Beschreibung
Der gelbe Baumstamm
Der gelbe Baumstamm von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand aus dem Jahr 1912, das unter der Inventarnummer MM.M.00393 im Munch-Museum (Munchmuseet) in Oslo aufbewahrt wird. Das Original misst 159,5 x 129,5 cm. Die Szene ist ein verschneiter Kiefernwald im Winter, durch dessen Mitte ein gefällter Stamm liegt.
Der Stamm ist der Gegenstand. Sein abgesägtes Ende ist dem Betrachter direkt zugewandt und als große leuchtend gelbe Scheibe in der unteren Mitte gemalt, von einer weißen Linie durchschnitten. Von dort zieht sich der Stamm in steiler Perspektive nach oben und nach hinten zurück, ein immer schmaler werdender gelber Keil, bis er sich zwischen den Bäumen verliert. Dieser eine Zug trägt den ganzen Raum.
Davor und daneben steigen hohe Kiefernstämme auf. Drei sind besonders kräftig: einer am linken Rand, einer rechts der Mitte und einer ganz rechts. Ihre Rinde ist nicht braun, sondern rosaviolett und grau, und darüber sind dunkle Schlingen und Kreise gemalt, die zugleich als Rindenzeichnung und als Ornament zu lesen sind.
Der Boden liegt unter Schnee. Der Schnee ist nicht weiß, sondern aus Flächen von Weiß, Lila und Blau aufgebaut, und neben dem Stamm zeigen sich braune und grüne Spuren aufgewühlter Erde. Links im Mittelgrund liegt ein zweiter gelber Stamm waagerecht, das kleinere Schnittende nach außen gekehrt.
Dahinter stehen dunkelgrüne Fichten und eine Reihe schlanker kahler Stämme, dazwischen die blaugrüne Tiefe des Waldes. Dunkle Äste schließen den oberen Rand. Nirgends ist Himmel: der Wald reicht bis an alle vier Ränder, und die Szene bleibt geschlossen.
Der Farbauftrag ist dick und entschieden. Die Farbe liegt in breiten Strichen, die nichts verbergen, und steht stellenweise über der Leinwand. Die gelben Stämme sind die dichteste Stelle, während der Schnee in langen waagerechten Zügen ausgestrichen ist. Der Gegensatz von Gelb und Violett trägt die ganze Farbspannung; Grün und Blau bleiben im Hintergrund.
Die Farbe beschreibt hier nicht die Dinge, sondern stellt sie gegeneinander. Die Rinde ist nicht braun, der Schnee nicht weiß, und der Stamm ist gelber, als Holz je wäre. Munch hat die Farbe danach gewählt, was sie der Nachbarfläche antut.
Der Aufbau ist ungewöhnlich und macht die Szene gerade dadurch einprägsam. Der Stamm läuft auf einer steilen Diagonale in die Tiefe, während die senkrechten Stämme diese Diagonale kreuzen und aufhalten. So bietet das Werk zugleich einen tiefen Raum und ein flaches Muster, und der Betrachter pendelt zwischen beiden. Munch hat den Widerspruch nicht aufgelöst, sondern offengelassen.
Unsere Ausführung ist handgemalt in Öl auf Leinwand, Strich für Strich, und wird niemals gedruckt. Da jede Leinwand einzeln auf Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Letzte; kleine Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer menschlichen Hand und kein Fehler. Die schwierigste Stelle ist das Gelb: es muss rein und hell bleiben, sonst sinkt die Szene ins Braune und der Stamm hört auf zu leuchten.
Das Format ist querformatig, die Szene hell und stark farbig, deshalb trägt sie auch eine größere Wand und etwas Abstand, was die Perspektive des Stammes aufgehen lässt. Als Wanddekoration wirkt sie gut im Wohnzimmer, im Büro oder im Flur. Die Wand sollte ruhig und hell sein, denn Gelb beruhigt sich vor dunklem Grund und verliert sein Licht. Hängen Sie es auf Augenhöhe, bei gleichmäßigem und neutralem Licht.
Neun Größen stehen zur Wahl, von 45 x 38 cm bis 231 x 180 cm, dazu ein Wunschmaß; jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Mehr Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Werk schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Entstehungsjahr: | 1912 |
| Originalgröße: | 159,5 cm x 129,5 cm |
| Stil: | Expressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Munch-Museum (Munchmuseet), Oslo |









































