Beschreibung
Pubertät
Pubertät von Edvard Munch ist ein Gemälde in Öl auf Leinwand von 1894, das unter der Inventarnummer NG.M.00807 im Nationalmuseum (Nasjonalmuseet) in Oslo aufbewahrt wird. Das Original misst 110 x 151,5 cm und steht im Hochformat. Ein junges Mädchen sitzt auf der Bettkante, dem Betrachter frontal zugewandt, und hinter ihm steigt ein großer dunkler Schatten die Wand hinauf.
Die Gestalt steht in der Mitte der Leinwand. Das Mädchen sitzt aufrecht, die Arme im Schoß gekreuzt, die Knie zusammengepresst, die bloßen Füße auf einem dunklen Boden. Langes dunkelbraunes Haar fällt über beide Schultern. Das Gesicht ist blass, die Augen groß und dunkel, und der Blick geht gerade aus der Fläche heraus, ernst und zurückhaltend. Der Körper ist in blassem rosa Creme gemalt und an den Seiten mit Grüngrau abgeschattet.
Das Bett ist mit einem weißen und blassgrauen Laken angedeutet, in dem grünliche Reflexe liegen, darunter und dahinter läuft ein dunkel rotbraunes waagerechtes Band. Der Hintergrund ist eine olivgrüne und graubraune Wand, dünn und ungleichmäßig gemalt. Rechts steigt hinter der Gestalt ein großer dunkler Schatten auf, blauschwarz und violett, oval in der Form und deutlich größer als der Körper, der ihn wirft. Dieser Schatten ist die merkwürdigste Stelle: er folgt nicht dem Licht der Szene und verhält sich eher wie eine eigenständige Form als wie eine optische Erscheinung. In der unteren rechten Ecke steht eine kleine rote Signatur. Das Laken ist der einzige wirklich helle Teil der Leinwand.
Das Motiv existiert in mehr als einer gemalten Fassung. Unsere Reproduktion folgt derjenigen im Nationalmuseum in Oslo mit 110 x 151,5 cm; eine zweite gemalte Fassung von 112,5 x 150 cm befindet sich im Munch-Museum und ist ein eigenständiges Werk und keine Kopie. Die Datierung ist nicht ganz gesichert: unsere Angabe nennt 1894, der museale Eintrag setzt die Arbeit über 1894 und 1895 an, und die Literatur führt sie deshalb häufig als 1894-95.
Munch trug die Farbe dünn auf, ohne schweren Auftrag, und stellenweise scheint das Gewebe der Leinwand durch, besonders in der Wand hinter der Gestalt. Der Körper ist aus weichen Übergängen gebaut, der Schatten aus langen senkrechten Schwüngen, die sich zu den Rändern hin auflösen. Eine Umrisszeichnung gibt es kaum; die Formen entstehen aus dem Unterschied der Töne.
Unsere Fassung wird handgemalt in Öl auf Leinwand ausgeführt, Strich für Strich, und niemals gedruckt. Jede Leinwand entsteht eigens für die Bestellung, deshalb gleichen sich zwei nie bis ins Detail; die kleinen Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer Hand und kein Mangel. In Museumsqualität ausgeführt, gehört dieses Motiv zu den anspruchsvollsten in den Übergängen der Haut.
Das Werk ist hochformatig und ruhig und wirkt deshalb gut an einer schmaleren Wand oder in einer Nische, wo es Leere um sich hat – neben einer Tür, in einem Flur oder im Schlafzimmer. Hängen Sie es so, dass das Gesicht etwa auf Augenhöhe sitzt, denn dann trifft der Blick des Mädchens den des Betrachters, und darum geht es in der Szene. Als Leinwandgemälde fürs Wohnzimmer verlangt es eine neutrale, leicht warme Wand; kräftig farbige Wände geraten mit den grünlichen Schatten in Streit. Das Licht sollte gleichmäßig und weich sein, ohne harten Strahl, der den Schatten hinter der Gestalt flach machen würde.
Zehn Größen stehen zur Wahl, dazu ein Wunschmaß, und jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Weitere Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Schaffen schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Entstehungsjahr: | 1894 |
| Originalgröße: | 110 cm x 151,5 cm |
| Stil: | Symbolismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Nationalmuseum (Nasjonalmuseet), Oslo |









































