Beschreibung
| Titel: | Kind mit Puppe (Das Baby feiern) |
| Weitere Titel: | Pour fêter le bébé! (Titel im Museumseintrag) · Zur Feier des Kindes! |
| Maler: | Henri Rousseau (1844–1910) |
| Entstehungsjahr: | 1903, unten rechts signiert «Henri Rousseau» |
| Originalgröße: | 81 cm x 100 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Naive Kunst (Primitivismus), Paris nach dem Impressionismus |
| Standort: | Kunst Museum Winterthur (inv. KV 1103) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder Maß nach Wunsch |
Kind mit Puppe (Pour fêter le bébé!) – Henri Rousseau
Kind mit Puppe (Das Baby feiern) ist eine hochformatige Leinwand von Henri Rousseau aus dem Jahr 1903 und das einzige Kinderporträt in unserem Angebot dieses Malers. Ein Kind im weißen Kittel steht mitten auf einer Wiese, in der einen Hand eine Puppe, in der anderen eine Blume. Das Original bewahrt das Kunst Museum Winterthur in der Schweiz unter der Inventarnummer KV 1103; das Werk ist unten rechts signiert. Bei uns entsteht es als handgemalte Reproduktion in Öl, auf Leinwand, in acht Größen von 40 x 50 cm bis 150 x 180 cm oder nach Ihrem Maß. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand zur Bestätigung.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Das Kind steht im Vordergrund, dem Betrachter direkt zugewandt, und nimmt fast die ganze Höhe ein. In der einen Hand hält es eine Puppe, in der anderen eine Blume; beide sind ebenso genau gemalt wie das Gesicht. Der Kittel ist weiß und weit, ohne Falten, die den Körper darunter zeigen würden. Hinter der Gestalt liegt eine Wiese, mit kleinen Blüten übersät, jede einzeln gemalt, und ein niedriger Horizont ohne Gebäude. Der Himmel ist hell und leer. Da kein Schatten das Kind auf den Boden stellt, wirkt die Gestalt, als stünde sie vor der Wiese und nicht auf ihr.
Warum sieht das Kind nicht aus wie ein Kind?
Das ist die Frage, die vor dieser Leinwand fast jeder stellt. Der Kopf ist unverhältnismäßig groß, das Gesicht ernst und beinahe erwachsen: dies ist keine Darstellung eines Säuglings, sondern einer kleinen Person mit starkem, zurückhaltendem Ausdruck. Rousseau malte nicht nach den Regeln der akademischen Anatomie und hat diese Darstellung nicht abgemildert. Gerade dieses Missverhältnis hält das Werk zusammen – das Kind erwidert den Blick, und die Szene ist deshalb nicht niedlich, sondern direkt.
Wie ist der Raum gebaut?
Raum im üblichen Sinn gibt es nicht. Die Wiese ist eine Fläche, vom unteren Rand bis zum Horizont mit gleich großen Blüten bestreut, und weicht deshalb nicht zurück. Es gibt keine Luftperspektive und keinen Schatten. Tiefe trägt allein die Größe: das Kind ist groß, die Blüten sind klein, und aus diesem Unterschied schließt der Betrachter auf Entfernung. Dasselbe Verfahren, in dichten Pflanzenwuchs übertragen, zeigt die Leinwand Der äquatoriale Dschungel, wo statt der Wiese eine Wand aus Blättern steht.
Warum ist gerade dieses Werk wichtig?
Zwischen den Dschungeln und den Stadtszenen ist dies eines der wenigen Werke Rousseaus, die einen Menschen in den Vordergrund stellen, und das einzige Kinderporträt in unserem Angebot dieses Malers. Es entstand 1903, zwischen den frühen Waldszenen und den späten großen Leinwänden, und zeigt, dass der Maler dieselbe Art – flächige Farbe, Kontur statt Modellierung – unabhängig vom Motiv anwandte. Eine andere Gestalt im leeren Raum, diesmal erwachsen und liegend, zeigt Der Traum, und eine schlafende Gestalt unter dem Vollmond mitten in der Wüste zeigt die Leinwand Die schlafende Zigeunerin.
