Beschreibung
Bildnis Dr. Hugo Koller ist ein Werk Egon Schieles aus dem Jahr 1918, auf dem ein Wiener Arzt mit einem aufgeschlagenen Buch im Schoß in einem tiefgrünen Lehnstuhl sitzt, von allen Seiten von Büchern umgeben. Das Original befindet sich im Belvedere in Wien unter der Inventarnummer 4296; laut Museumseintrag ist es derzeit nicht ausgestellt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinen, in dreizehn Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Bildnis Dr. Hugo Koller |
| Weitere Titel: | Dr. Hugo Koller · Porträt Dr. Hugo Koller |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1918; eigenhändig bezeichnet rückseitig am Keilrahmen |
| Originalgröße: | 140,3 cm x 110 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Stilrichtung: | Expressionismus |
| Standort: | Belvedere, Wien (Inv.-Nr. 4296), derzeit nicht ausgestellt |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinen, 13 Größen von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm oder Maßanfertigung |
Bildnis Dr. Hugo Koller – Egon Schiele
Wer war Dr. Hugo Koller?
Der Museumseintrag ist knapp, und wir geben ihn so wieder, wie er dasteht: Dr. Hugo Koller, geboren 1868, war Arzt und Physiker, seine Frau war die Malerin Broncia Koller-Pinell (1863–1934). Mehr sagt das Belvedere über den Dargestellten nicht. Weil die Quelle nicht mehr hergibt, schreiben wir ihm auch keine weiteren Berufe und keine Sammelleidenschaften zu; was diese Seite über ihn weiß, weiß sie aus dem Museumseintrag und aus dem Werk selbst.
Was ist zu sehen?
Ein Mann in einem dunklen blaugrünen Anzug mit Weste, weißem Kragen und dunkler Krawatte, sitzend in einem tiefgrünen Lehnstuhl. Im Schoß liegt ein aufgeschlagenes Buch, das er mit beiden Händen hält. Die Hände sind mit derselben Sorgfalt gemalt wie das Gesicht: knochig, mit herausgezeichneten Adern und Knöcheln, sodass sie den Blick fast ebenso stark binden wie der Kopf. Der Blick selbst geht nicht zur Betrachterin und zum Betrachter, sondern zur Seite und leicht nach unten, als läse er gerade oder hätte eben aufgehört. Das Haar ist dünn und rötlich, der Schnurrbart kurz. Unter dem Lehnstuhl zieht sich eine rotbraune Bodenfläche mit dunklen Streifen durch das Werk.
Warum sind so viele Bücher zu sehen?
Weil die Bücher rings um die Figur gesetzt sind, nicht bloß hinter sie. Links liegen sie in Stapeln, mit dem Schnitt nach außen gedreht, sodass man die hellen Blöcke der Blätter sieht; rechts stehen sie aufrecht, mit den Rücken nach außen; über dem Lehnstuhl reihen sich weitere Stapel, und am unteren Rand läuft noch eine Reihe entlang. Ihre roten, grauen, blauen und olivfarbenen Flächen bilden ein Muster, das die ganze Fläche zusammenhält und dem Porträt seinen Rhythmus gibt. Eines sei klar gesagt: Über das Sammeln von Büchern steht im Museumseintrag nichts. Die Bücher sind das, was das Werk zeigt, und keine Behauptung, die die Quelle über den Dargestellten aufstellte.
Wo ist die Signatur?
Nicht auf der Vorderseite. Der Museumseintrag nennt bei diesem Werk keine Signatur auf der Schauseite, sondern nur eine eigenhändige Bezeichnung rückseitig am Keilrahmen: „Egon Schiele, Wien XIII, ‚Bildnis Dr. K.’ 1918“. Also die Wiener Adresse des Malers, die Jahreszahl und sein eigener Name für das Werk – mit dem Nachnamen des Dargestellten auf einen Buchstaben verkürzt. Das ist für diese Seite eine brauchbare Angabe und zugleich ein Hinweis: Wer vorne nach einer Signatur sucht, findet laut Eintrag keine.
Warum ist dieses Porträt bedeutend?
Weil es zu den späten Bildnissen von 1918 gehört, also aus dem Todesjahr des Malers stammt, und weil Schiele hier nicht mit der Verzerrung eines Körpers beschäftigt ist, sondern mit der nüchternen Gegenwart einer sitzenden Figur. Als expressionistisches Gemälde wirkt es ungewöhnlich ruhig: Die Spannung entsteht nicht aus der Haltung, sondern aus dem Verhältnis zwischen dem stillen Mann und dem unruhigen Muster, das ihn umgibt. Genau dieses Verhältnis ist beim Reproduzieren am schwersten zu treffen.
Wie ist die Leinwand und wie das Format?
Hochformat: Der Eintrag gibt 140,3 x 110 cm an, eine Leinwand also, die etwa um ein Viertel höher als breit ist. Das Original ist laut Eintrag mit Ölfarben auf Leinwand gemalt; unsere Reproduktion entsteht mit Ölfarben auf Leinen, was unsere Wahl des Bildträgers ist und keine Angabe über das Original. Beides vermischen wir nicht: In der Tabelle steht bei der Originaltechnik Leinwand und bei unserer Ausführung Leinen.
Woher stammt das Werk und wo ist es heute?
