Beschreibung
Der Absinthtrinker zeigt eine Frau und einen Mann, die auf derselben Bank in einem Pariser Café sitzen und einander nicht ansehen. Vor ihr steht ein Glas mit blassgrünem Absinth, er hat eine Pfeife und schaut aus der Szene hinaus, und unten links ragt eine auf einen Holzstab gespannte Zeitung herein. Als Kunstgemälde ist das die Stille zwischen zwei Menschen und keine Szene aus dem Nachtleben. Das Original verwahrt das Musée d’Orsay in Paris unter der Inventarnummer RF 1984. Bei uns entsteht es als handgemalte Ölmalerei auf Leinwand, in sieben Größen oder nach Ihrem Maß, und Sie erhalten vor dem Versand ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Der Absinthtrinker |
| Weitere Titel: | L’Absinthe · The Absinthe Drinker |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | 1875–1876 |
| Originalgröße: | 92 cm x 68 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Impressionismus |
| Standort: | Musée d’Orsay, Paris (Inv.-Nr. RF 1984) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalte Ölmalerei auf Leinwand, 7 Größen von 40 x 60 cm bis 150 x 210 cm, Sondermaße auf Anfrage |
Der Absinthtrinker – Edgar Degas
Wer ist zu sehen?
Zwei Gestalten in einem Café, eine Frau und ein Mann, auf derselben Bank an der Wand. Namen nennen wir nicht: wer Modell saß, ist in dem uns zugänglichen Eintrag nicht bestätigt, und geraten wird hier nicht. Sicher ist, was zwischen ihnen liegt – nichts. Sie sprechen nicht, sehen einander nicht an und sind einander nicht zugewandt. Die mittlere Gestalt ist eine Frau, und das ist auf der Leinwand deutlich zu sehen.
Was ist auf der Leinwand?
Das Format steht hochkant, und der Raum wird von Marmortischen zerschnitten, die sich stufenweise nach vorn schieben. Die Frau sitzt etwas links der Mitte, in einem blassen Kleid mit orangegelbem Mieder und hellem Hut mit Schleife; das Haar ist rötlich, die Augen gesenkt, das Gesicht ohne Ausdruck. Vor ihr steht ein Glas mit blassgrünem Getränk, auf dem Nachbartisch eine Wasserkaraffe auf grauem Tablett. Rechts sitzt ein Mann in dunklem Mantel und dunklem Hut, mit Bart und Pfeife, abgewandt, sodass ihn der rechte Rand fast abschneidet; vor ihm steht ein höheres Glas mit rotbraunem Getränk auf einer Untertasse. Unten links ragt eine auf einen Holzstab gespannte Zeitung herein, wie sie in Cafés für die Gäste hingen. Hinter den Gestalten läuft die dunkelrote Lehne der Bank, darüber eine Wand mit großem Spiegel und blassen Feldern. Die ganze linke Hälfte ist beinahe leer.
Warum ist gerade diese Szene wichtig?
Weil Degas mit ihr den Historienstoff verließ und sich dem zeitgenössischen Paris zuwandte. In den sechziger Jahren malte er Antike und Bibel; hier ist der Gegenstand ein gewöhnlicher Nachmittag im Café, ohne Held und ohne Ereignis. Die Szene ist gefügt wie eine Fotografie, die nicht gestellt wurde: die Komposition liegt schräg, beide Gestalten sind in das obere rechte Drittel gedrängt, und die leeren Tischplatten nehmen den Vordergrund ein. Genau diese Leere macht die Stille zwischen ihnen hörbar – nähme man die Tische weg und rückte die Gestalten zusammen, entstünde eine ganz andere Szene.
Was bedeutet die Szene?
Einsamkeit in Gesellschaft. Sie sitzen beisammen und doch jeder für sich, und die Arbeit urteilt nicht darüber – sie sagt nicht, ob die beiden unglücklich, müde oder nur still sind. Als impressionistisches Gemälde ist sie ungewöhnlich, weil sie nicht sonnig ist: Impressionismus wird meist mit Licht im Freien verbunden, hier geht es um einen Innenraum, gleichmäßig ausgeleuchtet und ohne Dramatik. Die Farben sind ruhig – Ocker, Braun, Grau – und die einzigen lebendigen Stellen sind das orange Mieder, das grüne Getränk und der weiße Hut. Gerade wegen dieser Zurückhaltung hängt die Arbeit gut dort, wo nichts schreien soll.
