Beschreibung
Blick auf Rom vom Tiberufer ist eine kleine Szene, in der fast zwei Drittel der Fläche Himmel sind. Er ist golden und honigfarben, ohne eine einzige scharfe Wolke; darunter zieht sich in weichem Violettgrau der Umriss der Stadt hin, und aus ihm steigt eine Kuppel auf, kaum lesbar. Links steht ein heller Häuserblock mit einem kleinen Turm, daneben eine niedrige Reihe von Bögen, die an ein Aquädukt erinnert. Zwischen der Stadt und uns liegt ein Streifen rostbrauner Vegetation, so rasch aufgetragen, dass die einzelnen Striche sichtbar bleiben, und unten schliesst ein dunkelbrauner Streifen Uferland die Szene ab. Das Original ist klein, 26 x 18,1 cm, und entstand 1857/58, als Degas dreiundzwanzig war. Es ist nicht auf Leinwand gemalt, sondern auf Papier, das auf Leinwand aufgezogen wurde — so gibt es das Museum an, das es bewahrt, das Museum Langmatt in Baden in der Schweiz. Bei uns entsteht es von Hand, in sechs Grössen von 80 x 60 bis 140 x 100 cm oder nach Ihrem Mass, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Blick auf Rom vom Tiberufer |
| Weitere Titel: | Blick auf Rom vom Tiberufer aus (Titel des Museums), View of Rome from the Banks of the Tiber |
| Maler: | Edgar Degas (1834–1917) |
| Entstehungsjahr: | 1857/58 |
| Maße des Originals: | 26 cm x 18,1 cm |
| Technik des Originals: | Öl auf Papier, auf Leinwand aufgezogen |
| Stilrichtung: | Impressionismus |
| Wo das Original hängt: | Museum Langmatt, Baden, Schweiz (Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown); das Museum veröffentlicht zu diesem Werk keine Inventarnummer |
| Unsere Ausführung: | handgemaltes Öl auf Leinen, 6 Größen von 80 x 60 cm bis 140 x 100 cm, auf Wunsch Sondermaß |
Blick auf Rom vom Tiberufer – Edgar Degas
Was ist zu sehen?
Zuerst Himmel, und erst danach eine Stadt. Fast zwei Drittel der Fläche sind ein goldener, honigfarbener Himmel ohne eine einzige scharfe Wolke, sodass der obere Teil der Szene faktisch leer ist. Darunter zieht sich in weichem Violettgrau der Umriss Roms hin, und aus ihm steigt eine Kuppel auf — nach Lage und Form die Kuppel von St. Peter, was wir aus dem Werk und aus dem Titel lesen, denn der Museumseintrag sagt dazu nichts. Links steht ein heller Häuserblock mit einem kleinen Turm, daneben eine niedrige Reihe von Bögen, die an ein Aquädukt erinnert. Zwischen der Stadt und dem Betrachter liegt ein Streifen rostbrauner Vegetation, und unten schliesst ein dunkelbrauner Streifen Uferland die Szene ab. Menschen gibt es keine. Die Szene ist beinahe einfarbig: alles ist Sand, Ocker und Violett.
Wann und wo entstand es?
In Rom, 1857/58. Die Datierung ist nicht unsere Schätzung, sondern die Angabe des Museums, dem das Werk gehört, und sie ist genauer als die oft zitierten „1850er Jahre“. Degas war damals dreiundzwanzig — geboren 1834 —, also ganz am Anfang und weit vor den Ballett- und Rennbahnszenen, für die man ihn heute kennt. Was andere über jene Jahre geschrieben haben, lassen wir hier bewusst weg: oft liest man, er sei als Stipendiat in Italien gewesen, doch der Museumseintrag behauptet das nicht, und wir wiederholen die Aussage nicht. Sicher sind das Jahr, der im Titel genannte Ort und das Alter, das daraus folgt.
Warum Papier und nicht Leinwand?
Weil das Original eine Ölmalerei auf Papier ist. Das Museum Langmatt gibt die Technik als Öl auf Papier an, auf Leinwand aufgezogen, und das ist keine Katalogfeinheit, sondern die Erklärung dafür, wie das Werk aussieht. Papier war für die Arbeit im Freien praktisch: ein kleines Blatt, das der Maler mitnimmt und mit einer dünnen Farbschicht bedeckt. Genau deshalb sind die einzelnen Striche im Streifen der Vegetation noch sichtbar, genau deshalb scheinen stellenweise Grund und Korn durch, und genau deshalb wirkt das Ganze eher wie eine Notiz über Licht als wie eine ausgeführte Ansicht. Unsere Ausführung gibt den Unterschied offen zu: wir malen auf Leinen, weil Leinen das ist, was gespannt wird, hängt und hält, und den Eindruck eines Papiergrundes erreichen wir durch dünnen Auftrag, nicht durch einen anderen Malgrund.
