Beschreibung
Kalvarienberg ist ein Werk Egon Schieles von 1912: ein kahler Hügel unter einem in Farbbändern gemalten Himmel, auf seinem Kamm drei Kreuze zwischen kahlen Bäumen und dünnen Pfosten. Das Original befindet sich im Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer 480; es misst 81,7 x 80 cm – 80 cm breit und 81,7 cm hoch, also fast quadratisch. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, in fünfzehn Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Kalvarienberg |
| Andere Titel: | Calvary · Kalvarija |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1912; rechts unten mit Bleistift signiert und datiert „EGON SCHIELE 1912“ |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 81,7 cm x 80 cm |
| Originaltechnik: | Öl, Gouache und Bleistift auf Leinwand |
| Stil: | Expressionismus |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv. 480) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 15 Größen von 50 x 50 cm bis 200 x 200 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Kalvarienberg – Egon Schiele
Was zeigt das Werk?
Einen Hügel und darüber den Himmel. Den größten Teil der Leinwand nimmt offenes Land in Braun, Ocker und Oliv ein, dünn aufgetragen, mit blauen Flecken und Spuren von Grün. Der Kamm liegt links hoch und fällt nach rechts sanft ab. Links der Mitte liegt ein brauner Felsbrocken, auf ihm und daneben stehen drei Kreuze: ein rotes, ein hohes, schmales in Grau und Weiß und ein niedriges dunkles. Entlang des Kamms stehen in Abständen dünne Pfosten, rot, blau und grün, und daneben kahle, dürre Bäumchen; ganz am rechten Rand steht eine kleine Wegkapelle mit spitzem Dach. Der Himmel ist in waagrechte Bänder aus Weiß, Grau, Blau und fast Schwarz gelegt, von dünnen roten Linien durchzogen, und über dem Horizont rechts geht er in Rosa und Rot über.
Warum ist ein Kalvarienberg als Landschaft gemalt?
Der Museumseintrag antwortet mit Schieles Umzug. Im August 1911 übersiedelte er von Český Krumlov (Krumau) nach Neulengbach, und laut Museum schlug sich das in der Emanzipation eines Motivs nieder, das bis dahin in seinem Werk nur eine Nebenrolle hatte: der Landschaft. Der Eintrag zitiert seinen Brief an den Malerkollegen und späteren Schwager Anton Peschka (1885–1940): Vom Buchberg bei Neulengbach übersehe man das herrlichste Felderland, das er kenne. Im Kalvarienberg, schreibt das Museum, erreicht die Reduktion des Figurativen zugunsten atmosphärisch-spiritueller Qualitäten der Natur einen frühen Höhepunkt. Das ist die Lesart des Hauses, das die Arbeit besitzt, und wir geben sie als die seine wieder.
Was geschieht am Horizont?
Laut Museumsbeschreibung schreiben sich die drei Kreuze in eine Prozession kahler, windgebeugter Bäume und Pfosten ein, die bis zu einer Kreuzwegstation am rechten Rand führt – der kleinen Wegkapelle mit dem spitzen Dach. Darüber spannen sich dunkle Wolkenbänder, die im letzten Abendrot aufleuchten und, mit den Worten des Museums, den Kalvarienberg und mit ihm die Natur als Ort religiöser Andacht dramatisieren. Die Pfosten und Bäumchen sind also kein Beiwerk: Sie sind die Prozession.
Wie wurde das Original gemalt?
Laut Eintrag mit Öl, Gouache und Bleistift auf Leinwand; auch die Signatur rechts unten ist mit Bleistift geschrieben. Das Museum nennt eine Folge dieser Arbeitsweise: Die Farbe ist lasierend aufgetragen, was der Wiesenfläche jede Körperlichkeit entzieht und den Blick zur Horizontlinie lenkt. Unsere Reproduktion wird allein mit Ölfarben gemalt, auf Leinwand. Wir geben das nicht als dasselbe aus: Die dünne, lasierende Wirkung malen wir in Öl, ohne zu behaupten, die Materialien des Originals zu wiederholen.
Ist das Format quadratisch?
