Beschreibung
Schwarzer Raster ist ein Gemälde von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1922: eine fast quadratische Leinwand, auf der inmitten farbiger Flächen, Kreise und Dreiecke ein schräg gestellter schwarzer Raster mit weißen Feldern liegt, darunter eine große dunkel weinrote Scheibe. Das Original gehört zur Sammlung des Centre Pompidou in Paris und ist seit 1986 im Musée d’arts de Nantes hinterlegt. Bei uns entsteht das Werk als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in acht Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Schwarzer Raster |
| Weitere Titel: | Trame noire · Black Grid |
| Maler: | Wassily Kandinsky (1866–1944) |
| Entstehungsjahr: | 1922 |
| Originalgröße: | 106 cm x 96 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Abstrakte Kunst |
| Standort: | Centre Pompidou, Paris, hinterlegt im Musée d’arts de Nantes (Inv.-Nr. AM 81-65-44) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 8 Größen von 50 x 40 cm bis 150 x 140 cm, auf Wunsch nach Maß |
Schwarzer Raster – Wassily Kandinsky
Was ist der schwarze Raster?
Das zentrale Zeichen des Gemäldes, nach dem es benannt ist. Das Museum führt es unter dem deutschen Titel Schwarzer Raster und dem französischen Trame noire; beide bezeichnen ein schwarzes Gitter oder Raster. Es ist ein dichtes Gitter aus dicken schwarzen Stegen, zwischen denen sich in Reihen kleine weiße rechteckige Felder öffnen. Der Raster liegt nicht waagerecht, sondern ist gedreht, als hätte ihn jemand schräg abgelegt, und verdeckt den oberen linken Teil einer großen dunkel weinroten Scheibe. Er ist die regelmäßigste Form auf der Leinwand: Alles um ihn herum ist farbig, gerundet oder spitz, er allein bleibt schwarz-weiß.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Die Leinwand ist fast quadratisch, nur wenig breiter als hoch. Die obere linke Ecke füllt ein rosa Dreieck mit einer blassen, weißlichen Wolke. Vom oberen Rand zur unteren Mitte fällt diagonal ein breites blassgelbes Band, rechts davon öffnet sich ein blaugrüner Grund. Unten links liegt ein tiefblaues Feld: Am linken Rand winden sich darin drei weiße, gebogene Formen, weiter unten schweben zwei kleine weiße, längliche Formen mit rosa und grünen Dreiecken, und in der Ecke selbst stehen ein gelber Kreis und das Monogramm. In der Mitte liegt der schräge schwarze Raster mit weißen Feldern. Auf der Scheibe darunter sieht man gelbe senkrechte Stäbe, eine grüne Fläche, ein hellblaues Parallelogramm, einen roten Bogen am unteren Rand, eine dünne weiße, geknickte Linie und eine lange dunkelgrüne Spitze, die nach rechts zeigt. Über der Mitte stehen ein rotes Dreieck mit der Spitze nach unten, ein kleines gelbes Rechteck und eine schräge weiße Leiste, weiter oben ein dunkelblaues Oval und ein rosa Oval mit gelbem Rand. Rechts oben liegen ein gelber Kreis und ein grauer Halbkreis, über den eine dünne schwarze Linie läuft, und von der Mitte nach rechts spannt sich ein langer schwarzer Bogen. Am rechten Rand verläuft ein breites braunes und violettes Band, aus dem sich zwei weiße, geschwungene Linien nach links winden und bei einem schwarzen Kegel mit der Spitze nach unten enden. Links vom Raster kreuzen sich dünne schwarze Linien mit einer kleinen schwarzen Schlangenlinie, und um sie herum liegen ein grünes Dreieck, kleine pastellfarbene Kreise und ein schwarzes Dreieck.
Wo ist das Gemälde entstanden?
In Weimar, 1922. So steht es im Eintrag des Museums: gemalt in Weimar, unten links mit Monogramm und Jahreszahl bezeichnet, VK 22. Im Begleittext berichtet das Museum, dass Kandinsky nach dem Krieg Moskau verließ, nach Berlin kam und im Juni 1922 am Bauhaus in Weimar zu unterrichten begann. Schwarzer Raster entstand also in dem Jahr, in dem er an diese Schule kam.
