Beschreibung
| Titel: | Knabe auf den Felsen |
| Weitere Titel: | Boy on the Rocks (Titel im Museum), L’Enfant aux rochers (französisch) |
| Maler: | Henri Rousseau (1844–1910) |
| Entstehungsjahr: | 1895–1897, wie das Museum datiert |
| Originalgröße: | 55,4 cm x 45,7 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinen |
| Malstil: | naive Kunst (Primitivismus), Zeit des Postimpressionismus |
| Aufbewahrungsort: | National Gallery of Art, Washington (Inv. 1963.10.63) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen oder Maßanfertigung |
Knabe auf den Felsen ist ein Gemälde von Henri Rousseau, Öl auf Leinen, entstanden zwischen 1895 und 1897. Das Original misst 55,4 cm in der Höhe und 45,7 cm in der Breite und wird von der National Gallery of Art in Washington bewahrt. Zu sehen ist: ein Kind in schwarzem Mantel und schwarz-weiß gestreiften Strümpfen sitzt auf den Spitzen grauer Felsen, am linken Rand ein schmaler Streifen Meer.
Knabe auf den Felsen, 1895–1897
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Die Leinwand steht hochkant und wird fast vollständig von einer einzigen Gestalt gefüllt. Der Knabe sitzt rittlings auf den Spitzen graubrauner Felsen, die sich wie eine Reihe scharfer dreieckiger Zacken erheben. Er steht nicht auf dem Boden und sitzt nicht auf einer ebenen Fläche; der Körper ruht auf den Spitzen selbst, und die Beine hängen über den Fels hinab. Dadurch wirkt er auf die Felsen gesetzt und nicht hinaufgeklettert. Die unteren zwei Drittel gehören den Felsen, das obere Drittel dem Himmel, und zwischen beiden gibt es keinen Übergang, der das Auge vom einen ins andere führen würde.
Was trägt er, und warum fällt gerade das auf?
Der Knabe trägt einen geknöpften schwarzen Mantel mit breitem unterem Saum, und über dem Schoß öffnet sich ein gestreiftes Tuch in waagerechten schwarz-weißen Bahnen. Dieselben Streifen setzen sich an den Strümpfen fort, die beide Beine bis zum Knöchel bedecken, wo sie in schwarzen Stiefeln enden. Dieser Rhythmus der Streifen ist das stärkste Muster der Fläche: ohne ihn wäre die dunkle Gestalt eine einzige schwarze Form, so aber lesen sich die Beine als zwei Bahnen, die den Blick nach unten zu den Felsen führen. Rousseau ließ das Schwarz des Mantels fast ohne Schatten, deshalb beschreiben die Streifen nicht die Form des Körpers; sie liegen darauf wie ein Muster auf einer Fläche.
Warum wirkt das Gesicht nicht kindlich?
Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper groß, das Gesicht hell und rund, das Haar dunkel und glatt gekämmt. Die Augen sind dunkel und weit geöffnet, der Mund klein und rot. Der Ausdruck ist nicht der eines Kindes: die Gestalt hat den Ernst eines erwachsenen Porträts, was in Rousseaus Werk vertraut ist, etwa in Kind mit Puppe (Das Baby feiern). Es ist der Widerspruch zwischen dem großen Kopf und dem kleinen Körper, der dem Werk seine seltsame Spannung gibt: die Maße gehören einem Kind, der Blick nicht.
Was ist um ihn herum?
Die Felsen sind als Reihe gleichmäßiger Zacken gemalt, ohne Risse und ohne Einzelheiten, in Grau und Bräunlich mit weichen Übergängen. Am linken Rand öffnet sich zwischen ihnen ein schmaler Streifen grünlich blauen Meeres, das einzige Zeichen dafür, dass wir an einer Küste sind. Der Himmel ist blassblaugrau und leer; oben rechts zieht eine einzige kleine rosa Wolke. Welcher Küstenabschnitt das ist, lässt sich nicht sagen, denn das Museum nennt keinen. Ein vergleichbar angelegtes Porträt im Freien ist Vergangenheit und Gegenwart, unter den Figurenszenen stehen Die Fußballspieler.
Wann ist das Werk entstanden?