Das Belvedere veröffentlicht zu diesem Werk eine Eigentümerkette, und wir geben sie so wieder, wie das Haus sie veröffentlicht: Hugo Koller, Wien; Rupert und Silvia Koller, Oberwaltersdorf; 1948 Ankauf Galerie Welz, Wien. Das Museum nennt dazu auch eine Kontaktstelle für Provenienzforschung. Im Archivmaterial ist ein Ankaufsdokument von 1948 erhalten, überschrieben „Ankauf von Kunstwerken“, das fünf Werke mit ihren Inventarnummern aufzählt, darunter dieses Porträt unter 4296 und ein Damenbildnis von Klimt unter 4286 – das Werk kam also in einer Gruppe ins Haus und nicht einzeln. Die Ausstellungsliste beginnt 1954 und führt über 1968, 1990, 2006, 2011, 2017–2018 und 2018–2019 bis zu einer Ausstellung von 2024, die Broncia Koller-Pinell gewidmet war, also der Frau des Dargestellten. Heute befindet sich das Werk im Belvedere unter der Inventarnummer 4296 und ist laut Eintrag derzeit nicht ausgestellt; der gesamte Schiele-Bestand des Hauses ist auf der Egon-Schiele-Seite des Belvedere verzeichnet.
Wo steht dieses Porträt in Schieles Werk?
Bei den späten Bildnissen, unmittelbar neben dem Bildnis der Frau des Künstlers, Edith Schiele, das im selben Jahr entstand und dasselbe Haus verwahrt. Woher der Maler kam, zeigen die beiden Bildnisse von 1910, das Bildnis Eduard Kosmack und das Bildnis Herbert Reiner; Die Umarmung von 1917 zeigt, was er tat, als er kein Gesicht mehr brauchte. Die vollständige Auswahl findet sich in der Egon-Schiele-Galerie, mehr über sein Leben in unserem Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts, und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er hervorging; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitbestimmte, und die österreichische Kunst dieser Zeit wird bis heute über diese beiden Namen gelesen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt eine Künstlerin oder ein Künstler in Öl, Strich für Strich; es handelt sich nicht um einen maschinellen Abzug – unter dem Pinsel entsteht eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung angefertigt. Bei diesem Motiv sind zwei Stellen die schwierigsten. Die erste sind die Bücher: zu genau gemalt werden sie zur Tapete, nachlässig gemalt zerfällt das Muster, das die Fläche zusammenhält. Die zweite sind die Hände, die knochig und sehnig bleiben müssen und nicht plump werden dürfen. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und senden Ihnen die Aufnahme zur Freigabe, erst danach geht es in den Versand. Für diese Werkfamilie halten wir keine Atelieraufnahmen – das Werk wurde in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert, und nichts wurde entfernt; wird es das nächste Mal gemalt, fotografieren wir es und ergänzen die Aufnahmen auf dieser Seite. Als Reproduktion auf Leinwand kommt es auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen und aufhängefertig an.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: über einem Sofa 110 x 140 cm oder größer, für eine kleinere Wand genügt 70 x 90 cm. Bei diesem Motiv hat 110 x 140 cm einen besonderen Rang, denn von allen unseren Größen kommt sie der Größe des Originals am nächsten, das 140,3 x 110 cm misst. Ein aufrechtes Motiv verhält sich anders als ein liegendes – es braucht kein langes Möbelstück unter sich, sondern Höhe darüber, und wirkt daher gut neben einer Tür, zwischen Fenstern oder allein auf einer schmalen Wand. Über einem Bett ist 120 x 150 cm die übliche Wahl. Unser größtes Format misst 160 x 205 cm, das kleinste 50 x 65 cm. Als Kunstgemälde in großem Maßstab braucht es Abstand: Gesicht, Hände und das Muster der Bücher fügen sich erst aus einigen Metern zusammen.
Wie bestelle ich eine Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen?
Passt keine der dreizehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen; unsere 3D-Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl und nicht der Darstellung des Werks auf Ihrer eigenen Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, und er gehört nicht zwingend zur Bestellung.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe; sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Weil jedes Werk einzeln entsteht, richtet sich die Fertigungszeit nach der Größe und nach der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Wo wird das Original verwahrt?
Im Belvedere in Wien, Inventarnummer 4296; laut Museumseintrag ist es derzeit nicht ausgestellt.
Wer ist dargestellt?
Dr. Hugo Koller, geboren 1868; laut Museumseintrag Arzt und Physiker.
Was liest er?
Der Museumseintrag nennt das Buch nicht. Zu sehen ist nur, dass es aufgeschlagen ist und er es mit beiden Händen hält.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von Hand in Öl gemalt.
Ist das Werk vorne signiert?
Laut Museumseintrag nicht. Genannt ist nur die eigenhändige Bezeichnung rückseitig am Keilrahmen.
Wie groß ist die Originalleinwand?
140,3 x 110 cm, also aufrecht.
Welche Ihrer Größen kommt dem Original am nächsten?
110 x 140 cm; von den dreizehn Größen ist sie den Maßen des Originals am nächsten.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht auf der Liste steht?
Ja, wir malen das Werk in jedem gewünschten Maß.
Wie kommt es an?
Auf einen Holzkeilrahmen aufgezogen und geschützt verpackt; der Rahmen ist optional.
Ist das Original käuflich?
Es ist nicht käuflich; es gehört zur öffentlichen Sammlung des Belvedere und ist nicht am Markt.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: Dr. Hugo Koller sitzt mit einem aufgeschlagenen Buch im Schoß in einem grünen Lehnstuhl, von Büchern umgeben.
- Original: 1918, Öl auf Leinwand, 140,3 x 110 cm, Belvedere Wien, Inv.-Nr. 4296, derzeit nicht ausgestellt.
- Unseres: handgemalt in Öl auf Leinen, 13 Größen oder Maßanfertigung.
- Wissenswert: laut Museumseintrag ist das Werk nur rückseitig am Keilrahmen bezeichnet.









