Das Motiv unter Degas’ Werken
Das ist Degas’ Übergang, und deshalb liest es sich in unserem Angebot gut neben beiden Seiten dieses Übergangs. Übende junge Spartaner ist die Historienkomposition, die er hinter sich ließ; Die Tanzklasse ist die Welt der Proben und Tänzerinnen, zu der er ging; und Strandszene zeigt dasselbe zeitgenössische Leben im Freien. Wer sehen möchte, wohin dieser Weg führte, kann auch Der Hutsalon im Art Institute of Chicago ansehen, einen Pariser Innenraum aus denselben Jahren, und Der Star aus derselben Sammlung, das Motiv, für das der Maler am bekanntesten ist.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Sie entsteht mit Pinsel und Ölfarben, nicht mit einem Drucker. Das Schwerste an diesem Motiv sind nicht die Gestalten, sondern die leeren Tischplatten: der Marmor muss kühl und glatt bleiben, aber nicht tot, sonst sackt der Vordergrund zusammen und die Szene verliert ihre Tiefe. Dasselbe gilt für das Gesicht der Frau, das ausdruckslos und doch lebendig bleiben muss – kommt eine Spur Trauer oder ein Lächeln hinzu, sagt die Arbeit etwas, das das Original nicht sagt. Jede Reproduktion entsteht neu, und zwei Exemplare sind nie ganz gleich, weil eine Hand denselben Zug nicht zweimal wiederholt; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für diese Familie haben wir keine Fotos unserer fertigen Leinwände, weil die Arbeit seit Einführung unserer Atelieraufnahmen noch nicht gemalt wurde – deshalb zeigen und beschreiben wir hier keine Aufnahme. Das Foto Ihrer Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie nicht wissen, welche: 60 x 80 cm. Das Format steht hochkant und das Verhältnis unserer Größen folgt dem Original, sodass der Abstand zwischen leerem Vordergrund und Gestalten so bleibt, wie er sein muss. Die Maße 40 x 60 und 50 x 70 cm sind für eine schmale Wand, einen Flur oder eine Gruppe kleinerer Arbeiten; 60 x 80 cm ist das Maß, das die meisten wählen, und dasjenige, bei dem das Gesicht der Frau aus einigen Schritten noch lesbar ist; 80 x 110 und 90 x 130 cm gehen über eine Kommode oder ins Esszimmer, wo ein Ölgemälde dieser Art die Wand übernehmen darf. Die Maße 120 x 170 und 150 x 210 cm gehören in einen hohen Raum, in dem die Arbeit allein an der Wand hängen soll – bei diesen beiden bekommt sie wirklich Luft, und der Marmor wird zu einer Fläche für sich. Messen Sie das gewählte Maß lieber mit einem Papierzuschnitt an der Wand ab. Keine Größe liegt als fertiges Stück auf Lager: Wer hier ein Gemälde kaufen möchte, bestellt eine Arbeit, die erst danach entsteht und ein Einzelstück bleibt.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keine der sieben Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihren Maßen und behalten das Verhältnis der Szene bei, damit der leere Vordergrund mit den Tischen seinen Anteil nicht verliert; das ist unser Gemälde nach Wunsch. Jedes Exemplar liefern wir auf einen hölzernen Keilrahmen gespannt und aufhängefertig. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: an diesem Motiv zeigt sie jedes Profil, das wir führen, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie die Arbeit an Ihrer eigenen Wand wirkt, haben wir dafür einen eigenen Dienst zur Einfügung in den Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie deshalb mit 15 bis 45 Tagen je nach gewählter Größe; bei den beiden größten Maßen liegt die Frist in der Regel am oberen Rand. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das gesamte Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, und den Weg des Malers beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Was trinkt die Frau?
Absinth, nach dem die Arbeit benannt ist. Das Glas mit dem blassgrünen Getränk steht auf dem Tisch vor ihr.
Wer sind die beiden Gestalten?
Namen nennen wir nicht, weil sie sich in dem uns zugänglichen Eintrag nicht bestätigen ließen. Zu sehen sind eine Frau und ein Mann mit Pfeife.
Warum sehen sie einander nicht an?
Weil genau das das Thema ist. Degas hat die Szene so gefügt, dass zwischen ihnen weder Blick noch Wort liegt.
Was ist unten links?
Eine auf einen Holzstab gespannte Zeitung, wie sie in Pariser Cafés für die Gäste hing. Sie ragt vom Rand her herein.
Wo ist das Original?
Im Musée d’Orsay in Paris, unter der Inventarnummer RF 1984.
Wann ist es entstanden?
In den Jahren 1875 und 1876. Es ist Öl auf Leinwand und misst 92 x 68 Zentimeter.
Ist das ein Druck?
Nein. Das ist eine von Hand mit Ölfarbe auf Leinwand gemalte Arbeit; die Pinselzüge sind sichtbar und fühlbar.
Welche Größe soll ich wählen?
Fürs Wohnzimmer meist 60 x 80 cm, für eine schmale Wand 50 x 70 cm. Die Größentabelle steht oben.
Bekomme ich ein Maß, das nicht gelistet ist?
Ja, wir malen nach Maß und behalten dabei das Verhältnis der Szene bei.
Wie wird geliefert?
Auf den Keilrahmen gespannt und gerahmt, wenn Sie das gewählt haben, in 15 bis 45 Tagen nach Ihrer Freigabe des Fotos.
Eignet sich die Arbeit als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der zurückhaltende Szenen und die Stadt ohne Beschönigung mag. Da jedes Exemplar auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit mit ein; wenn Sie die Wahl lieber der beschenkten Person überlassen, gibt es unseren Wertgutschein.
- Motiv: eine Frau mit einem Glas Absinth und ein Mann mit Pfeife auf derselben Bank, ohne Blick und ohne Wort
- Original: Edgar Degas, 1875–1876, Öltechnik auf Leinwand, 92 x 68 cm, Musée d’Orsay in Paris (RF 1984)
- Unsere Ausführung: von Hand gemaltes Öl, sieben Größen von 40 x 60 bis 150 x 210 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: fast die ganze linke Hälfte nehmen leere Tischplatten ein – gerade diese Leere macht die Stille zwischen den Gestalten sichtbar









































