Beschreibung
Selbstporträt mit Dornenhalsband und Kolibri ist ein Werk von Frida Kahlo aus dem Jahr 1940: Die Malerin blickt uns frontal an, um ihren Hals liegt eine Kette aus Dornen, an der ein toter schwarzer Kolibri als Anhänger hängt, über der einen Schulter beugt sich ein Klammeraffe vor, über der anderen eine schwarze Katze. Über ihrem Kopf schweben zwei Libellen, in der hochgesteckten Frisur sitzen Haarspangen in Schmetterlingsform, und hinter ihr erhebt sich eine dichte Wand großer grüner Blätter. Das Original, Öl auf Leinwand, misst etwa 61 x 46 cm (Höhe x Breite) und gehört zur Sammlung Nickolas Muray im Harry Ransom Center der University of Texas at Austin. Unsere Maler fertigen es von Hand in Ölfarben auf Leinwand in drei Hochformaten an, 40 x 49, 45 x 60 oder 51 x 67 cm, und vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Selbstporträts.
| Titel: | Selbstporträt mit Dornenhalsband und Kolibri |
| Weitere Titel: | Autorretrato con Collar de Espinas y Colibrí · Self-Portrait with Thorn Necklace and Hummingbird |
| Maler: | Frida Kahlo (1907–1954) |
| Entstehungsjahr: | 1940 |
| Originalgröße: | ca. 61 cm x 46 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Mexikanische Moderne |
| Standort: | Harry Ransom Center, University of Texas at Austin (Sammlung Nickolas Muray) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 3 Formate oder nach Maß |
Selbstporträt mit Dornenhalsband und Kolibri – Frida Kahlo
Was zeigt das Selbstporträt mit Dornenhalsband und Kolibri?
Frida Kahlo hat sich als Brustporträt gemalt, streng von vorn, mit einem Gesicht, das kein Gefühl verrät. Sie sieht uns direkt an, die dunklen Brauen treffen sich fast über der Nase, die Lippen sind ruhig geschlossen. Sie trägt eine schlichte weiße Bluse, ihr Haar ist zu einem Kranz geflochten und mit einem violetten Band durchzogen.
Um den Hals windet sich ein Band aus trockenen Dornenzweigen, das sich wie Baumwurzeln über die Brust ausbreitet. Die Dornen dringen in die Haut, deshalb sind am Hals kleine Wunden und Blutstropfen zu sehen. In der Mitte hängt ein schwarzer Kolibri mit ausgebreiteten Flügeln, starr und offensichtlich tot.
Auf ihrer rechten Schulter, also links auf der Leinwand, sitzt ein schwarzer Klammeraffe, der auf seine Hände schaut und mit dem Dornenzweig spielt. Über der linken Schulter späht eine schwarze Katze mit hellen, eisblauen Augen und aufgestellten Ohren aus dem Laub.
Über dem Kopf schweben zwei Libellen mit durchscheinenden Flügeln, direkt darunter stecken zwei silberne Spangen in Schmetterlingsform im Haar. Den Hintergrund füllen breite grüne Blätter, nur oben schimmert ein wenig blasser Himmel durch.
Was bedeuten Dornen, Kolibri und Tiere?
Kahlo malte das Werk 1940, nach der Scheidung von dem Wandmaler Diego Rivera und dem Ende ihrer Beziehung zu dem Fotografen Nickolas Muray. Forscher deuten das Malen von Selbstporträts als eine Art Therapie für sie: Auf der Leinwand schuf sie eine eigene Frida, auf die sie Angst und Schmerz übertragen konnte.
Der tote Kolibri gilt in der mexikanischen Volksüberlieferung als Glücksbringer für die Liebe. Eine andere Deutung sieht in ihm ein Zeichen für Huitzilopochtli, den aztekischen Kriegsgott. Die Katze soll für Unglück und Tod stehen, der Affe für das Böse.
Den Klammeraffen hatte Kahlo von Rivera geschenkt bekommen, darum verstehen manche ihn als dessen Symbol: Das Tier zerrt so fest an der Kette, dass die Dornen die Haut blutig ritzen. Die Dornen können auch an die Dornenkrone Christi erinnern, womit sich die Malerin nach enttäuschter Liebe als Märtyrerin zeigen würde; Schmetterlinge und Libellen stünden in dieser Lesart für ihre Auferstehung.
