: Einer sieht zur Seite und ist in Gedanken, der andere sieht uns direkt an. Die Arbeit stellt also nicht zwei gleichrangige Dargestellte nebeneinander, sondern einen Betrachteten und einen, der das Betrachten erwidert. Der dritte Grund ist die Unfertigkeit. Degas ließ Hintergründe oft in der ersten Schicht, hier ist das beinahe Programm: Die Stadt hinter dem Fenster ist nur angedeutet, und der ganze Sinn liegt in zwei Köpfen und einer Hand am Kinn.
Was bedeutet das Porträt?
Dass Freundschaft zwischen Malern auch ein Wettstreit der Blicke ist. Impressionismus ist beim frühen Degas noch keine aufgelöste Farbe, sondern genaue Zeichnung und zurückhaltender Ton; diese Leinwand steht den alten Meistern näher als dem späten Degas. Als Kunstgemälde wirkt sie ernst und still, ohne Zierrat, und sie hält einen Raum aus, in dem lange gesessen wird. Die Farben sind dunkel und grau vor einem blassen Fenster, was ein bedachtes Ölgemälde für Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Bibliothek ergibt. Wer ein Gemälde kaufen möchte, in dem das Porträt eines Malers steckt, bekommt hier den Blick des Malers selbst. Unsere Reproduktion ist so gebaut, dass dieser Blick die Arbeit tut.
Wie kam die Leinwand ins Orsay?
Auf einem Weg durch die Familie, und der ist verzeichnet. Die Arbeit blieb in Degas’ Atelier und war dann, nach dem Schulman-Katalog, zwischen 1918 und 1931 bei Gabriel Fèvre in Nizza — Gabriel Fèvre war der Sohn von Marguerite, der Schwester des Malers, also dessen Neffe. Das Museum führt den Erwerb schlicht als Schenkung von Gabriel Fèvre, ohne Jahr, und dieses Jahr ergänzen wir nicht. Von 1931 bis 1947 war die Arbeit im Musée du Louvre, zwischen 1947 und 1986 im Musée du Jeu de Paume, und seit 1986 ist sie im Musée d’Orsay. Die Leinwand kam also aus den Händen der eigenen Familie des Malers in die staatliche Sammlung.
Das Motiv im Werk des Malers
Degas malte Porträts nie im Auftrag, sondern nahm Menschen aus dem eigenen Kreis, und das Doppelporträt lag ihm. Unter den Arbeiten von Degas bei uns stehen dieser Leinwand am nächsten Lorenzo Pagans und Auguste De Gas, wieder zwei Männer nebeneinander, von denen einer zur Seite sieht, Edmondo und Thérèse Morbilli, ein Doppelporträt aus der Familie des Malers, und Porträt Léon Bonnat, das Porträt eines anderen Malers aus demselben Kreis. Diese Leinwand ist im Schulman-Katalog als MS 1193 verzeichnet, datiert um 1865, und sie hängt im Musée d’Orsay unter der Inventarnummer RF 3586.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, in derselben Technik wie das Original. Das Schwierigste ist das Gleichgewicht der beiden Gesichter. Das rechte muss geradeaus sehen und lebendig bleiben, das linke muss abwesend sein, ohne leer zu wirken; wird das zweite Gesicht zu stark gemalt, zerfällt die Szene in zwei gleichrangige Porträts und verliert ihre Spannung. Deshalb bauen wir das rechte Gesicht mit schärferen Übergängen um die Augen auf und das linke weicher. Der zweite schwierige Teil ist der Hintergrund. Da er im Original unvollendet ist, lassen auch wir ihn dünn und vollenden die Stadt hinter dem Fenster nicht; wer dort Häuser zeichnet, zerstört das ganze Verhältnis. Der dritte sind die dunklen Mäntel, die wir aus Braun, Blau und Grün aufbauen, nie aus reinem Schwarz. Jede Ausführung entsteht neu, und zwei sind nie ganz gleich; jede handgemalte Kopie ist eine eigene. Für dieses Motiv haben wir noch keine Aufnahmen fertiger Leinwände, weil wir es bisher nicht gemalt haben; deshalb steht hier keine und wir beschreiben auch keine. Eine Aufnahme Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unschlüssig sind: 70 x 80 cm. Hier müssen wir etwas sagen, das bei den anderen Arbeiten nicht nötig war: Keines unserer acht Maße entspricht dem Seitenverhältnis des Originals. Das Original misst 89,5 x 116,5 cm, also ein Verhältnis von 1,30, während unsere Maße zwischen 1,09 und 1,17 liegen und alle merklich quadratischer sind. Am nächsten kommen 30 x 35 und 60 x 70 cm mit 1,17, immer noch etwa ein Zehntel vom Original entfernt. In der Größe kommt 90 x 100 cm am nächsten: In der Breite stimmt es auf einen halben Zentimeter, ist aber 16,5 cm niedriger. Praktisch heißt das, dass die Szene bei allen unseren Maßen etwas in der Höhe gestaucht ist und über den beiden Köpfen weniger Himmel bleibt. Wer genau das Seitenverhältnis des Originals will, bestellt ein Sondermaß; das machen wir regelmäßig, und für dieses Motiv ist es die bessere Wahl. 30 x 35 und 43 x 47 cm sind klein und passen auf ein Regal. 50 x 55, 60 x 70 und 70 x 80 cm sind die richtige Wahl über einem Schreibtisch. Bei 80 x 90, 90 x 100 und 100 x 110 cm trifft der Blick des rechten Mannes den des Betrachters quer durch den Raum. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Papierausschnitt ab. Keine Größe liegt bereit: Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung.