Beinahe, aber nicht ganz. In der Größe steht sie dem Selbstseher II aus dem Vorjahr nahe, der 80,5 x 80 cm misst und zur selben Sammlung gehört. Bei dieser Arbeit ist jede unserer Stufen ein quadratisches Format, von 50 x 50 cm bis 200 x 200 cm; weil der Horizont hoch liegt, trägt das Land den größten Teil des Gewichts.
Kann ich das Werk in der Größe des Originals bekommen?
In der Größe beinahe; im genauen Seitenverhältnis nicht, und das sagen wir lieber gleich. Das Original ist 80 cm breit und 81,7 cm hoch. Unsere Stufe 80 x 80 cm trifft die Breite genau und ist 1,7 cm niedriger. Da alle unsere Stufen bei dieser Arbeit quadratisch sind und das Original nicht, wächst der Unterschied mit der Größe: Bei 200 x 200 cm verlangte das Verhältnis des Originals eine Höhe von etwa 204 cm. Genau dieses Verhältnis erreicht nur ein Maß nach Wunsch.
Woher kommt das Werk und wo ist es heute?
Diese Seite trug bisher keinen Provenienzvermerk – bei diesem Werk gab es keinen, was wir offen sagen, statt stillschweigend einen Ersatz zu liefern. Was folgt, ist die Kette, wie das Museum sie veröffentlicht: Heinrich Benesch, Wien, bis 1947; Otto Benesch, Wien, 1947–1964; Eva Benesch, Wien, 1964–1983; Jenö Eisenberger, Wien, 1983; Rudolf Leopold, Wien, 1983–1994; und ab 1994 die Leopold Museum-Privatstiftung. Drei Dinge darin verdienen Aufmerksamkeit, und die Deutung ist unsere. Erstens schließen die Daten nach 1947 lückenlos aneinander, aber die Kette hat keinen Anfang: Beim ersten Eigentümer steht nur „bis 1947“. Zweitens blieb das Werk mindestens sechsunddreißig Jahre bei drei Eigentümern desselben Nachnamens; der Eintrag sagt nicht, ob und wie sie verwandt waren, und darum sagen wir es auch nicht. Drittens wechselte das Werk 1983 zweimal den Besitzer; zu den Quellen des Museums gehören eine Quittung vom 30. September 1983, eine Bestätigung der Kunsthandlung Giese & Schweiger vom 19. Februar 2002 und ein Dossier von Sonja Niederacher vom 30. April 2011. Das Werk ist heute im Leopold Museum unter der Inventarnummer 480; der gesamte Schiele-Bestand des Hauses ist auf der Egon-Schiele-Seite des Leopold Museums vorgestellt.
Wo steht dieses Werk in Schieles Werk?
Unter den Landschaften, die auf den Umzug nach Neulengbach folgten. Aus dem Vorjahr stammen Selbstseher II, ein quadratisches Selbstporträt, und Kleiner Baum im Spätherbst, eine kleine Landschaft auf einer Holztafel; nach dem Ort selbst heißt Das Zimmer des Künstlers in Neulengbach. Die ganze Auswahl steht in der Galerie Egon Schiele, mehr zum Leben des Malers im Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitbestimmte, und die österreichische Kunst dieser Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen. Als expressionistisches Gemälde wendet der Kalvarienberg diese Richtung auf eine Landschaft statt auf ein Gesicht an. Selbstseher II ist reines Öl auf Leinwand; hier kommen zum Öl noch Gouache und Bleistift.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt ein Künstler mit Ölfarben, Strich für Strich; es ist kein maschineller Abzug – unter dem Pinsel entsteht eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung. Zwei Stellen sind hier die schwierigsten. Die erste ist der Hügel: Seine Farbe muss dünn bleiben, damit die blauen und grünen Flecken durch das Braun scheinen; trägt der Maler sie als gleichmäßige, deckende Schicht auf, bekommt das Land genau die Körperlichkeit, die ihm laut Museumseintrag die Lasuren nehmen. Die zweite ist der Horizont: Kreuze, farbige Pfosten, Bäumchen und die kleine Wegkapelle sind winzig und mit wenigen dünnen Strichen gezeichnet, und so müssen sie bleiben – dünn und ungleichmäßig; macht der Maler sie dicker, wird aus der Prozession ein Zaun. Ist die Arbeit fertig, fotografieren wir sie und senden Ihnen die