Egon Schiele – Bildnis Herbert Reiner (Der Knabe Reiner)

ab 163,00 €

Alle Gemälde können wir in der gewünschten Dimension malen. Auf Bestellung können wir auch Gemälde anfertigen, die nicht in unserem Angebot enthalten sind. Kontaktieren Sie uns: info@svetslik.si

Artikelnummer: 252_10-3 Kategorie:

Beschreibung

Bildnis Herbert Reiner (Der Knabe Reiner) ist ein Werk Egon Schieles von 1910: das Auftragsporträt eines Knaben, der vor einem leeren Grund steht, gehüllt in ein rotes Gewand wie in einen weiten Umhang, mit auffallend groben Händen. Das Original bewahrt das Belvedere in Wien unter der Inventarnummer 4766 auf; es misst 101 x 101,5 cm und ist fast quadratisch. Wir malen es von Hand in Ölfarben, in fünfzehn Größen oder nach Ihrem Maß, und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.

Titel:Bildnis Herbert Reiner (Der Knabe Reiner)
Weitere Titel:The Reiner Boy · Portrait of Herbert Reiner · Rainerbub
Maler:Egon Schiele (1890–1918)
Entstehungsjahr:1910, signiert und datiert rechts Mitte „S.10.“
Originalgröße:101 cm x 101,5 cm (das Museum bezeichnet die Achsen nicht; fast quadratisch)
Originaltechnik:Öl auf Leinwand
Malstil:Expressionismus
Standort:Belvedere, Wien (Inv.-Nr. 4766)
Unsere Reproduktion:handgemaltes Öl auf Leinwand, 15 Größen von 50 x 50 cm bis 200 x 200 cm oder ein Maß nach Wunsch

Bildnis Herbert Reiner (Der Knabe Reiner) – Egon Schiele

Wer ist auf dem Gemälde zu sehen?

Herbert Reiner, der Sohn des Orthopäden Max Reiner. Laut der Beschreibung des Belvedere gab Max Reiner 1910 beim jungen Egon Schiele (1890–1918) ein Porträt seines fünfjährigen Sohnes Herbert in Auftrag; der Begleittext zum Foto des Museums gibt das Alter des Knaben dagegen mit etwa sechs Jahren an. Schiele zeigt den Knaben allein, ohne irgendetwas um ihn herum. Der Nachname wird auf zwei Arten geschrieben. Das Metropolitan Museum of Art in New York, das eine Zeichnung desselben Knaben verwahrt, betitelt dieses Blatt Portrait of Herbert Rainer; das Belvedere schreibt Reiner im englischen Titel und in der Beschreibung, Rainer im deutschen Titel. Wir nennen beide Schreibweisen so, wie die Institutionen sie führen, und entscheiden uns nicht zwischen ihnen; unser eigener Titel folgt der Schreibweise Reiner.

Was zeigt die Leinwand?

Ein Knabe steht vor einer leeren Fläche: kein Raum, keine Möbel, kein Boden, der sich bestimmen ließe. Er trägt ein rotes Gewand, das ihn wie ein weiter Umhang einhüllt; nur der Kopf und die Hände treten daraus hervor. Die Hände ziehen den Blick auf sich. Das Museum nennt sie auffallend grob, und sie wirken viel älter als das Kind, dem sie gehören; das Gesicht darüber bleibt kindlich, mit einem Blick, den der Eintrag strahlend und unschuldig nennt. Die Palette ist sparsam – Rot, Ocker und ein grauweißer Grund –, und die Leere um die Figur schiebt sie nach vorn, dem Betrachter entgegen. Das Format ist fast quadratisch. Das Feld Dimensions im Museumseintrag nennt 101 × 101,5 cm, der Begleittext zum Foto dagegen 100 x 100 cm; unsere Tabelle folgt dem Feld Dimensions.

Warum ist dieses Gemälde wichtig?

Aus drei Gründen, die alle im Eintrag des Museums stehen. Der erste ist der Auftrag: Der Eintrag nennt Auftraggeber, Dargestellten und Anlass – ein Vater bestellte beim jungen Schiele ein Porträt seines Sohnes. Der zweite ist seine Stellung in einer Gruppe. Das Belvedere schreibt, Schiele habe den Knaben Reiner zusammen mit einer Reihe von Porträts gemalt, die alle quadratisch sind und ähnliche Kompositionen haben; der Eintrag nennt keines dieser Porträts, also nennen auch wir keines. Der dritte ist, wie oft das Museum darauf zurückkommt: Die Ausstellungsliste führt die Schiele-Ausstellungen des Belvedere von 1968, 1990, 2011 und 2018–2019.