Üppiges Grün steht gewöhnlich für Fruchtbarkeit, hier aber steht es in hartem Gegensatz zum Tod im Vordergrund. Kahlo sagte über ihre Arbeit, sie male keine Träume, sondern ihre eigene Wirklichkeit, und diese Wirklichkeit zeigt sie hier ohne Beschönigung.
Warum ist dieses Selbstporträt so bekannt?
Der größte Teil ihres Werks besteht aus Selbstporträts, in denen sie sich direkt mit Krankheit, Unfruchtbarkeit und einer schwierigen Ehe auseinandersetzte. Die markanten Brauen, die kunstvoll geflochtene Frisur und mexikanische Motive machten sie laut Wikipedia in Mexiko und den Vereinigten Staaten populär, und auf dieser Leinwand kommen alle zusammen.
Wichtig ist auch ihre Nähe zur indigenen Kultur Mexikos. Mit kraftvollen Symbolen aus dieser Überlieferung, etwa dem Kolibri, stellte sie sich in eine Tradition des Widerstands gegen Kolonialmacht und männliche Herrschaft. Deshalb zählt es zu den Frida Kahlo Gemälden, über die am meisten geschrieben und gestritten wird.
Seit 1990 ist es viel gereist, vom Philadelphia Museum of Art und dem Museo de Arte Moderno in Mexiko-Stadt bis nach Rom 2014, New York 2015 und Boston 2019.
Die Ausstellungsliste und beide Deutungen der Symbole beschreibt ausführlich der Wikipedia-Artikel (auf Englisch).
Wo wird das Original aufbewahrt, und wie kam es dorthin?
Nickolas Muray kaufte das Selbstporträt kurz nach seiner Fertigstellung. Heute gehört es zur Sammlung Nickolas Muray im Harry Ransom Center der University of Texas at Austin; die Universität erwarb es 1966.
Die Leinwand ist eher klein, etwa 61 cm hoch und 46 cm breit, und so wirkt das Gesicht nah statt monumental, als säße Kahlo direkt vor Ihnen.
Dieses Selbstporträt oder ein anderes Werk von Frida Kahlo?
Dieses Kunstgemälde ist dunkel und dicht, mit tiefen Grün- und Schwarztönen und dem scharfen weißen Akzent der Bluse. Am besten kommt es dort zur Geltung, wo man es aus der Nähe betrachtet: im Arbeitszimmer, in der Bibliothek, im Flur oder über der Kommode im Schlafzimmer.
Wenn Sie Kahlo doppelt sehen möchten, wählen Sie Die zwei Fridas, in dem zwei Fridas Hand in Hand sitzen. Schmerz, auf ein Tier übertragen, zeigt Der verwundete Hirsch, heller und feierlicher ist dagegen das Selbstporträt, Leo Trotzki gewidmet, in dem die Malerin zwischen zwei weißen Vorhängen steht.
Ein noch näheres, fast intimes Gesicht mit Tränen bietet Diego und ich. Alle Werke der Malerin, die wir auf Bestellung malen, finden Sie auf der Seite Frida Kahlo.
Wie malt unser Maler dieses Selbstporträt?
Kahlo malte mit klaren Umrissen, flacher Perspektive und hellen, gesättigten Farben, und ihre Oberfläche ist glatt, fast ohne sichtbare Pinselspuren. Unser Maler zeichnet deshalb zuerst genau Gesicht, Schultern und beide Tiere vor und trägt dann in dünnen Schichten die grünen Blätter und den Himmel auf.
Es folgen die warme, ruhige Haut und die weiße Bluse. Zum Schluss kommt der feine Pinsel: Fell von Affe und Katze, Blattadern, Kolibrifedern, das Blut an den Dornen und die silbernen Schmetterlinge.
So entsteht eine handgemalte Reproduktion mit tiefen, beständigen Farben, die das Licht anders einfängt als jeder Druck. Jedes Ölgemälde entsteht bei uns einzeln, nach Ihrer Bestellung, und keines kommt aus einem Lager.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 40 x 49 cm für eine schmale Wand oder ein Regal, 45 x 60 cm über Kommode oder Schreibtisch, 51 x 67 cm für den zentralen Platz an einer Wand.
