Beschreibung
Madame G. van Muyden ist eine große Leinwand, die das Kunstmuseum São Paulo unter der Inventarnummer MASP.00148 verwahrt und auf 1916–17 datiert. Das Modell sitzt aufrecht, in dunklem Kleid, die Hände im Schoß gefaltet. Bei uns entsteht daraus eine handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, auf Bestellung, in acht Größen oder nach Ihrem Maß; vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme der fertigen Leinwand.
| Titel: | Madame G. van Muyden |
| Weitere Titel: | Madame G. van Muyden (der einzige Titel, den der Eintrag des MASP nennt) |
| Maler: | Amedeo Modigliani (1884–1920) |
| Entstehungsjahr: | 1916–17 |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 65 × 92 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus, École de Paris |
| Standort: | Kunstmuseum São Paulo (MASP) (inv. MASP.00148) |
| Unsere Reproduktion: | handgemalte Kopie, Öl auf Leinwand, acht Größen oder nach Maß |
Madame G. van Muyden – Amedeo Modigliani
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Eine weibliche Gestalt, sitzend und bis zu den Knien gegeben, was bei Modigliani seltener ist als das Brustporträt. Die Haltung ist aufrecht und ruhig, die Schultern auseinander, die Hände im Schoß gefaltet. Das Gesicht ist ein langes Oval, das Kinn schmal, die Nase gerade; die Augen mandelförmig, die Brauen dünn und hoch angesetzt. Der Hals ist verlängert, aber weniger als auf den späteren Leinwänden. Das Kleid ist dunkel und lang, ohne Schmuck; der Kragen geschlossen. Der Grund ist in zwei Flächen geteilt, links heller und rechts dunkler, ohne Gegenstände. Wegen des großen Formats und der ruhigen Haltung ist dies eine der feierlichsten Leinwände auf diesem Regal.
Wer war Madame van Muyden?
Der Eintrag des Museums nennt nur den Nachnamen und eine Initiale – Madame G. van Muyden – und sonst nichts. Wer sie war, erklärt der Katalog nicht, und deshalb schreiben auch wir nichts zu. Der Name ist niederländisch beziehungsweise flämisch, und im Pariser Kreis jener Jahre, den wir heute École de Paris nennen, waren Leute aus ganz Europa; mehr wäre Vermutung. Bekannt ist die Zeit: die Leinwand entstand 1916 und 1917, als Modigliani vor allem Menschen aus seiner Nachbarschaft und aus dem Kreis seines Händlers malte.
Der Eintrag zum Original und der Weg nach São Paulo
Das Original ist Öl auf Leinwand. Das MASP misst es mit 92 × 65 × 2 cm – Höhe, Breite und Tiefe des Keilrahmens – und datiert es 1916–17, also als Spanne von zwei Jahren und nicht als ein Jahr; so nennen wir es ebenfalls. Unser Maß 65 × 92 cm ist das des Museums. Wie die Leinwand nach Brasilien kam, sagt der Eintrag auch: als Schenkung von Tor Janer im Jahr 1951. Das ist der gesamte verzeichnete Weg, und weiter gehen wir nicht. Das Werk hat außerdem einen eigenen Datensatz bei Wikidata.
Das Motiv im Werk des Malers
Das MASP besitzt sechs Gemälde Modiglianis, alle zwischen 1915 und 1919 entstanden, und alle kamen zwischen 1950 und 1952 in die Sammlung – das sagt das Museum selbst. Vier davon stehen auf unserem Regal: neben diesem noch Renée, Bildnis Léopold Zborowski und Madame Hanka Zborowska. Ihre Inventarnummern sind Nachbarn, MASP.00148 bis 00152. Unter ihnen ist die van Muyden die größte und zurückhaltendste; wer einen Modigliani sucht, der nicht laut ist, findet ihn hier. Die ganze Auswahl steht in der Galerie von Amedeo Modigliani, und über den Maler haben wir einen längeren Artikel geschrieben.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Es malt ein Maler, mit dem Pinsel, in Öl auf Leinwand, auf Ihre Bestellung. Jedes Kunstgemälde braucht einige Wochen, und jedes Exemplar fällt etwas anders aus; das ist keine Abweichung, sondern die Folge davon, dass ein Mensch malt und keine Maschine. Bei diesem Motiv ist das Kleid das Schwierigste: es ist dunkel und fast ohne Einzelheiten, aber nicht flach – in ihm stecken feine Unterschiede zwischen warmem und kaltem Schwarz, und lässt man sie weg, wird die Gestalt zur Silhouette. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme der fertigen Leinwand und geben sie frei. Es ist niemals ein Druck.
Welche Größe für welche Wand?
Für dieses Motiv empfehlen wir 70 × 100 cm. Das Original ist groß und die Figur beinahe im natürlichen Maßstab, weshalb die Leinwand eine Hauptwand besser trägt als die kleineren Porträts dieses Regals. Für einen kleineren Raum genügt 60 × 90 cm. Unter 50 × 70 cm raten wir ab, weil die gefalteten Hände im Schoß dann mit dem Kleid verschmelzen und die Haltung verlorengeht, auf die es bei diesem Werk vor allem ankommt. Wünschen Sie ein postimpressionistisches Gemälde in einem Maß, das nicht in der Liste steht, fertigen wir es nach Wunsch.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Kunstmuseum São Paulo (MASP), Inventarnummer MASP.00148, als Schenkung von Tor Janer aus dem Jahr 1951.
Warum nennen Sie zwei Jahreszahlen?
Weil das Museum sie nennt: 1916–17. Eine Spanne pressen wir nicht in ein Jahr, weil der Eintrag diese Genauigkeit nicht hat.
Wie genau folgt unsere Leinwand den Proportionen des Originals?
Das Original misst 65 × 92 cm. Am nächsten kommt unser Maß 120 x 170 cm, das vom Verhältnis des Originals um 0,09 % abweicht.
- Motiv: sitzende Frau bis zu den Knien, dunkles langes Kleid, die Hände im Schoß gefaltet, zweigeteilter Grund
- Original: 65 × 92 cm, Öl auf Leinwand, 1916–17, Kunstmuseum São Paulo, Inv. MASP.00148
- Unsere Fassung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße oder nach Maß, mit einer Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand
- Wissenswert: wer Madame van Muyden war, sagt der Eintrag des Museums nicht – er nennt nur Nachnamen und Initiale
Die Augen auf dieser Leinwand haben Pupillen. Unter den 76 Werken Modiglianis auf diesem Regal sind 17 so, bei 53 fehlt die Pupille – Werk für Werk.









































