Beschreibung
Entstehungsjahr: um 1872–1887
Originalgröße: 49,8 cm x 65,7 cm
Malstil: Impressionismus
Originaltechnik: Öl auf Leinwand
Befindet sich: J. Paul Getty Museum, Los Angeles (Inv. 2002.57)
Die Genesende – Edgar Degas
Eine Frau sitzt und stützt den Kopf auf die erhobene Hand, den Ellenbogen auf die Rückenlehne eines Stuhls gelegt. Das Gesicht ist blass, die Lider schwer; sie blickt heraus, ohne den Kopf zu heben. Es ist ein Kunstgemälde eines Zustands und nicht eines Ereignisses – jemand zwischen Krankheit und Rückkehr in die Welt.
Gestalt und Kleidung
Über einem lose fallenden weißen Gewand trägt sie einen schweren rostbraunen Umhang, vorn offen und von den Schultern geglitten. Das dunkle Haar ist gelöst und fällt neben dem Gesicht, ohne Ordnung. Die Hand, auf die sie sich stützt, trägt das ganze Gewicht des Kopfes; die andere ruht tiefer, kaum angedeutet. Nichts in der Haltung deutet auf eine Pose: der Körper hat sich dorthin gelehnt, wo es am leichtesten war.
Der Raum um sie
Links dehnt sich weiße Wäsche, darüber ein dunkler, grün gesprenkelter Grund. Der Raum wird nicht beschrieben – keine Wand, kein Möbel außer der Lehne, auf der der Ellenbogen ruht. Diese Unbestimmtheit lenkt die Aufmerksamkeit auf das Gesicht und auf die Farbe des Umhangs, die einzige warme Fläche der Leinwand.
Unfertigkeit als Entscheidung
Das weiße Gewand ist stellenweise dünn geschabt und überarbeitet und lässt die Leinwand durchscheinen. Die Farbe ist dünn und mancherorts nur angedeutet, die Striche bleiben sichtbar und unaufgelöst. Bei solchen Arbeiten hielt Degas oft dort inne, wo genug gesagt war, und dieses Innehalten gehört zum Werk und ist kein Mangel. Dieselbe Hand bei anderer Arbeit findet sich an der Stange und am Tisch im Absinth.
Unsere Ausführung
Unsere Ausführung ist ein handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand. Jede Leinwand entsteht einzeln, in der Größe und im Rahmen Ihrer Wahl. Der Maler arbeitet mit Pinsel und Ölfarben nach dem Original, so dass Pinselstriche und Schichten sichtbar bleiben – genau das, was ein Druck nicht wiedergeben kann. Kleine Unterschiede zwischen Exemplaren folgen aus der Handarbeit und sind kein Fehler.









