Das Museum datiert die Arbeit nicht auf ein einzelnes Jahr, sondern nennt eine Spanne zwischen 1895 und 1897. Der Träger wird im Eintrag des Museums als Leinen geführt, nicht als gewöhnliche Leinwand; der Unterschied liegt in der Faser, und wir behalten ihn hier so bei, wie das Museum ihn notiert hat. In der unteren rechten Ecke steht eine Signatur, die das Museum als H. Rousseau liest.
Wie kam das Werk ins Museum?
Das Museum veröffentlicht eine kurze Kette, und sie hat eine Lücke, die das Museum nicht schließt. Das erste verzeichnete Ereignis ist die Auktion im Pariser Hôtel Drouot am 29. April 1927, dort als Nummer 74. Gekauft hat sie der New Yorker Sammler Chester Dale, der von 1883 bis 1962 lebte. 1963 kam sie mit seinem Vermächtnis an die National Gallery of Art und trägt seither die Inventarnummer 1963.10.63 sowie die Bezeichnung Chester Dale Collection. Für die ersten dreißig Jahre, von der Entstehung bis zu jener Auktion, nennt das Museum keinen einzigen Besitzer, deshalb behaupten auch wir nichts darüber, wo die Leinwand war.
Was bedeutet naive Kunst bei diesem Werk?
Naive Kunst ist der Name für die Malerei von Autodidakten, die nicht in akademischen Werkstätten gelernt haben und sich nicht an deren Regeln zu Perspektive, Schattierung und Anatomie hielten. Hier zeigt sich das an drei Stellen zugleich: der Kopf ist zu groß für den Körper, die Felsen haben kein Gewicht und weichen nicht in die Tiefe zurück, und das Meer liegt am Rand als Band und nicht als waagerechte Fläche. Rousseau hat diese Abweichungen nicht verborgen, sondern sie offen stehen lassen, und deshalb liest sich die Szene weniger als Fehler denn als Aufzeichnung eines Menschen, der so sah. Dieselbe Handschrift auf größerer Leinwand zeigt Der äquatoriale Dschungel.
Wie entsteht Ihre Leinwand bei uns?
Wir fertigen dieses Kunstwerk als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, auf Bestellung und in der Größe, die Sie wählen. Das Original ist auf Leinen gemalt; unsere Reproduktion entsteht in Öl auf Malleinwand, was denselben Farbauftrag bedeutet, nicht zwingend dieselbe Faser des Trägers. Der Maler beginnt mit den Felsen und dem Himmel und baut die Gestalt zuletzt auf, denn gerade das Verhältnis von Kopf und Körper muss stimmen. Wir drucken nicht; eine handgemalte Leinwand unterscheidet sich schon beim Anfassen von einem Druck, da der Farbauftrag sichtbar und spürbar ist. Die gesamte Sammlung der Leinwände dieses Malers finden Sie in der Galerie Henri Rousseau.
Welche Größe passt an welche Wand?
Acht Größen stehen zur Wahl: 58 x 70, 70 x 85, 80 x 100, 90 x 110, 100 x 120, 132 x 160, 149 x 180 und 160 x 200 cm. Da es sich um eine hochformatige Leinwand mit einer einzigen Gestalt handelt, braucht sie Höhe und etwas ruhige Wand daneben: zwischen Tür und Ecke, neben einer Treppe oder im Flur. Für das Wohnzimmer ist 90 x 110 cm oder größer die übliche Wahl. Das Original ist klein, kleiner als alle unsere Größen, deshalb fällt das Gesicht schon bei unserem kleinsten Maß größer aus als auf dem Original, und der erwachsene Ausdruck, von dem das Werk lebt, ist bei jeder Größe lesbar. Dem Seitenverhältnis des Originals kommt 132 x 160 cm am nächsten.
Wie bestelle ich Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen?
