Beschreibung
Chez Tortoni ist ein kleines Gemälde von Édouard Manet, entstanden um 1875: Ein Herr in schwarzem Zylinder und dunklem Rock sitzt an einem Cafétisch am Fenster, den Stift über einem Blatt Papier, und blickt für einen Moment zu uns auf; neben ihm steht ein hohes Glas Bier. Das Original, Öl auf Leinwand im Format 26 x 34 cm, hing im Isabella Stewart Gardner Museum in Boston, bis es 1990 gestohlen wurde; seither ist es verschollen. Unser Maler malt es für Sie von Hand in Öl auf Leinwand, in 6 Querformaten von 40 x 30 bis 75 x 58 cm. Bevor wir es verpacken, schicken wir Ihnen ein Foto davon.
| Titel: | Chez Tortoni |
| Weitere Titel: | Le Journaliste (französischer Titel) · Der Journalist |
| Maler: | Édouard Manet (1832–1883) |
| Entstehungsjahr: | um 1875 |
| Originalgröße: | 26 cm x 34 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Realismus und Impressionismus |
| Standort: | Isabella Stewart Gardner Museum, Boston, USA – 1990 gestohlen, bis heute verschollen |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 6 Formate oder nach Maß |
Chez Tortoni – Édouard Manet
Was zeigt das Gemälde Chez Tortoni?
Der Mann ist als Halbfigur gemalt und in die rechte Hälfte der Leinwand gerückt. Er trägt einen hohen schwarzen Zylinder, tief in die Stirn gezogen, und einen schwarzen Rock, unter dem der weiße Stehkragen und eine weiße Hemdmanschette hervorleuchten. Sein Gesicht ist rosig, die Augen sind dunkel, über den Lippen sitzt ein leicht nach außen gezwirbelter Schnurrbart. Am Revers ist ein winziger roter Fleck zu erkennen.
Beide Hände ruhen auf einem dunklen runden Tisch. Mit der linken hält er ein weißes Blatt fest, in der rechten einen Bleistift, dessen Spitze das Papier berührt. Er schreibt aber nicht: Manet hat ihn in dem Augenblick festgehalten, in dem er den Kopf hebt und dem Betrachter direkt in die Augen sieht.
Links auf dem Tisch steht ein hohes Stielglas, halb voll mit bernsteinfarbenem Bier. Der Hintergrund ist mit raschen, groben Strichen hingeworfen: links zwei helle Flächen in Grau, Beige und Rosa, getrennt durch einen dunklen Streifen, hinter dem Mann eine braune Wand, rechts ein breiter schwarzer Streifen und ein Stück Stuhllehne mit goldenen Lichtern.
Wer ist der Mann mit dem Bleistift?
Das weiß niemand. Trotz seiner markanten Züge wurde der Mann nie identifiziert, und weder sein Name noch sein Beruf sind überliefert. Die Vermutung, es handle sich um den Maler Georges Chenard-Huché, ist nicht belegt.
Auch der Titel stammt nicht von Manet. Zuerst hieß das Werk schlicht Mann an einem Tisch sitzend; Manet-Biografen nannten es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dann Der Journalist, obwohl auf der Leinwand nichts eindeutig auf diesen Beruf hinweist. Ebenso gut könnte er Gedanken notieren, eine Zeitung korrigieren oder eine Skizze anlegen.
Chez Tortoni heißt so viel wie beim Tortoni und meint das Café Tortoni am Boulevard des Italiens in Paris, im 19. Jahrhundert ein Treffpunkt von Journalisten, Börsenmaklern, Schriftstellern und Künstlern. Manet war dort Stammgast und aß mehrmals mit dem Dichter Charles Baudelaire zu Mittag. Ob die Szene dort spielt, bleibt offen: Die helle Fläche links kann ein Fenster oder ein Spiegel sein.
Warum ist dieses kleine Gemälde so bekannt?
