Egon Schiele – Bildnis Johann Harms

ab 167,00 €

Alle Gemälde können wir in der gewünschten Dimension malen. Auf Bestellung können wir auch Gemälde anfertigen, die nicht in unserem Angebot enthalten sind. Kontaktieren Sie uns: info@svetslik.si

Artikelnummer: 252_133 Kategorie:

Beschreibung

Bildnis Johann Harms ist ein Werk Egon Schieles aus dem Jahr 1916: ein alter Mann sitzt seitlich auf einem schlichten Holzstuhl, den Kopf in die Hand gestützt, in einem weiten grauen Mantel vor tiefbraunem Grund. Das Original befindet sich im Solomon R. Guggenheim Museum in New York unter der Inventarnummer 69.1884; es misst 110,8 x 141 cm und ist in Öl mit Wachs und Kohle auf Leinwand gemalt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, in zehn Größen oder nach Ihrem Maß, und bevor es versandt wird, schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.

Titel:Bildnis Johann Harms
Andere Titel:Portrait of an Old Man (Johann Harms) · Portret Johanna Harmsa
Maler:Egon Schiele (1890–1918)
Entstehungsjahr:1916
Originalgröße (Breite × Höhe):110,8 cm x 141 cm
Originaltechnik:Öl mit Wachs und Kohle auf Leinwand
Stil:Expressionismus
Standort:Solomon R. Guggenheim Museum, New York (Inv. 69.1884), ständige Sammlung
Unsere Reproduktion:handgemaltes Öl auf Leinwand, 10 Größen von 50 x 65 cm bis 130 x 165 cm oder ein Maß nach Wunsch

Bildnis Johann Harms – Egon Schiele

Was zeigt das Werk?

Einen alten Mann, seitlich auf einem schlichten Holzstuhl sitzend, leicht nach links gewandt. Den Kopf hat er in die rechte Hand gestützt, der Ellbogen ruht auf der Armlehne; Haar und Bart sind weiß, das Gesicht dicht zerfurcht, der Blick gesenkt. Ein weiter, hellgrauer Mantel bedeckt ihn von den Schultern bis zu den Knöcheln und ist in großen Flächen mit trockenen, sparsamen Strichen angelegt; die linke Hand hängt offen über dem Knie, die Finger halb geschlossen. Der Stuhl ist nackt: kantige Beine, eine einfache Lehne, die Sitzfläche daneben sichtbar. Der Grund ist tiefbraun und fleckig, ohne Wand und ohne Boden, sodass Figur und Stuhl keinen Ort haben. Unten rechts, auf dem Braun, steht Schieles Signaturblock mit der Jahreszahl.

Wer war Johann Harms?

Der Schwiegervater des Malers. Der Museumsdatensatz sagt das geradeheraus und fügt zweierlei hinzu: dass er bei der Entstehung 73 Jahre alt war und dass er ein pensionierter Maschinist der österreichischen Eisenbahn war. Edith Harms, die Frau des Malers, war seine Tochter. Der Datensatz hält auch fest, dass Schieles Zuneigung zu ihm über dieses Bildnis hinausreichte — nach Harms’ Tod 1917 fertigte der Maler dessen Totenmaske an. All das ist die Deutung des Museums, das das Werk besitzt, und wir geben sie als seine wieder; der Text des Datensatzes ist von Cornelia Lauf gezeichnet.

Warum ist der Stuhl so schlicht?

Weil er dem Maler gehört. Laut Museumsdatensatz entwarf Schiele diesen Stuhl für sein Atelier und setzte ihn bei mehreren Bildnissen ein. Als Requisit erlaubte er ihm, die Dargestellten nach vorn zu schieben, zur vorderen Kante der Leinwand hin, wodurch die Umrisse der Körper flacher und größer werden. Der Datensatz geht weiter: die handwerkliche Form des Stuhls erinnert an die Möbel auf jenen Werken, die Vincent van Gogh nach seinem eigenen Schlafzimmer malte, und daran, wie wichtig das Kunstgewerbe damals in Wien war. Der Stuhl ist also keine Kulisse, sondern Teil der Konstruktion.

Warum wirkt ein Familienbildnis so feierlich?