Was bedeutet die Szene?
Dass eine Stadt nichts als Licht sein kann. Ein Kunstgemälde dieser Art zählt keine Bauten auf, es hält eine Tageszeit fest; Rom ist hier an einer einzigen Kuppel zu erkennen, alles andere ist Farbe. Weil die Töne warm und leise sind — Sand, Ocker, Violett —, ergibt es ein unaufdringliches Ölgemälde für Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Flur, aus jener Gruppe, die einen Raum beruhigt statt ihn zu beherrschen. Wer ein Gemälde kaufen möchte, das nicht auf den ersten Blick nach Degas aussieht, findet hier die Ausnahme: fast alles andere von ihm, das wir führen, sind Menschen in Innenräumen. Unsere Reproduktion ist darauf gebaut, dass der Himmel die Hauptsache bleibt und nicht ein leerer Platz über einer Stadt.
Das Motiv unter Degas’ Werken
Landschaften sind bei Degas selten und deshalb auch auf unserem Regal selten. Am nächsten stehen diesem Werk Blick auf Saint-Valéry-sur-Somme und Bauernmädchen beim Baden im Meer bei Abenddämmerung, beides ebenfalls Szenen mit weitem Himmel. Besonders hervorzuheben ist Die Familie Bellelli: sie wurde während desselben Italienaufenthalts begonnen, nur drinnen und voller Menschen, sodass die beiden Werke aus einer Zeit stammen und einander doch entgegengesetzt sind. Das Original bewahrt das Museum Langmatt, das es als Blick auf Rom vom Tiberufer aus, 1857/58, Öl auf Papier auf Leinwand, 18,1 x 26 cm führt. Die Sammlung wurde zwischen 1900 und 1933 von Sidney und Jenny Brown zusammengetragen, der grösste Teil zwischen 1908 und 1919 gekauft, als der Impressionismus noch zeitgenössische Kunst war.
Wie entsteht unsere handgemalte Ausführung?
Mit Pinsel und Ölfarbe, als Öl auf Leinwand. Am schwierigsten ist der Himmel. Zwei Drittel der Fläche tragen bei diesem Motiv fast keine Zeichnung, nur einen Übergang von Gold in Honig und weiter in einen gräulichen Ton, und gerade in einem solchen Übergang zeigt sich jeder Fehler; wir bauen ihn in dünnen Schichten auf, bis der Verlauf durchgehend ist. Das zweite schwierige Stück ist die Kuppel, die kaum lesbar bleiben muss: zu fest gemalt, wird aus der Szene eine Ansichtskarte von Rom, was das Original nicht ist. Das dritte ist der Streifen der Vegetation, in dem die einzelnen Striche sichtbar bleiben müssen — es ist die einzige Partie mit ausgeprägter Textur, und ihre Rauheit ist Absicht. Jede Ausführung entsteht neu, und zwei sind nie ganz gleich; jede handgemalte Kopie ist deshalb ihre eigene. Für dieses Motiv haben wir noch keine Aufnahmen unserer fertigen Leinwände, weil wir es bisher nicht gemalt haben; hier sind also keine zu sehen, und wir beschreiben auch keine. Eine Aufnahme Ihrer eigenen Leinwand erhalten Sie vor dem Versand.
Welches Maß für welche Wand?
Wenn Sie unschlüssig sind: 100 x 70 cm. Das Seitenverhältnis des Originals ist 1,44, und 100 x 70 cm ergibt 1,43 — von den sechs das nächstliegende und ein Unterschied, den an der Wand niemand sieht. Das andere gehört ebenso klar gesagt: das Original ist knapp 26 cm breit, also kleiner als jedes unserer Maße, und schon die kleinste Ausführung ist etwa dreimal so breit wie es, die grösste mehr als fünfmal. Bei diesem Motiv ist das kein Mangel, denn eine offene Szene mit viel Himmel verträgt die Vergrösserung gut, aber es ist ein Unterschied, den man vorher kennen sollte. 80 x 60 und 90 x 65 cm passen über eine kleinere Kommode oder in einen schmalen Raum. 100 x 70 und 110 x 80 cm sind die richtige Wahl über einem Bett oder einer Sitzgruppe, das erste wegen des Verhältnisses. Bei 120 x 90 und 140 x 100 cm verlangen grosse Leinwände dieser Art eine Wand ohne weiteren Inhalt und etwas Abstand; dann wirkt der Himmel am stärksten. Messen Sie das gewählte Maß vorher mit einem Zuschnitt aus Papier an der Wand ab. Keines liegt auf Lager: jedes Stück entsteht auf Bestellung.
