Beschreibung
Rhythmisches ist ein Gemälde von Paul Klee aus dem Jahr 1930: Auf einem warmen, rostorangen Grund steht ein lockeres Schachbrett aus schwarzen, weißen und grauen Rechtecken, gemalt mit dicken, sichtbaren Pinselstrichen, und seine Reihen kippen und verschieben sich wie ein Takt, der schneller wird und sich wieder beruhigt. Das Original ist Öl auf Jute, 69,6 cm hoch und 50,5 cm breit, und gehört dem Centre Pompidou in Paris. Für Sie malt es unser Maler von Hand auf Leinwand, in Öl oder Acryl, in einem von 8 Hochformaten zwischen 30 x 40 und 151 x 200 cm oder nach Maß. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit.
| Titel: | Rhythmisches |
| Weitere Titel: | Rhythmical (englischer Titel) · Ritmico (italienischer Titel) |
| Maler: | Paul Klee (1879–1940) |
| Entstehungsjahr: | 1930 |
| Originalgröße: | 69,6 cm x 50,5 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Jute |
| Malstil: | Klassische Moderne |
| Standort: | Centre Pompidou, Musée National d’Art Moderne, Paris, Frankreich |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl oder Acryl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Rhythmisches – Paul Klee
Was zeigt das Gemälde Rhythmisches?
Fast die ganze Höhe nimmt ein Raster aus Rechtecken in drei Tönen ein: Schwarz, Grau und Weiß. Sie liegen in sechs waagrechten Reihen, doch keine davon ist ganz gerade. Manche steigen nach rechts an, andere fallen ab, einzelne Blöcke sind breiter oder schmaler und leicht nach links oder rechts geneigt. So wirkt das Raster nicht starr wie ein Spielbrett, sondern lebendig, als hätte es jemand rasch von Hand gelegt.
Die Töne folgen stets derselben Reihenfolge, Schwarz, Grau, Weiß, dann wieder Schwarz. Jede Reihe setzt aber an einer anderen Stelle dieser Folge ein, deshalb ziehen sich schräge Diagonalen gleicher Töne über die Fläche. Wer den Reihen mit dem Blick folgt, zählt fast von selbst mit: eins, zwei, drei, eins, zwei, drei.
Die Farbe sitzt dick, in kurzen, sichtbaren Strichen. Am dicksten sind die weißen Blöcke, in denen man Grate und Risse der Paste erkennt, während zwischen den dunklen stellenweise der rostorange Grund hervorschaut. Links unten hat Klee mit feinem Pinsel seinen Namen und die Jahreszahl 1930 gesetzt.
Was bedeutet der Titel Rhythmisches?
Der Titel nennt keinen Gegenstand, sondern die Art, wie das Gemälde wirkt. Es zeigt weder Landschaft noch Figur, nur Flächen in drei Tönen, die sich in wechselndem Takt wiederholen. Der Rhythmus selbst ist hier das Motiv.
Klee bekam mit sieben Jahren Geigenunterricht und war so begabt, dass ihn der Berner Musikverein mit elf Jahren als außerordentliches Mitglied zum Mitspielen einlud. Zwischen Musik und Malerei suchte er Parallelen. Ein Artikel über Paul Klee in der englischen Wikipedia, auf Englisch und dem Maler gewidmet, schreibt, das farbige Rechteck sei zu seinem Grundbaustein geworden, den manche Forscher mit einer musikalischen Note vergleichen.
Vor diesem Gemälde liegt der Vergleich nahe: Schwarz, Grau und Weiß wirken wie drei Töne, ihr Verrutschen wie ein Takt, der sich hier dehnt und dort zusammenzieht. Ob Klee genau daran dachte, wissen wir nicht; der Titel sagt nur, dass es um Rhythmus geht, den Rest übernimmt das Auge.
Warum fesselt dieses Raster den Blick?
Weil es aus sehr wenig sehr viel macht. Drei unbunte Töne und ein warmer Grund, und doch ist das Gemälde nicht kühl. Das rostige Orange wärmt die Grautöne, und der pastose Auftrag gibt der Fläche etwas Greifbares, das man in geometrischer Malerei selten findet.
