Beschreibung
Der Mäher
Der Mäher von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand aus dem Jahr 1917, das unter der Inventarnummer MM.M.00387 im Munch-Museum (Munchmuseet) in Oslo aufbewahrt wird. Das Original misst 151 x 130 cm. Die Szene ist eine sommerliche Wiese mitten in der Mahd: ein Mann steht etwas links der Mitte und mäht, um ihn herum steht hohes Gras.
Die Gestalt ist im Dreiviertelprofil gedreht, den Rücken leicht zum Betrachter, den Kopf zur Arbeit hinabgeneigt. Er trägt eine blassblau-weiße Mütze, ein blaues Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln, darüber eine dunkelblauschwarze Weste und dunkelbraune, fast weinrote Hosen. Die Unterarme sind von der Sonne gebrannt orange, und die Hände fassen den Stiel einer Sense in Hüfthöhe.
Die Sense läuft in einer langen blassen Linie nach rechts unten und endet mit dem Blatt in der unteren Mitte der Szene. Sie ist mit einem einzigen raschen Strich gemalt und bleibt beinahe durchscheinend, sodass das Gras hindurchschimmert.
Die Wiese nimmt den größten Teil der Leinwand ein. Sie ist aus langen senkrechten und schrägen Strichen in Grün, Gelb, Rosa, Lila und Weiß aufgebaut, dazwischen kleine rote und blaue Punkte, die als Blumen zu lesen sind. Links steht das Gras höher und dichter; rechts markieren breite Diagonalen die schon gemähten Schwaden und führen das Auge in den Hintergrund.
Rechts hinten steht ein großer runder grüner Baum, daneben niedrigeres Gebüsch und eine rotbraune Linie von Weg oder Zaun. Oben links zieht sich ein graublaues Band Wasser hin, und über allem liegt ein blasslila und weißer Himmel in breiten geschwungenen Strichen. Der Himmel ist nicht ruhig: die Striche drehen sich und geben der Szene ihren Wind.
Der Farbauftrag ist dick und schnell. Die Farbe liegt in langen gerichteten Strichen, die nichts verbergen, und stellenweise scheint der Grund zwischen ihnen durch. Munch hat das Gras nicht als Fläche gemalt, sondern als Menge einzelner Striche, sodass sich die Wiese bewegt, je länger man sie ansieht. Die Farbskala ist hoch und hell: Grün, Gelb und Rosa herrschen vor, dunkel sind allein die Gestalt und der Baum.
Der Aufbau ist einfach. Der Mäher bildet die eine dunkle Senkrechte in einem hellen Feld, und der Baum rechts hält ihr die Waage. Dazwischen laufen die Diagonalen der gemähten Schwaden und geben der Szene Richtung und Tiefe, obwohl sie weder Fluchtlinien noch einen Horizont im gewöhnlichen Sinn besitzt. Gerade deshalb wirkt sie nah und offen zugleich.
Unsere Ausführung ist handgemalt in Öl auf Leinwand, Strich für Strich, und wird niemals gedruckt. Da jede Leinwand einzeln auf Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Letzte; kleine Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer menschlichen Hand und kein Fehler. Die schwierigste Stelle ist das Gras, das aus einzelnen Strichen aufgebaut bleiben muss; zu einer grünen Fläche verschmolzen steht die Wiese still und die Szene verliert ihren Wind.
Das Format ist querformatig, die Szene hell und farbig, deshalb wirkt sie auch in einem kleineren Raum und braucht wenig Abstand. Als Wanddekoration passt sie ins Wohnzimmer, ins Esszimmer oder ins Büro, denn das Motiv ist freundlich und auf einen Blick verständlich. Die Wand sollte ruhig und hell sein; ein stark gemusterter Untergrund kämpft mit dem Gras. Hängen Sie es auf Augenhöhe, bei gleichmäßigem Licht, damit die rosa und lila Striche nicht ergrauen.
Neun Größen stehen zur Wahl, von 40 x 36 cm bis 215 x 190 cm, dazu ein Wunschmaß; jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Mehr Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Werk schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Entstehungsjahr: | 1917 |
| Originalgröße: | 151 cm x 130 cm |
| Stil: | Expressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Munch-Museum (Munchmuseet), Oslo |









