Sondermaß, Rahmen und Keilrahmen
Wenn keines der sechs Maße passt, malen wir nach Ihrem Maß und halten dabei das Verhältnis 1,44 und den Anteil des Himmels ein, damit die Stadt nicht in die Mitte der Fläche rutscht; das ist unsere Arbeit nach Wunsch. Jedes Stück versenden wir auf einem Keilrahmen aus Holz aufgespannt, fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen benutzen Sie unsere 3D-Anwendung: an diesem Motiv zeigt sie alle Leisten, die wir führen — Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz — und dient der Rahmenwahl und sonst nichts. Wie das Werk an Ihrer eigenen Wand wirkt, zeigt unser gesonderter Dienst, die Einpassung in den Raum.
Lieferung und Garantie
Jedes Stück entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt in Slowenien; rechnen Sie mit 15-45 Tagen je nach Maß, bei den größten am oberen Ende. Es reist aufgespannt und transportsicher verpackt, gerahmt, falls Sie einen Rahmen gewählt haben, zollfrei nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das ganze Angebot finden Sie in der Galerie Edgar Degas, und sein Leben beschreibt unser Artikel über Edgar Degas.
Häufige Fragen
Was ist das für ein Werk?
Eine frühe römische Ansicht von Degas, die das Museum als Blick auf Rom vom Tiberufer aus führt. Sie misst 26 x 18,1 cm und wird vom Museum Langmatt in Baden in der Schweiz bewahrt.
Wann wurde es gemalt?
1857/58. So gibt es das Museum an, dem es gehört, und das ist genauer als die häufig genannten „1850er Jahre“.
Wie groß ist das Original?
Sehr klein: 26 cm breit und 18,1 cm hoch, schmaler als ein Blatt A4 und deutlich niedriger. Alle unsere Maße sind größer als das Original.
Ist das Original auf Leinwand?
Nein. Das Museum gibt Öl auf Papier an, auf Leinwand aufgezogen. Das erklärt den dünnen Auftrag und die sichtbaren Striche; unsere Ausführung ist direkt auf Leinen gemalt.
Welches Bauwerk steht am Horizont?
Eine Kuppel, kaum vom Umriss der Stadt zu trennen; nach Lage und Titel die Kuppel von St. Peter. Das lesen wir aus dem Werk — der Museumseintrag nennt das Bauwerk nicht.
Wo ist das Original heute?
Im Museum Langmatt in Baden in der Schweiz. Getragen wird es von der Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown; die Sammlung trugen die Browns zwischen 1900 und 1933 zusammen.
Warum nennen Sie keine Inventarnummer?
Weil das Museum zu diesem Werk in seinem eigenen öffentlichen Eintrag keine veröffentlicht. Lieber nennen wir gar keine als eine, die wir an der Quelle nicht prüfen können.
War Degas damals als Stipendiat in Italien?
Das behaupten wir nicht. Man begegnet der Angabe oft, aber der Museumseintrag stützt sie nicht, also fehlt sie hier. Sicher ist, dass das Werk 1857/58 entstand, als er dreiundzwanzig war.
Welches Ihrer Maße stimmt mit dem Original überein?
Im Verhältnis 100 x 70 cm, das 1,43 gegen 1,44 des Originals ergibt. In der Größe keines, denn das Original ist kleiner als alle unsere Maße.
Ist das ein Druck?
Nein. Das Werk entsteht von Hand in Öl auf Leinen; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar, bei diesem Motiv am meisten im Streifen der Vegetation unterhalb der Stadt.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der Rom mag oder ruhige Szenen mit weitem Himmel. Da jedes Stück auf Bestellung entsteht, rechnen Sie die Fertigungszeit ein; wenn die Wahl lieber die beschenkte Person treffen soll, gibt es unseren Geschenkgutschein.
- Motiv: Rom vom Tiberufer aus, fast zwei Drittel der Szene sind Himmel, die Kuppel bleibt kaum lesbar
- Original: Edgar Degas, 1857/58, Öl auf Papier auf Leinwand, 26 x 18,1 cm, Museum Langmatt, Baden
- Unsere Ausführung: handgemalt in Öl, sechs Maße von 80 x 60 bis 140 x 100 cm; 100 x 70 cm kommt dem Verhältnis des Originals am nächsten
- Wissenswert: dies ist eine der wenigen Landschaften von Degas, und er malte sie mit dreiundzwanzig









































