Beschreibung
Bildnis der Frau des Künstlers, Edith Schiele ist ein Werk von Egon Schiele aus dem Jahr 1918, auf dem seine Frau frontal sitzt, die Hände im Schoß gefaltet, in einer blauen Bluse mit weißem Spitzenkragen und einem weiten hellen Rock. Das Original befindet sich im Belvedere in Wien unter der Inventarnummer 1991; laut Museumseintrag ist es derzeit nicht ausgestellt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölwerk auf Leinen, in dreizehn Größen oder nach Ihrem eigenen Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe.
| Titel: | Bildnis der Frau des Künstlers, Edith Schiele |
| Weitere Titel: | Portrait of the Artist’s Wife · Edith Schiele, sitzend |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1918; signiert und datiert links unten „EGON / SCHIELE / 1918“ |
| Originalgröße: | 139,8 cm x 109,8 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus |
| Befindet sich: | Belvedere, Wien (Inv.-Nr. 1991), derzeit nicht ausgestellt |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinen, 13 Größen von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm oder Maßanfertigung |
Bildnis der Frau des Künstlers, Edith Schiele – Egon Schiele
Wer war Edith Schiele?
Die Frau des Malers. Geheiratet haben sie 1915, das Bildnis entstand drei Jahre später. Der Eintrag des Belvedere zitiert auch einen Freund des Künstlers über das junge Paar: „Eines Abends war Schiele mit seiner Frau eingeladen. Sie war völlig verdeckt von ihrem zerzausten blonden Haar und einer scheuen Zurückhaltung.“ Der Eintrag fügt hinzu, dass Schiele seine Frau mit einem überaus feinfühligen Blick malte. Mehr sagt er über sie nicht, also sagen wir es auch nicht.
Was zeigt das Werk?
Eine sitzende Frau, frontal zum Betrachter gewandt, die Hände im Schoß gefaltet. Oben eine blaue Bluse mit weißem Spitzenkragen und einem schmalen schwarzen Band; unten ein weiter heller Rock, zu einem Dreieck ausgebreitet und mit kleinen farbigen Strichen überzogen. Der Grund ist dunkelgrün, durchsetzt von blauen, ockerfarbenen und orangen Sprenkeln, sodass die Gestalt hervortritt, ohne dass hinter ihr ein Raum entsteht. Unter dem Saum schauen braune Schuhe hervor. Die Signatur steht links unten.
Warum wurde das Kleid übermalt?
Weil das Museum es verlangte. Der Eintrag sagt es unumwunden: Dies war das erste Gemälde Schieles, das von einem Museum angekauft wurde, doch dem damaligen Direktor des Hauses — es hieß seinerzeit Österreichische Staatsgalerie — erschien es zu „kunstgewerblich“ und zu bunt, woraufhin Schiele Ediths Kleid in gedämpftere Töne überarbeitete. Das ist keine Deutung, sondern der Eintrag des Museums über sich selbst, und genau deshalb geben wir ihn so wieder, wie er dasteht.
Was zeigte die technische Analyse von 2018?
Die ursprüngliche Fassung. Der Eintrag hält fest, dass eine technische Analyse des Werkes im Jahr 2018 den ersten Zustand des Kleides sichtbar machte, dass diese ursprüngliche Fassung rekonstruiert wurde und dass sie neben der endgültigen Fassung gezeigt wird. Derselbe Eintrag nennt als Standort „derzeit nicht ausgestellt“; wir gleichen die beiden Angaben weder an, noch lassen wir eine davon weg. Unsere Reproduktion entsteht nach der endgültigen Fassung — nach der mit dem gedämpften Rock, die auf dieser Seite zu sehen ist —, nicht nach der Rekonstruktion des ersten Zustands.
Warum ist dieses Werk wichtig?
Weil es das erste war. Der Eintrag nennt es das erste Werk Schieles, das ein Museum erwarb — den Moment also, in dem der Maler aus Privatsammlungen in ein öffentliches Haus überging. Das geschah 1918, im Jahr seines Todes. Als expressionistisches Gemälde ist es darin ungewöhnlich, dass es zugleich privat und amtlich ist: Das Modell ist die Frau des Malers, der Käufer die Staatsgalerie.
Wie ist die Leinwand und wo steht die Signatur?
Hochformat: Der Eintrag nennt 139,8 x 109,8 cm, eine Leinwand also, die etwa um ein Viertel höher als breit ist. Die Signatur steht links unten, in der Form „EGON / SCHIELE / 1918“. Der Eintrag nennt außerdem eine zweite Beschriftung, rückseitig am Keilrahmen: „Egon Schiele, Wien XIII, Bildnis E. Sch. 1918“ — also die Adresse des Malers, seine eigene Benennung des Werkes und das Jahr. Diese doppelte Bezeichnung ist für diese Seite eine nützliche Angabe: Sie sagt, dass das Werk das Atelier auch rückseitig beschriftet verließ.
Woher stammt es und wo ist es heute?
