Beschreibung
Entstehungsjahr: 1868
Originalgröße: 114,3 cm x 81,3 cm
Malstil: Impressionismus
Originaltechnik: Öl auf Leinwand
Befindet sich: Philadelphia Museum of Art (Inv. 1986-26-10)
Die Vergewaltigung – Edgar Degas
Ein kleines bürgerliches Schlafzimmer im Licht einer einzigen Lampe. Links sitzt eine Frau im weißen Unterkleid, vorgebeugt, das Gesicht abgewandt; über die Lehne fällt ein dunkles Kleidungsstück. Rechts, an der Tür, steht ein Mann in dunkler Jacke, die Hände in den Taschen. Unser Kunstgemälde bewahrt genau diese Spannung zwischen zweien, die einander nicht ansehen.
Eine einzige Lampe
Alles Licht kommt von einer Tischlampe in der Mitte des Raumes. Dieses eine Licht tut zweierlei: es hebt Rücken und Schultern der Frau aus dem Dunkel und macht den Mann zu einer dunklen Gestalt vor der Tür, mit einem Schatten, der sich über die Wand zieht. Zwischen ihnen liegen der blanke Boden und ein weißes Kleidungsstück, auf die Dielen geworfen. Diese leere Mitte ist der eigentliche Gegenstand.
Der Nähkasten auf dem Tisch
Auf dem runden Tischchen steht ein offener Nähkasten mit rosa Futter – der einzige klare Farbfleck der Szene und der einzige Gegenstand, den eben noch jemand benutzt hat. Der Raum ist geordnet und bürgerlich: Bett, Tapete, Kamin, Spiegel. Der Gegensatz zwischen dem aufgeräumten Zimmer und dem, was darin geschehen ist oder erst geschehen wird, trägt die ganze Leinwand.
Ein Titel, der nicht vom Maler stammt
Degas hat diesem Werk nie den Namen Die Vergewaltigung gegeben. Er nannte es schlicht Interieur, und das Museum führt es bis heute unter diesem Namen; die Szene wurde oft mit einem Roman Zolas verbunden, doch eine literarische Vorlage ist nie belegt worden. Dieselbe stille Arbeitswirklichkeit tragen Die Büglerin und Frau neben einer Blumenvase. Die Leinwand misst 114,3 x 81,3 cm.
Unsere Ausführung
Unsere Ausführung ist ein handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand. Jede Leinwand entsteht einzeln, in der Größe und im Rahmen Ihrer Wahl. Der Maler arbeitet mit Pinsel und Ölfarben nach dem Original, so dass Pinselstriche und Schichten sichtbar bleiben – genau das, was ein Druck nicht wiedergeben kann.









































