Beschreibung
Nave nave moe (Die heilige Quelle) – eine tahitische Szene, in Frankreich gemalt
Im Vordergrund sitzen zwei Frauen auf einer breiten rosa Fläche. Die linke hat den Kopf in die Hand gestützt und die Augen geschlossen; die rechte sitzt aufrecht und hält in der erhobenen Hand eine kleine rot-gelbe Frucht, hinter dem Ohr trägt sie eine weiße Blüte. Beide tragen ein weißes Oberteil und einen roten gemusterten Rock. Hinter ihnen liegt dunkles Wasser mit Spiegelungen, daneben sitzt eine Gestalt mit dem Rücken zum Betrachter, eine zweite steht in ein weißes Tuch gehüllt. Rechts wächst eine hohe weiße Blüte auf dünnem Stiel. Im Hintergrund reihen sich grüner Rasen, graublaue Felsen, ein orange-gelb blühender Baum und Palmen; ganz oben rechts sind im Gras einige kleine helle Gestalten zu erkennen. Das Werk bewahrt die Staatliche Ermitage in Sankt Petersburg unter der Inventarnummer GE-6510.
Ein Inselmotiv, auf dem Festland entstanden
Die überraschendste Angabe stammt aus dem Museumseintrag: als Entstehungsort ist Frankreich genannt, als Jahr 1894. Das Bild entstand also nicht auf Tahiti, sondern in der Zeit zwischen den beiden Reisen des Malers in den Pazifik, als Gauguin bereits nach Europa zurückgekehrt war. Die Szene ist Erinnerung und nicht Beobachtung; das erklärt, warum die Farben so frei sind und warum sich das Ganze wie ein aus erinnerten Teilen zusammengesetztes Bild liest und nicht wie ein Blick aus dem Fenster.
Der Titel, in die untere linke Ecke gemalt
Unten links ist auf den rosa Boden der Titel Nave nave moe gemalt, daneben Signatur und Jahreszahl. Das Museum führt das Werk unter einem russischen Titel, der sich als die wunderbare Quelle übersetzen lässt; in anderen Sammlungen und in der Literatur erscheint es häufig auch als heilige Quelle oder süßer Traum. Verschiedene Namen beschreiben dieselbe Leinwand, deshalb nennen wir sie zusammen.
Die eine wacht, die andere schläft
Die beiden Gestalten im Vordergrund sind einander entgegengesetzt. Die linke ist schläfrig, gebeugt, in sich zurückgezogen; die rechte ist wach und blickt geradeaus zum Betrachter. Gerade dieser Unterschied hält die Szene gespannt, obwohl äußerlich nichts geschieht. Alles Übrige, Wasser, Felsen und Bäume, ist in ruhige waagerechte Bänder geordnet, die ohne Tiefe übereinander aufsteigen.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Ölgemälde-Reproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist die rosa Fläche im Vordergrund das Schwierigste: sie muss beide Gestalten tragen und zugleich hell bleiben, sonst wird die Szene stumpf. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: zwei sitzende Frauen auf rosa Boden, dahinter Wasser, Felsen und ein blühender Baum.
- Technik: Öl auf Leinwand, flächige Farben und ruhige waagerechte Bänder.
- Größen: Querformat, von 40 x 30 cm bis 200 x 150 cm; häufig gewählt werden 80 x 60 cm und 100 x 75 cm.
- Wissenswertes: der Museumseintrag nennt Frankreich als Entstehungsort, obwohl die Szene tahitisch ist.
Wenn Sie dieselbe Zeit interessiert, sehen Sie auch Mahana no atua (Der Tag des Gottes), Te arii vahine (Die Frau des Königs) und Arearea (Freude), in denen Gauguin die Szene ebenso aus ruhigen Farbbändern aufbaut. Das Museum gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 74 x 100 cm, also Querformat.









