Genau darauf weist der Museumsdatensatz hin: obwohl es sich um ein Familienbildnis handelt, trägt es eine düstere Monumentalität. Die Würde, die das Werk ausstrahlt, übersteigt laut Datensatz seinen Gegenstand — sie erinnert an Papstbildnisse von Raffael oder Tizian. Ein alter Mann im Hausmantel auf einem harten Stuhl ist damit so gesetzt, wie man Menschen setzte, denen Ehre gebührte, und dieser Abstand zwischen Gegenstand und Form hält das Werk aufrecht.

Wo steht dieses Werk in Schieles Entwicklung?

Am Anfang von etwas. Laut Datensatz gilt es als das erste einer Reihe sogenannter malerischer Bildnisse, im Gegensatz zu den früheren Leinwänden, die Schiele zeichnerischer ausführte. Er malte es zwei Jahre vor seinem Tod in der Grippeepidemie, und der Datensatz liest es als Beispiel seines reifen Stils, der die feste Vorstellung vom österreichischen Expressionismus als bloßer Kunst der Angst weit hinter sich lässt. Er nennt auch den Umstand: 1916, nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Ehe mit Edith Harms, begann der Maler ein häusliches Glück zu genießen, aus dem später weitere nahe Familienbildnisse hervorgingen.

Worauf ist das Original gemalt?

Auf Leinwand — aber nicht in Öl allein. Der Museumsdatensatz nennt Öl mit Wachs und Kohle, also eine Mischtechnik, und genau das gibt der Oberfläche ihren trockenen, fein körnigen Aufbau. Bei uns ist es Öl auf Leinwand im engeren Sinn: Ölfarbe auf Leinwand, ohne Wachs und ohne Kohle. Der Träger ist derselben Art, das Gewebe ein anderes.

Ist das Format hoch oder quer?

Hoch. Unsere Stufen folgen ihm im Hochformat, von 50 x 65 cm bis 130 x 165 cm, die Breite jeweils zuerst.

Kann ich das Werk in der Größe des Originals bekommen?

Sehr nahe, und hier gehört es genau gesagt. Das Seitenverhältnis des Originals beträgt 1 : 1,2726, und unsere Stufe 110 x 140 cm trifft es auf zwei Hundertstel Zentimeter — näher, als sich malen lässt. Dieselbe Stufe ist auch der Größe nach die nächste: acht Millimeter schmaler und einen Zentimeter niedriger als das Original. Die übrigen liegen zwischen einem halben und knapp drei Zentimetern neben dem Verhältnis; am weitesten 100 x 130 cm mit 2,74 cm. Wer die Größe des Originals genau will, wählt ein Maß nach Wunsch.

Wo ist das Werk heute, und was sagt das Museum dazu?

In New York. Es wird vom Solomon R. Guggenheim Museum unter der Inventarnummer 69.1884 verwahrt und in seinem Datensatz in der ständigen Sammlung geführt. Der Datensatz nennt den Titel Portrait of an Old Man (Johann Harms), das Jahr 1916, die Technik und die Maße sowie den Text zum Werk, auf den wir uns oben gestützt haben. Eine Eigentumskette veröffentlicht er nicht — von wem und wann das Werk ins Museum kam, steht auf jener Seite nicht, und wir ergänzen es nicht. Wo das Museum nichts sagt, unterstellen wir nichts.

Wo steht dieses Werk in Schieles Werk?

Unter den Bildnissen der letzten Jahre. Aus demselben Umkreis führen wir Bildnis der Frau des Künstlers, Edith Schiele (sitzend) — Harms’ Tochter — Bildnis Dr. Hugo Koller und Bildnis Victor Ritter von Bauer. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben unser Artikel über Egon Schiele; das Werk in der New Yorker Sammlung stellt die Guggenheim-Seite zu Egon Schiele vor. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts, und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitprägte, und österreichische Kunst jener Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen. Als expressionistisches Gemälde zeigt das Bildnis keinen Raum — nur das Gewicht eines alten Körpers im Stoff.

Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?