Für dieses Selbstporträt bieten wir nur drei Hochformate an (Breite x Höhe): 40 x 49, 45 x 60 und 51 x 67 cm. Am nächsten am Original liegt 45 x 60 cm, das 1 cm schmaler und 1 cm niedriger ist.
Wegen des direkten Blicks hängt es am besten auf Augenhöhe. Als Gemälde fürs Wohnzimmer eignet sich 51 x 67 cm über einem Sessel oder neben dem Bücherregal; 45 x 60 cm passt ins Arbeits- oder Schlafzimmer, das kleinste Format an eine schmale Wand neben der Tür.
Kann ich ein anderes Format oder einen Rahmen bestellen?
Wenn keines der drei Formate passt, können Sie uns nach einem anderen fragen. Senden Sie über die Seite für Gemälde nach Wunsch die gewünschte Breite und Höhe; wir prüfen, ob sich das Maß umsetzen lässt, und nennen Ihnen Preis und Lieferzeit.
Das Selbstporträt erhalten Sie gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Jedes unserer Gemälde auf Leinwand spannt und rahmt unsere Werkstatt in Slowenien. Ihren Rahmen suchen Sie in unserer 3D-Anwendung aus, die allein der Rahmenwahl dient; wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand wirkt, zeigt ein gesonderter Service.
Ein dunkler Holzrahmen greift das schwarze Fell auf, helles Naturholz das Grün der Blätter.
Wann ist das Selbstporträt bei mir?
Gemalt wird ab dem Moment, in dem Sie bestellen und bestätigen, und nach 15 bis 45 Werktagen ist das Selbstporträt reisefertig. Bevor wir es versenden, bekommen Sie ein Foto des fertigen Werks, und gewünschte Änderungen nehmen wir vor.
Innerhalb der EU, also auch nach Deutschland und Österreich, fällt kein Zoll an, und für jeden Kauf gilt unsere Rückgaberegelung.
Das Selbstporträt mit Dornenhalsband ist ein passendes Geschenk für Menschen, die Mexiko, Tiere oder die Geschichten starker Frauen lieben. Wer das Format offenlassen möchte, verschenkt einen Geschenkgutschein und überlässt die Wahl dem Beschenkten.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
Im Harry Ransom Center der University of Texas at Austin, in der Sammlung Nickolas Muray.
Was hängt an der Dornenkette?
Ein toter schwarzer Kolibri mit ausgebreiteten Flügeln, in Mexiko ein Glücksbringer für die Liebe.
Ist das ein Druck?
Nein, jedes Exemplar ist eine handgemalte Kopie in Öl auf Leinwand, nach Ihrer Bestellung angefertigt.
Wie groß ist das Original?
Etwa 61 cm hoch und 46 cm breit; unser nächstes Format ist 45 x 60 cm.
Gibt es das Selbstporträt in einem anderen Maß?
Wir bieten drei Formate an; für ein anderes schreiben Sie uns, und wir prüfen, was möglich ist.
Wie lange dauert die Anfertigung?
15 bis 45 Werktage, danach versenden wir das Gemälde, innerhalb der EU zollfrei.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, besonders für Liebhaber von Kahlo und Mexiko; ist das Format unklar, passt ein Gutschein.
Was bedeutet der Affe?
Kahlo bekam den Affen von Rivera, deshalb sehen manche in ihm sein Symbol, das ihr Schmerz zufügt.
- Motiv: Frida Kahlo mit Dornenkette und totem Kolibri, neben ihr ein Affe und eine schwarze Katze, dahinter grüne Blätter.
- Original: 1940, Öl auf Leinwand, ca. 61 x 46 cm, Harry Ransom Center, Austin.
- Unsere Fassung: Öl auf Leinwand, auf Bestellung gemalt, drei Hochformate: 40 x 49, 45 x 60 und 51 x 67 cm.
- Gut zu wissen: kurz nach der Entstehung kaufte der Fotograf Nickolas Muray das Werk.









































