Beschreibung
| Jahr der Erstellung: | um 1893–1895 |
| Originalgröße: | 100,6 cm x 80,6 cm |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Solomon R. Guggenheim Museum, New York |
Die Artilleristen, um 1893–1895
Eine Mannschaft, aufgestellt wie für ein Foto
Die Leinwand ist querformatig und zeigt eine ganze Geschützmannschaft, um ihre Waffe
versammelt und dem Betrachter frontal zugewandt. Die Anordnung ist die einer
Gruppenaufnahme: drei Männer sitzen vorn im Gras, eine Reihe steht rechts vom Geschütz,
mehrere Köpfe ragen über dem Rad auf, und ein einzelner Mann steht abseits am rechten Rand.
Niemand tut etwas – alle posieren, genau wie vor einem Fotografen. Genau das macht das
Gemälde eher zum Andenken an eine Einheit als zur Kampfszene.
Das Geschütz und sein Rad
Die Mitte nimmt ein Feldgeschütz ein: das dunkle Rohr blickt nach links, darunter erhebt
sich ein großes Holzrad mit vielen Speichen, der hellste Gegenstand der ganzen Leinwand. Auf
dem Radkranz steht eine gemalte Aufschrift, die eine Batterie und eine Geschütznummer nennt
– die Buchstaben sind klein, und wir geben sie hier nicht wieder. Das Rad wirkt wie ein
Fenster inmitten der Gruppe: durch die Speichen scheint das Gras, und die Männer dahinter
ordnen sich darum an wie um die Mitte eines Wappens.
Die Uniformen
Die Männer tragen dunkelblaue Röcke mit goldenen Schulterschnüren und roten
Kragenspiegeln, weiße Hosen und Käppis mit rotem Deckel. Fast alle haben einen Schnurrbart.
Einer der am Geschütz Stehenden trägt zwei Auszeichnungen auf der Brust. Der Gegensatz von
dunklem Rock und weißer Hose wiederholt sich über die gesamte Breite und gibt der Leinwand
einen Rhythmus, den sie sonst nicht hätte: die Gruppe liest sich als Reihe senkrechter
Bänder, oben dunkel, unten hell.
Der Mann in Weiß
Am rechten Rand steht eine Gestalt, die in dieses Schema nicht passt: ein langer weißer
Mantel über dem ganzen Körper, eine dunkle Pelzmütze statt eines Käppis, dunkle Stiefel.
Neben ihm sind Gewehre mit Riemen angelehnt. Weil er als Einziger von Kopf bis Fuß hell ist
und weil er etwas abseits der Reihe steht, zieht er den Blick ebenso stark an wie das
Geschütz. Rousseau hat ihn nicht in die Reihe gestellt; er ließ ihm seinen eigenen Platz am
Rand.
Wiese und Bäume
Das untere Drittel ist eine hellgrüne Wiese, in kleinen senkrechten Strichen gemalt.
Hinter der Gruppe erhebt sich ein Band von Bäumen: eine breite runde Krone in der Mitte mit
rostfarbenem und grünem Laub, zwei schlanke Bäume rechts und dichteres Grün links. Der
Himmel ist blassblaugrau mit weichen Wolken. Am linken Rand steht ein helles dreibeiniges
Gestell mit einem kleinen dunklen Gegenstand oben – ein Richtgerät, das zur Ausrüstung der
Batterie gehört.
Museum und Eintrag
Das Original bewahrt das Solomon R. Guggenheim Museum in New York unter der
Inventarnummer 38.711 auf. Das Museum führt es als Öl auf Leinwand mit den Maßen
80,6 x 100,6 cm und datiert es auf etwa 1893-1895. Dasselbe Museum besitzt auch Die Fußballspieler, sodass
diese beiden Leinwände Rousseaus in New York in einer Sammlung stehen. Ein vergleichbar
angelegtes Gruppenporträt ist Die Hochzeitsgesellschaft, unter den Porträts im Freien steht Vergangenheit und Gegenwart.
Wie wir diese Leinwand anfertigen
Wir fertigen das Gemälde als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand an, auf
Bestellung und in der Größe Ihrer Wahl. Zwei Teile dieses Motivs sind die anspruchsvollen:
die Speichen des Rades, die gerade und gleichmäßig verteilt bleiben müssen, und die Reihe
der Gesichter, von denen jedes seinen eigenen Ausdruck braucht, sonst zerfällt die Gruppe zu
einem wiederholten Muster. Da in Handarbeit gearbeitet wird, weicht jedes Exemplar leicht
vom vorigen ab. Die Leinwand wird auf einen Holzrahmen gespannt und aufhängefertig
geliefert. Ein weiteres Pariser Motiv unserer Reihe ist Jardin du Luxembourg. Das gesamte Werk finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.









