Warum ist das Gemälde so geometrisch?
Weil sich in diesen Jahren seine Sprache veränderte. Das Museum beschreibt, wie sich Kandinsky zwischen 1922 und 1923 vom lyrischen Schweben freier Linien und den manieristischen Formen seiner frühen Jahre entfernte und einer geometrischeren Welt zuwandte. In den kleineren Gemälden und Aquarellen dieser Zeit herrschen nach den Worten des Museums Dreieck und Kreis vor, die Linien sind bestimmt und gerade, die Farbflächen weniger bunt und ohne pastosen Farbauftrag. Das Museum verbindet diesen radikalen Wandel mit dem Einfluss der russischen Konstruktivisten, deren Kritik Kandinsky oft ausgesetzt war – in den Jahren seines Rückzugs nach Russland und dann in die Sowjetunion, aber auch bei Gruppenausstellungen in Deutschland 1923.
Warum ist dieses Gemälde wichtig?
Weil es in den Moment gehört, in dem Kandinsky am Bauhaus eine neue Sprache annahm. Das Museum berichtet, dass er Schwarzer Raster am Bauhaus malte – im Werkverzeichnis trägt es die Nummer 687 – und dort auch die Modelle der Wandpaneele für die Juryfrei-Ausstellung schuf, die heute im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Straßburg hinterlegt sind; die neue Linie der Schule verlangte nach den Worten des Museums genau diese neue, universale Sprache. Als abstraktes Gemälde hat es kein Motiv, das man erkennen müsste: Auf ihm stehen Farben, Linien und Formen in Beziehung zueinander. Dasselbe Museum bewahrt auch Gelb-Rot-Blau, drei Jahre später am Bauhaus gemalt, das wir als Gelb Rot Blau malen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Der Maler arbeitet nach einer hochauflösenden Vorlage und baut das Gemälde in Schichten auf, mit Pinsel und Ölfarben. Bei diesem Motiv entscheidet die Genauigkeit: Der Raster muss regelmäßig bleiben, die Stege gleich dick, die weißen Felder sauber, sonst zerfällt die Ordnung der Leinwand. Die Farbflächen tragen wir glatt und ohne dicke Schichten auf, so wie das Museum die Gemälde dieser Jahre beschreibt. Ein Ölgemälde behält seine Farben über viele Jahre, denn Öl verblasst nicht wie ein Druck. Aufnahmen dieses Werks aus unserem Atelier haben wir noch nicht, deshalb finden Sie hier keine; sobald das nächste Exemplar gemalt ist, fotografieren wir es und ergänzen die Aufnahmen hier. Da jede handgemalte Kopie einzeln entsteht, gleichen sich zwei Exemplare nie bis ins Letzte; gleich bleiben Motiv, Proportionen und Farbskala.
Welches Maß für welche Wand?
Das Maß 106 x 96 cm entspricht genau der Größe des Originals. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es am besten in 106 x 96 oder 130 x 120 cm, wo Raster und Scheibe auch aus einigen Metern gut zu sehen sind. Die Maße 50 x 40 und 60 x 50 cm passen an einen Schreibtisch oder in den Flur, 70 x 60 und 80 x 70 cm ins Schlafzimmer und 90 x 80 cm in ein kleineres Wohnzimmer. Das größte Maß, 150 x 140 cm, ist für große Wände in offenen Räumen und Treppenhäusern gedacht.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der acht Maße an Ihre Wand, malen wir das Werk nach Ihren Maßen; das ist unser Gemälde nach Maß, und wir sagen Ihnen dabei auch, wo das Motiv bei geändertem Seitenverhältnis beschnitten wird. Jede Leinwand wird auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt. Ein Rahmen ist nicht verpflichtend und im Grundpreis nicht enthalten.