Musik lag in der Familie: Der in der Schweiz geborene deutsche Künstler war Sohn eines deutschen Musiklehrers und einer Schweizer Sängerin. Expressionismus, Kubismus und Surrealismus prägten ihn, den Durchbruch zur Farbe brachte ihm 1914 eine Reise nach Tunesien mit August Macke und Louis Moilliet.
Rilke notierte 1921, Klees Zeichnungen seien oft wie Niederschriften von Musik. Vor diesen schwarzweißen Blöcken klingt der Satz fast wörtlich.
Wo ist das Original, und worauf ist es gemalt?
Das Original gehört dem Centre Pompidou in Paris, Sammlung des Musée National d’Art Moderne, Inventarnummer AM 1984-356. Klee malte es 1930, in seinen letzten Jahren als Lehrer am Bauhaus, wo er von Januar 1921 bis April 1931 neben Wassily Kandinsky unterrichtete.
Der Träger ist keine übliche Leinwand, sondern Jute, ein grobes Gewebe, dessen Fasern durch die Farbe schimmern. Das Werk misst 69,6 x 50,5 cm (Höhe x Breite).
Zur selben Pariser Sammlung gehört auch Pfeil im Garten von 1929, eine kupferfarbene Fläche voller kleiner Pflanzen, Kreise und Zeichen, mit einem einzigen schwarzen Pfeil in der Mitte.
Im Jahr 1937 zeigten die Nationalsozialisten siebzehn Werke Klees in der Ausstellung „Entartete Kunst“, und aus öffentlichen Sammlungen wurden 102 seiner Arbeiten beschlagnahmt. Bei seinem Tod 1940 zählte sein Werk über 9.000 Nummern.
Rhythmisches oder ein anderer Klee?
Rhythmisches ist ein Kunstgemälde für alle, die Ordnung mögen, aber keine starre. Schwarz, Weiß und Grau vertragen sich mit fast jeder Einrichtung, von hellem Holz bis Sichtbeton, und der orange Rand bringt Wärme.
Wer kräftige Farbe sucht, sollte sich Mit der rotierenden schwarzen Sonne und dem Pfeile von 1919 ansehen, ein dichtes Flickwerk aus gelben, orangen und roten Feldern. Revolution des Viaductes von 1937, in dem die Brückenbögen aus der Reihe treten, wird oft als Antwort auf die Bedrohung durch den Nationalsozialismus gelesen. Zarter und blauer ist Tanz der Motte von 1923, eine geflügelte Gestalt, die über ein Raster blauer Quadrate abwärts tanzt.
Jedes weitere Paul Klee Gemälde, von gezeichneten Figuren bis zu farbigen Rastern, finden Sie auf der Seite Paul Klee.
Wie malen wir Rhythmisches von Hand auf Leinwand?
Klees Original ist ein Ölgemälde auf grober Jute. Unseres ist eine handgemalte Reproduktion auf Leinwand: Der Maler führt sie in Öl oder Acryl aus, in der Größe, die Sie wählen, und baut sie Schicht um Schicht auf.
Zuerst legt er den rostorangen Grund an. Dann zeichnet er die sechs Reihen und die Grenzen der Blöcke vor, denn Neigungen und Versätze müssen sitzen wie in Paris, sonst zerfällt der Rhythmus. Erst danach folgen die schwarzen, grauen und weißen Felder.
Bei diesen Feldern entscheidet der Strich. Der Maler trägt die Farbe dick und in kurzen Zügen auf, sodass die weißen Blöcke plastische Grate bekommen und zwischen den dunklen schmale Fugen bleiben, durch die das Orange blitzt.
Welche Größe passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: 30 x 40 oder 40 x 55 cm für Flur, Regal oder eine schmale Wand, 47 x 62 und 60 x 81 cm über Kommode oder Schreibtisch, 74 x 104 und 95 x 128 cm über Sofa oder Bett, 120 x 160 und 151 x 200 cm für eine hohe, leere Wand oder ein Treppenhaus.