Was bedeutet dieses Gemälde?
Der französische Titel ist ein Ausruf: zur Feier des Kindes. Die Szene ist also ein Fest, obwohl niemand darauf feiert – keine Gäste, kein Tisch, kein zweiter Mensch. Es bleiben das Kind mit Spielzeug und Blume, direkt vor den Betrachter gestellt wie bei einer amtlichen Aufnahme. Dieser Abstand zwischen Titel und Szene macht das Werk ungewöhnlich und hält es im Gedächtnis. Wer darin Zartheit sieht, hat recht; wer darin Ernst sieht, hat ebenfalls recht.
Wie kam das Werk nach Winterthur?
Die Leinwand ist heute im Kunst Museum Winterthur, wo sie unter der Nummer KV 1103 verzeichnet ist. In die Sammlung kam sie 1970 als Schenkung der Erben von Olga Reinhart-Schwarzenbach, und genau dies führt der Museumseintrag als Tatsache. Was mit der Leinwand zwischen 1903 und dieser Schenkung geschah, ist in dem Eintrag, den wir gelesen haben, nicht aufgeschlüsselt, deshalb beschreiben wir es nicht; wir lassen lieber eine Lücke, als sie mit einer Vermutung zu füllen.
Was bedeutet Naive Kunst bei diesem Werk?
Naive Kunst ist der Name für die Malerei von Autodidakten, die keine akademische Werkstatt durchlaufen haben und deren Regeln zu Perspektive, Schattierung und Anatomie nicht folgten. Auf dieser Leinwand zeigt sich das sofort: am Verhältnis von Kopf zu Körper, an der Wiese ohne Tiefe und am fehlenden Schatten. Alles andere ist überlegt – die mittige Stellung der Gestalt, die gleichmäßigen Blüten, die klare Grenze zwischen Kittel und Hintergrund. Die Bezeichnung Naive Kunst bedeutet hier also nicht Unwissenheit, sondern einen Stil, den man auf den ersten Blick erkennt. Mehr über den Weg des Malers finden Sie in unserem Artikel über den Maler.
Wie entsteht Ihre Leinwand bei uns?
Ihre Leinwand wird erst nach Ihrer Bestellung begonnen und in unserer Werkstatt in Slowenien ausgeführt. Das Öl wird in Schichten aufgetragen, vom Himmel und von der Wiese hin zur Gestalt, sodass Kittel, Puppe und Blume zuletzt entstehen, in derselben Folge wie beim Original. Wir drucken nicht und verwenden keinen maschinellen Auftrag; eine handgemalte Leinwand unterscheidet sich vom Druck schon beim Berühren, und keine Ausführung gleicht der anderen vollständig. Die Leinwand wird auf einen Holzkeilrahmen gezogen und ist fertig zum Aufhängen. Vor dem Verpacken fotografieren wir das Werk und senden Ihnen die Aufnahme zur Bestätigung; erst danach geht es auf den Weg. Das gesamte Angebot dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.
Welche Größe für welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl: 40 x 50, 50 x 60, 60 x 75, 70 x 90, 81 x 100, 100 x 120, 120 x 150 und 150 x 180 cm. Da es sich um ein Hochformat mit einer einzigen großen Gestalt handelt, wirkt es auch an einer schmalen Wand, zwischen Tür und Ecke, oder im Kinderzimmer. Für das Wohnzimmer ist 100 x 120 cm oder größer die übliche Wahl. Unter 50 x 60 cm verschmelzen die kleinen Blüten der Wiese zu einer einheitlichen grünen Fläche, und die Szene verliert die Hälfte ihrer Genauigkeit. Die Größe 81 x 100 cm ist bemerkenswert, weil sie dem Maß des Originals genau entspricht. Über einem Sofa sollte das Werk etwa zwei Drittel der Möbelbreite einnehmen.