Lieferung und Gewährleistung
Da jedes Gemälde auf Leinwand bei uns erst nach der Bestellung in unserem Atelier in Slowenien entsteht, rechnen Sie je nach Maß mit 15 bis 45 Tagen. Wir versenden geschützt, versichert und mit Sendungsverfolgung, innerhalb der EU ohne Zoll. Stimmt beim Empfang etwas nicht, melden Sie sich, und wir regeln es. Alle Arbeiten Kandinskys versammelt bei uns die Galerie Wassily Kandinsky; den Maler stellt unser Artikel über Wassily Kandinsky vor. Aus den Bauhaus-Jahren finden Sie bei uns außerdem Transversale Linien und Einige Kreise, zum Vergleich mit der früheren Zeit Komposition VII von 1913.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Es gehört zur Sammlung des Musée national d’art moderne im Centre Pompidou in Paris, Inventarnummer AM 81-65-44; die Witwe des Malers, Nina Kandinsky, hat es dem Museum 1981 vermacht. Seit dem 2. Dezember 1986 ist es im Musée d’arts de Nantes hinterlegt, befindet sich also in Nantes und nicht in Paris. Der Katalogeintrag des Museums ist auf der Seite des Centre Pompidou zu finden, allerdings ohne Aufnahme des Werks.
Wie groß ist das Original?
Es misst 106 x 96 cm. Wir nennen die Breite zuerst; das Museum führt die Höhe voran, 96 x 106 cm. Unser Maß 106 x 96 cm entspricht also genau der Größe des Originals.
Wann ist das Werk entstanden?
1922 in Weimar, im ersten Jahr, in dem Kandinsky am Bauhaus unterrichtete. Monogramm und Jahreszahl, VK 22, stehen unten links.
Was ist auf dem Gemälde dargestellt?
Nichts Gegenständliches: ein schwarzer Raster auf einer weinroten Scheibe, darum Dreiecke, Kreise und Linien.
Ist das ein Druck?
Nein. Dies ist ein Kunstgemälde, von Hand in Öl auf Leinwand gemalt; die Pinselstriche sind im Streiflicht sichtbar und lassen sich ertasten.
Welches Maß soll ich wählen?
Wenn Sie das Gemälde in der Größe des Originals möchten, wählen Sie 106 x 96 cm. Für ein Wohnzimmer eignen sich auch 90 x 80 und 130 x 120 cm, für Schreibtisch oder Flur 50 x 40 oder 60 x 50 cm. Kleben Sie vor der Entscheidung ein Papier in der gewählten Größe an die Wand und lassen Sie es einen Tag hängen.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja. Wir malen auch Maße, die nicht in der Liste stehen, im Seitenverhältnis, das Ihre Wand verlangt, und sagen Ihnen, wo das Motiv beschnitten wird.
Wie wird geliefert?
Versichert und mit Sendungsverfolgung, innerhalb der EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Gemäldes zur Freigabe.
Was unterrichtete Kandinsky am Bauhaus?
Nach Angaben des Museums leitete er vorübergehend die Werkstatt für Wandmalerei und hielt die Kurse zur Farbenlehre. Als Ausgangspunkt nahm er die drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau und die drei Grundformen Kreis, Dreieck und Quadrat.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Es ist nicht verkäuflich und hat deshalb keinen Marktpreis. Es gehört einer öffentlichen Museumssammlung und bleibt dort; was wir anbieten, ist eine von Hand gemalte Kopie, nicht das Original, und das eine verwechseln wir nie mit dem anderen.
Eignet sich das Gemälde als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der Ordnung und Farbe zugleich mag. Sind Sie bei Motiv oder Maß unsicher, gibt es einen Geschenkgutschein, und die Entscheidung bleibt der beschenkten Person.
- Motiv: ein schräger schwarzer Raster mit weißen Feldern auf einer dunkel weinroten Scheibe, darum Dreiecke, Kreise und Bögen
- Original: Centre Pompidou, Paris, Inv.-Nr. AM 81-65-44, 1922, 106 x 96 cm, Vermächtnis Nina Kandinsky 1981, seit 1986 in Nantes hinterlegt
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße von 50 x 40 bis 150 x 140 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: Der Katalogeintrag des Museums zeigt keine Aufnahme des Werks; das Gemälde entstand in Weimar in dem Jahr, in dem Kandinsky am Bauhaus zu unterrichten begann









