Die Zugangsnotiz des Museums ist kurz: 1918 Ankauf bei der Kunsthandlung Gustav Nebehay in Wien. Wir übernehmen sie aus dem Museumseintrag und schreiben sie ihm zu; auf dieser Seite gibt es keinen älteren Provenienztext, der unverändert übernommen werden könnte. Die Ausstellungsliste beginnt bereits 1921 mit einer Schau der Neuerwerbungen von 1918–1921 und läuft über 1929, 1954, 1968 und 1990 bis 2011. Darunter ist eine Ausstellung von 2003 über Franz Martin Haberditzl, einen Direktor dieses Hauses, den Schiele ebenfalls malte und den wir gesondert führen. Heute befindet sich das Werk im Belvedere unter der Inventarnummer 1991 und ist laut Eintrag derzeit nicht ausgestellt; der gesamte Schiele-Bestand des Hauses ist auf der Egon-Schiele-Seite des Belvedere verzeichnet.
Wo steht dieses Bildnis in Schieles Werk?
Unter den späten Bildnissen und unmittelbar neben Tod und Mädchen von 1915: Der Museumseintrag zu jenem Werk hält fest, dass sich Schiele von Wally Neuzil gerade deshalb trennte, um Edith Harms zu heiraten. Die beiden Bildnisse von 1910 zeigen, woher er kam — das Bildnis Eduard Kosmack und das Bildnis Herbert Reiner —, und Die Umarmung von 1917 zeigt, wohin er ging, als er die Gesichter wegließ. Die vollständige Auswahl findet sich in der Galerie Egon Schiele, mehr zu seinem Leben in unserem Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts, und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitprägte, und die österreichische Kunst jener Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand wird von einem Maler in Öl gemalt, Strich für Strich. Es ist kein maschineller Abzug, sondern eine handgemalte Kopie, die eigens für Ihre Bestellung entsteht. Bei diesem Motiv ist der Rock das Schwierigste: Er muss als eine einzige helle Masse lesbar sein und zugleich aus Hunderten kleiner Striche bestehen, sonst wird er zum weißen Fleck. Die zweite heikle Stelle ist der Grund, der nicht zu einem gleichmäßigen Grün werden darf. Ist die Arbeit fertig, fotografieren wir sie und senden Ihnen die Aufnahme zur Freigabe; danach geht sie in den Versand. Für diese Werkfamilie haben wir keine Atelieraufnahmen — das Werk ist in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert worden, und es wurde nichts entfernt; wenn es das nächste Mal gemalt wird, fotografieren wir es und ergänzen die Aufnahmen auf dieser Seite. Als Reproduktion auf Leinwand kommt es auf Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig an.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: über einem Sofa 110 x 140 cm oder größer, für eine kleinere Wand genügen 70 x 90 cm. Ein aufrecht stehendes Motiv verhält sich anders als ein waagrechtes — es braucht keine Länge unter sich, sondern Höhe über sich, und wirkt daher gut neben einer Tür, zwischen Fenstern oder allein an einer schmalen Wand. Über dem Bett ist 120 x 150 cm die übliche Wahl. Unser größtes Format ist 160 x 205 cm, das kleinste 50 x 65 cm; bei 110 x 140 cm ist die Gestalt nahe an der Größe des Originals. Ein Kunstgemälde dieser Größe braucht Abstand: Gesicht und Rock fügen sich erst aus einigen Metern zusammen.
Wie bestelle ich Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen?
Wenn keine der dreizehn Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir das Werk nach Ihrem eigenen Maß. Die Leinwand kommt auf Holzkeilrahmen gespannt; unsere 3D-Anwendung dient allein der Rahmenwahl, nicht der Darstellung des Werkes auf Ihrer Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist nicht zwingend Teil der Bestellung.
Wie läuft die Lieferung und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe; sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Da jedes Werk einzeln entsteht, richtet sich die Fertigungszeit nach der Größe und nach der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Belvedere in Wien, Inventarnummer 1991; laut Museumseintrag derzeit nicht ausgestellt.
Wer ist auf dem Werk zu sehen?
Edith Schiele, die Frau des Malers; geheiratet haben sie 1915.
Welche Fassung malen Sie?
Die endgültige — die mit dem gedämpften Rock. Die Rekonstruktion des früheren, bunteren Kleides reproduzieren wir nicht.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von einem Maler von Hand in Öl gemalt.
Warum überarbeitete Schiele das Kleid?
Laut Museumseintrag erschien es dem damaligen Direktor des Hauses zu „kunstgewerblich“ und zu bunt.
Wie groß ist die originale Leinwand?
139,8 x 109,8 cm, also höher als breit.
Kann ich ein Maß erhalten, das nicht in der Liste steht?
Ja, wir malen das Werk in jedem von Ihnen genannten Maß.
Wie kommt es an?
Auf Holzkeilrahmen gespannt und geschützt verpackt; der Rahmen ist optional.
Worum geht es in einem Satz?
Darum, dass der Maler seine Frau ruhig malte und dass Ruhe hier schwerer ist als Verzerrung.
Ist das Original verkäuflich?
Es ist nicht verkäuflich; es gehört zur öffentlichen Sammlung des Belvedere und ist nicht am Markt.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: Edith Schiele frontal sitzend, blaue Bluse mit weißem Kragen, weiter heller Rock.
- Original: 1918, Öl auf Leinwand, 139,8 x 109,8 cm, signiert links unten, Belvedere Wien, Inv.-Nr. 1991.
- Unseres: handgemalt in Öl nach der endgültigen Fassung, 13 Größen oder Maßanfertigung.
- Gut zu wissen: laut Museumseintrag das erste Werk Schieles, das ein Museum erwarb.









































