Beschreibung
Winternacht
Winternacht von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl von 1900, das unter der Inventarnummer 2204 im Kunsthaus Zürich aufbewahrt wird. Das Original misst 120 x 80 cm und liegt im Querformat. Die Szene zeigt einen verschneiten Hang mit dichten dunklen Bäumen, durch die sich der Blick auf den Fjord und das gegenüberliegende Ufer öffnet.
Den oberen Rand nimmt ein blass blaugrauer Himmel ein, darunter verläuft das gegenüberliegende Ufer als schmales Band niedriger verschneiter Hügel. Über dessen Grat zieht eine deutliche rotbraune Linie, der einzige warme Akzent im ganzen Werk. Die Mitte füllt eine breite Fläche des Fjords in gedämpftem Blaugrau, ruhig und ohne Wellen, von helleren Streifen durchzogen.
Eine beinahe schwarze Reihe von Fichten quert den Mittelgrund und trennt das Wasser vom Hang. Im Vordergrund stehen große dunkle Baummassen, in Blauschwarz und dunklem Braungrün gemalt; die Farbe ist so dick aufgetragen, dass die Wirbel und Wendungen des Pinsels darin sichtbar bleiben. Links der Mitte steigt ein schlanker Stamm in Rotbraun auf, ganz links stehen einige kleinere Fichten in hellerem Grün. Der Schnee zwischen den Bäumen ist blass blauweiß und lilaweiß mit kalten blauen Schatten, denn der Schnee ist nirgends rein weiß, sondern überall blau oder lila getönt, und in der unteren linken Ecke liegen einige kleine helle Kreise im Schnee, wo der Pinsel gedreht wurde.
Es gibt keine einzige menschliche Gestalt in dieser Arbeit, was auf diesem Regal selten ist: Munch war vor allem ein Maler von Menschen, hier bleibt er allein mit Bäumen, Schnee und Wasser. Der Himmel nimmt nur einen schmalen Streifen am oberen Rand ein, und der Aufbau folgt drei waagerechten Bändern. Das Motiv der Winternacht beschäftigte ihn über Jahrzehnte und existiert in mehreren Fassungen, die sich in Ort, Format und Jahr unterscheiden; unsere Reproduktion folgt derjenigen im Kunsthaus Zürich von 1900. Gerade in diesen Jahren wandte sich Munch nach dem anstrengenden Jahrzehnt des Lebensfrieses immer stärker der Landschaft zu.
Die Oberfläche ist für Munch ungewöhnlich dicht. Die dunklen Bäume sind mit schwererem Auftrag gebaut, während Wasser und Himmel dünn und gleichmäßig gemalt sind, sodass der Unterschied zwischen ihnen auch körperlich spürbar ist. Konturen gibt es nicht; die Formen entstehen aus dem Unterschied der Töne, und der Schnee ist oft schlicht die hellere Untermalung, die unbedeckt blieb.
Unsere Fassung ist ein handgemaltes Leinwandgemälde, das ein Maler Strich für Strich in Öl ausführt und niemals druckt. Da jede Leinwand eigens für die Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Detail; die kleinen Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer Hand und kein Mangel. Unter unseren Ölgemälde nach Munch ist dies eines, das von einer größeren Ausführung am meisten gewinnt.
Weil die Arbeit kalt und fast durchgehend blau ist, wirkt sie am besten vor einer warmen Wand: Sand, Haferton oder helles Holz, was das Blau ausgleicht. Vor einer weißen Wand gerät sie etwas hart. Hängen Sie sie dort, wo der Betrachter einige Schritte zurücktreten kann, denn die Baummassen lösen sich erst aus der Entfernung in einzelne Bäume auf. Tageslicht bekommt ihr gut, ebenso kühleres Kunstlicht, das die Blautöne erhält. Als Wintermotiv steht sie gut zu dunklem Holz und Textilien in Naturfarben.
Zehn Größen stehen zur Wahl, dazu ein Wunschmaß, und jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Weitere Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Schaffen schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Jahr der Erstellung: | 1900 |
| Originalgröße: | 120 cm x 80 cm |
| Malstil: | Symbolik |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Gefunden: | Kunsthaus Zürich |









