Was bedeutet das Gemälde?

Nach der Deutung des Museums erzählt es von einem Gegensatz. Schiele gibt dem Knaben nichts, was sein Alter zeigen würde – es gibt im Gemälde überhaupt keinen Gegenstand –, und überlässt das Porträt stattdessen den Händen: Die auffallend groben Hände wirken viel älter als der Dargestellte selbst und stehen im Gegensatz zum strahlenden, unschuldigen Blick des Knaben. Weiter geht der Eintrag nicht, und weiter gehen auch wir nicht. Als expressionistisches Werk übertreibt es nicht mit der Pose, sondern mit den Händen.

Woher kommt das Werk?

Das Belvedere veröffentlicht in seinem Eintrag die Kette der Eigentümer, in dieser Reihenfolge. Zuerst steht Max Reiner aus Wien – der Name des Vaters, der laut Beschreibung des Museums das Porträt in Auftrag gab. Es folgt Sigmund Rosenbaum, ebenfalls aus Wien. Der nächste Eintrag trägt die Jahreszahl 1919: Richard Lanyi, Wien. Dann, mit der Jahreszahl 1930, Arthur Stemmer, Wien. Der letzte Eintrag trägt die Jahreszahl 1954 und verzeichnet einen Tausch mit Rudolf Leopold, Wien. Derselbe Eintrag listet auch die Ausstellungen des Museums; die erste ist die Präsentation der Österreichischen Galerie im Oberen Belvedere, eröffnet am 17. Juli 1954, 1957 folgt die Ausstellung „Neuerwerbungen der Österreichischen Galerie 1952–1957“. Der Eintrag enthält keinen Vermerk über einen Anspruch oder eine Restitution. Die kurze Notiz unten fasst dieselbe Kette in einem Satz zusammen.

Provenienz

Das Gemälde ging durch mehrere Wiener Sammler (Max Reiner, Sigmund Rosenbaum, Richard Lanyi, Arthur Stemmer), bevor es das Belvedere 1954 erwarb, wo es sich noch heute befindet.

Wo steht dieses Werk unter Schieles Arbeiten?

Unter den Leinwänden, die er zwischen 1910 und 1913 malte. Der Museumseintrag verbindet dieses Porträt mit einer Reihe quadratischer Porträts, ohne sie zu nennen; aus unserer Auswahl zeigen vier Leinwände das Format in seinem Umfeld. Der Form nach am nächsten steht Trude Engel von 1912–1913: Öl auf quadratischer Leinwand, 100 x 100 cm, heute im Lentos Kunstmuseum in Linz. Ein Jahr nach dem Porträt Reiners entstand Der Lyriker, 1911, 80,5 x 80 cm groß und heute im Leopold Museum in Wien. Aus dem Jahr 1912 und derselben Sammlung stammen das große quadratische Werk Eremiten, 181 x 181 cm, und Kardinal und Nonne (Liebkosung), das mit 70 x 80,5 cm nicht mehr quadratisch ist. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.

Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?

Jede Leinwand malt ein Künstler in Ölfarben, Strich für Strich – kein Maschinendruck, sondern eine für Ihre Bestellung von Hand gemalte Kopie. Zwei Stellen sind hier am schwierigsten. Die erste ist das Rot des Gewands: Der Farbauftrag muss lebendig bleiben, sonst verliert der Umhang sein Gewicht und wird zu einem flachen Farbfleck. Die zweite sind die Hände, die eine Zeichnung innerhalb des Gemäldes sind; sie müssen grob und genau bleiben, und wer sie weicher macht, verliert genau das, was das Museum am Werk hervorhebt. Das Original ist Öl auf Leinwand, unsere Kopie ebenso, die Oberfläche verhält sich also gleich. Ist das Gemälde fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe, erst dann geht es auf die Reise. Dieses Werk ist in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert worden; wir ergänzen die Aufnahmen auf dieser Seite, sobald wir sie haben. Wie jedes Kunstgemälde aus unserer Werkstatt kann es auf einen Keilrahmen gespannt geliefert werden; das wählen Sie bei der Option Podokvir.

Welche Größe für welche Wand?