Sondermaß, Rahmen und Keilrahmen
Bei diesem Motiv ist das Sondermaß mehr als eine Möglichkeit: Es ist der Weg zum Seitenverhältnis des Originals, das keine unserer Stufen bietet. Wir malen nach Ihrem Maß und bewahren dabei die Höhe, damit über den Köpfen ein Streifen Fenster bleibt und der Vorhang links nicht herausfällt; das ist unsere Arbeit nach Wunsch. Jedes Exemplar versenden wir aufgespannt auf einen hölzernen Keilrahmen, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv alle Leisten, die wir führen – Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz – und dient nur der Rahmenwahl. Wie die Arbeit an Ihrer Wand wirkt, zeigt unser eigener Dienst, die Platzierung im Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien; rechnen Sie je nach Maß mit 15-45 Tagen, bei den größten meist am oberen Rand. Es reist aufgespannt und transportgeschützt, gerahmt bei entsprechender Wahl, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Um welche Arbeit handelt es sich hier?
Das Ölwerk Degas und Évariste de Valernes, 89,5 x 116,5 cm. Es hängt im Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 3586.
Welcher der beiden ist Degas?
Der jüngere, bärtige Mann rechts, der uns mit der Hand am Kinn direkt ansieht. Der Ältere mit dem Zylinder links ist der Maler Évariste de Valernes. Beide nennt schon der Titel, unter dem das Museum die Arbeit führt.
Wann ist sie entstanden?
Das Museum gibt an: um 1865. Der Schulman-Katalog nennt dasselbe Jahr. Die Ungefährheit lassen wir stehen.
Wie groß ist das Original?
89,5 cm breit und 116,5 cm hoch, nach der Messung des Museums. Mit Rahmen gibt das Museum 111,5 x 140,5 cm an. Der Katalog nennt gerundete 89 x 116 cm; wir folgen der Messung des Museums.
Warum wirkt der Hintergrund unfertig?
Weil er es ist. Die Pariser Dächer hinter dem Fenster sind in einer dünnen Schicht gemalt, und stellenweise ist die Farbe so sparsam, dass die Grundierung durchscheint. Das ist eine Beobachtung an der Arbeit; der Eintrag des Museums sagt dazu nichts.
Wie kam die Arbeit in die staatliche Sammlung?
Über die Familie des Malers. Der Katalog nennt sie zwischen 1918 und 1931 bei Gabriel Fèvre in Nizza, dem Sohn von Degas’ Schwester Marguerite. Das Museum führt den Erwerb als Schenkung von Gabriel Fèvre, ohne Jahr.
Wo kann man sie sehen?
Im Musée d’Orsay in Paris. Ob sie gerade ausgestellt ist oder im Depot liegt, sagt der Eintrag nicht.
Welches Ihrer Maße kommt dem Original am nächsten?
In der Größe 90 x 100 cm, im Seitenverhältnis keines: Das Original hat 1,30, unsere Maße liegen zwischen 1,09 und 1,17. Wer genau das Verhältnis des Originals möchte, bestellt ein Sondermaß.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht aufgeführt ist?
Ja, und bei diesem Motiv empfehlen wir es besonders. Wir malen nach Ihrem Maß, auch genau im Seitenverhältnis des Originals. Sagen Sie, wo die Arbeit hängen wird, damit wir den Ausschnitt anpassen.
Ist das ein Druck?
Nein. Die Arbeit entsteht von Hand in Öl auf Leinwand; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar, besonders in den Mänteln und im dünnen Hintergrund.
Eignet sie sich als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der Porträts oder die Malerei selbst mag; es handelt sich schließlich um zwei Maler, von denen einer beide gemalt hat. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; überlassen Sie die Wahl lieber dem Beschenkten, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: Doppelporträt zweier Maler vor einem Fenster; rechts Degas selbst, der Einzige, der uns ansieht
- Original: Edgar Degas, Öl auf Leinwand, 89,5 x 116,5 cm, Musée d’Orsay, Paris (RF 3586)
- Unsere Ausführung: von Hand in Öl gemalt, acht Größen von 30 x 35 bis 100 x 110 cm, Sondermaß empfohlen
- Wissenswert: in die staatliche Sammlung kam die Leinwand vom Neffen des Malers, dem Sohn seiner Schwester Marguerite









