Édouard Manet (1832–1883) malte als einer der ersten Künstler des 19. Jahrhunderts das moderne Leben und gilt als Schlüsselfigur auf dem Weg vom Realismus zum Impressionismus. Zwischen 1877 und 1881 schuf er eine Folge von Gemälden und Pastellen aus Pariser Cafés und Brasserien, in denen er selbst verkehrte, und folgte damit Baudelaires Forderung, die Maler sollten das Leben ihrer Zeit zeigen. Der einsame Gast am Tisch gehört in diesen Kreis.
Neben der Signatur unten links stehen undeutliche Ziffern, die das Museum als 75 las; daher die Datierung um 1875. Mehrere Kunsthistoriker verwerfen dieses Jahr und setzen das Werk etwas später an, weil sich Manet erst gegen Ende der 1870er-Jahre intensiv mit Caféhausszenen befasste.
Einem breiten Publikum wurde es vor allem durch den Diebstahl von 1990 bekannt. Es tauchte sogar in Fernsehserien auf, etwa in der französischen Serie Lupin. Einen kurzen Überblick über das Werk und sein Schicksal gibt ein Artikel in der englischen Wikipedia, auf Englisch verfasst.
Wo befindet sich das Original heute?
Das Original ist Öl auf Leinwand und misst nur 26 x 34 cm (Höhe x Breite). Erster bekannter Besitzer war Alphonse Kann aus Saint-Germain-en-Laye. 1922 erwarb der amerikanische Maler Louis Kronberg es für Isabella Stewart Gardner, die es in ihrem Bostoner Museum im Blauen Saal unter Manets Porträt seiner Mutter aufhängte.
Am 18. März 1990 entwendeten als Polizisten verkleidete Einbrecher mehrere Kunstwerke aus dem Museum, darunter Arbeiten von Rembrandt und Vermeer und eben auch diese kleine Leinwand von Manet.
Keines der gestohlenen Werke ist bis heute wieder aufgetaucht. Seit 1990 ist das Original nirgends zu sehen; wir kennen es nur von einer erhaltenen Fotografie.
Chez Tortoni oder ein anderer Manet?
Chez Tortoni ist ein Kunstgemälde für Liebhaber von Paris, von Cafés und von Porträts, die den Blick des Betrachters erwidern.
Noch ein Herr mit Zylinder, diesmal in ganzer Figur und im braunen Umhang, steht in Der Absinthtrinker. Eine junge Frau in Schwarz mit Blumen an der Brust zeigt Berthe Morisot mit Veilchenstrauß, ein sommerliches Paar am blauen Fluss Argenteuil und eine Lesende neben einem liegenden Mann am Sandstrand Am Strand.
Weitere Édouard Manet Gemälde, vom Porträt bis zum Strand, versammelt die Seite Édouard Manet.
Wie malen wir Chez Tortoni von Hand?
Manets Original ist ein kleines Ölgemälde, kaum 34 cm breit. Unseres ist eine handgemalte Reproduktion auf neuer Leinwand: Der Maler führt sie in Öl auf Leinwand aus, im Format Ihrer Wahl, und baut sie Schicht um Schicht auf.
Weil das Original verschollen ist, arbeitet er nach der erhaltenen Fotografie: erst die dunkle Masse von Zylinder und Rock und das aufblickende Gesicht, dann Fenster, braune Wand und schwarzen Streifen, zuletzt Kragen, Manschette, Blatt, Stift und das bernsteinfarbene Leuchten im Glas. Manets schnelle, breite Pinselzüge bleiben sichtbar, denn gerade sie geben der Szene ihren flüchtigen Augenblick.
Welche Größe passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: 40 x 30 und 45 x 35 cm für ein Regal, den Schreibtisch oder eine schmale Wand, 50 x 40 und 60 x 45 cm für Flur, Arbeitszimmer oder Schlafzimmer, 65 x 52 und 75 x 58 cm über eine Kommode oder ein kleines Sofa.
Wir malen das Werk in 6 Querformaten (Breite x Höhe): 40 x 30, 45 x 35, 50 x 40, 60 x 45, 65 x 52 und 75 x 58 cm. Das Original misst nur 34 x 26 cm (Breite x Höhe), alle sechs Formate sind also größer: 40 x 30 cm übertrifft es nur knapp, 75 x 58 cm ist mehr als doppelt so breit.
