Edvard Munch – Der Schrei

ab 124,00 

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Beschreibung

Der Schrei

Der Schrei von Edvard Munch ist ein expressionistisches Werk von 1893, das unter der Inventarnummer NG.M.00939 im Nationalmuseum (Nasjonalmuseet) in Oslo aufbewahrt wird. Das Original misst 73,5 x 91 cm und ist gar nicht auf Leinwand gemalt, sondern in Tempera und Ölkreide auf Karton. Eine Gestalt steht auf einer Brücke über dem Fjord, presst beide Hände an den Kopf und hat den Mund zu einem langen, lautlosen Schrei geöffnet.

Der Himmel füllt das obere Drittel in waagerechten Bändern aus Rot, Scharlach und Orangegelb, zwischen die kurze blaugrüne Striche geschoben sind. Darunter windet sich der Fjord in dunkelblauen und fast schwarzen Bögen, die in einem langen S zum Horizont zurücklaufen, und auf dem Wasser liegen kleine dunkle Rümpfe und zwei Masten. Die Brücke schneidet die Fläche diagonal von links unten, ihr Geländer ist in Braun, Ocker und rötlichen Linien gezogen. Zwei dunkle aufrechte Gestalten mit Zylindern entfernen sich im Mittelgrund entlang dieses Geländers, vom Betrachter abgewandt. Die Gestalt im Vordergrund ist stehen geblieben, während ihre beiden Begleiter weitergehen, und gerade dieser Unterschied trägt die ganze Spannung der Szene. Der schreiende Kopf ist gelbgrün, Augen und Mund sind dunkle Höhlen, der Körper eine wogende blauschwarze Silhouette. An mehreren Stellen, vor allem am rechten Rand und im Himmel, bleibt der Karton unbemalt, und sein warmer sandiger Ton wird Teil der Darstellung.

Das Motiv existiert in vier Fassungen, zwei gemalten und zwei in Pastell. Unsere Reproduktion folgt dieser hier, der ersten gemalten Fassung von 1893 im Nationalmuseum in Oslo. Munch notierte, er sei eines Abends mit zwei Freunden auf dem Weg oberhalb der Stadt gegangen, als der Himmel blutrot wurde und er einen unendlichen Schrei durch die Natur gehen fühlte. Diese Notiz stammt aus seinen eigenen Tagebuchblättern und ist heute der übliche Rahmen der Deutung, bleibt aber der Kommentar des Malers und keine kunsthistorische Erklärung.

Technisch ist das Original ungewöhnlich. Munch trug Tempera und Ölkreide auf Karton auf, die Farbe ist dünn und stellenweise beinahe trocken, die Striche bleiben schnell und sichtbar. Gerade deshalb ist das Original so lichtempfindlich, dass es im Museum nur selten längere Zeit gezeigt wird. Unsere Fassung ist etwas anderes: sie ist ein Ölgemälde auf Leinwand, in dem dasselbe Motiv eine dichtere und weit haltbarere Oberfläche bekommt.

Jede Bestellung ist ein handgemaltes Leinwandgemälde, das ein Maler mit dem Pinsel Strich für Strich in Öl aufbaut. Nichts wird gedruckt und nichts maschinell vervielfältigt, deshalb gleichen sich zwei Leinwände nie bis ins Detail; die kleinen Unterschiede im Auftrag sind der Beleg dafür, dass eine Hand am Werk war. Die Fotografien neben diesem Text zeigen nicht das Original im Museum, sondern unsere eigene fertige Malerei, in der Werkstatt aufgenommen, damit die Oberfläche sichtbar wird, die Sie erhalten.

Wegen des starken roten Himmels wirkt diese Gemäldereproduktion am besten an einer ruhigen, neutralen Wand in Weiß, Grau oder Sand, wo die Farbe nicht mit der Umgebung konkurriert. Geben Sie ihr Abstand: gegenüber einer Sitzgruppe oder am Ende eines Flurs, denn die Bänder des Himmels schließen sich aus der Ferne zu einer Bewegung zusammen. Warmes Kunstlicht am Abend verträgt sie gut, direkte Sonne nicht. Vor dunklem Holz und mit schwarzer Kante wirkt sie strenger, vor heller Eiche weicher.

Zehn Größen stehen zur Wahl, dazu ein Wunschmaß, und jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Weitere Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Schaffen schreiben wir im Blog über Edvard Munch.

Entstehungsjahr:1893
Originalgröße:73,5 cm x 91 cm
Stil:Expressionismus
Originaltechnik:Tempera und Ölkreide auf Karton
Standort:Nationalmuseum (Nasjonalmuseet), Oslo

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