Beschreibung
Zypressen ist das Gemälde, das Vincent van Gogh im Juni 1889 in der Heilanstalt von Saint-Rémy-de-Provence malte: Zwei hohe dunkelgrüne Zypressen ragen fast aus der Leinwand heraus, vor einem türkisfarbenen Himmel mit wirbelnden Wolken und einer schmalen Mondsichel. Das Original misst 93,4 x 74 cm und hängt im Metropolitan Museum of Art in New York. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in 16 Formaten von 40 x 50 bis 151 x 190 cm oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Zypressen |
| Weitere Titel: | Cypresses · Cipressi · Ciprusok |
| Maler: | Vincent van Gogh (1853–1890) |
| Entstehungsjahr: | Juni 1889, Saint-Rémy-de-Provence |
| Originalgröße: | 93,4 cm x 74 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Postimpressionismus |
| Standort: | The Metropolitan Museum of Art, New York (Inv.-Nr. 49.30) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 16 Formate oder nach Maß |
Zypressen – Vincent van Gogh
Was zeigt das Gemälde Zypressen?
Zwei Zypressen stehen nebeneinander und füllen den größten Teil der Leinwand. Die höhere passt gar nicht hinein: Der obere Rand schneidet sie ab, sodass der Baum über den Rahmen hinaus weiterzuwachsen scheint. Die dunkelgrünen Kronen sind in kurzen, gewundenen Strichen gemalt, wie Flammen, und unten sieht man gerade noch die Stämme. Rechts hinter den Bäumen liegen niedrige blaue Hügel, davor ein Streifen gelbgrünes Gras und Gebüsch, übersät mit kleinen weißen Blüten.
Den Rest nimmt der Himmel ein. Er ist türkis, durchzogen von weißen und rosa Wolken, die sich in Spiralen drehen, und in der oberen rechten Ecke hängt eine schmale gelbe Mondsichel. Alles bewegt sich: Bäume, Wolken und Gras sind mit demselben rhythmischen Pinsel gezeichnet, sodass die dunklen Bäume und der helle Himmel zu einer einzigen Fläche verschmelzen.
Wie malte Van Gogh die Zypressen?
Er beschrieb es selbst. Am 25. Juni 1889 schrieb er seinem Bruder Theo, er habe zwei Studien von Zypressen in Arbeit, „in jenem schwierigen Flaschengrün“, und ihren Vordergrund habe er „mit dicken Impastos aus Bleiweiß“ bearbeitet, „was dem Boden Festigkeit gibt“. Erst danach setzte er andere Farben darüber. Das Gemälde auf dieser Seite ist eine dieser beiden Studien; die andere ist eine zweite Leinwand mit Zypressen aus denselben Tagen.
Die Farbe ist hier wirklich dick. Das Gras unten und die Wolken stehen über der Leinwand, und die Bäume sind aus Schichten von Grüntönen aufgebaut, von fast Schwarz bis zu hellem Gelbgrün. Eine Woche nach diesem Brief schickte er Theo Zeichnungen nach beiden Zypressengemälden, und dieses skizzierte er auch in einem Brief.
Warum waren die Zypressen für Van Gogh so wichtig?
Im selben Brief erklärte er, warum. „Die Zypressen beschäftigen mich immer noch“, schrieb er, „ich möchte mit ihnen etwas machen wie mit den Sonnenblumen-Leinwänden, denn es wundert mich, dass noch niemand sie so gemalt hat, wie ich sie sehe.“ Der Baum war für ihn „schön in Linien und Proportionen, wie ein ägyptischer Obelisk“, und sein Grün hatte „eine so vornehme Qualität“.
Er sah auch die Schwierigkeit. In einer sonnendurchfluteten Landschaft ist die Zypresse der dunkle Fleck, „eine der interessantesten dunklen Noten, die schwierigste, sie genau zu treffen“, und man muss sie „vor dem Blau, vielmehr im Blau“ sehen. Genau das tut dieses Gemälde: Die dunkelste Form steht mitten in den hellsten Farben. Er war erst wenige Wochen zuvor in die Anstalt gekommen und malte diese Leinwand bald nach seiner Ankunft.
Wo hängt das Original?
Das Original befindet sich im Metropolitan Museum of Art in New York. Das Museum führt es als Cypresses, 1889, Öl auf Leinwand, 93,4 x 74 cm, in seiner Abteilung für europäische Malerei, unter der Inventarnummer 49.30. Es kam 1949 in die Sammlung, erworben aus dem Rogers Fund.
Van Gogh hielt das Gemälde nicht verborgen. 1890 wurde es in Paris im Salon des Indépendants gezeigt, der Ausstellung unabhängiger Künstler, wenige Monate vor seinem Tod. Mehr über das Gemälde steht in der englischen Wikipedia.
Welches Zypressen-Gemälde wählen?