Kurz gesagt: Dem Original am nächsten ist unsere Größe 100 x 100 cm; sie ist an einer Seite 1 cm kleiner, an der anderen 1,5 cm, und der Museumseintrag sagt nicht, welche Seite welche ist. Weil das Motiv quadratisch ist, braucht es kein langes Möbelstück darunter, sondern freie Wandfläche ringsum; es wirkt deshalb auch allein an einer schmalen Wand, zwischen zwei Fenstern oder im Flur, und dort genügen 60 x 60 cm oder 70 x 70 cm. Über eine Kommode oder einen Schreibtisch passen 80 x 80 cm, ins Wohnzimmer über das Sofa 100 x 100 cm oder 120 x 120 cm, an eine große Wand, ins Treppenhaus oder in einen hohen Raum 150 x 150 cm und unsere größte Größe, 200 x 200 cm. Ein Gemälde dieser Größe braucht Abstand: Ein so großes Quadrat betrachtet man aus einigen Metern, nicht aus zwei Schritten. Ein handgemaltes Gemälde hängt am besten mit der Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; über einem Sofa 15–25 cm über der Lehne.

Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen

Passt keine der fünfzehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Wählen Sie bei der Option Podokvir JA, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens, nicht der Darstellung des Werks an Ihrer Wand; die Ansicht an Ihrer Wand ist ein eigener Service. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.

Lieferung und Garantie

Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien, Ungarn und Frankreich. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gelten unsere Rückgaberegeln. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab.

Häufige Fragen

Wer war Herbert Reiner?

Herbert Reiner war der Sohn des Wiener Orthopäden Max Reiner. Laut Belvedere gab der Vater 1910 beim jungen Egon Schiele ein Porträt seines fünfjährigen Sohnes in Auftrag; der Begleittext zum Foto des Museums nennt dagegen ein Alter von etwa sechs Jahren.

Warum heißt es einmal Reiner und einmal Rainer?

Weil die Institutionen den Namen verschieden schreiben. Das Belvedere schreibt Reiner im englischen Titel und in der Beschreibung, Rainer im deutschen Titel Rainerbub, und das Metropolitan Museum of Art in New York betitelt seine Zeichnung desselben Knaben Portrait of Herbert Rainer. Die Titel Der Knabe Reiner und Rainerbub meinen dieselbe Leinwand.

Wann malte Schiele den Knaben Reiner?

Im Jahr 1910: Die Leinwand ist rechts in der Mitte mit „S.10.“ signiert und datiert. Sie ist in Öl gemalt und fast quadratisch, 101 x 101,5 cm; laut Belvedere entstand sie zusammen mit einer Reihe quadratischer Porträts mit ähnlichen Kompositionen.

Warum wirken die Hände des Knaben so alt?

Das ist der Gegensatz, auf den das Belvedere hinweist. Schiele gibt dem Kind keinen Gegenstand, der sein Alter zeigen würde, und überlässt das Porträt den Händen: Auffallend grob wirken sie viel älter als der Dargestellte und stehen gegen seinen strahlenden, unschuldigen Blick. Das rote, umhangartige Gewand lässt nur Kopf und Hände frei, was den Gegensatz noch verstärkt.

Wo befindet sich der Knabe Reiner heute?

Im Belvedere in Wien, unter der Inventarnummer 4766. Der Museumseintrag nennt als Eigentümer Max Reiner, Sigmund Rosenbaum, Richard Lanyi und Arthur Stemmer, alle aus Wien; der letzte Eintrag von 1954 verzeichnet einen Tausch mit Rudolf Leopold. Das Belvedere zeigte es in seinen Schiele-Ausstellungen von 1968, 1990, 2011 und 2018–2019.

Eignet es sich als Geschenk?

Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.

  • Motiv: Herbert Reiner als Knabe vor leerem Grund, in einem roten, umhangartigen Gewand, mit auffallend groben Händen.
  • Original: 1910, Ölfarbe auf Leinwand, 101 x 101,5 cm, rechts Mitte signiert und datiert, Belvedere, Wien, Inv.-Nr. 4766.
  • Unsere Fassung: von Hand in Öl gemalt, 15 Größen oder nach Maß, auf Wunsch auf Keilrahmen gespannt (Podokvir: JA).
  • Wissenswert: laut Museum malte Schiele es zusammen mit einer Reihe quadratischer Porträts mit ähnlichen Kompositionen.

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