Beschreibung
Mata Mua (Einst) – ein einziger Stamm, der das Bild in zwei Teile schneidet
Über die ganze Höhe der Leinwand steigt ein graublauer Baumstamm auf, so dick und so genau gesetzt, dass er das Bild halbiert. Nahe dem oberen Rand kreuzt ihn ein Ast, der waagerecht über die ganze Szene läuft. Links vom Stamm sitzt eine große graublaue Statue auf einem steinernen Sockel, und davor stehen drei kleine Frauengestalten, eine in weißem und rosa Kleid, zwei in dunkleren. Rechts vom Stamm sitzen im Vordergrund zwei Frauen in weißer Kleidung im Gras; die eine hält etwas in den Händen, die andere blickt vor sich hin. Hinter ihnen öffnet sich ein gelb blühender Baum. Unten zieht ein dunkelrotes Erdband durch das Bild, über das Gras sind weiße Blüten verstreut. Im Hintergrund erheben sich violettgraue Berge. Das Werk bewahrt das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid unter der Inventarnummer CTB.1984.8.
Zwei Hälften, zwei verschiedene Szenen
Der Stamm ist nicht nur ein Baum, sondern eine Grenze. Auf der linken Seite findet ein Ritus statt: die Gestalten sind der Statue zugewandt, stehen gebeugt und gesammelt. Auf der rechten Seite geschieht nichts Besonderes, zwei Frauen sitzen und ruhen. Derselbe Ort, derselbe Tag, zwei völlig verschiedene Handlungen, getrennt durch ein einziges senkrechtes Farbband. Gerade diese Teilung gibt dem Bild seine Spannung.
Die Statue unter den Bäumen
Die Gestalt links ist gemeißelt und unbewegt, viel größer als die Frauen vor ihr, und in einem kalten Graublau gemalt, das sich an keiner anderen Stelle des Bildes wiederholt. Der Museumseintrag beschreibt sie nicht; was wir sagen können, ist das, was wir sehen: dass sie aus Stein ist, dass sie sitzt und dass die Menschen vor ihr klein sind.
Der gelbe Baum und die weiße Kleidung
Die Farben sind so einfach verteilt, dass man sie zählen kann: der gelb blühende Baum in der Mitte, die dunkelrote Erde unten, die violetten Berge oben und die weiße Kleidung, die sich auf beiden Seiten des Stammes wiederholt. Weiß ist die einzige Farbe, die von der einen Hälfte in die andere übergeht, und sie hält beide Hälften zusammen.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Ölgemälde-Reproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist der Stamm das Schwierigste: er muss ruhig genug sein, um als Senkrechte zu wirken, und zugleich lebendig genug, um nicht zur bloßen Linie zu werden. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: ein hoher Stamm in der Mitte, links eine Statue mit Menschen, rechts zwei sitzende Frauen.
- Technik: Öl auf Leinwand, große Farbflächen und eine betonte Senkrechte.
- Größen: Hochformat, von 30 x 40 cm bis 150 x 200 cm; häufig gewählt werden 60 x 80 cm und 90 x 120 cm.
- Wissenswertes: Titel und Signatur sind in die unteren Ecken gemalt, je eine auf jeder Seite des Stammes.
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