Van Gogh widmete den Zypressen in jenem Jahr immer wieder neue Leinwände, und mehrere davon gibt es auch bei uns. Zypressen ist der Blick aus der Nähe: zwei Bäume, ein Streifen Gras und ein Stück Himmel im Hochformat. Das Gemälde Ein Weizenfeld mit Zypressen stellt dieselben dunklen Bäume in eine weite Sommerlandschaft mit goldenem Weizen, Hügeln und Wolken und passt deshalb besser an eine lange Wand über dem Sofa.
In denselben Juniwochen 1889 arbeitete er auch an der Sternennacht, auf der eine einzelne Zypresse im Vordergrund vor dem Nachthimmel aufragt. Aus den ersten Wochen in der Anstalt, aus dem Mai 1889, stammen die Schwertlilien aus dem Garten, aus dem September desselben Jahres die Pietà (nach Delacroix). Für eine hohe, schmale Wand wählen Sie Zypressen, für eine Nachtszene die Sternennacht.
Wie entsteht unser handgemaltes Gemälde Zypressen?
Der Maler skizziert zuerst die beiden Bäume, die Linie der Hügel und den Mond und prüft die Proportionen am Original, denn der höhere Baum muss den oberen Rand genau so berühren, wie Van Gogh ihn gesetzt hat. Dann folgen Himmel und Wolken, die dunklen Grüntöne der Bäume Schicht für Schicht und zuletzt das Gras und die weißen Blüten im Vordergrund. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht in Öl auf Leinwand mit echtem Impasto: Die Farbe wird dick aufgetragen, sodass die Pinselstriche wie beim Original über der Leinwand stehen und das Licht fangen.
Bei diesem Motiv zählt das Relief mehr als sonst, weil Van Gogh den Vordergrund selbst mit dicken Impastos aufbaute und die gewundenen Striche der Bäume reine Struktur sind. Ein Druck zeigt nur eine flache Fläche, auf unserem Gemälde sind die Striche echt.
Jedes Gemälde ist eine handgemalte Kopie, die eigens für Ihre Bestellung entsteht, darum gleicht keines genau dem anderen. Vor dem Versand fotografieren wir es und senden Ihnen die Aufnahme zur Freigabe.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 60 x 80 oder 73 x 92 cm über einer Kommode oder einem Schreibtisch, 80 x 100 oder 92 x 111 cm für eine große Wand im Wohnzimmer und 120 x 150 cm für eine hohe freie Wand oder ein Treppenhaus. Das Hochformat passt gut an eine schmale Wand, neben ein Fenster oder in einen Flur.
Es gibt 16 Formate: 40 x 50, 50 x 60, 50 x 62, 56 x 70, 60 x 80, 68 x 85, 73 x 92, 80 x 100, 92 x 111, 100 x 130, 112 x 137, 120 x 150, 127 x 160, 134 x 170, 142 x 180 und 151 x 190 cm (Breite x Höhe). Das Original ist 74 cm breit und 93,4 cm hoch; unser Format 73 x 92 cm kommt ihm am nächsten, sodass die Bäume an Ihrer Wand so groß sind wie im Museum. Ein kleineres Ölgemälde in 40 x 50 oder 50 x 60 cm passt gut zwischen zwei Türen. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer sollte etwa zwei Drittel der Breite des Möbels darunter einnehmen; ein Hochformat darf auch schmaler sein, wenn es über einem schmalen Möbelstück hängt.
Hängen Sie es so auf, dass die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden liegt. Über Sofa oder Kopfteil lassen Sie 20 bis 30 cm zwischen Möbel und Unterkante frei.
Was, wenn ich ein Sonderformat oder einen Rahmen brauche?
Passt keines der 16 Formate zu Ihrer Wand, malen wir es nach Maß. Wir empfehlen, nah am Seitenverhältnis des Originals zu bleiben, sonst werden die Bäume gestaucht oder gedehnt. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Das Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist unser separater Service der Raumplatzierung. Zu den dunklen Grüntönen und dem türkisfarbenen Himmel passt Naturholz oder eine schlichte Goldleiste.
Wie laufen Lieferung und Gewährleistung ab?
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe, und wir korrigieren alles, was nicht stimmt. Für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Weitere Van Gogh Gemälde finden Sie in der Galerie Vincent van Gogh, mehr über den Maler in unserem Beitrag über Vincent van Gogh. Sind Sie bei einem Geschenk bei Motiv oder Format unsicher, gibt es einen Geschenkgutschein, mit dem die beschenkte Person selbst wählt.
Häufige Fragen
Wo ist das Original von Zypressen heute?
Im Metropolitan Museum of Art in New York, in der Abteilung für europäische Malerei. Das Museum führt es unter der Inventarnummer 49.30 als Cypresses, 1889, Öl auf Leinwand, und es kam 1949 aus dem Rogers Fund in die Sammlung. In den Werkverzeichnissen trägt es die Nummern F613 und JH1746.
Wann und wo malte Van Gogh Zypressen?
