Beschreibung
Jean Cocteau – handgemalte Reproduktion nach Amedeo Modigliani
Jean Cocteau ist ein 1916 gemaltes Porträt des Dichters, und unter den Kunstwerken auf Leinwand dieses Malers ist es ungewöhnlich geordnet: der Dargestellte sitzt aufrecht in einem rotbraunen Sessel, im blauen Anzug und mit Fliege, vor einer blauen Wand. Das Original gehört der Sammlung Henry und Rose Pearlman und ist eine Dauerleihgabe an das Princeton University Art Museum.
Was auf der Leinwand zu sehen ist
Ein junger Mann sitzt frontal in einem tiefen Sessel, dessen rotbraune Wangen sich zu beiden Seiten erheben. Der Kopf ist lang und leicht geneigt, das dunkle Haar aus einer hohen Stirn zurückgekämmt, die Brauen zu Bögen gezogen, die Augen dunkle Mandeln, die Wangen rosa. Der Hals ist sehr lang und trägt einen weissen Kragen und eine schwarze Fliege. Der Anzug ist blauschwarz und dreiteilig, aus der Brusttasche schaut ein weisses Einstecktuch. Beide Hände liegen tief im Schoss. Hinter ihm ist eine blaue Wand in Felder geteilt, oben rechts von einem braunen Streifen unterbrochen. Die Signatur modigliani steht oben links.
Der Dichter, den die Runde nicht mochte
Der Eintrag der Sammlung erzählt, wie es zu der Sitzung kam. Im Frühjahr 1916 brachte Pablo Picasso den Dichter Jean Cocteau zu jenen Malern und Dichtern, die sich im Atelier von Moïse Kisling am Montparnasse trafen. Cocteau war ein Dichter des rechten Ufers und ging der Runde vom linken auf die Nerven: der Dichter Pierre Reverdy hielt später fest, Cocteau habe unaufhörlich geredet, seine Stimme wie Regen, der aufs Dach trommelt, während ihn alle überhörten. Gemalt haben ihn beide, Modigliani und Kisling. Kisling war es auch, der diese Leinwand später an den Wirt des Café Rotonde verkaufte, und dort beginnt die lange Reihe namentlich genannter Besitzer, die die Sammlung veröffentlicht.
Zum Original
Das Original ist Öl auf Leinwand. Die Sammlung misst es 100,4 cm hoch und 81,3 cm breit; wir nennen zuerst die Breite, bei uns steht also 81,3 x 100,4 cm. Die Angaben stammen aus dem Eintrag der Pearlman Collection: Jahr 1916, Technik Öl auf Leinwand, Nummer L.1988.62.18, oben links signiert. Das L kennzeichnet eine Leihgabe — das Werk gehört der Henry and Rose Pearlman Foundation und wird vom Museum in Princeton verwahrt. Die eigenen Seiten des Princetoner Museums konnten wir nicht lesen, der Zugriff wurde verweigert, deshalb behaupten wir nichts daraus. Die Besitzerkette ist durchgehend namentlich, von Cocteau selbst über Zborowski und Paul Guillaume nach New York bis 1944 und zu Henry Pearlman bis 1951. Unsere Arbeiten sind Gemälde auf Leinwand im Verhältnis des Originals.
Was Sie erhalten
Wir malen das Werk von Hand, Öl auf Leinwand, auf Bestellung und in der Grösse Ihrer Wahl, auch nach Mass. Das Motiv ist modern und geometrisch: das Blau des Anzugs, das Blau der Wand und eine einzige rote Masse Sessel. Es wirkt daher in einem Büro, einem Arbeitszimmer oder einem Entree, wo ein Werk Ordnung tragen soll und nicht Stimmung. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Fotografie der fertigen Leinwand. Es ist handgemalt und kein Druck.
| Entstehungsjahr: | 1916 |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 81,3 x 100,4 cm |
| Malstil: | Expressionismus |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Standort: | Sammlung Henry und Rose Pearlman, Dauerleihgabe an das Princeton University Art Museum (Inv. L.1988.62.18) |
Cocteau war dafür bekannt, mehr zu reden als alle anderen im Raum. Modigliani malte ihn mit geschlossenem Mund und den Händen im Schoss — und so ist er geblieben.









