Wir malen Rhythmisches in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 30 x 40, 40 x 55, 47 x 62, 60 x 81, 74 x 104, 95 x 128, 120 x 160 und 151 x 200 cm. Das Original misst 50,5 x 69,6 cm (Breite x Höhe). Die drei kleinsten Größen sind also kleiner, ab 60 x 81 cm vergrößern wir das Werk; bei 151 x 200 cm ist das Raster rund dreimal so breit wie in Paris.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es am besten in 95 x 128 oder 120 x 160 cm, über dem Sofa oder neben dem Esstisch.
Gibt es eine andere Größe oder einen Rahmen?
Ja. Brauchen Sie andere Proportionen, lassen wir das Raster ganz und verbreitern oder verschmälern nur den orangen Rand. Nennen Sie uns Ihr Wunschmaß, wir antworten mit Preis und Termin.
Wir liefern es gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Rhythmisches wird von unserer Werkstatt in Slowenien gespannt und gerahmt, die jedes Gemälde auf Leinwand reisefertig macht. Die Leiste wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die nur der Rahmenwahl dient; das Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu zeigen, ist ein gesonderter Service.
Zu den schwarzweißen Blöcken passt ein schmaler schwarzer oder dunkler Holzrahmen, zum orangen Rand natürliche Eiche.
Wann kommt das Gemälde, und wie reist es?
Der Maler beginnt, sobald Sie bestätigen, und Rhythmisches ist nach 15 bis 45 Werktagen versandbereit. Vor dem Verpacken sehen Sie die fertigen sechs Reihen auf einem Foto; wünschen Sie eine Änderung, setzen wir sie um.
Nach Deutschland, Österreich und in die übrigen EU-Länder reist Rhythmisches ohne Zoll, und auch für diese Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Für Musiker, Architekten oder Freunde klarer Formen ist es ein durchdachtes Geschenk. Ist die passende Größe unklar, verschenken Sie einen Geschenkgutschein, mit dem der Beschenkte das Format selbst bestimmt.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Centre Pompidou in Paris, Sammlung des Musée National d’Art Moderne, Inventarnummer AM 1984-356.
Was ist darauf zu sehen?
Sechs schräge Reihen schwarzer, grauer und weißer Rechtecke in dickem Farbauftrag auf rostorangem Grund.
Ist das ein Druck?
Nein. Unser Maler setzt jede Fläche mit dem Pinsel auf Leinwand, in Öl oder Acryl; Sie bekommen also eine handgemalte Kopie.
Wie groß ist das Original?
69,6 x 50,5 cm (Höhe x Breite); unsere Größen reichen von 30 x 40 bis 151 x 200 cm.
Kann ich eine Größe außerhalb der Liste bestellen?
Ja. Schreiben Sie uns Breite und Höhe, wir antworten mit Angebot und Lieferzeit.
Wie lange dauert die Anfertigung?
Rechnen Sie mit 15 bis 45 Werktagen; kurz vor dem Versand schicken wir ein Foto des fertigen Rasters.
Passt es ins Schlafzimmer oder ins Büro?
Ja, die ruhigen Töne Schwarz, Grau und Weiß drängen keine Farbe auf, deshalb passt es ins Schlafzimmer, ins Büro oder in ein Wartezimmer.
Warum kippen die Reihen?
Klee hat die Blöcke versetzt und geneigt, darum steht das Raster nie still; es wirkt wie ein Puls, der mal schneller, mal langsamer schlägt.
- Motiv: sechs schräge Reihen schwarzer, grauer und weißer Rechtecke auf rostorangem Grund.
- Original: Öl auf Jute, 1930, 69,6 x 50,5 cm, Centre Pompidou, Paris.
- Bei uns: von Hand in Öl oder Acryl auf Leinwand gemalt, 8 Hochformate zwischen 30 x 40 und 151 x 200 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: Klee war Geiger und verglich Malerei gern mit Musik; das Werk entstand in seinen letzten Bauhaus-Jahren.









