Im Juni 1889, in der Heilanstalt Saint-Paul bei Saint-Rémy-de-Provence, wenige Wochen nachdem er im Mai dort angekommen war. Am 25. Juni schrieb er Theo, er habe zwei Studien von Zypressen in Arbeit, und dies ist eine davon. Derselbe Brief beschreibt ihr Flaschengrün und das dicke Bleiweiß, das er in den Vordergrund setzte.
Warum malte Van Gogh Zypressen?
Weil ihn diese Bäume faszinierten. Er schrieb, er wolle mit den Zypressen etwas machen wie mit seinen Sonnenblumen-Leinwänden, denn es wundere ihn, dass noch niemand sie so gemalt habe, wie er sie sehe. Der Baum war für ihn schön in Linien und Proportionen, „wie ein ägyptischer Obelisk“, mit einem Grün von vornehmer Qualität.
Was bedeuten die Bäume auf Zypressen?
Van Gogh schrieb in seinen Briefen nicht über eine verborgene Bedeutung, sondern über das Sehen. Die Zypresse ist für ihn der dunkle Fleck in einer sonnendurchfluteten Landschaft, eine der interessantesten dunklen Noten und die schwierigste, sie genau zu treffen, und man muss sie vor dem Blau sehen. Das Gemälde ist seine Antwort darauf: eine dunkle Form in heller Farbe.
Ist der Baum auf Zypressen derselbe wie auf der Sternennacht?
Beide Gemälde stammen aus denselben Wochen. Die Herausgeber seiner Briefe zählen beide zu den zwölf Leinwänden, die er Ende Juni 1889 in Arbeit hatte, und beide zeigen die Zypressen der Umgebung von Saint-Rémy. Auf der Sternennacht ragt eine einzelne Zypresse im Vordergrund vor dem Nachthimmel auf, hier stehen zwei Zypressen im Tageslicht, mit einer Mondsichel am türkisfarbenen Himmel.
Malte Van Gogh außer Zypressen noch weitere Zypressen?
Ja. Im Juni 1889 hatte er gleichzeitig zwei Studien von Zypressen in Arbeit: diese, heute im Metropolitan Museum of Art, und eine zweite Leinwand mit Zypressen. Eine Woche später schickte er seinem Bruder Zeichnungen nach beiden. Zypressen erscheinen auch in vielen anderen Werken aus Saint-Rémy, etwa in seinen Weizenfeldern mit Zypressen und in der Sternennacht.
Warum sind die Bäume auf Zypressen so dunkel?
Weil Van Gogh sie so sah. Er nannte ihre Farbe „jenes schwierige Flaschengrün“ und schrieb, die Zypresse sei in einer sonnigen Landschaft der dunkle Fleck, eine der interessantesten dunklen Noten, die er sich vorstellen könne. Er baute die Bäume aus vielen Schichten Grün auf, von fast Schwarz bis hellem Gelbgrün, sodass sie dunkel, aber lebendig bleiben.
Wie groß ist das Original von Zypressen?
Das Original ist 93,4 cm hoch und 74 cm breit, ein Hochformat, das schon an einer schmalen Wand oder über einer Kommode gut wirkt. Unser Format 73 x 92 cm kommt dem Original am nächsten, dazu gibt es kleinere und größere Formate von 40 x 50 bis 151 x 190 cm sowie Anfertigungen nach Maß für eine bestimmte Wand.
Ist Ihr Gemälde Zypressen ein Druck?
Nein. Es ist ein Kunstgemälde, das ein Maler Strich für Strich von Hand in Öl nach dem Original malt und auf einen Keilrahmen aus Holz spannt, fertig zum Aufhängen. Bevor wir es versenden, erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe. Ein Druck gibt die Farben auf einer flachen Fläche wieder, unsere Fassung hat echte Farbe und echte Pinselstriche.
Hat Ihr Gemälde Zypressen die erhabenen Pinselstriche des Originals?
Ja. Wir malen unser Gemälde in Impasto: Die Farbe wird dick aufgetragen, sodass die Pinselstriche wie auf Van Goghs Original über der Leinwand stehen. Am besten sieht man das an den gewundenen Strichen der Bäume, den spiralförmigen Wolken und dem Gras im Vordergrund, das Van Gogh selbst mit dickem Bleiweiß aufbaute. Ein Druck kann dieses Relief nicht haben, denn seine Oberfläche ist flach.
- Motiv: zwei hohe dunkelgrüne Zypressen vor einem türkisfarbenen Himmel mit wirbelnden Wolken und einer Mondsichel.
- Original: Juni 1889, Saint-Rémy, 93,4 x 74 cm, The Metropolitan Museum of Art, New York.
- Unsere Fassung: handgemalt in Öl auf Leinwand, in 16 Formaten von 40 x 50 bis 151 x 190 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.









































