Beschreibung
Die tote Mutter
Die tote Mutter von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand von 1899, das unter der Inventarnummer 377-1918/2 in der Kunsthalle Bremen aufbewahrt wird. Das Original misst 90 x 100 cm. Im Vordergrund steht ein kleines Mädchen, das sich mit beiden Händen die Ohren zuhält, und dahinter liegt eine tote Frau auf einem Bett.
Das Mädchen steht in der Mitte und ist dem Betrachter frontal zugewandt. Ihr Haar ist blassgelb und kurz, die Augen groß, blau und weit geöffnet, der Mund fest geschlossen. Sie trägt eine weiße oder cremefarbene Schürze über einem hellen Kleid mit Puffärmeln, dunkelblaue Strümpfe und dunkle Schuhe. Ihre Hände sind an beide Ohren gehoben, die Ellbogen nach außen gespreizt; diese eine Geste trägt die ganze Arbeit.
Hinter ihr erstrecken sich Bett und liegende Gestalt nach rechts. Die Frau liegt mit dem Kopf auf einem weißen Kissen, im Profil gesehen; ihr Gesicht ist blass graugrün, das Haar von einer dunklen Haube bedeckt. Bett und Wand dahinter sind in einem gedämpften Salbeigrün gehalten, vielerorts fleckig und unruhig, und am Rand des Bettes läuft eine rotbraune Linie. Der Boden im Vordergrund ist kräftig rostorange und nimmt fast ein Drittel der Leinwand ein; diese warme Fläche trennt den Betrachter von der Szene.
Das Motiv wird gewöhnlich mit dem Tod von Munchs Mutter verbunden, die 1868 starb, als der Maler fünf Jahre alt war; Krankheit und Tod in der Familie kehrten sein Leben lang in seinem Werk wieder. Munch hat dieselbe Szene in mehreren Fassungen und Techniken behandelt, und unsere Reproduktion folgt derjenigen der Kunsthalle Bremen mit 90 x 100 cm. Die Arbeit erscheint in der Literatur unter mehreren Titeln, darunter Der Tod und das Kind, was zu wissen nützlich ist, wenn man das Original sucht; zuverlässig bestimmt sie die Inventarnummer.
Die Farbe ist dünn und trocken aufgetragen, ohne Glanz, sodass das Gewebe der Leinwand stellenweise durchscheint. Die grüne Wand ist aus kurzen, sich kreuzenden Zügen gebaut, die nie zu einer gleichmäßigen Fläche verschmelzen, und genau diese Unruhe gibt dem Hintergrund sein Flimmern. Das Mädchen ist glatter und mit mehr Substanz gemalt als alles andere und tritt deshalb auch körperlich nach vorn, nicht nur kompositorisch.
Unsere Gemäldereproduktion wird handgemalt in Öl auf Leinwand ausgeführt, Strich für Strich, und niemals gedruckt. Da jede Leinwand eigens für die Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Detail; die kleinen Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer Hand und kein Mangel. Dieses Motiv gehört zu den anspruchsvolleren, denn der Unterschied zwischen dem glatt gemalten Kind und dem bewegten Hintergrund muss erhalten bleiben.
Die Szene ist still und ernst und gehört deshalb nicht an die Hauptwand des Wohnraums, sondern dorthin, wo der Betrachter sie sich selbst aussucht: ins Arbeitszimmer, in eine Bibliothek, in einen Flur oder eine ruhige Nische. Das rostorange Bodenfeld ist die stärkste Farbe der Leinwand, weshalb die Arbeit gut vor einer warmen, erdfarbenen Wand und vor warmem Holz steht; vor einer kalt blauen Wand gerät sie aus dem Klang. Als Leinwandgemälde fürs Wohnzimmer wäre sie nur dann richtig, wenn dieser Raum ruhig ist. Hängen Sie sie so, dass die Augen des Mädchens etwa auf Augenhöhe eines stehenden Betrachters sitzen, denn darauf ist die Szene gebaut.
Zehn Größen stehen zur Wahl, dazu ein Wunschmaß, und jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Weitere Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Schaffen schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Entstehungsjahr: | 1899 |
| Originalgröße: | 90 cm x 100 cm |
| Stil: | Symbolismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Kunsthalle Bremen (Inv. 377-1918/2) |









































