Beschreibung
Stilisierte Blumen ist ein Werk Egon Schieles von 1908: eine hohe, in Flächen gegliederte Pflanze in Violett- und tiefen Purpurtönen, mit kleinen orangen Akzenten an dünnen Stielen, vor einem schimmernden Grund aus Silber und Gold. Das Original, 65,5 x 65,5 cm, bewahrt das Leopold Museum in Wien auf. Wir malen es von Hand in Ölfarben auf Leinwand in der Größe Ihrer Wahl und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Stilisierte Blumen |
| Weitere Titel: | Stylized Flowers in Front of Decorative Background · Stilisierte Blumen vor dekorativem Hintergrund |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1908, signiert und datiert rechts unten „SCHIELE. EGON 1908“ |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 65,5 cm x 65,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl, Silber- und Goldbronzefarbe auf Leinwand |
| Malstil: | Jugendstil |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv.-Nr. 474) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 13 Größen von 50 x 50 cm bis 160 x 160 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Stilisierte Blumen – Egon Schiele
Was zeigt das Gemälde?
Eine einzelne hohe Pflanze steigt vom unteren Rand fast bis an die Oberkante des Quadrats. Ihr Körper ist aus breiten, kantigen Flächen in Lila, Violett und beinahe schwarzem Purpur gebaut, geschichtet wie gefaltetes Papier oder behauener Stein, dazwischen einige dunkle Öffnungen. Zu beiden Seiten und oben wachsen dünne graulila Stiele mit kleinen spitzen orangen Formen heraus. Der Grund ist flächig und dekorativ: oben ein silbrig olivgraues Feld mit metallischem Schimmer, in der unteren Hälfte von einem breiten waagrechten Goldband gekreuzt, rechts unten weitere Goldstreifen, darunter graugrüne Flächen. Rechts unten signierte Schiele in kleinen Blockbuchstaben SCHIELE EGON und setzte die Jahreszahl 1908 dazu.
Warum mögen es die Menschen?
Weil es für eine Studentenarbeit so kühn ist. Der Farbakkord ist einfach und stark: Violett gegen Gold, Orange als Funke, und der metallische Grund verändert sich, wenn das Licht über ihn wandert. Die Pflanze ist keine botanische Studie, sondern eine Figur, aufrecht und plastisch, beinahe wie ein Mensch, der in einem Raum steht. Wer das Wien um 1900 liebt, sieht hier den Moment, in dem Schiele noch Klimts dekorative Sprache sprach und schon über sie hinausgriff.
Wo steht es unter Schieles Arbeiten?
Ganz am Anfang seines Weges, als er noch an der Wiener Akademie studierte. Wenige Jahre später war dieselbe aufrechte, vereinzelte Form seine eigene Sprache geworden, wie in seinem Selbstporträt mit Lampionfrüchten von 1912; auch seine späteren Pflanzen und Bäume, etwa Kleiner Baum im Spätherbst und Vier Bäume, bewahren das Interesse an schlanken, aufrechten Formen. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Kopie ist ein handgemaltes Gemälde, für Ihre Bestellung angefertigt und kein Druck: Es wird Strich für Strich in Ölfarben aufgebaut. Unsere Kopie ist Öl auf Leinwand. Am schwierigsten ist hier der Grund: Die silbrigen und goldenen Felder müssen ihren leichten Schimmer und ihre glatte, gleichmäßige Fläche behalten, damit die Pflanze so klar vor ihnen steht wie im Original. Die Flächen der Pflanze brauchen saubere Kanten und mehrere deutlich getrennte Violetttöne, von beinahe weißem Lila bis beinahe Schwarz. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe, erst dann geht es auf die Reise. Dieses Werk haben wir in unserer Werkstatt noch nicht fotografiert; die Aufnahmen ergänzen wir auf dieser Seite, sobald wir sie haben.
Welche Größe für welche Wand?
Das Original misst 65,5 x 65,5 cm, unsere Größe 65 x 65 cm entspricht ihm also fast genau. Kleiner passen 50 x 50 cm oder 60 x 60 cm in einen Flur, ein Schlafzimmer oder an eine Regalwand; im Wohnzimmer über dem Sofa oder einer Kommode tragen 90 x 90 cm oder 100 x 100 cm das Violett und Gold durch den ganzen Raum; für eine große Wand oder einen Eingangsbereich gibt es die Größen von 130 x 130 cm bis 160 x 160 cm. Ein Kunstgemälde mit goldenem Grund mag warmes Licht und eine ruhige, helle Wand. Hängen Sie es so, dass die Mitte auf Augenhöhe liegt, etwa 145–150 cm über dem Boden.
Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine der dreizehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Wählen Sie bei der Option Keilrahmen „JA“, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.
Lieferung und Garantie
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien, Ungarn und Frankreich. Das Werk kommt geschützt verpackt und, wenn Sie beim Keilrahmen „JA“ gewählt haben, auf einen Keilrahmen gespannt; vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab. Für jede Bestellung gilt unsere Widerrufs- und Erstattungsrichtlinie.
Häufige Fragen
Wann malte Schiele es?
Im Jahr 1908, während seines Studiums an der Wiener Kunstakademie, mit siebzehn oder achtzehn Jahren. Rechts unten signierte und datierte er es: SCHIELE. EGON 1908.
Warum erinnert es an Klimt?
Damals stand Schiele Gustav Klimt noch sehr nahe. Das quadratische Format war im Jugendstil beliebt und von Klimt für seine Landschaften bevorzugt, und der flächige, ornamentale Grund mit Silber und Gold folgt seinem Beispiel. Nach dem Leopold Museum weist die aufragende Silhouette der Pflanze schon auf die Figurengemälde von 1909/10 voraus, in denen Schiele mit Klimts Stil brach.
Welche Blume ist es?
Die Titel nennen keine Art; das Museum spricht schlicht von stilisierten Blumen vor dekorativem Hintergrund. Die Blätter sind bewusst unnatürlich, in Farbe wie in Form: Das Museum beschreibt sie als im Verwelken festgehalten, um den Stängel gewölbt.
Wo ist das Original?
Im Leopold Museum in Wien, unter der Inventarnummer 474. Es ist in Öl mit Silber- und Goldbronzefarbe auf einer quadratischen Leinwand von 65,5 x 65,5 cm gemalt.
Wer besaß es vor dem Leopold Museum?
Die Provenienz des Museums beginnt mit einer undatierten Auktion im Wiener Dorotheum und nennt dann Max Morgenstern in Wien und London ab 1930, Hertha Morgenstern in London ab 1946 und Bob Morton im englischen Preston ab 1962. Rudolf Leopold besaß es ab 1970, und 1994 ging es an die Leopold Museum-Privatstiftung.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.









