Fotografie zur Freigabe, erst dann geht sie in den Versand. Für diese Werkfamilie haben wir keine Atelierfotos – in unserer Werkstatt wurde sie noch nicht fotografiert, und es wurde nichts entfernt; wenn sie das nächste Mal gemalt wird, fotografieren wir sie und ergänzen die Aufnahmen hier. Als Reproduktion auf Leinwand ist sie auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: Ein Quadrat folgt nicht den Möbeln, sondern verlangt die Mitte einer Wand und etwas Leere um sich. Über einem Sofa wirken 100 x 100 cm und 110 x 110 cm, für eine kleinere Wand genügen 60 x 60 cm oder 65 x 65 cm, für einen großen Raum 170 x 170 cm und 200 x 200 cm. Unsere kleinste Größe ist 50 x 50 cm. Als Kunstgemälde gewinnt dieses Motiv mit der Größe: Kreuze und Pfosten sind klein, und ab 100 x 100 cm liest man die Prozession auch quer durch den Raum.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Wenn keine der fünfzehn Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihrem Maß. Die Leinwand kommt auf einen Holzkeilrahmen gespannt; unsere 3D-Anwendung dient allein der Rahmenwahl, nicht der Ansicht an Ihrer eigenen Wand. Der Rahmen wird gesondert gewählt und muss nicht Teil der Bestellung sein.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Arbeit zur Freigabe, und sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Die Fertigungszeit richtet sich nach der Größe und der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Was zeigt Schieles Kalvarienberg?
Einen kahlen Hügel unter einem Abendhimmel in Bändern, auf dessen Kamm drei Kreuze stehen: ein rotes, ein hohes, dünnes in Grau und Weiß und ein niedriges dunkles. Laut Leopold Museum schreiben sich die Kreuze in eine Prozession kahler, windgebeugter Bäume und Pfosten ein, die zu einer Kreuzwegstation am rechten Rand führt, der kleinen Wegkapelle mit dem spitzen Dach. Menschen sind keine zu sehen.
Wann malte Schiele den Kalvarienberg?
1912: Die Leinwand ist rechts unten mit Bleistift „EGON SCHIELE 1912“ signiert und datiert. Sie gehört zu den Landschaften, die entstanden, nachdem der Maler im August 1911 von Krumau nach Neulengbach bei Wien gezogen war.
Wo befindet sich der Kalvarienberg heute?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 480. Er misst 81,7 x 80 cm und ist damit fast quadratisch: 80 cm breit und 1,7 cm höher.
Warum malte Schiele den Kalvarienberg als Landschaft?
Laut Leopold Museum wurde die Landschaft nach dem Umzug nach Neulengbach vom Nebenmotiv zu einem eigenen Thema seiner Arbeit. Im Kalvarienberg sieht das Museum einen frühen Höhepunkt der Zurücknahme des Figürlichen zugunsten der atmosphärischen und spirituellen Qualitäten der Natur. Die dunklen Wolkenbänder, die im letzten Abendrot aufleuchten, dramatisieren den Kalvarienberg und mit ihm die Natur als Ort religiöser Andacht.
Wie malte Schiele den Kalvarienberg?
In Öl, Gouache und Bleistift auf Leinwand, und auch die Signatur ist mit Bleistift gesetzt. Laut Museum ist die Farbe in dünnen Lasuren aufgetragen, die der Wiese alle Körperlichkeit nehmen und den Blick zum Horizont lenken.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie unsicher sind, welche Größe die richtige ist, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: ein kahler Hügel mit drei Kreuzen auf dem Kamm, einer Prozession aus Bäumen und Pfosten und einer kleinen Wegkapelle am rechten Rand.
- Original: 1912, Öl, Gouache und Bleistift auf Leinwand, 81,7 x 80 cm, rechts unten signiert, Leopold Museum, Wien, Inv. 480.
- Unseres: handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, 15 Größen oder ein Maß nach Wunsch.
- Gut zu wissen: Diese Seite trug für dieses Werk keinen Provenienzvermerk; die Kette ist so wiedergegeben, wie das Museum sie veröffentlicht.









