Wie bestelle ich Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Ein Maß nach Wunsch bestellen Sie über die Seite Gemälde nach Wunsch, wo Sie Breite und Höhe eintragen. Das Seitenverhältnis ist bei diesem Motiv wichtig: die Gestalt nimmt fast die ganze Höhe ein, und verbreitert man die Leinwand, entsteht um das Kind herum leere Wiese, die es im Original nicht gibt. Deshalb schlagen wir bei Sondermaßen vor, das Verhältnis des Originals zu halten und nur die Größe zu ändern. Die Leinwand ist immer auf einen Holzkeilrahmen gezogen. Ein Rahmen ist nicht im Preis enthalten und wird gesondert gewählt; ohne Rahmen ist das Werk gleich nach Erhalt zum Aufhängen bereit.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir liefern nach Slowenien, Kroatien, Italien, Österreich, Ungarn und Deutschland. Die Leinwand reist gerollt in einer festen Hülse oder auf den Keilrahmen gezogen, je nach Größe, immer in Schutzverpackung. Wir garantieren, dass jedes Werk von Hand gemalt ist und dass Sie eine Aufnahme der fertigen Arbeit vor dem Versand sehen; ist darauf etwas nicht nach Ihrem Wunsch, korrigieren wir es, bevor das Werk die Werkstatt verlässt. Dieses Motiv ist eine häufige Wahl fürs Kinderzimmer und als Geschenk zur Geburt.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Kunst Museum Winterthur in der Schweiz, unter der Inventarnummer KV 1103. Der Eintrag nennt 1903, Öl auf Leinwand und die Maße 100 x 81 cm.
Ist das Werk signiert?
Ja. Der Museumseintrag nennt die Signatur unten rechts, «Henri Rousseau».
Warum hat das Kind einen so großen Kopf?
Weil der Maler nicht nach akademischer Anatomie malte. Das Missverhältnis gehört zu seiner Art und ist kein Fehler, den man korrigieren müsste.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von Hand mit Ölfarben auf Bestellung gemalt. Der Farbauftrag ist sichtbar und fühlbar, was ein Druck nicht nachahmen kann.
Welche Größe soll ich wählen?
Für das Wohnzimmer 100 x 120 cm oder größer, fürs Kinderzimmer oder eine schmale Wand 60 x 75 cm. Das Hochformat braucht Höhe, nicht Breite.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja, ein Maß nach Wunsch fertigen wir ohne Aufschlag für Sondergrößen. Wir empfehlen, das Seitenverhältnis des Originals zu halten.
Welche Größe kommt dem Original am nächsten?
Die Größe 81 x 100 cm, die dem Maß des Originals genau entspricht, wie der Museumseintrag es angibt.
Wie wird das Werk geliefert?
Gerollt in einer Hülse oder auf den Keilrahmen gezogen, mit nachverfolgbarer Sendung. Die Ausführungszeit hängt von der Größe ab und wird bei der Bestellung bestätigt.
Was sagt dieses Gemälde in einem Satz?
Dass ein Fest ganz still sein kann: ein Kind, ein Spielzeug und eine Blume auf leerer Wiese, ohne Gäste.
Ist das Original käuflich?
Nein. Das Werk ist in öffentlichem Besitz des Museums in Winterthur und nicht zu verkaufen; einen Wert nennen wir nicht, weil uns dazu eine Quelle fehlt.
Eignet es sich als Geschenk?
Als Geschenk zur Geburt oder fürs Kinderzimmer ist dies eine dankbare Wahl. Möchten Sie die Wahl den Beschenkten überlassen, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: Kind im weißen Kittel mit Puppe und Blume, Wiese mit kleinen Blüten, niedriger Horizont und leerer Himmel
- Original: 1903, Öl auf Leinwand, 81 x 100 cm, unten rechts signiert, Kunst Museum Winterthur, Inv. KV 1103, Schenkung der Erben von Olga Reinhart-Schwarzenbach
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl, acht Größen von 40 x 50 bis 150 x 180 cm oder nach Maß, Aufnahme zur Bestätigung vor dem Versand
- Wissenswert: die Größe 81 x 100 cm entspricht dem Maß des Originals genau









































