Beschreibung
| Entstehungsjahr: | 1894 |
| Originalgröße: | 114 cm x 195 cm |
| Malstil: | Naive Malerei (Primitivismus), Epoche des Postimpressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Musée d’Orsay, Paris, Frankreich |
Der Krieg – handgemalte Reproduktion
Der Himmel ist oben links blau mit rosafarbener und grauer Wolke und geht nach rechts am
Horizont in Ocker-Orange über. Quer durch die Mitte springt ein dunkles, langgestrecktes,
mähniges Geschöpf mit gespreizten Beinen und dem Kopf nach rechts. Darauf sitzt eine junge
Gestalt in einem weißen kurzärmeligen Hemd, mit bloßen Beinen und barfuß, langes dunkles Haar
nach beiden Seiten wehend, mit einem breiten starren Grinsen, das die Zähne zeigt. Die
erhobene Rechte hält eine blasse Schwertklinge, die Linke eine dunkle Fackel, die rot glüht
und eine lange graubraune Rauchfahne über den Himmel zieht. Von links greifen kahle dunkle
Äste mit dunklen Blättern herein; rechts steht ein blassgrau-weißer kahler Stamm. Darunter
liegen ein dunkler Grat und eine ockerfarbene Ebene. Der ganze Vordergrund ist mit blassen
nackten Körpern übersät, die zwischen dunkelroter Erde und dunklen Steinen liegen, und
schwarze Vögel mit ausgebreiteten Flügeln stehen zwischen ihnen. Unten rechts steht die
dunkle Signatur Henri Rousseau.
Was auf dieser Leinwand ist
Das ist eine Allegorie und kein landschaftlicher Schmuck. Das untere Drittel ist ein Feld
der Toten, das obere ein ruhiger bewölkter Himmel, und der Maler trennt beides nicht: dieselbe
genaue Hand hat die Rauchfahne und jeden Körper gezeichnet. Gerade diese Gleichmäßigkeit macht
die Leinwand schwer. Wer dieselbe Spannung ohne menschliche Opfer sucht, sehe Kampf zwischen Tiger und Büffel oder Von einem Tiger angegriffene Späher,
wo die Gewalt zwischen Tieren geschieht und in der Natur bleibt.
Eine Allegorie, die wir nicht deuten
Wer die reitende Gestalt ist, behaupten wir nicht. Weder der Museumseintrag noch das
Gemälde nennt sie; sichtbar ist eine junge Gestalt mit Schwert und Fackel auf einem dunklen
Tier. Ebenso nennen wir keinen Krieg, keine Schlacht und kein Jahr – der Titel ist eine
Abstraktion und wird als solche behandelt. Eine verwandte Anlage, in der eine Gestalt die
Bedeutung trägt statt eines Ereignisses, erscheint bei Vergangenheit und Gegenwart. Der Gegenpol derselben Hand, ein
Fest statt einer Verwüstung, ist Ein Jahrhundert der Unabhängigkeit.
Was das an der Wand bedeutet
Das Original misst 114 cm x 195 cm und ist die breiteste Leinwand dieser Gruppe; das
Verhältnis ist ausgesprochen langgestreckt, fast ein Band. Deshalb braucht es eine breite Wand
und etwas Abstand: in kleinen Maßen fällt der Vordergrund zu einem Fleck zusammen, in großen
liest er sich als Erzählung von links nach rechts. Wir geben die Leinwände nicht im
Originalmaß wieder; die Größe wählen Sie nach Ihrer Wand.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Jede Leinwand wird von Hand in Öl gemalt, auf Bestellung und in der von Ihnen gewählten
Größe. Der Maler arbeitet nach einer hochaufgelösten Aufnahme des Originals, Schicht für
Schicht, damit die Rauchfahne, die Mähne des dunklen Tieres und die kahlen Äste auch in
kleineren Maßen lesbar bleiben. Weil es Handarbeit ist, unterscheiden sich zwei Leinwände
gleicher Größe immer ein wenig; das ist kein Fehler, sondern der Unterschied zwischen einem
Gemälde und einem Druck. Die Preise auf dieser Seite beginnen bei 155 EUR für das
kleinste Maß.









































