Beschreibung
Eifersucht
Eifersucht von Edvard Munch ist ein Gemälde von 1895, das unter der Inventarnummer RMS.M.00242 in den Kunstmuseen von Bergen (KODE) aufbewahrt wird. Das Original ist in Öl auf Leinwand ausgeführt und misst 100 x 67 cm. Rechts im Vordergrund starrt ein großer Männerkopf den Betrachter unmittelbar an, und dahinter spielt sich in einem Garten eine Szene zwischen einer Frau und einem zweiten Mann ab.
Kopf und Schultern des Mannes nehmen das rechte Drittel der Leinwand ein. Sein Haar ist rotbraun, Schnurrbart und kurzer Bart sind rotbraun; das Gesicht ist lang und blass grünlich weiß, die Augen blass graugrün und in einem starren, hohlen Blick geöffnet. Er trägt dunkle, beinahe schwarze Kleidung, die mit dem dunklen rechten Rand verschmilzt. Sein Gesicht ist das Hellste der ganzen Arbeit.
Hinter ihm und links liegt ein Garten. Eine Frau steht frontal in einem langen roten Umhang, der vorn offen hängt und ihren blassen Körper von Hals bis Schenkel freilässt; ihr Haar ist lang und hell rötlich. Mit einem Arm greift sie nach oben zu einem Zweig. Links von ihr steht im Profil ein Mann in dunkler Kleidung, der sich zu ihr streckt. Über ihnen steht ein Baum mit grünem Laub und kleinen roten Früchten.
Den Hintergrund bilden eine dunkelgrüne Laubmasse rechts, ein Streifen blassen Himmels und ein blaues Band in der oberen linken Ecke. Ganz links läuft eine senkrechte ockerorange Fläche, vielleicht eine Wand oder ein Türpfosten, darunter eine dunkelrote und blaugrüne Form. Der Boden ist dunkelgrün. Der Baum mit roten Früchten und die dargebotene Geste sind deutliche Anspielungen auf den Garten Eden, was der Szene eine zweite Bedeutungsebene gibt.
Der Mann im Vordergrund wird gewöhnlich als der Schriftsteller Stanislaw Przybyszewski identifiziert, ein Bekannter Munchs aus dem Berliner Kreis; derselbe Mann gab Munchs Vampir seinen heutigen Titel. Das ist eine in der Literatur wiederholte Zuschreibung und keine museale Angabe. Munch behandelte das Eifersuchtsmotiv in mehreren Fassungen; unsere Reproduktion folgt der Bergener mit 100 x 67 cm.
Die Farbe ist dünn und in breiten Flächen aufgetragen. Das Gesicht im Vordergrund ist die einzige Stelle mit mehreren Schichten und weichen Übergängen; alles andere ist schnell gemalt, die Züge bleiben sichtbar. Der rote Umhang ist in einem einzigen Schwung angelegt und bleibt die gesättigtste Farbe der Leinwand. Konturen gibt es kaum, außer dort, wo dunkle Kleidung an helle Haut grenzt.
Unsere Fassung gehört zu den Kunstwerke auf Leinwand, die wir handgemalt in Öl ausführen, Strich für Strich, und niemals drucken. Da jede Leinwand eigens für die Bestellung entsteht, gleichen sich zwei nie bis ins Detail; die kleinen Unterschiede im Auftrag sind das Zeichen einer Hand und kein Mangel. Bei diesem Motiv ist die schwierigste Stelle das blass grünliche Gesicht, das hell bleiben muss, ohne weiß zu werden, sonst verliert es seine kranke Farbe.
Die Szene ist hochformatig und hat eine starke Teilung zwischen dem großen Gesicht rechts und dem Garten links, weshalb sie etwas Leere um sich braucht. Sie wirkt gut im Arbeitszimmer, in einer Bibliothek oder im Flur, wo der Betrachter nahe herankommt und dem Blick begegnet. Weil Rot und Dunkelgrün Gegensätze sind, verlangt sie eine ruhige neutrale Wand in Weiß, Grau oder Sand, die keine von beiden wiederholt. Als Leinwandgemälde fürs Wohnzimmer wäre sie nur bei ruhiger Umgebung richtig; das Licht sollte gleichmäßig sein.
Zehn Größen stehen zur Wahl, dazu ein Wunschmaß, und jede Leinwand ist mit oder ohne Rahmen bestellbar. Weitere Werke des Malers finden Sie in der Galerie von Edvard Munch, über sein Leben und Schaffen schreiben wir im Blog über Edvard Munch.
| Jahr der Erstellung: | 1895 |
| Originalgröße: | 100 cm x 67 cm |
| Malstil: | Symbolik |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Gefunden: | Kunstmuseum, Bergen |









