Größere Formate bieten wir nicht an, weil die einzige Fotografie des gestohlenen Originals klein ist und bei stärkerer Vergrößerung zu wenig Einzelheiten hergäbe. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es in 65 x 52 oder 75 x 58 cm am besten, gern als Paar mit einer zweiten Szene von Manet.
Gibt es eine andere Größe oder einen Rahmen?
Ja, innerhalb dieses Rahmens. Braucht Ihre Wand ein anderes Seitenverhältnis, lassen wir Mann, Tisch und Glas vollständig und passen nur den Rand des Hintergrunds an. Nennen Sie uns Ihr Wunschmaß für den kleinen Cafégast, dann erhalten Sie Preis und Termin.
Die Cafészene reist gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder fertig gerahmt zu Ihnen. Das Spannen und Rahmen erledigt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand sorgfältig für den Versand schützt.
Die Leiste für den Herrn mit Zylinder suchen Sie in unserer 3D-Anwendung aus, die nur zur Rahmenwahl gedacht ist; ihn an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist ein gesonderter Service. Schmal und schwarz wiederholt sie den Zylinder, warm und golden das Bier.
Wann kommt das Gemälde bei Ihnen an?
Nach Ihrer Bestätigung beginnt der Maler mit Zylinder und Gesicht; versandbereit ist das Gemälde nach 15 bis 45 Werktagen. Vor dem Verpacken bekommen Sie ein Foto des fertigen Werks, und Änderungswünsche setzen wir um.
Innerhalb der EU, also auch nach Deutschland und Österreich, fällt kein Zoll an, und unsere Rückgaberegelung gilt für jede Bestellung.
Der Herr mit Zylinder und Stift ist ein gelungenes Geschenk für Journalisten, Schreibende oder Freunde Pariser Cafés. Wissen Sie nicht, wo es hängen soll, verschenken Sie einen Geschenkgutschein und überlassen Sie die Wahl dem Beschenkten.
Häufige Fragen
Wo ist das Original?
Es hing im Isabella Stewart Gardner Museum in Boston, wurde 1990 gestohlen und ist bis heute verschollen.
Was tut der Mann am Tisch?
Er hält einen Stift über einem Blatt Papier und hebt kurz den Blick zum Betrachter.
Ist das ein Druck?
Nein. Jedes Exemplar ist eine handgemalte Kopie, mit dem Pinsel in Öl auf Leinwand nach der Fotografie des Originals ausgeführt.
Wie groß ist das Original?
Nur 26 x 34 cm (Höhe x Breite); jedes unserer Formate ist größer.
Warum gibt es keine größeren Formate?
Weil die einzige Fotografie des gestohlenen Originals klein ist; unser größtes Format misst 75 x 58 cm.
Wie lange dauert die Anfertigung?
Für den Herrn am Cafétisch rechnen Sie mit 15 bis 45 Werktagen; danach sehen Sie ihn zuerst auf einem Foto.
Passt es als Geschenk oder ins Arbeitszimmer?
Ja, der Gast mit dem Stift macht sich gut über dem Schreibtisch und freut als Geschenk alle, die gern schreiben oder Zeitung lesen.
Was bedeutet der Titel Chez Tortoni?
Beim Tortoni, nach dem Pariser Café Tortoni; der Titel stammt nicht von Manet, er kam erst später auf.
- Motiv: ein Herr mit Zylinder und Bleistift an einem Cafétisch, daneben ein Glas Bier, links eine helle Fensterfläche.
- Original: Öl auf Leinwand, um 1875, 26 x 34 cm; 1990 aus dem Isabella Stewart Gardner Museum in Boston gestohlen, bis heute verschollen.
- Unsere Fassung: von Hand in Öl auf Leinwand gemalt, 6 Formate von 40 x 30 bis 75 x 58 cm.
- Gut zu wissen: der Titel stammt nicht von Manet, und der Mann wurde nie identifiziert.









