Jede Leinwand malt ein Künstler in Öl, Strich für Strich – kein maschineller Abzug, sondern eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung. Zwei Dinge sind hier am schwierigsten. Das eine ist der Mantel: eine große helle Fläche, die weich bleiben muss und doch nicht flach, sonst wird sie ein leerer grauer Fleck und die Figur verliert ihr Gewicht. Das andere sind Gesicht und Hand: die einzigen Stellen mit feiner Zeichnung, an denen das Alter aus den Falten gelesen wird, sodass jeder Fehler dort sofort ein Jahrzehnt hinzufügt oder wegnimmt. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe, erst dann wird es versandt. Atelieraufnahmen dieses Werks haben wir noch keine – in unserer Werkstatt wurde es noch nicht fotografiert, und nichts wurde entfernt; wird es gemalt, kommen die Fotos auf diese Seite. Als Reproduktion auf Leinwand kommt es auf einen Holzkeilrahmen gespannt und fertig zum Aufhängen.

Welche Größe für welche Wand?

Ein hohes Werk will Höhe, nicht Breite: es steht gut zwischen zwei Fenstern oder über einer schmalen Kommode. Über dem Schreibtisch oder im Flur 50 x 65 cm oder 60 x 75 cm; über einer Kommode oder einem Sessel 80 x 100 cm oder 90 x 115 cm; in einem größeren Raum 110 x 140 cm und mehr, bis 130 x 165 cm. Da jede Stufe dieser Reihe hoch ist, ist die Wahl eine Frage der Größe, nicht der Form. Als Kunstgemälde mit dunklem Grund gewinnt es mit der Größe: in den großen Stufen sieht man, dass das Braun nicht eine Farbe ist, sondern eine fleckige Schicht.

Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?

Passt keine der zehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Die Leinwand wird auf einen Holzkeilrahmen gespannt geliefert; unsere 3D-Anwendung dient ausschließlich der Wahl des Rahmens, nicht der Darstellung des Werks an Ihrer Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er muss nicht Teil der Bestellung sein.

Wie wird geliefert und was garantieren wir?

Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe; sind Sie nicht zufrieden, korrigieren wir es oder malen es neu. Die Fertigungszeit hängt von der Größe und der Auslastung des Ateliers ab.

Häufige Fragen

Wer war Johann Harms für Schiele?

Johann Harms war der Vater von Edith Harms, die Schiele 1915 heiratete, und damit sein Schwiegervater. Laut Guggenheim Museum war er bei der Entstehung des Porträts 73 Jahre alt und ein pensionierter Maschinist der österreichischen Eisenbahn. Er starb 1917, und Schiele nahm ihm die Totenmaske ab.

Wann malte Schiele das Bildnis Johann Harms?

1916, ein Jahr nach der Hochzeit mit Edith und zwei Jahre vor seinem eigenen Tod in der Grippeepidemie von 1918. Schieles Blocksignatur mit der Jahreszahl steht rechts unten auf dem braunen Grund.

Wo befindet sich das Bildnis Johann Harms heute?

Im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, unter der Inventarnummer 69.1884, wo es als Portrait of an Old Man (Johann Harms) geführt wird. Die Leinwand misst 110,8 x 141 cm und ist in Öl mit Wachs und Kohle gemalt.

Warum gilt das Bildnis Johann Harms als bedeutend?

Das Guggenheim beschreibt es als das erste einer Reihe sogenannter malerischer Porträts, im Gegensatz zum eher grafischen Stil von Schieles früheren Leinwänden. Obwohl es ein Familienporträt ist, sieht das Museum darin eine düstere Monumentalität, die an Papstporträts von Raffael oder Tizian erinnert.

Warum sitzt Johann Harms auf einem schlichten Holzstuhl?

Der Stuhl gehörte dem Maler selbst: Schiele entwarf ihn für sein Atelier und setzte ihn für mehrere Porträts ein. Laut Museum konnte er seine Modelle damit an den vorderen Rand der Leinwand rücken, und sein handwerklicher Stil erinnert an die Möbel in Vincent van Goghs Gemälden seines Schlafzimmers.

Eignet es sich als Geschenk?

Ja; wenn Sie unsicher sind, welche Größe Sie wählen sollen, gibt es einen Geschenkgutschein.

  • Motiv: ein alter Mann auf einem schlichten Holzstuhl, den Kopf in der Hand, im weiten grauen Mantel vor braunem Grund.
  • Original: 1916, Öl mit Wachs und Kohle auf Leinwand, 110,8 x 141 cm, Guggenheim, New York, Inv. 69.1884.
  • Unseres: handgemalt in Öl auf Leinwand, 10 Größen oder ein Maß nach Wunsch.
  • Gut zu wissen: der Dargestellte war der Schwiegervater des Malers, und den Stuhl entwarf Schiele selbst.

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