Maßanfertigungen bestellen Sie über die Seite Gemälde nach Maß, auf der Sie die gewünschte Breite und Höhe eintragen. Bei diesem Motiv zählt das Seitenverhältnis: die Gestalt sitzt genau in der Mitte und reicht fast vom unteren bis zum oberen Rand, deshalb entsteht beim Verbreitern seitlich Fels, den die Vorlage nicht hat, und beim Kürzen geht der Himmel über dem Kopf verloren. Bei abweichenden Maßen schlagen wir daher vor, das Verhältnis zu behalten und nur die Größe anzupassen. Die Leinwand wird immer auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt. Ein Rahmen ist nicht im Preis enthalten und wird gesondert gewählt.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir liefern nach Slowenien, Kroatien, Italien, Österreich, Ungarn und Deutschland. Die Leinwand reist je nach Größe gerollt in einer festen Hülse oder auf den Keilrahmen gespannt, immer mit Schutzverpackung. Wir garantieren, dass jedes unserer Werke von Hand gemalt ist und dass Sie eine Aufnahme der fertigen Arbeit vor dem Versand sehen; wenn darauf etwas nicht Ihren Wünschen entspricht, bessern wir nach, bevor die Leinwand die Werkstatt verlässt. Die Fertigungszeit hängt von der Größe ab und wird bei der Bestellung bestätigt.
Häufige Fragen
Wo wird das Original heute bewahrt?
In der National Gallery of Art in Washington, unter der Inventarnummer 1963.10.63, in der Chester Dale Collection. Der Eintrag des Museums ist auf der Seite der Galerie einsehbar.
Warum nennt das Museum zwei Jahreszahlen statt einer?
Weil es die Arbeit nicht auf ein einzelnes Jahr datiert, sondern auf eine Spanne zwischen 1895 und 1897. Eine engere Jahreszahl behaupten wir nicht, weil das Museum keine nennt, und der Eintrag sagt nicht, wo in dieser Spanne die Leinwand entstand.
Wie groß ist das Original?
Das Museum nennt 55,4 cm Höhe und 45,7 cm Breite, Öl auf Leinen. Gerahmt misst es 84,1 x 74,3 cm (Höhe x Breite).
Welche Größe kommt dem Original am nächsten?
Keine nach der Größe: das Original ist kleiner als unser kleinstes Maß. Nach dem Seitenverhältnis kommt 132 x 160 cm am nächsten.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von Hand in Öl gemalt, auf Bestellung. Der Farbauftrag ist sichtbar und spürbar, was ein Druck nicht nachahmen kann.
Welche Größe soll ich wählen?
Für das Wohnzimmer 90 x 110 cm oder größer, für eine schmalere Wand 70 x 85 cm. Das Hochformat braucht Höhe, nicht Breite.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht auf der Liste steht?
Ja, Maßanfertigungen führen wir ohne Aufschlag für abweichende Größen aus. Wir empfehlen, das Seitenverhältnis beizubehalten.
Was ist über die Zeit vor 1927 bekannt?
Nach dem Eintrag des Museums nichts. Das erste verzeichnete Ereignis ist die Auktion vom April 1927; für die Jahre davor nennt das Museum keinen Besitzer, und wir ergänzen das nicht.
Ist das Original signiert?
Ja. Das Museum verzeichnet eine Signatur in der unteren rechten Ecke, die H. Rousseau lautet.
Kann man das Original sehen?
Die Galerie ist öffentlich zugänglich, es ist aber nicht zugesichert, dass gerade diese Leinwand hängt. Fragen Sie vor einem Besuch beim Museum nach, ob sie ausgestellt ist.
Eignet sich das Werk als Geschenk?
Ja. Die Szene ist ruhig und ungewöhnlich, deshalb ist sie eine dankbare Wahl für jemanden, der Porträts mag, wie man sie sonst nicht sieht. Wenn Sie die Wahl lieber überlassen möchten, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: ein Knabe auf Felsspitzen, in schwarzem Mantel und gestreiften Strümpfen, mit dem Meer am linken Rand und einer einzigen Wolke am Himmel.
- Original: 1895–1897, Öl auf Leinen, 55,4 x 45,7 cm (Höhe x Breite), National Gallery of Art, Washington, Inv. 1963.10.63
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl, acht Größen von 58 x 70 bis 160 x 200 cm oder Maßanfertigung
- Wissenswert: es ist der Widerspruch zwischen dem großen Kopf und dem kleinen Körper, der dem Gemälde sein Unbehagen gibt: die Maße gehören einem Kind, der Blick nicht.









































